Saxophonkauf – worauf sollte man achten?

Dieses Thema im Forum "Kaufberatung" wurde erstellt von michaH, 14.Mai.2026.

  1. Bereckis

    Bereckis Gehört zum Inventar

    Wieso kaufst du die Gitarren nicht beim Gitarrenbauer?
     
  2. JES

    JES Gehört zum Inventar

    Der Charm des Neukaufs ist aber, man kann das Teil mal in die Hand nehmen und daraufhin mit dem Mitbewerber vergleichen.
    Bei den Yamahas funktioniert deine Methode nicht. Die kosten runtergenudelt plus GÜ mehr, als gleich ein Neues. Auch mit den ollen Keilwerth (newking aus den 60ern)/kohlert etc. , die ich selber toll finde, geht das nicht mehr. Da sieht der Anfänger, dass er für ein Gerät mit echt erlebter Patina mehr hinlegen muss, als für blingbling neu. Die Zeiten sind vorbei. Und die 2xx von Yamaha sind jetzt keine billigen Dinger. Thomann einfach kostet 670, wenn man mal schon "mittelklassisch" schaut. Das wirfst du weg, sorry (besser vllt gar nicht erst...).

    Ich verstehe, dass ein SaxDoc den Kurs aufrufen muss, umgerechnet auf die Jahre ist das auch nur inflationsausgleich, ist also kein Vorwurf oder bashing, die Konsequenz ist aber, dass damit für einige gute Instrumente eine GÜ wirtschaftlich, sagen wir vorsichtig, grenzwertig wird. Klar, Liebhaber denken anders, ein Anfänger nicht. Grundsätzlich finde ich es aber auch für einen Anfänger interessant mal so etwas in die Hand zu nehmen, weil auch da bekommt man einen Eindruck davon, was nicht so gut passt.
     
    elgitano gefällt das.
  3. Gerrie

    Gerrie Strebt nach Höherem

    @ppue

    Die Frage kann ich nicht schwarz/ weiß beantworten.

    Da kommt meine Einschätzung dazu.

    Wenn ein Musikhaus eine Marke oder mehrere komplett im Angebot hat ist es für mich erst dann seriös wenn man mit entsprechendem Fachpersonal auch Wartung und Reparaturen durchführen kann.
    Wir haben davon mindestens 5 im Umkreis von 40 km die mir spontan einfallen.
    Mit dieser Definition würde ich sagen „Alle“.

    Bei zwei habe ich neue Instrumente gekauft. Einmal für mich einmal für den Verein.
    Beide Instrumente wurden mir erst ausgehändigt nachdem der Instrumentenbauer drüber geschaut und angespielt hat.

    Alle die ich kenne bieten zum Preis von großen T oder darunter an. Einzige Einschränkung, das Angebot ist natürlich nicht so umfangreich.

    Trotzdem würde ich es immer vor Ort kaufen.

    Für meine gebrauchten Teile habe ich das Glück einen äußerst fähigen , zuverlässigen und flexiblen Sax Doc in der Nähe zu haben.

    Grüsse Gerrie
     
    Bereckis und jabosax gefällt das.
  4. JES

    JES Gehört zum Inventar

    Mal zwei Fragen:
    Die Empfehlung hier war häufig, bei der Musikschule zu mieten. Warum dort und kein Mietkauf beim Händler?
    Was für Instrumente werden denn an euren Musikschulen so vermietet? Hier in meiner Ecke sind die eher... Naja.
     
  5. ppue

    ppue Mod Experte

    Das können die noch gar nicht beurteilen (-;
     
    Matthias Wendt und Wuffy gefällt das.
  6. giuseppe

    giuseppe Gehört zum Inventar

    Naja, oder das gleiche. Was ist dann das bessere?
     
  7. JES

    JES Gehört zum Inventar

    Die schon, du nicht:finger:
     
  8. JES

    JES Gehört zum Inventar

    Auch, wenn du das gleiche zahlst, in dem einen Fall hast du ne alte Kanne, als Ex-Schülerinstrument häufig auch nicht mehr hübsch, im anderen Fall makellos. Von der Spielbarkeit dürften/sollten die gleichauf liegen. Von der Technik ist das alte ein bis zwei Generationen zurück (ich persönlich mag bspw das 275 nicht, das 280 finde ich deutlich besser). Warum dann nicht neu kaufen? Wo ist der Vorteil des Gebrauchten, wenn es nicht der Preis ist?
     
  9. Gerrie

    Gerrie Strebt nach Höherem

    Die Musikschule macht das mit dem Händler zusammen.
    Vertragsdetails kenne ich nicht.
    Ich kenne nicht all zu viele. Da ist es YAS / YTS 280.
    Mit der Möglichkeit nach Vertragsende das Instrument zu kaufen. Geht dann Richtung Listenpreis bzw. drüber.
    Daher würde ich kaufen und im Fall der Fälle weiter verkaufen.

