Ich habe mich die Tage mit einem Besitzer eines Saxladens unterhalten. Er hat mir erzählt das er in ganz jungen Jahren mit einem 62er Yamaha als Neuling zu einer Bigband Probe kam. Der Dirigent hat ihm gesagt,wenn er hier mitspielen möchte geht das nur mit einem Selmer . Daraufhin hat er sich ein Mark 6 gekauft. Er sagte mit ,er brauchte fast 7 Jahre um sich an dieses Horn zu gewöhnen und sich drauf wohl zu fühlen.am Anfang kam er kaum mit klar. Inzwischen könnte er sich nicht mehr vorstellen es wegzugeben. würdet ihr einem Horn,auf dem ihr euch nicht wohlfühlt soooo lange eine Chance geben ?
Ich bin schockiert, dass der Bigbandleiter ein Selmer vorgeschrieben hat. Und nein, sieben Jahre würde ich mich garantiert nicht mit einem Instrument rumschlagen ohne Alternativen zu prüfen.
Ich hätte, auch als junger Anfänger dem Bigbandleiter den berühmten Mittelfinger gezeigt, oder mit Götz von Berlichingen geantwortet. Abgesehen davon habe ich bei jedem meiner Instrumente eine ziemlich lange Zeit gebraucht, bis ich glücklich damit war. Witzigerweise auch bei meinem zweiten Altsax, welches ja bis auf die Legierung praktisch baugleich mit meinem ersten Alt war/ist. Gruß, Otfried
Abgesehen davon, dass ich dem Dirigent keine Chance gegeben hätte (unabhängig vom Horn), hatte ich noch kein Horn in der Hand, das mir so quer gelegen wäre, dass ich 7 Jahre zum Gewöhnen gebraucht hätte. Insbesondere kann ich mir nicht vorstellen, dass ich mich ausgerechnet mit einem Selmer so schwer täte. Das einzige Horn mit unbequemen Aspekten, das ich bisher hatte, war ein Buescher Bari, da war die linke Daumenauflage unbequem. Und ja, das Basssax ist jetzt insgesamt nicht mehr "handlich"...
Nein, würd Ick mich mit Sicherheit nicht so lange mit rumärgern... Find es allerdings schon etwas ungewöhnlich, dass man sich da 7 Jahre dran gewöhnen muss... Vll. hat er ja auch nicht das Beste Mk VI erwischt... Würde dann auch eher dem Dirigenten sagen, das Ick nen 62er spiele, und wenn er was anderes wünscht, soll er das eben mitbringen...!
Vielleicht ahnte er unbewusst das Potenzial des Horns. Sound ist auch ein längeres und oft auch veränderliches Thema. Und die Frage ist, wie die Gewöhnungskurve verlief. Wenn er nach dem ersten Jahr z. B. bereits 80% erreicht hatte und merkte, dass es immer besser wurde, warum nicht?
Manchmal wird viel geredet wie der Tag lang ist. Oft von Leuten bei denen es wurscht ist, ob sie ein Yamaha, Keilwerth oder Selmer spielen. Ich denke das sollte man einfach ausblenden.