Spielt ihr Synthetic Blätter? Wenn ja, bräuchte ich kurz eure Hilfe.

Dieses Thema im Forum "Mundstücke / Blätter" wurde erstellt von Tobias Haecker, 10.Dezember.2024.

  1. saxchrisp

    saxchrisp Ist fast schon zuhause hier

    ich habe noch ein Marca Unic Tenor 2,5 zu Hause liegen was ich einmal getestet habe und welches mir viel zu leicht ist
    Falls es jemand haben möchte, kann er oder sie sich gerne per Nachricht bei mir melden.

    Spiele auf dem Alt Legere french cut 2,5.
    Die machen was sie sollen bei mir:
    Laut, hoch, perkussiv und jederzeit spielbereit.

    Auf dem Tenor Vandoren VK7.

    Nehme für die Bequemlichkeit und Ausdauer Einbußen im Sound in Kauf.
     
  2. saxchrisp

    saxchrisp Ist fast schon zuhause hier

    Blatt hat einen neuen Besitzer :)
     
  3. Silver

    Silver Gehört zum Inventar

    Ein Update zu den Marca Unic.

    Ich finde die Studio nach wie vor ziemlich gut und habe jetzt auch je eins für Sopran und Alt.
    Das Glücksspiel zu den Stärken ist gut ausgegangen, die passen auf die jeweiligen Mundstücke.

    Das ist auch mein bisher einziger Kritikpunkt an den Unic: wenn das Blatt ein bisschen zu schwer ist, wird der Ton brummelig, summig, breit.
    Beim normalen Arundo Donax wird, bei den von mir bevorzugten Schnitten, der Klang bei einem schweren Blatt einfach weniger hell und graduell dumpf, es summt aber nicht.

    In einem Anfall von Übermut habe ich mir jetzt noch ein Jazz und ein etwas leichteres Studio fürs Tenor bestellt, weil ich am Blatt für das LBA Florida 7 nicht herumschnibbeln will, dies aber genau diesen Effekt beim Sapphire 8 erzeugt.

    Ich beobachte im Moment auch eine weitere Hypothese: Beim Unic - ähnlich, wie bei den paar anderen Plasteblättern, die ich probiert habe, scheint die Blattstärke weitgehend homogen über das gesamte Register. Auf manchem Naturrohrblatt empfinde ich deutliche Unterschiede über den Tonumfang, die einerseits einen Kompromiss beim Blatt(-schnitt und Stärke) erfordern, andererseits mehr antrainierte Anpassung des Ansatzes, um den gewählten Kompromiss so gut wie möglich zu bedienen.
    Das könnte eine Ursache dafür sein, dass Plasteblätter generell als besonders leichtgängig in den Extremen beschrieben werden.
    Wie gesagt, bislang eher eine Hypothese (und eigentlich komplett akademisch).

    Die Unic sehen aus, fühlen sich an und spielen (fast) wie Naturrohrblätter und funktionieren für mich ziemlich gut.
    Nur der unmittelbare Wechsel von einem Naturrohrblatt auf ein Unic zeigt die relativ kleinen Unterschiede für mich sehr deutlich.

    Ich werde das weiter beobachten - so ganz mit fliegenden Fahnen mag der Naturrohr-Liebhaber in mir noch nicht das Lager wechseln.
     
  4. mato

    mato Strebt nach Höherem

    Ich habe das Blatt von saxchrisp bekommen und gestern damit das erste mal zu einer Probe gespielt. Insgesamt bin ich recht angetan davon, aber ich habe gemerkt, dass es sich bei viel Luftdruck tonlich und lautstärkemäßig anders verhält, als ein normales Blatt.
    Aber es ist das erste „Kunststoff“blatt, bei dem ich gewillt bin es eine Weile auszuprobieren.
    Rein äußerlich ist es von einem normal Blättchen nicht zu unterscheiden, mit all den üblichen Asymmetrien. Das heißt, hier handelt es sich um ein herkömmliches Blatt, was irgendwie nachbearbeitet oder behandelt wurde und dadurch haltbarer wird.
    Für mich ist nun die große Frage, wie lange es hält und ob sich der recht hohe Anschaffungspreis lohnt.
     
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  5. mato

    mato Strebt nach Höherem

  6. cwegy

    cwegy Ist fast schon zuhause hier

    Ich konnte nicht widerstehen, aber jetzt es hat mich leider auch erwischt. Normal spiele ich zwischen 2H und 3S und dachte das 2.5+ wäre dann das passende, aber leider fehl eingeschätzt.

    Falls also jemand ein einmal getestetes Tenor Unic Studio 2.5+ kaufen oder idealerweise gegen ein 2.5 tauschen möchte, gerne PN an mich.
     