    Grüsse Gerrie
     
  10. DietmarB

    DietmarB Kann einfach nicht wegbleiben

    Puh, hab ich aber Glück gehabt mit dem YAS 275 und danach dem YAS62, die ich ohne Doktorarbeit, Dazuziehung forumszertifizierter SaxDocs und ohne tagelangem Anspielen unter Fachaufsicht einfach so gekauft habe. Beide spielten für mich als Anfänger mit dem 275 und nach 5 Monaten das 62 problemlos. Der Schwachpunkt bin ich, das kann aber kein anderer beheben.
     
    BP, khayman, Blofeld und 2 anderen gefällt das.
  11. ppue

    ppue Mod Experte

    Ja, irgendwie muss auch jeder seinen eigenen Weg zum neuen Sax finden. Auch, wenn man dabei schlechte Erfahrungen machen kann. Manche suchen sich ihr Instrument nach der Farbe aus. Auch das ist ein Weg (-:

    Der Wiederverkaufswert wird in etwa der bleiben, mit dem du es eingekauft hast. Bei einem Neuen sieht das Verhältnis schlechter aus.
     
    DietmarB gefällt das.
  12. giuseppe

    giuseppe Gehört zum Inventar

    Da komme ich zu meinem immer wieder vorgebrachten Punkt zurück, der zugegebenermaßen nur auf individueller Erfahrung beruht:

    Ein mit guten Materialien gut überholtes Instrument ist in meiner Erfahrung bisher immer besser gewesen als ein neues, hält die Einstellung länger, macht mehr Freude beim Spielen und macht diese Freude länger.

    Meine neu oder fast neu gekauften Instrumente waren nach ihrer ersten gescheiten Überholung alle besser als sie es ursprünglich als Neuinstrumente waren, ohne Ausnahme. Und das waren überwiegend Topmarken. Es gab nie einen Nachteil dadurch dass sie dann nicht mehr neu waren aber immer einen Vorteil dadurch, dass sie dann endlich mal richtig gescheit überholt worden waren.

    Das ist der entscheidende Punkt: Im Gegensatz zu Autos, Fahrrädern, Turnschuhen oder Handys wird ein halbwegs vernünftiges Saxophon in der Zeitspanne unseres Saxophonistenleben durch Altern nicht wesentlich schlechter, wenn es nicht kaputtgemacht wird. Neu hat keinen Vorteil per se im Vergleich zu Verbrauchsgütern!

    Lediglich die Feineinstellung und die Verbrauchsmaterialien aus Leder, Kork, Kunststoff und Stahl haben ein (qualitätsabhäbgiges) Ablaufdatum. Von Werk ab muss das in ein ökonomisches Gesamtkonzept passen, wenn nicht alle Saxophone das Supreme-Preisschild haben sollen. Beim Saxdoc nicht, wenn man mal erkannt hat, dass diese Einstellung und das Material dafür vielleicht entscheidender ist, als ob das Ding jetzt Yamaha, Jupiter oder sonstwie heißt.

    Natürlich muss man das nicht machen und kann auf einem gut eingestellten Neuinstrument perfekt lernen und auch ein Leben lang spielen. Es spricht nichts dagegen, überhaupt nichts. Den Unterschied muss man selber probiert haben und vielleicht würden die Bewertungen über den Wert auch auseinandergehen.

    Wenn man aber für das gleiche Geld wie für ein Neues auch ein Gebrauchtes mit perfektem Setup bekommt, würde ich persönlich jedesmal das Gebrauchte mit GÜ nehmen. Ohne eine Sekunde nachzudenken.
     
    Zuletzt bearbeitet: 20.Mai.2026
    Sax_Player, Silver, saxoholic und 3 anderen gefällt das.
  13. DietmarB

    DietmarB Kann einfach nicht wegbleiben

    Ergänzend zu meinem lästerlichen Post vorher - beide YAS waren gebraucht, erworben 2024. Das 2014er 62er von einem Profimusiker, der es als Zweithupe hatte.
     
    giuseppe gefällt das.
  14. giuseppe

    giuseppe Gehört zum Inventar

    Das ist quasi der Jackpot. Wenig gespieltes und top instand gehaltenes Profi-Ersatzhorn.
     
