Drake Stubbie metal Review

Dieses Thema im Forum "Mundstücke / Blätter" wurde erstellt von Blofeld, 22.Mai.2026.

  1. Blofeld

    Blofeld Ist fast schon zuhause hier

    Tja, jetzt war mal wieder ein neues Spielzeug fällig: Nachdem ich die letzten 5 Jahre ganz überwiegend das Klum Focustone gespielt habe und damit auch immer noch happy bin, hatte ich letzten Winter einen neuen Crush. Ich hatte in einem Laden ein Stubbie probegespielt und fand es spontan super, aber es war mir eigentlich zu teuer und sah auch schon etwas abgegrabbelt aus. Naja, wie's dann so ist, es ging mir leider mir nicht mehr aus dem Kopf. Seit sechs Wochen habe ich nun eins, direkt bei Drake bestellt. Das Angetansein hat sich bestätigt: Das Teil hat eine ganz eigene Klangfarbe, die ich als klar, lebendig und ausgesprochen saftig bezeichnen würde, mit ausgeprägten, voll klingenden Mitten. In den Höhen spritzig, wenig Buzz. Es hat eine an den Seiten sehr stark ausgehöhlte Kammer und eine Rollover Baffle. Ich denke, besonders das starke Carving an den Innenseiten produziert den speziellen Charakter. Die Tip Rail ist sehr schmal, nicht so ganz schmal wie bei einem Klum, aber dicht dran. Was mir auch sehr gefällt, ist die geschmeidige Art, wie es sich spielt. Es spricht schnell an, hat eher wenig Widerstand, aber genug, dass man nuanciert spielen kann. Ich habe die Größe 7 (bei Drake sind das .102, also eigentlich ein Mittelding zwischen 7 und 7*). Das ist etwas weniger, als ich sonst verwende, aber ich wollte das einfach mal probieren. Natürlich dadurch im Maximum etwas leiser als andere, aber dafür komme ich ohne jede Mühe in jede Ecke des Tonumfangs. Beim Altissimo merke ich keinen wesentlichen Unterschied zu meinen anderen Mundstücken. Am besten gefällt mir der Sound momentan mit Hemke 3, da kommt das Saftige am schönsten raus. Rigottis sind mir schon zu hell. Ich war bei Drake natürlich etwas skeptisch wegen der bekannten Probleme beim Plating, aber zumindest während der 6 Wochen ist noch nichts abgeblättert. Mal sehen, wie sich das entwickelt. Gibt's hier vielleicht noch jemanden, der das spielt oder mal ausprobiert hat?
     
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  2. Analysis Paralysis

    Analysis Paralysis Ist fast schon zuhause hier

    Klar,
    das ist sehr gut. Einige Kollegen im Umkreis spielen das auch (von 7 bis 7**).

    Ich hätte mir auch wieder eines gekauft (hatte schon mal eines), leider hatte das Exemplar (wohl von einem unachtsamen Kunden verursacht) einen Kratzer in der Siderail.
    Ich hab davon zwar beim Spielen nichts gemerkt, aber das MPC wäre dann nicht mehr wiederzuverkaufen gewesen. Und für 600,-....

    Ich hab das 7, das 7* und das 7** probiert - das 7* wäre leider das gewesen, das gepasst hätte.

    Das ist aber nicht lagernd. Die neuen Drakes bestellt mein Händler (hab es in einem anderen Thread eh schon geschrieben) ohne Plating und lässt das selbst in Österreich machen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 22.Mai.2026
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  3. Onkel D

    Onkel D Ist fast schon zuhause hier

    Hast Du damit schon Erfahrungen gemacht? Ich habe mir vor ein paar Wochen ein Drake Sanborn Alto bei Schagerl bestellt und das bekommen sie auch roh und lassen es dann versilbern. Noch ist es nicht da, ich bin sehr gespannt...
     
  4. Analysis Paralysis

    Analysis Paralysis Ist fast schon zuhause hier

    Nein, leider.
    Aber die Firma (Ögussa) dürfte gut arbeiten.
     