  7. mato

    mato Strebt nach Höherem

    Spiel es vielleicht mal eine zeitlang. Mein Blatt ist nach einiger Zeit etwas leichter geworden und ich habe den Eindruck, es verändert sich auch immer noch.
     
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  8. Silver

    Silver Gehört zum Inventar

    Heute kam ein Packerl aus Oliuolles und drin waren die bestellten Marca Unic.

    Das Studio 2,5 ist - Achtung - wesentlich schwergängiger, als das 2,5+ jemals war.
    Ich habe jetzt gerade nicht die Muße, eine Zeit lang drauf zu spielen, auf dass es besser werde ... und, es ist Mundstückabhängig - auf dem LBA Florida geht's etwas besser, auf einem Fry Vintage geht's fast gar nicht.

    Das Jazz 2,5 ist dagegen auf den Punkt eine 2,5 und hat ein deutlich tragfähigeres Obertonspektrum und es kann richtig laut!
    Man kann es natürlich auch sanft spielen, es ist aber doch eher was für den Funk oder Rock-Gig.

    Vorläufige Erkenntnis: es sind halt doch Naturrohrblätter mit Schwankungen. Allerdings komme ich mit den Schwankungen der echten Naturblätter besser klar:
    Als Kontrolle habe ich wahllos zwei LaVoz Medium aus der Schachtel gefischt - die waren nicht identisch, haben aber beide für mich auf Anhieb funktioniert.
    Heisst: die werden nach zwei oder dreimal Spielen etwas leichter zu blasen, wie man das halt so kennt.

    Ich befürchte, es könnte darauf hinauslaufen, dass ich am Ende bleibe, wo ich bin. Wenigstens beim Tenor...
     
  9. khayman

    khayman Ist fast schon zuhause hier

    Ich spiele zur Zeit vorwiegend Tenor und bevorzuge Naturrohrblätter, bin aber irgendwie immer noch und immer wieder in der Findungsphase.
    Jetzt muss ich mich aber für einen Workshop im Juli auf dem Sopran wieder fit machen und habe mir ein Marca Unic classic 2,5 gekauft und was soll ich sagen: ich bin begeistert, zumindest für die ersten 15 Minuten. Danach überblase ich andauernd unterhalb vom g.
    Üben muss ich sowieso, aber ich überlege, ob mir ein 2,5+ etwas entgegen käme.

    Aber grundsätzlich bin ich von meinem Marca Unic Test sehr begeistert.
     
  10. giuseppe

    giuseppe Gehört zum Inventar

    Wie? Soll ich sie jetzt beim großen T doch wieder aus dem Warenkorb schmeißen? Bin verunsichert. ;)

    Habe übrigens gerade mal wieder nach Rigotti-Marca-LaVoz-dominierten Monaten einen Vandoren-Honeymoon (diesmal nicht JaZZ, sondern JAVA Green!) auf dem Philtone Mosaic, welches nach erfolgter Versilberung so viel neues Klangpotenzial auf dem 10M entfaltet, ganz offenbar einfach nur weil ich es viel lieber und unbeschwerter im Mund habe. Good morning Psychoklaus sage ich da nur! :)
     
  11. Silver

    Silver Gehört zum Inventar

    Das ist mal ein Querschnitt… :)
    Es ist mir übrigens noch nie gelungen, auch nur ein einziges Vandoren-Blatt gut zu finden.
    Aber das bin nur ich und vielleicht meine Abneigung gegen den völlig überflüssigen Plastikwahn bei der Verpackung.


    Zu den Unic verfestigt sich meine Meinung, dass das sehr gute Optionen für Klarinette, Sopran und Alto sind - also Instrumente, die ich double bzw. nur selten spiele während ich beim Tenor auf dem neuen Fry bei LaVoz bleibe - da liegen noch fünf oder sechs 10er-Schachteln - und mir für „modernere Sachen“ eins auf dem Brancher behalte … oder dem Guardala - das muss ich mir vor diesem Hintergrund noch mal ansehen.
     
  12. giuseppe

    giuseppe Gehört zum Inventar

    Sorry, hab Boston Sax Shop vergessen, aber das ist ja wohl auch wie Rigotti… :)
    Vielleicht ist es das gleiche wie bei mir mit dem Mosaic in blankem Messing, nämlich der Psychoklaus in der Birne.

    Klar ist das Plastik völlig daneben. Davon abgesehen sind Vandoren (JaZZ und Java konkret) für mich Blätter, die irgendwie mehr Arbeit erfordern als die oben genannten, dafür aber Komplexeres vom Sound abliefern. Ist aber wahrscheinlich eh schnutenspezifisch.
     
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  13. mato

    mato Strebt nach Höherem

    Für mich sind die Vandoren Jazz ebenso die besten und haltbarsten Blätter, die ich bisher gespielt haben. Und klingen tun sie auch toll. Im Moment verbrauche ich eine Packung Rigotti. Die finde ich auch okay, aber die sind bei mir sehr schnell runtergespielt.
     
