Welche gebrauchten Klarinettenmodelle für Saxophonisten?

Dieses Thema im Forum "Klarinette" wurde erstellt von Silver, 4.Oktober.2025.

  1. giuseppe

    giuseppe Gehört zum Inventar

    Vergleich Albert - Boehm, erster Schnellschuss:

    Ein beliebtes Orchester-Excerpt über fast 3 Oktaven. Bitte die Schlamperei und eventuelle Abweichung vom Original zu entschuldigen, ist aus dem Kopf gespielt und wenn ich das ernsthaft zu üben anfange, wird es 2027. War eh schon Demenzprophylaxe mit zwei Systemen und einer Albert ohne Seiten-Bb, bei der man es aber ganz gut gabeln kann.

    Boehm ist meine RC 17/6 von 1989

    Alberts sind aus @claribari ‘s Fundus, ein Kohlert mit 4 Ringen und 2 Trillern und eine Kruspe mit 4 Ringen und 3 Trillern und schrägem Kleinfingertisch links wie bei den alten Selmers. Ich weiß zu wenig über die Firmen, aber vom Design sind sie 20er Jahre oder früher, was natürlich nicht heißt, dass sie nicht auch später gebaut worden sein könnten.

    Mundstück ist immer ein Vandoren 5JB frisch selbst gerefaced und minimal geschlossen auf ca. 1,4 mm und ein Rigotti Gold 2,5.

    Reihenfolge wird später verraten, wenns gut läuft mit den verbleibenden stillen Tagen auch nach weiteren Soundschnipseln.

    P.S.: Chinakracher Großmembrankondenser streng horizontal von vorne Höhe rechte Hand, 30 cm, ganz trocken, kein EQ, kein Hall, kein Kompressor.
     

    Anhänge:

    Zuletzt bearbeitet: 1.Januar.2026 um 22:20 Uhr
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  2. _Eb

    _Eb Ist fast schon zuhause hier

  3. Silver

    Silver Gehört zum Inventar

    Könnte am Modell liegen. Oder am Mundstück. Oder am eigenen Können… :rolleyes:

    Meine Selmer Serie 9 klingt mit einem Vandoren BD5 und LaVoz Medium klingt offen, warm und … „samtig“ … bis ins dritte Register*.

    Erste Anregung: grundsätzliche Arbeit an Luftsäule und Ansatz (auch fürs Saxophon nicht verkehrt)
    Zweite Anregung: anderes Blatt
    Dritte: anderes Mundstück
    Vierte: anderes Instrument (ich hatte parallel zur Serie 9 eine kleine Handvoll gebrauchte und neue Buffet unter 2.500€ zur Auswahl… )

    * Ich weiß, es gibt einige, auch hier, die finden „samtig“ unpassend und wollen mehr „klarinettig“.
    Diesen Wunsch teile ich jedoch nicht für die Art Musik, die ich mit diesem Instrument spielen möchte.
    Und natürlich wird es mit der Samtigkeit immer schwieriger, je weiter man nach oben kommt.

    Jedoch: Sobald der Tierschutz wegen der gequälten Ente anklopft, ist die Fähigkeit der Spielenden noch nicht ausreichend entwickelt…
     
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  4. Silver

    Silver Gehört zum Inventar

    Wenn die elende Rüsselpest endlich vorbei ist, kann ich mal ein paar (inhaltlich im Vergleich völlig unbeholfene) Töne über das Beyer einsamten, das ich ohnehin schon längst ausführlicher getestet haben wollte.

    30cm ist aber für ein Grossmembran mit mutmaßlich Niere schon ziemlich nah dran, finde ich… so nah würde ich eher nur live mit einer Superniere gehen, um den Lärm von der Gitarre rauszuhalten. Egal - anderes Thema, anderer Faden…
     
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  5. Silver

    Silver Gehört zum Inventar

    Ich halte die Nr. 3 für die RC - klar, fokussiert … Intonation :rolleyes:

    Die Alberts (mutmaßlich 1 und 2) wollen da hörbar wesentlich mehr geführt werden, haben aber auch einen schönen „Bauch“ im Ton.
     