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  5. giuseppe

    giuseppe Gehört zum Inventar

    Das klingt wie ein Staatsfonds mit Spezlwirtschaft. Haben dann wahrscheinlich erst recht Erfahrung im vergolden, höhö! (SCNR)
     
  6. giuseppe

    giuseppe Gehört zum Inventar

    Das Drake Stubby stand bei mir auch schon lange auf der Liste zum probieren.

    Ich spiele seit der dresdner Versilberung ja jetzt mit besserem Geschmack im Mund, veränderter Wahrnehmung und zunehmender Begeisterung mein gar nicht so neues Mosaic Ltd. in 7, was ja auch von den alten Dukoffs inspiriert sein soll. Ich glaube mittlerweile verstehe ich ein bisschen besser, wie man es spielen muss, damit dieser dicke, zähflüssige Sound rauskommt. Von allen meinen Tenormundstücken hat es wahrscheinlich am meisten Widerstand und dadurch ist die Schwelle zwischen Subtone und Fulltone keine scharfe Kante, sondern ein breites, leicht gewölbtes Plateau. Man kann in diesem Bereich sehr fein dosieren ohne großen Aufwand. Definitiv bevorzugt was für die kleine Besetzung, die anderen Teile brüllen lauter. Aber bisschen was geht da auch.

    Aber zurück zum Thema, sorry für den Ausschweif… @Analysis Paralysis , du hast ja beide mal besessen, Mosaic und Drake Stubby, (oder auch jemand anderer der beide kennt). Haben die irgendwas miteinander zu tun?
     
    Zuletzt bearbeitet: 24.Mai.2026
  7. Blofeld

    Blofeld Ist fast schon zuhause hier

    Ich habe beide. Ich finde sie sehr unterschiedlich, das Drake klar, fokussiert und mittenbetont, das Mosaic kratziger, breiter und weniger mittig. Das Stubbie klingt wet, das Mosaic dry. Das Drake spielt sich geschmeidig, während das Mosaic etwas mehr Arbeit macht.
     
    Zuletzt bearbeitet: 24.Mai.2026
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  8. Analysis Paralysis

    Analysis Paralysis Ist fast schon zuhause hier

    Nein, ein Mosaic hatte ich nie.
     
  9. giuseppe

    giuseppe Gehört zum Inventar

    Ich hätte schwören können, dass du mit dem Tribute auch das Mosaic beschrieben hattest vor Jahren. Hab den Thread gefunden, war nicht so. :)
     
  10. Silver

    Silver Gehört zum Inventar

    Ich hab einen Hollywood-Klon von Norberto, den mir Phil Engleman überarbeitet hat.
    Das macht daraus noch lange kein Mosaic aber einziemlich authentisches Dukoff-Gefühl.
    Vor einiger Zeit hatte ich mal zwei Retro-Revival Stubbies und ein Original Dukoff auf einem Haufen und miteinander verglichen.
    Bei den Aufnahmen dazu kam nicht so irre viel raus aber das Spielgefühl war deutlich anders.

    Was @guiseppe mit dem breiten Plateau beschreibt, finde ich zutreffend (in jeweils unterschiedlichem Ausmaß) und es hat sehr viel mit dem Zustand des Horns zu tun - schon bei leichten Leaks wird aus dem Plateau ein Gebirge und wenigstens das Norberto klingt nur noch nach Matsch. Ich hatte mal viel Spaß auf einem Workshop mit meinem Yanagisawa im falschen Koffer…
    Solange die Hupe aber gut funktioniert, kann dieses Norberto-Hollywood auch schön laut…

    Tendenziell stimmt aber auch, was @Blofeld zum Vergleich des Phil-Tone mit den meisten anderen schreibt: Mein Tribute LTD ist das kratzigste und trockenste Florida, das ich je probiert habe.

    Das Drake hätte mich vor 3 oder 4 Jahren auch sehr interessiert, als ich mir noch alles unter den Nagel gerissen hatte, was irgendwie nach Dexter aussieht. Davon bin ich für mich jetzt wieder abgekommen - meine unwürdigen Versuche zu „dextern“ schlagen heute noch hin und wieder durch, mich interessieren andere Vorbilder aber inzwischen mehr.
     