  14. claptrane

    claptrane Strebt nach Höherem

    IMG_COM_202605241853029740.jpg
    Es scheint ja so eine durchsichtige Version vom Plasticover zu sein, da kann man die Holzstruktur auch noch gut erkennen.
     
  15. Blofeld

    Blofeld Ist fast schon zuhause hier

    Habe gerade die ersten Boston Sax Shop Blätter in Arbeit, Black und Silver. Beide begeistern mich noch nicht so recht, irgendwie matt und müde. Habe aber auch erst je 1 in Benutzung, vielleicht ändert sich der Eindruck ja noch. @giuseppe Magst du die denn?
     
  16. giuseppe

    giuseppe Gehört zum Inventar

    Hab mir kürzlich die zweite Schachtel Black gekauft. Die erste war vor Jahren, als sie neu waren. Meine Erinnerung daran ist mehr so OK als wirklich gut, aber neulich habe ich alte, bereits mal angespielte davon rausgeholt und fand sie auf meinem Intrepid mächtig gut. Deshalb die neue Schachtel. Auf dem Mosaic sind sie aber erst mal wieder nur OK. Vielleicht brauchen sie noch etwas Lagerung… :)
     
  17. Silver

    Silver Gehört zum Inventar

    So, nach ein paar Tagen nochmal ein Blick auf die Marca Unic:

    Beim Tenor ist die Episode für mich endgültig durch. Ich bleibe bei meinen LaVoz.
    Das eine Studio in 2,5+ spielt inzwischen auf eine mir nicht sehr angenehme Art zwischen „zu leicht“ und „etwas zäh“ mit einem wenig konturierten Ton.
    Das andere Studio 2,5 habe ich bei dem Versuch, es mit dem ReedGeek spielbar zu machen, gehimmelt.

    Auf dem Sopran funktioniert das Studio 2,5+ bisher recht gut, ich fühle mich aber auch dort auf den LaVoz klanglich und bei der Ansprache einen Tick wohler. Somit bleibt das Unic für die Gelegenheiten, wo ich mit dem Sopran double.

    Sehr wenig erfreut bin ich vom Grundklang des Unic Classic auf der Klarinette.
    Wenn also jemand ein nur einmal benutztes Böhm Unic Classic 2,5 haben möchte: gerne PN

    Desgleichen ein ebenfalls nur einmal benutztes Alto Unic Studio in 2.
    Da bin ich sehr lauwarm und doublen ist beim Alto kein Szenario für mich.


    Unter dem Strich war das ein teures Experiment mit eindeutigem Ausgang:
    Das Geld für Plasteblätter jeglicher Art wäre für mich besser woanders investiert.

    Die Unic finde ich noch am wenigsten schlecht aber ich bleibe beim unbehandelten Naturrohrblatt, das gibt mir wesentlich mehr.

    Immerhin kann man mir nicht vorwerfen, ich hätte es nicht probiert…
     
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  18. mato

    mato Strebt nach Höherem

    Von mir auch eine Rückmeldung hierzu. Mein Unic 2,5 Studio Tenor ist nach ca. 10 Spielstunden durch und nur noch bedingt spielbar. Am Anfang war es einen Tick zu hart für mich, also denke ich dass ich mit der Stärke nicht völlig daneben lag.
    Mit einem Vandoren Jazz für unter 5 Euro könnte ich jetzt noch eine ganze Weile weiterspielen.
    Schade, dass die Unic wohl auch nicht die Lösung für den Blattstress sind.
    Und ich bin echt etwas irritiert über den Preis. Für 40€ bekommt man ein irgendwie behandeltes Naturblatt, welches weniger Lebenszeit als ein herkömmliches Blatt hat.
    Und mit den üblichen Schwankungen von Blatt zu Blatt wird man vermutlich auch hier zu kämpfen haben.
    Meine Erfahrungen beziehen sich auf ein Blatt.
     
  19. Tobias Haecker

    Tobias Haecker Ist fast schon zuhause hier

    Hey, magst du das evtl etwas konkretisieren. Verhält es sich anders als dein gewohntes Blatt oder ist es so anders, wie sich noch kein Holzblatt für dich verhalten hat?
    In dieser Thematik nehme ich oft wahr, dass immer sehr stark Verallgemeinert wird. Dabei sind ja schon Holzblätter so Variantenreich im Sound und Performance.
     
  20. Tobias Haecker

    Tobias Haecker Ist fast schon zuhause hier

    So wie ich das verstanden habe und etwas durch das MarketingBlaBla zwischen den Zeilen las, ist das dich etwas komplizierter als beim Plastic Cover. Ein spezielles Kunststoffharz, dass die über druck extra tief in die Poren treiben.

    Das Plastic Cover ist halt tatsächlich nur mit Plaste becovert.
     
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