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  6. giuseppe

    giuseppe Gehört zum Inventar

    Vieleicht waren es auch eher 40 cm. Ich wollte jedenfalls wenig vom Raum einsammeln, der nicht gerade Studioqualität hat und ich habe beim auspegeln über den Kopfhörer alle Register recht gleichmäßig wahrgenommen, sodass ich die Niere für breit genug halte.

    Aber dein Punkt ist ein wichtiger. Ich höre auf den Aufnahmen zwar die Soundunterschiede, aber nicht in dem Maß, in dem ich sie als Spieler höre. Vielleicht brauche ich etwas mehr Raum und doch einen anderen Winkel, um auch z.B. mehr Trichteranteil vom Boden zurückzubekommen und ein realistischeres Klangbild zu bekommen. Wie mikrophoniert man eine Klarinette typischerweise im Studio?

    Der Aspekt, der sich natürlich gar nicht einfangen lässt ist, wie sich das Ding anfühlt und was mit einem beim Spielen macht, in welche Richtung es eine arbeiten und in welche es einen gleiten lässt. Und von unterschiedlicher Projektion kann man natürlich auch nichts hören, wie auch.
     
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  7. gefiko

    gefiko Strebt nach Höherem

    RC ist Nr. 3.

    Übrigens: warum beginnst du mit F (Eb)? Der erste Ton ist ein G (F) ...
     
  8. giuseppe

    giuseppe Gehört zum Inventar

    Dachte doch, dass hier was nicht stimmt!
    :rolleyes:
    Es ist 30 Jahre her, dass ich das mal gespielt habe und Noten habe ich auch keine…
     
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  9. _Eb

    _Eb Ist fast schon zuhause hier

    @Silver natürlich kann ich nicht nach 12 alle Register unfallfrei bespassen.
    Aber hatte tatsächlich schon mal fas Blatt und das mpc gewechselt . Vandoren war's nicht , nur son Yamaha...
    Das war aber auch nicht entscheidend behilflich.
    Dann muss ich wohl mich Mal etwas mit dem Ansatz und der Luft befassen...
    Obwohl ich hatte jetzt mal einige YT Tutorials geschaut . Das was ich meine habe ich dort auch gehört ... Insofern frage ich mich, wollen sie das so, ist das richtig?
    Ich hätte gerne das die Klarinette nicht alle Obertöne aus dem Trichter zaubert.
    Ich spreche mal mit dem Lehrer, der hats mir ja auch eingebrockt.. .
     
  10. gefiko

    gefiko Strebt nach Höherem

    Ferndiagnose (besonders ohne Klangbeispiel) finde ich nicht hilfreich.
     
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  11. _Eb

    _Eb Ist fast schon zuhause hier

    Ich glaube ich habe noch nie was ein gestellt... Aber je nu ,da haste recht..
    Ich rede Mal mit meinem Schießzentrum ob wir nicht mal einstellen...
     
  12. giuseppe

    giuseppe Gehört zum Inventar

    Nachdem wohl nicht mehr mitraten, löse ich auf:

    @Silver und @gefiko, ihr habt ein feines Ohr.
    Nr. 3 ist die Buffet. Auch live etwas leichter, etwas süßer, etwas schärfer im Clarion.

    Nr. 1 ist die Kruspe. Die lerne ich eigentlich erst seit dem Tag der Aufnahme wirklich kennen, da ich mir erst einen für mich passenden Haken machen musste. Daher hört man es wohl auch an der Intonation, wobei ich glaube, dass sie da mit etwas Übung eigentlich sehr gut zu meistern ist. Trotz des Alters qualitativ ein gutes Instrument.

    Nr. 2 ist die Kohlert. Die habe ich schon etwas länger und ein paar Doubling-Einsätze damit gemacht.
    Sie ist noch mal ein Stück einfacher als die Kruspe, sie hat die größte Mensur, ist von der Intonation etwas anspruchsvoller (evtl. vom Mundstück abhängig) und hat für mich den größten Ton (guter Geschmack, @_Eb ;) ). Satt voll und sehr projektionsstark, was man auf der Aufnahme ja nicht wirklich erfassen kann. Aber für hohe Töne über der Big Band ist sie am kräftigsten. Hat halt alles seinen Preis, übungstechnisch. Da muss man sich mangels vieler Klappen auch mehr mit Gabelgriffen befassen.

