Klingt Vinyl wirklich besser...?

Dieses Thema im Forum "Home- und Live-Recording, Tontechnik" wurde erstellt von Nemo, 26.März.2026 um 11:51 Uhr.

  1. Thomas

    Thomas Strebt nach Höherem

    ....genau damit fangen die Probleme an.... da kannste Equipment hinstellen wie Du willst.... den Kriegst Du wohl nicht mehr....:)
     
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  2. visir

    visir Gehört zum Inventar

    Also das, was ich höre, kann meine Anlage auch... in der Musik, die ich höre, kommen keine Fledermäuse vor. ;)

    Aber in jenem Beitrag ging es um den Vergleich mit Schellacks, und da ist eine Anlage, die, grob gesagt, 40Hz-20kHz kann, im Vergleich "voller Frequnzumfang". Außerhalb dessen tut sich auch nicht wirklich was in der Musik.
     
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  3. Thomas

    Thomas Strebt nach Höherem

    Außer wenn Thomas Obertonübungen macht :ironie:
    Das Ohr ist wie so ein Tiefpassfilter das man jedes Jahr ein wenig mehr zudreht. Wenn Du durch die Anlage einen Sägezahn jagst wird das was bei einem Jungen Hüpfer innen ankommt mehr nach Sägezahn aussehen als bei älteren Semestern wo das deutlich abgerundeter aussieht weil die 20kHz ein Wunschtraum sind :)
     
  4. Bb7

    Bb7 Ist fast schon zuhause hier

    Die Frage war ja Vinyl oder CD und nicht Tonträger oder live. Aber du hast prinzipiell natürlich recht, wird wohl jeder so sehen, live ist immer authentischer, aber ich kann mich auch an etliche Konzerte auf und vor der Bühne erinnern, wo der sound echt mies war, manchmal noch schlimmer als das. Wenn alles super läuft und richtig....ich hatte das Erlebnis mal in der Philharmonie ....ist es natürlich unvergleichlich, aber darum gings in dem Video ja auch gar nicht.
     
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  5. giuseppe

    giuseppe Gehört zum Inventar

    Das ist der Grund, warum ich als braver jugendlicher Musikschüler die großen Ensembles nicht mochte. Sie waren nie „tight“ und wurden ohne Dirigent auch immer langsamer. Niemand konnte nach innerem Puls spielen.

    Erst viel später habe ich gelernt, dass das mit Laufzeiten zu tun hat und auch nur halbwegs und unidirektional funktioniert. Der Schall von Pauke und Blech aus der letzten Reihe wandert nach vorne und alle setzen sich der Reihe nach so darauf, sodass nach vorne eine halbwegs stimmige Time steht. Surfen die Welle. Das können die Musiker in den hinteren Reihen aber nie so hören, sie müssen nach Sicht und innerer Uhr immer vorwärts spielen. Für sie klingen alle anderen zu spät. Wenn sie sich an die 1.Geige anpassen, ist das Tempo rasch halbiert. Große Kunst das zu machen, aber schon sehr hierarchisch und aus meiner Sicht fast eigentümlich, so zu musizieren. Ein Hoch auf Monitore!

    Und klar, dass das im Studio viel besser geht…
     
    Zuletzt bearbeitet: 26.März.2026 um 17:59 Uhr
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  6. JTM

    JTM Ist fast schon zuhause hier

    Geschmackssache ;)
     
  7. Gerrie

    Gerrie Strebt nach Höherem

    Im Prinzip ist für optimalen Hörgenuss mit Vinyl ein Vorverstärker Pflicht.
    Sagen auch die HiFi Freaks die ich kenne.
    Warum weiß ich auch erst seit dem ich das Video gesehen habe.
    Erklären konnte es mir bisher Keiner.

    Was dazu führt dass man deutlich mehr € in die Hand nehmen muss.

    Ich habe motiviert durch unsere Kinder den Weg Streaming eingeschlagen.
    Ob Wohnzimmer, Werkstatt oder Auto, meine Musik ist überall verfügbar.

    Vinyl und CD höre ich wenn ich mich mal in Ruhe im Wohnzimmer alleine bin.
    Grüße Gerrie
     
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  8. visir

    visir Gehört zum Inventar

    nö, Bauprinzip. Wie im Video erklärt.
     
