Vergleich: Jody Jazz HR*6 vs. D’Addario Select Jazz 6M vs. Vandoren T27

Dieses Thema im Forum "Mundstücke / Blätter" wurde erstellt von Calymne, 12.Juni.2026.

  1. Silver

    Silver Gehört zum Inventar

    Gestern Abend stand Didier mit seinem SA80 Alto und einem Selmer Mundstück neben mir … der Form nach vermutlich ein S80, was halt beim Horn dabei war.
    Der war damit zwar nicht so richtig laut*, klang aber ganz zweifelsfrei „jazzig“.

    * Laut war eh irrelevant: der wichtige Cheforganisator hatte ein Clipmikro am Tenor und das war voll aufgedreht während sich der Rest der bis zu drei Bläser ein sehr konservativ geregeltes SM58 teilen durften. Auf den Monitoren lief ausschließlich das Chefsax, Solochorusse gab’s nach Gutdünken ohne Absprache, gerne durch Drüberdudeln abgewürgt, Stücke nach Bauchgefühl angesagt und in teils bizarren Tempi eingezählt (Stella mit 110 - eingeschlafene Füße!) und als er dann bei Tangerine den Head angezeigt hat, aber irgendwas zwischen Solo und sehr freier Interpretation von sich gab, war ich endgültig raus. Diese „Jam Session“ war komplett für die Füße.
    Hat nichts mit dem Thema zu tun, wollte aber mal raus. Tschulliung.
     
    Peterchen und Analysis Paralysis gefällt das.
  2. Analysis Paralysis

    Analysis Paralysis Ist fast schon zuhause hier

    Man kann natürlich sagen dass einem beides nicht gefällt, wenn er klassisch ODER jazzig spielt, aber ein wenig zum Denken regt es vielleicht schon an :)

     
    Sax_Player und Matthias Wendt gefällt das.
  3. ppue

    ppue Mod Experte

    Und das mit Fug und Recht. Er spielt eher laut und leise und hat für mich weder einen expressiven Jazzsound, noch einen vollen Klassiksound. Selbst Klassik kann laut. Die Lautstärke ist gerade mal kein Kriterieum für Stile.
     
  4. JES

    JES Gehört zum Inventar

    Lieber @ppue

    Du sprichst mir aus der Seele.

    Nur, vergessen wir mal klassik oder jazz, es zeigt trotzdem das Potenzial, welches schon ein solches setup hat bzw haben kann. Er hat nicht mal das Blatt angefasst.
     
  5. Analysis Paralysis

    Analysis Paralysis Ist fast schon zuhause hier

    Na und ob.
    Der Dynamikumfang mag ähnlich sein, aber der Punkt von dem es beginnt und wo es aufhört ist unterschiedlich.
    Das Video mal außen vor gelassen.
     
  6. ppue

    ppue Mod Experte

    Ich finde das, Gerlinde gesagt, nicht viel Potenzial.
     
  7. Analysis Paralysis

    Analysis Paralysis Ist fast schon zuhause hier

    What?
     
  8. ppue

    ppue Mod Experte

    Ok,Ok, ich hörs mir morgen noch einmal mit Kopfhörer an (-:
     
  9. giuseppe

    giuseppe Gehört zum Inventar

    Trau es mich kaum zu sagen, da David Pope jetzt nicht in die Gruppe der selbsternannten Experten auf YouTube passt und ich sicher nicht der Richtige bin, einen amtlichen Saxlehrer aller Genres zu korrigieren.

    Aber um ehrlich zu sein habe ich mir beim schnellen Anhören genau das gedacht, was @ppue geschrieben hat. Zumindest finde ich die Demonstration nicht sonderlich geglückt.

    Der „Jazzton“ auf dem Soloist klingt in erster Linie nach vorgeschobenem Unterkiefer mit zu wenig Blattkontrolle und unkontrollierter Stütze, während das Klassikvibrato für diese Art von Ton stilistisch unpassenderweise völlig gleich bleibt.

    Ich empfinde den „Klassikton“ als stilecht und stimmig und den „Jazzton“ - von geschmacklichen Aspekten jetzt mal abgesehen - als Soundkonzept für Jazz nicht wirklich glaubwürdig.

    Wenn er dann gegen Ende auf einem Jazzmundstück Subtone gegen Fulltone vergleicht, wird auch für einen Jazzton wieder ein Schuh draus. Für mich ein ungewolltes Beispiel dafür, wie wichtig es vielleicht doch ist, sich mit dem Equipment keine Steine in den Weg zu legen.

    Ach ja, ein Altist bin ich selber nicht, von daher korrigiert mich, wenn ich das falsch einschätze.
     
    JES gefällt das.
  10. JES

    JES Gehört zum Inventar

    Yep. Der jazzton ist für mich eher "nur laut", unkontrolliert und eher nich jazzig. Dann schon eher subtone... Immerhin, das mpc kann etwas laut und es gehen subtones.
    Der Vergleich bestätigt eher meine Aussage oben, dass ev zwei angepasste Setups sinnvoll sein können. Alternativ ein setup, welches flexibler ist, als das aus dem video.
     
    ppue gefällt das.
  11. Calymne

    Calymne Ist fast schon zuhause hier

    Ich dachte ich gebe jetzt nach ein paar Wochen mal nen Zwischenstand, so für alle Anderen, die auch auf der Suche sind:
    [Das Ergebnis wird die Profis wahrscheinlich nicht erstaunen aber manche Erfahrungen muss frau halt selbst machen].

    Ich habe ja recht kurzfristig nach dem Mundstückkauf mein Bari bekommen und das hat den Ansatz noch mal mehr durcheinander gewirbelt als ich erwartet habe. So konnte ich am Anfang nicht erst Bari und dann Tenor spielen, weil da dann kein Ton mehr kam, inzwischen funktioniert das hin- und verwechseln problemlos.

    Also ja, das D'Addario ist immer noch laut und gut hörbar, leiser spielen wird besser.
    Allerdings kann ich inzwischen mit dem Vandoren auch deutlich lauter spielen als vorher.
    Was auch immer genau dazu geführt hat, keine Ahnung, ich beschwere mich nicht.

    Das Jody nutze ich aktuell nicht, weil ich in beiden Orchestern jetzt Bar spiele :cool:. Spätestens wenn es mit Unterricht weiter geht, werden ich es aber wieder nutzen.

    Also "Fazit" vielleicht:
    es wäre ggf nicht nötig gewesen andere Mundstücke zu kaufen, trotzdem haben sie wohl was für meinen Ansatz getan, also war es zumindest nicht negativ.
     
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