    Jetzt weiß ich nur nicht, ob ihr es am Sound erkannt habt, da ich es ja offensichtlich auch spieltechnisch preisgegeben habe, was nicht Boehm ist. Deshalb gibt es bei Gelegenheit vielleicht ein paar einfache Töne.
     
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  13. gefiko

    gefiko Strebt nach Höherem

    Ich persönlich hab mich nach der Spielleichtigkeit gerichtet. Klangliche Unterschiede merke ich beim ausgewählten Solo kaum. Dies könnte teilweise an meiner Hörstärke bzw. Lautsprechern liegen.

    Wenn Du eine chromatische Tonleiter von e bis c''' in Halben aufnimmst, ohne Effekte wie Vibrato und Bendings......... da könnte ich besser vergleichen
     
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  14. giuseppe

    giuseppe Gehört zum Inventar

    Was die Vergleiche etwas erschwert ist, dass verschiedene Mundstücke unterschiedlich mit den Klarinetten harmonieren.

    Hol das nochmal hoch. Gibt es da Literatur oder links zum verstehen, insbesondere gilt das auch nur für das Mundstück? Ich frage, da ich ja gerade an alten Mundstücken rumhobel. Jetzt haben meine Klarinetten etwas unterschiedliche Mensuren und die Mundstücke zum Teil auch, wobei die Mehrzahl eher schmal ist. Und die Alberts sind tendenziell flat. Wenn ich ein altes Mundstück von 14,6 auf 15 mm weite, würde das die akustische Länge des gesamten Instruments verkürzen? Ich habe wenig Angst vor dem Experiment, will es nur besser verstehen, da ich das ja nur ein Mal und in eine Richtung machen kann.
     
  15. ppue

    ppue Mod Experte

    Wenn du ein Mundstück öffnest, verkürzt sich das Instrument minimal und es intoniert höher. Beim Saxophon ändert sich theoretisch auch das Überblasverhalten, denn ein kleineres (kürzeres) Mundstück verändert die Konizität des Instruments.
     
  16. giuseppe

    giuseppe Gehört zum Inventar

    Ja, bei der Klarinette vermutlich auch. Alte zylindrische Klarinetten überblasen ja nur im Schnitt ungefähr eine Duodezime. In der linken Hand ist sie gestaucht, die kurzen Töne sind zu hoch, überblasen passen sie aber wieder ganz gut. Vermutlich weil die Konizität des Mundstücks in Relation einen starken Einfluss hat. Zum unteren Ende hin ist die Duodezime dann gedehnt. Meist ist es konstruktiv so gelöst, dass langes C und H im Clarion ganz gut passen, F und vor allem E unten im Chalumeu aber zu tief sind. So bleibt immerhin der Break bespielbar.

    Erst der Namensgeber RC und Birnenmacher wie Moennig haben durch invers konische Bohrungen in Birne und Oberstück geschafft, dass man überall eine bessere Duodezime hat.

    Wenn meine Überlegungen stimmen, müsste durch ein größeres Mundstück die Duodezime der linken Hand besser werden, die der rechten schlimmer. Nur welcher Ton verschiebt sich? Grundton oder Partial? Wenn die ganze akustische Länge beeinflusst wird, müssten ja auch die langen Grundtöne höher werden, nicht wahr?
     
  17. giuseppe

    giuseppe Gehört zum Inventar

    @ppue , du hast doch mal Konizitätsexperimente gemacht. Was verschiebt sich bei gleicher Rohrlänge, wenn du die Konizität änderst? Der Grundton oder der 1. Oberton? Oder beide?
     
  18. ppue

    ppue Mod Experte

    Der Grundton wandert viel, viel stärker, der erste Oberton bleibt fast der gleiche.
     
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