    DietmarB gefällt das.
  15. mato

    mato Strebt nach Höherem

    Es würde mich echt interessieren, ob Thomann vor dem Verkauf so eine Art Qualitätskontrolle mit den Saxophonen durchführt. Ich kann es mir bald nicht vorstellen. Die Holzblas-Werkstatt dort führt ja auch Überholungen durch und war zumindest früher recht klein.
    Ich hatte dort mal vor einigen Jahren aus dem Verkaufsraum eine megateure Selmer Bassklarinette ausprobiert, die überhaupt nicht spielbar war. Ein Verkäufer hat das Teil sofort in die Werkstatt gegeben und sich entschuldigt, aber gewundert hat es mich damals schon, dass ein Instrument, welches nicht spielbar ist dort in der Vitrine steht. Das mag aber vielleicht auch ein Einzelfall gewesen sein.
     
  16. Buschreiter

    Buschreiter Schaut nur mal vorbei

    Ich bin genau einer Gitarre ewig hinterhergelaufen (Takamine 12-Saiter), einer der großen Versender hatte sie dann als B-Ware mit reichlich Nachlass. Zuzüglich Arbeit vom Gitarrenbauer (hatte trotz/weil Neuware viel zu tun) hatte ich dann das Wunschinstrument zum „Normalpreis“, das ich vorher 4(!) Jahre gesucht habe. Ansonsten kaufe ich gebraucht und lasse ein komplettes Setup nach meinen Wünschen machen. Passt für mich, aber nicht für jeden anderen. Bei der Gitarre hat das Setup sehr viel mit eigenen Vorlieben zu tun, beim Sax denke ich zumindest, sind es rein technisch die leicht laufende Technik, das das Teil dicht ist und das ich mich wohl fühle. Dann kommen aber noch der S-Bogen, das Mundstück, das Blatt und tausend andere Dinge.
    Bei der Gitarre geht es mir nur um Halsdicke, Radius und dass es keine Deadspots gibt (ein Test dauert vielleicht 5 Minuten). Den Rest macht der Gitarrenbauer…das sind mMn deutlich weniger Stellschrauben.
    Mag aber sein, dass ich damit als langjähriger Musiker aber Saxeinsteiger völlig falsch liege, weil ich mich mit Gitarren deutlich besser auskenne. Wie testet ihr denn zB ein gebrauchtes oder auch ein neues Instrument?
     
  17. JES

    JES Gehört zum Inventar

    Hier ist es entweder Jupiter-einfach, oder Hausmarke eine größeren Musikhauses.
    Beide finde ich eher suboptimal.
     
  18. giuseppe

    giuseppe Gehört zum Inventar

    Ich vermute, es wird ähnlich wenn du ins Detail gehst.
    Erstmal muss natürlich alles richtig ausgerichtet und bei minimalem Andruck komplett dicht sein. Der S-Bogen muss dicht sein bevor man die Schraube berührt. Dann spielt Federhärte und die Art der Polster eine große Rolle für Schnelligkeit und Spielgefühl. Die Resonatoren machen bisschen was am Klang. Das Dämpfungsmaterial und mit wieviel Liebe das verklebt ist entscheiden, wie lange die Einstellung hält und natürlich die Achsen, die ohne relevantes Spiel in jeglichen Dimensionen und ohne im geringsten verbogen zu sein leicht laufen müssen. Die Klappendrücker sollten an der richtigen und ggf. für dich optimierten Position sein. Das heißt bei den Rollerklappen der Kleinfinger z.B., dass es ein minimales Gefälle gibt, damit du in der schwächeren Drückrichtung genauso schnell rollerst wie in der stärkeren Zugrichtung, etc. etc.
    Da ist fast immer Luft nach oben und wenn es alles richtig funzt ist es einfach eine Freude!
     
    Buschreiter gefällt das.
  19. JES

    JES Gehört zum Inventar

    Verstehe ich nicht.
    Yas280/jupiter 700 neu ca 1000€ inkl "Kalibrierung" durch den Verkäufer. Restwert runtergenudelt vllt 300€.
    Yas 280 runtergenudelt vllt 300€. GÜ 1000€. Summe 1300€. Restwert runtergenudelt wieder 300€.
    Selbst wenn du da zum runternudeln zwischenstufen einführst,....
    Nimmst du das jupiter 510 kostet das neu 830€, eine GÜ 1000. Das wirfst du weg, wenn es runtergenudelt ist (wenn du es rein finanziell betrachtest).
    Wo ist da der wirtschaftliche Vorteil beim Gebrauchtkauf? Irgendwann wird das yas280 vintage?
     
  20. Nemo

    Nemo Ist fast schon zuhause hier

    Das kann ich mir auch kaum vorstellen. Frau hat mir ein neues YTS-62 S von Thomann geschenkt - das musste auch erst zum Saxdoc. Erst danach lief es "butterweich".
     
  1. Diese Seite verwendet Cookies, um Inhalte zu personalisieren, diese deiner Erfahrung anzupassen und dich nach der Registrierung angemeldet zu halten.
    Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies.
    Information ausblenden