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  11. giuseppe

    giuseppe Gehört zum Inventar

    Danke für die Beschreibung!
    Wet und Dry im Sinne eines unbearbeiteten vs. bearbeiteten Signals im Studio?
    Das kann ich vermutlich nachvollziehen. Das Mosaic hat schnell etwas Diffuses, da es so dunkel und „spread“ ist vom Grundsound. Es klingt halt sehr schön.
    Naja, das Stubby bleibt wohl auf der Liste.
     
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  12. giuseppe

    giuseppe Gehört zum Inventar

    Same here. Dabei war Dexter bei mir immer nur einer von vielen, Rollins, BlueNote mit Trane, Mobley, gibt ein paar. Komischerweise auch noch King Curtis, das macht es nicht leichter zu verwirklichen. Aber es wäre gelogen, dass ich nicht Dexters Go! ein wenig im Kopf hatte, als ich mir das Mosaic zulegte.
    Vermutlich ist die Erkenntnis, dass es gar nicht so klingt (bzw. nicht mehr oder weniger als andere large round Chambers) für mich der Schlüssel einen schönen eigenen Sound rauszubekommen.
     
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  13. Silver

    Silver Gehört zum Inventar

    +1

    dazu Henderson, Brecker und unter den Lebenden: Potter und Alexander (mit dem Joschi und dem Mark Turner kann ich nicht so viel anfangen)

    Und natürlich die Urväter des Tenorsounds: Prez, Bean, Frog …
     
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  14. Blofeld

    Blofeld Ist fast schon zuhause hier

    Ich meine damit den Unterschied zwischen saftig und trocken. Beim Drake fühlen sich die Mitten bauchig und rund an, beim Mosaic eher wie eine Hohlkehle. Dexter-Sound kommt bei beiden nicht wirklich raus, zumindest bei mir nicht. Aber mit dem Drake geht ein schöner dicker runder singender Mobley-Sound. Ist ja auch nicht schlecht, ganz im Gegenteil. Interessant wäre natürlich ein Dreiervergleich mit einem echten Dukoff. Sowas hatte ich leider noch nie im Maul. Ich bin aber sicher, dass beide mehr Baffle und damit Höhen haben als das Original.
     
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  15. Silver

    Silver Gehört zum Inventar

    Schau mal hier:
    https://www.saxophonforum.de/threads/dukoff-stubby-im-vergleich-zu-retro-revival.52420/

    Keine Drake und keine Phil-Tone damals und die Soundfiles sind auch mit meinem Cloudspeicher dahin gegangen (vielleicht zum Glück :rolleyes: ).

    Ich würde mein damaliges Fazit bezüglich der RR heute noch drastischer formulieren (die waren halt zu der Zeit gerade „in“ und eine Menge Mitforis waren schon wegen der sanften Kritik beleidigt…) und finde - in der Rückbetrachtung - das oben erwähnte Norberto Hollywood mit dem Phil-Tone Reface heute am nächsten dran, an diesem (!) Original.

    Falls mir jemand dafür ein unverschämt gutes Angebot machen will … nur zu.
    Ich spiele es eigentlich nur auf dem Eastman 852, da passt es super. Aber das darf demnächst gehen und das Norberto deshalb auch.

    (Irgendwann schaffe ich es, genau ein Horn und ein Mundstück pro Baugrösse zu spielen. Irgendwann. Ich glaube ganz fest daran… :confused: )
     
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  16. Blofeld

    Blofeld Ist fast schon zuhause hier

    Ein Jammer, daß die Soundfiles nicht mehr da sind. Hätte mich schon interessiert. Ich werde meinerseits mal versuchen, meine beiden Klone vergleichend aufzunehmen. Leider brauche ich das in meiner halligen Altbauwohnung gar nicht erst zu proibieren, da klingt jede Aufnahme wie ausm Badezimmer. Ich werde es mal im Band-Ü-Raum probieren, kann ein paar Tage dauern, bis ich da wieder reinkomme. Aber I'll keep you posted!
     
