Expression "Black Magic" angelehnt an New King?

Dieses Thema im Forum "Saxophone" wurde erstellt von Saxoryx, 23.Mai.2026.

  1. Blofeld

    Blofeld Ist fast schon zuhause hier

    Bemerkenswert finde ich, dass das Conn New Wonder in dem Vergleich die weiteste Mensur hat. Für meinen Geschmack hat es auch den tollsten Klang von allen Saxophonen, die ich angespielt habe. Am Big-Bore-Fetischismus ist vielleicht doch was dran.
     
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  2. JES

    JES Gehört zum Inventar

    Das sagt mein Saxlehrer auch... Ich klänge für seine Ohren auf meinen Conn NW1 am besten im Vergleich zu allen anderen Modellen, die ich bisher mit im Unterricht hatte... Warum, ist mir egal.
     
  3. giuseppe

    giuseppe Gehört zum Inventar

    Das habe ich beim Blick auf die Altos übersehen, oder sind das die Tenöre?
    Das mit den New Wonders kann ich für mich bestätigen. So sehr, dass ich tatsächlich schon überlegt habe, mein 10M durch eines zu ersetzen! :)
     
  4. Blofeld

    Blofeld Ist fast schon zuhause hier

    Das sind die Tenöre. Sorry for the confusion.
    Was das New Wonder angeht, führe ich den tollen Sound auch auf die leichte Bauweise zurück. Dünnes Blech, keine Schienen. Das Ding hat eine irre Resonanz, die sich völlig frei zu entfalten scheint.
     
    Zuletzt bearbeitet: 25.Mai.2026
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  5. Doellcus

    Doellcus Ist fast schon zuhause hier

    Das Expression Black Magic war mein erstes Saxophon. Ich finde es immer noch ein tolles Teil. Allerding kostete es damals deutlich weniger. Ich verstehe diese Bohrung-Diskussion nicht. Ich habe gelernt, der Ton entsteht im Kehlkopf/Rachenraum/MPC.
    Mein aktuelles Setup ist eine Vandoren Optimum Ligatur auf einem Vandoren V16 A5-M mit einen Rico (orange) 3.5er Blatt.

    Ein schönes Sax mit einem warmen Sound!
    Viel Spass damit
     
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  6. Silver

    Silver Gehört zum Inventar

    Also was nun? ;)
     
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  7. Doellcus

    Doellcus Ist fast schon zuhause hier

    Naja, wie so oft im Leben. Beides! Ich mein, ein Saxophon braucht es schon. Klappen wären auch nicht schlecht, usw.
    Dennoch, bei allem Gear-Gedöhns sollte man es spielen, Ansatz, Stütze, ...
    Bohrung hin oder her. Und das Black Magic hat schon was - vor Allem, wenn man eines hat. Viel Spaß und Freude beim Spielen! oder soll das jetzt auch die KI übernehmen?
     
  8. ppue

    ppue Mod Experte

    Für manche Leute ist das einfach super spannend. So auch für mich (-:

    @Blofeld, woraus ist die Tabelle, die du postetetest?

    Die Konizität des Saxophons ist ausschlaggebend für das Überblasverhalten. Man kann da gar nicht so weit von abweichen, denn, öffnet das Horn zu schnell, lässt es sich nicht mehr in die Oktave überblasen und landet eher bei einer großen Septime. Öffnet es sich zu wenig, ist die überblasene Oktave zu groß.
    Das Conn New Wonder hat die größte Steigung in der Tabelle, wird im Überblasverhalten an eine Grenze stoßen und Gefahr laufen, dass die Oktavierung flat ist. Das erklärt, warum das Mundstück bei diesen Hupen eine große Kammer haben muss.

    Die Kammergröße spielt deshalb eine große Rolle, weil ein großvolumiges Mundstück das Instrument quasi in die Länge zieht und rechnerisch die Konizität schrumpfen lässt.

    Die Konizität des Korpus und sein Überblasverhalten ins rechte Verhältnis zu setzen, ist in erster Linie wichtig für die Töne über dem D, denn nur die überblasen wir. Das heißt aber auch, dass für den Instrumentenbauer bei der Glocke (dem Bell) größere Freiheit herrscht. Den kann man zum Beispiel aufweiten und die Tonlöcher von Bb bis C# entsprechend nach hinten versetzen. Somit ist der Umfang des Schalltrichters nicht mehr ganz so interessant für Vergleiche. Ich schätze von daher, dass die Mensuren der Saxophone bis zum D ähnlich sind und ein "big bore" sich in erster Linie auf den Becher bezieht. Da kann man das auch optisch am besten verkaufen.