  9. Earl Jay

    Earl Jay Ist fast schon zuhause hier

    Ich habe mir neulich neue Kopfhörer gekauft. Der Verkäufer war so nett mich auf ein Modell hinzuweisen, bei dem man mittels App den Frequenzverlust des eigenen Gehörs "messen" kann, was dann durch den Kopfhörer kompensiert wird.
    Was soll ich sagen, das Testergebnis war für mich niederschmetternd. Der Klangeindruck mit und ohne Korrektur in den Höhen wie Tag und Nacht. Und ich bin Mitte 40.
    Seitdem kann ich den ganzen Hifikram noch weniger ernst nehmen und frage mich, wie ich bei meinem HiFi-Verstärker ohne Klangregelung den Verlust ausgleichen soll..

    VG
    Jens
     
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  10. JTM

    JTM Ist fast schon zuhause hier

    :grossdu:
     
  11. giuseppe

    giuseppe Gehört zum Inventar

    Absolut. Wenn man mal die Durchschnittshörkurven eines, sagen wir, Endfünfzigers anschaut und und sie mit dem Frequenzbereich einer guten HiFi-Anlage vergleicht, wird einem klar, dass der ganze Zirkus von der Nostalgie der eigenen Jugend lebt und von der Vergänglichkeit finanziert wird. Natürlich kann etwas besser oder schlechter klingen, transparenter oder matschiger, ausgewogener oder weniger davon. Aber ein großer Teil dessen, was die Anlage (vermeintlich) abbilden kann, kann ihr typischer Besitzer nicht mal im Traum hören.

    Es ist wie mit den Sportwagen. Wenn die schnellen Reflexe, die Kraft, die Agilität und das enthirnende Testosteron für die richtige Risikobereitschaft da wären, um so ein Ding gekonnt um den Nürburgring zu jagen, fehlt die Kohle für so etwas. Wenn die Kohle dann endlich da ist, werden sie benutzt um die eigene Wampe zum Metzger zu kutschieren und beim Aussteigen die Bandscheibe zu testen. Das Leben ist gemein.
     
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  12. visir

    visir Gehört zum Inventar

    Wieso ausgleichen? Du hörst doch den ganzen Tag ohne Ausgleich (solange Du kein Hörgerät benützt), das Hirn stellt sich auf genau das ein und gleicht selbst aus.
    Wieso, ich hab das Video doch nicht gemacht - ? :rolleyes:

    Oder man geht mit dem Leben falsch um. So mancher, der mit seinem jugendlichen Testosteron auch an ein schnelles Auto gekommen ist, war dann schnell - tot. Und wenn ich im "mittleren" Alter schon größere körperliche Beeinträchtigungen merke, bin ich mit meinem Körper vielleicht falsch umgegangen. Zugleich könnte ich auch die Reife entwickelt haben, dass ein PS-Monster nicht zum Sinn des Lebens beiträgt.

    Und zurück zum Klang: egal, wo meine Hörkurve aktuell liegt, gute Musik über eine gute Anlage kann ich immer noch genießen, auch wenn ich keine 20kHz mehr höre.
     
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  13. Bb7

    Bb7 Ist fast schon zuhause hier

    Verstehe ich gut, genau so erging es mir bei der Vorstellung einer Anlage mit Vinylplatten. Die Anlage war aber auch gross wie ein kpl. Schlagzeugset und alles nur vom Feinsten. Sehr beeindruckend. Mag sein, dass es das per CD auch gibt, aber für mich war dieser Eindruck prägend.
    Höre aber trotzdem seit zig Jahren nur manchmal CD`s und die Anlage ist auch nichts Besonderes....oft auch nur über walkman und Akkuamp. Insofern, für mich alles nicht so wichtig. Ich bin da sehr bescheiden und freue mich viel mehr über den Klang meiner Gitarren und dem Sax, manchmal auch Querflöte. Manchmal gelingt das.
     
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  14. Shorty

    Shorty Ist fast schon zuhause hier

    dann oute ich mich mal als Vinyl-Digital-Hifi-Freak...... ich habe Eigenbau CNC-Maschinen und Tonarm + Plattenspieler + Phono-Vorverstärker selbst gebaut:
    https://www.analog-forum.de/wbboard/index.php?thread/139979-magnetlager-extreme/&pageNo=1
    https://www.analog-forum.de/wbboard.../&postID=3159199&highlight=xphono#post3159199
    https://www.analog-forum.de/wbboard...n/&postID=3225049&highlight=scheu#post3225049

    die Aktuelle Höranlage besteht aus einer AVM PA 8.3 Vorstufe mit integriertem DAC+Phono-Modul.
    Gestreamt wird mit macbookpro + roon. An der Vorstufe hängt ein Stax Kopfhörer.