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  17. Blofeld

    Blofeld Ist fast schon zuhause hier

    So, ich habe den schönen Sommermorgen dazu genutzt, in den dunklen Bandkeller zu steigen. Aufnahmen sind im Kasten, klingen auch gut. Bei mir am Rechner höre ich die Unterschiede gut raus, mal sehen, was auf MP4 noch übrig bleibt. Ich habe das Klum noch mit dazugenommen als Referenz. Heute Abend wird zusammengeklebt und gemischt, dann könnt ihr was hören.
     
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  18. Blofeld

    Blofeld Ist fast schon zuhause hier

    Okay, kann losgehen:

    1. Philtone Mosaic LTD .105
    2. Drake Stubbie metal .102
    3. Ted Klum Focustone Precision .107

    Alles nacheinander am Stück, jedes Mundstück 1x Thema + 1x Impro (um noch ein bißchen mehr vom Tonumfang zu zeigen)

    Horn: Keilwerth SX90R
    Blatt: auf allen dasselbe Hemke 3
    Mic: NoHype Audio CRM-1 Bändchen, Entfernung ca. 60cm, schräg von oben auf den Trichter, aus Spielersicht leicht links aufgestellt, Richtung Pinky Table.
    Playalong: Quartet App

    Die Lautstärken habe ich extra nicht angeglichen, damit man die Unterschiede hört: das Mosaic ist deutlich lauter als etwa das Klum.

    Mein Ranking (nach den Kriterien, die mir wichtig sind - und die man naturgemäß nicht alle auf einer Aufnahme hören kann):

    Präzision, Tontrennung & Schnelligkeit:
    Drake 1, Klum 2, Philtone 3

    Durchsetzungsfähigkeit & Lautstärke:
    Philtone 1, Drake 2, Klum 3

    Buzz & Subtone:
    Philtone 1, Klum 2, Drake 3

    Klangschönheit:
    Drake 1, Klum 2, Philtone 3

    Geschmeidigkeit des Spielgefühls:
    Drake & Klum 1, Philtone 2

    Leichtigkeit der Ansprache:
    Drake 1, Klum 2, Philtone 3

    Ermüdungsfreiheit beim Ansatz:
    Drake 1, Klum 2, Philtone 3

    Sparsamkeit mit Luft, lange Passagen:
    Drake 1, Klum 2, Philtone 3

    Leichtigkeit über den Tonumfang:
    Drake 1, Klum 2, Philtone 3

    Flexibilität, Formbarkeit des Tons:
    Klum 1, Drake & Philtone 2

    Zwei Zusatzbemerkungen vielleicht noch:
    - Ich vergleiche hier 3 Mundstücke mit verschiedenen Öffnungen, die zwar nicht meilenweit auseinanderliegen, aber doch für mich deutlich spürbar. Insofern liegt es natürlich nicht unbedingt am Modell, sondern eher an der Öffnung, dass sich das Drake schneller, das Klum flexibler spielt usw.
    - Um der Vergleichbarkeit willen habe ich alle Mundstücke mit demselben Blatt gespielt. Das Hemke tut dem Drake und auch dem Philtone gut, da sie sonst für meinen Geschmack einen Tick zu scharf werden können. Wenn man auf das Philtone ein Rigotti packt, dann kann es unschön kratzig-bratzig werden. Dem Klum wird das Hemke dagegen überhaupt nicht gerecht, das Ergebnis ist zu dumpf und muffig. Das Klum spiele ich normalerweise mit Rigottis, da klingt es dann von der Helligkeit vergleichbar mit Hemke auf Drake - und viel besser als hier auf der Aufnahme.

    Fazit:
    Das sind drei Top-Mundstücke, ich möchte keins davon missen und werde wohl auch nie eins davon verkaufen. Es stellt sich eher die Frage, welches Teil ich für welchen Zweck benutze:

    - Live-Gig mit Clip-On-Mikro oder Gesangsmikro auf der Bühne (also dicht vorm Becher abgenommen): Da würde ich immer das Klum nehmen, da es am wenigsten aggressiv klingt. Das Drake würde auch noch gehen, das Mosaic aber gar nicht.
    - Unverstärkt im Übungsraum mit Band: auf jeden Fall das Drake. Durchsetzungsfähig genug, aber nicht nervig. Die Kollegen meinten, als ich das erste Mal damit ankam: "Hat sich schon gelohnt!"
    - Unverstärkt mit Band im Jazzclub, Publikum 10, 20 Meter entfernt: Das Mosaic wäre wahrscheinlich hier erste Wahl, die anderen könnten zu leise sein.
    - Langer Gig: auf jeden Fall das Drake. Letzte Woche habe ich einen 3-Stunden-Gig damit bestritten und war hinterher nicht wirklich ansatzmüde. Das wäre mit dem Klum auch noch gegangen, mit dem Mosaic aber seh mühsam. Ich spiele das Drake momentan täglich 1 bis 2 Stunden ohne irgendwelche Pausen. Völlig entspannt bis zum Schluß.
    - allein zu Haus: nach Lust und Laune. Alle machen Spaß!

    Viel Spaß beim Hören, freue mich auf eure Meinungen!
     

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    Zuletzt bearbeitet: 25.Mai.2026
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  19. Tafkah

    Tafkah Ist fast schon zuhause hier

    @Blofeld: danke für's Teilen und den interessanten Vergleich. Mir gefällt in erster Linie.....dein Spiel am besten. Ich höre dir gerne zu.

    Zu den Mundstücken: das Drake trifft nach meiner Einschätzung den Klang eines originalen Stubbies am besten. Das Philtone ist da etwas zu höhenlästig und das Klum zu mittig. Das Schöne an den Stubbies ist ja der durch die große Kammer volle Ton mit den durch die Baffle provozierten Glanzlichtern.
    Ich hatte vor 3 Jahren drei originale Stubbies, die ich aber, als ich daran dachte, endgültig aufzuhören, dummerweise verkaufte. Zwei bekam Tim Lin in NY, eines Sakshama.
    Tim schrieb mir, dass er dieses Album mit einem der beiden Stubbies aufgenommen hat:



    Für ihn ist es die #1 seiner Mundstücke geworden.

    Als mir eines im April über den Weg lief in D, habe ich es verkauft, selbst wenn ich derzeit nicht weiß, ob ich noch einmal regelmäßig werde spielen können.

    Obwohl ich seit Oktober 2025 so gut wie gar nicht mehr spielen konnte, konnte ich der Versuchung, es zumindest mal auszuprobieren, nicht widerstehen, und habe es "kalt" und einem eigentlich nicht existenten Ansatz mit meinem Selmer SBA 43 aufgenommen. Für das Einstellen damals im Thread war es mir nicht gut genug, aber hier zum Soundvergleich teile ich es gerne:

    https://www.dropbox.com/scl/fi/pxc2...ey=et789keal0vy4reiofbknw86b&st=vxzzw5gp&dl=0

    Dieses Mundstück werde ich tatsächlich erst dann wieder verkaufen, wenn wirklich gar nichts mehr geht und auch meine beiden Tenöre überflüssig sind.
     
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  20. Blofeld

    Blofeld Ist fast schon zuhause hier

    @Tafkah Danke für das freundliche Lob - und sehr schade zu hören, dass du zur Zeit kaum spielen kannst. Ich wünsche dir von Herzen, daß in Zukunft doch noch was geht! Danke dir auch für das Einstellen deines Stubby-Test und der Aufnahme von Tim Lin. Sehr interessant: Beide Sounds - deiner und der von Lin - haben eigentlich auch dieses leicht Körnige, Kratzbürstige, was ich im Philtone höre, nur das Letzteres, wie du schon anmerkst, höhenlastiger ist. Mein Philtone ist allerdings auch das LTD, das ist die Variante mit mehr Baffle als das normale Mosaic. Könnte gut sein, dass das normale Mosaic dem Original doch recht nahe kommt. Das Drake ist für mein Ohr zwar, was den Höhenanteil angeht, vergleichbar zu den beiden Stubbie-Aufnahmen, aber der Grundsound ist beim Drake viel glatter, honigartiger. Insofern würde ich niemanden, der wirklich eine genaue Replika vom Dukoff sucht, dazu raten. Ein tolles Mundstück ist es trotzdem, nur eben etwas eigenes.
     
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