    Das bestklingendste Altsaxophon, dass ich kenne, ist ein New Wonder II. Darüber scheint hier ja, erstaunlicher Weise, fast Einigkeit zu bestehen.
     
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  9. Blofeld

    Blofeld Ist fast schon zuhause hier

    @ppue sax.mpostma.nl
     
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  10. giuseppe

    giuseppe Gehört zum Inventar

    Jein. Baritöner und Soprane haben ganz unterschiedliche Konizitäten (findet man bei Marten Postma alles) und überblasen trotzdem eine Oktave? Warum? Wie du schon sagst, wegen dem Mundstück, dass die gesamte Konizität komplett verändert.
     
  11. Onkel D

    Onkel D Ist fast schon zuhause hier

    Ist jetzt vielleicht zu weit off-topic, aber was hat die Konizität mit dem Überblasen zu tun?

    Wenn zylindrische Bohrung ein Überblasen in die Duodezime bedeutet, was ist dann mit Block- und Querflöte?

    Ich hätte vermutet, die Position der Oktavklappe würde das Überblasverhalten bestimmen, nicht so sehr die Konizität.

    Ist keine rhetorische Frage, ich versteh's einfach nicht.
     
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  12. ppue

    ppue Mod Experte

    Das erkläre ich morgen mal. Bin gerade auf Reise (-:
     
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  13. giuseppe

    giuseppe Gehört zum Inventar

    Du kannst zwischen der Duodezime bis unterhalb der Oktavklappe alles mögliche designen, wohin dein Instrument überbläst, eben mit der Konizität. Wenn Instrumente wie Klarinetten oder Saxophone in Naturtöne überblasen ist das nicht die Folge einer Gesetzmäßigkeit, sondern bewusstes Design. Deshalb der Zirkus mit passenden und unpassenden Mundstücken, gerade bei älteren Hörnern. Blockflöten sind invers konisch. Warum sie und Querflöten da so sind wie sie sind weiß ich nicht. Damit habe ich mich noch nicht befasst.
     
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  14. ppue

    ppue Mod Experte

    @Onkel D

    Der erste Oberton der Klarinette klingt eine Duodezime höher als dessen Grundton. Eine Duodezime entspricht einer Oktave plus einer Quinte. Blase ich im unteren Register ein C, so erklingt beim Überblasen ein G. Das ist schon ein bisschen doof, weil man für ein und dieselbe Tonart beim Überblasen plötzlich andere Griffe braucht.

    Oft wird geschrieben, dass die Klarinette nur die ungeraden Teiltöne 1, 3, 5, 7 ... erzeugt und so habe ich das auch gelernt. Das ist aber insofern nicht ganz richtig, weil diese Duodezime tatsächlich der zweite Teilton (oder erste Oberton) des Grundtons ist.

    Herausgefunden habe ich das durch Experimente mit Pappröhren. Die zylindrische Pappröhre überbläst in die Duodezime. Wenn ich jetzt diese Röhre unten aufweite, bleibt der Grundton nahezu auf der gleichen Tonhöhe, aber der erste Oberton erklingt etwas tiefer. Und je weiter ich die Röhre unten öffne, desto niedriger wird der erste überblasene Ton.

    Irgendwann landet der bei der Oktave des Grundtons. Das ist also ein kontinuierlicher Prozess und nur genau eine Steigung in der Konizität erzeugt ganzzahlige Teiltöne 1, 2, 3 ... Öffne ich die Röhre noch weiter, so überbläst das Ding in eine Septime. Die Steigung ist also vollkommen festgelegt, will man ein in sich stimmiges Instrument bauen, mit dem man in die Oktave überblasen kann.

    Saxophon und Klarinette entsprechen gedackten Pfeifen. Das sind Röhren mit nur einer Öffnung, die das von mir beschriebene Verhalten an den Tag legen. Flöten haben zwei Öffnungen und verhalten sich anders. Ich habe es noch nie ausprobiert, in der Theorie aber sage ich, wenn man das Ende der Querflöte verschließt, dann klingt sie eine Oktave tiefer und überbläst auch in die Duodezime.

    Mit den Oktavklappen hat das nichts zu tun. Die Oktavklappe sorgt nur für eine Störung in der Schwingung und verhindert an der Stelle einen Schwingungsbauch, ganz entsprechend einem Finger in der Mitte der Gitarrenseite (Flageolett).
     
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  15. Otfried

    Otfried Gehört zum Inventar

    Bspw die Panflöte

    Die Konizität ist aber nicht der einzige entscheidende Faktor. Hinzu kommt noch die Anfangsöffnung des abgeschnittenen Konus.

    Deshalb sind Tenor und Bariton anders als Sopran und funktionieren trotzdem.

    Gruß,
    Otfried
     
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  16. giuseppe

    giuseppe Gehört zum Inventar

    Und damit verbunden die relative Weite des Mundstücks, die sich bei großen und kleinen Saxophonen entsprechend unterscheiden müssen.
     
  17. ppue

    ppue Mod Experte

    Hast du die denn mal überblasen?


    Das ist richtig. Ich wollte nur erst einmal das grundsätzliche Verhalten bei verschiedener Konizität erklären.

    Das Mundstück, so rechnet man theoretisch, sollte das Volumen der gedachten, aber eben abgeschnittenen Kegelspitze des Konus haben. Das aber wiederum führte bei einer Klarinette zu einem unendlich großen und langem Mundstück, sodass die Rechnung nur für eben die eine Konizität gilt, die unsere Saxophone haben.

    Es gibt ja noch mehr Faktoren, die mit eingerechnet werden müssen, z.B. die Biegungen und vor allem die Volumina der Klappenkamine.
     
  18. Otfried

    Otfried Gehört zum Inventar

    Ja klar, und auch meine Querflöte, also nur das Kopfstück, ergibt eine schöne Duodezime
    Ich habe auch eher auf @giuseppe reagiert
    Am wichtigsten, weil die Stimmung erheblich beeinflussend ist die akustische Länge des Instrumentes. Diese ist nämlich immer etwas länger als das reine Rohrstück, aber frequenzabhängig und damit ganz schwierig zu kompensieren, will man ein rein oktavierendes (oder auch duodezimierendes (?)) Instrument bauen.

    Aber ich weiß, ich schweife schon wieder ab :rolleyes:

    Gruß,
    Otfried
     
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  19. Saxoryx

    Saxoryx Strebt nach Höherem

    Er hat es auseinandergenommen und repariert. Ich hatte das Sax vor Jahren mal gebraucht gekauft, aber es war sehr viel gespielt worden und hätte zu dem Zeitpunkt eigentlich schon eine GÜ benötigt. Die ist nun erfolgt, nachdem ich es schon einige Zeit habe.

    Vom Klang her muss man sagen, es geht tatsächlich in Richtung „Vintage“, auch wenn es das natürlich nicht ist. Einige Quellen sagen, dass man in Taiwan damals noch mit verschiedenen Bauweisen herumprobiert hat, nicht unbedingt immer Selmer als Vorbild hatte. Ob sie ein konkretes Vorbild hatten oder einfach nur probiert haben, es mal anders zu machen, weiß heute keiner mehr. Auf jeden Fall scheinen die neueren Instrumente aus Taiwan nicht mehr so zu sein, soweit ich das beurteilen kann und von anderen höre.
     
    Zuletzt bearbeitet: 27.Mai.2026
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  20. Saxoryx

    Saxoryx Strebt nach Höherem

    Definitiv ist das Black Magic kein Big Bell. Aber in den 90er Jahren, als es gebaut wurde, war das glaube ich auch noch kein Thema bei den Herstellern in Taiwan. Ich habe ein späteres Expression-Modell, das Big Bell ist und anscheinend identisch mit dem Cannonball Alto Big Bell. Aber das Black Magic hat einen ganz normalen Schallbecher. Expression hat sogar zwei innen verschieden ausgestattete Koffer dazu geliefert. Das Black Magic passt in den Big Bell Koffer, aber der Schallbecher des Big Bell Alto ist zu groß für den Black Magic Koffer. Äußerlich erschienen die Koffer auf den ersten Blick für mich identisch, weshalb ich das Big Bell in den falschen Koffer packen wollte und dann erst gemerkt habe, dass er auch äußerlich ein wenig höher ist.

    Genau. Das ist eigentlich ein gutes Schlusswort.
     
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