    Die neue Vorstufe im Vergleich zur ehemaligen AVM AMP (ein Klassiker) ist eine völlig andere Welt. Wie die das machen, keine Ahnung.
    In der alten Konstellation war Vinyl im Vergleich zu einem Moon DAC 280d neo immer überlegen. Das ist ein DAC in der Preisklasse über 4kEuro.
    Ein top Gerät.

    Jetzt sieht die Sache völlig anderst aus. Die Verbesserung mit der neuen Vorstufe zur alten ist unfassbar. Digital klingt damit analog. Ich behaupte
    als echter Vinylfreak, Digital ist bei mir momentan dem Vinyl deutlich überlegen.

    Jetzt gibts da draußen aber noch deutlich durchgeknalltere Typen als mich. Die nehmen halt mal nur für eine Phonovorstufe wie eine BlueAmp Model 42
    mehrere zehntausend Euro in die Hand, für nen Tonabnehmer 5000Euro, Tonarm...... usw.

    Dann wird meine Abhörkette halt eben völlig abgehängt sein.... und Vinyl klingt wieder besser.

    Ich will damit sagen, es hängt von der Investition ab - was ist man bereit zu investieren. Man kann nicht sagen, das eine ist besser als das andere.

    Hifi bedeutet für mich, eine Illusionsmaschine, das Gehirn wird überlistet, und glaubt, reale Musiker sitzen vor einem. Das ist das Ziel, wie es erreicht
    wird, analog oder digital ist völlig wurscht.

    Und so ists auch mit unseren Kannen, ob Yamaha, Selmer, Eastman..... egal. Wenn für einen das Ergebnis passt, alles gut.
     
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  15. Earl Jay

    Earl Jay Ist fast schon zuhause hier

    Darum geht es ja gerade, das tut es eben nicht. Sonst gäbe es ja keine Schwerhörigkeit im Alter.
    Ich habe durchaus den Eindruck bei der Hifi, dass trotz eines tollen und differenzierten Klangbildes ein paar Höhenanteile fehlen.
    Und der Kopfhörer hat mir demonstriert, dass die dann in der Wahrnehmung ganz einfach weg sind. Da wird gar nichts vom Gehirn ausgeglichen, es verschwindet schlichtweg aus deiner Wahrnehmung.

    VG,
    Jens
     
  16. quax

    quax Gehört zum Inventar

    Manchmal sind wird wie Leute, die sich eine 50000€ Profiküche anschaffen, um den Erasco Gourmet Schlemmertopf punktgenau zubereiten zu können.
     
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  17. JES

    JES Gehört zum Inventar

    Ich habe bei mir zuhause verschiedene Möglichkeiten Musik abzuspielen. Streamer, Cd, Vinyl... unterschiedliche Verstärker, Boxen etc. In unterschiedlichen Preiskategorien.
    Am liebsten höre ich, trotz aller hochwertiger Technik, Musik von nem einfachen, ollen Dualplattenspieler (da ist allerdings keine ganz primitive Nadel drunter), einem noch älteren Röhrenverstärker an sicher nichtlinearen Breitbandlautsprechern. Damit habe ich eine tolle Bühne in Breite und Tiefe, und eine Dynamik (im physikalischem Sinn, also Impulsgenauigkeit).
    Jetzt habe ich einige Messen besucht, um mal zu hören, was denn so richtig arschteure Highendanlagen können. Mmhhh. Viel Voodoo, viel Unsinn, viel blablabla... Es endete immer damit, dass ich bisher keine Anlage gefunden habe, bei der ich bereit gewesen wäre den Preis zu zahlen, weil mich das Ergebnis nicht überzeugt hat... Oder die Anlagen, die mich klanglich überzeugen konnten, waren meiner Einfachanlage sehr ähnlich.
    M.E. gibt es im hifi zwei Lager. Die einen wollen eine möglichst lineare Anlage. Da wird dann digital gearbeitet, viel korrigiert, gefiltert etc. im Sinne der Signalverarbeitung perfekt.
    Das andere Lager will eher ein Klangerlebnis. Da kommt es aber eher auf einen angenehmen Klang an, der durchaus gefärbt sein darf. Da sind die vinyl-fans am röhrenverstärker class A mit Hochwirkungsgradboxen (keine 3 und mehr Wege) zu finden.
     
  18. JTM

    JTM Ist fast schon zuhause hier

    Ich habe einen Bluetooth Empfänger in ein altes Röhrenradio eingebaut. Mit eben diesem Röhrensound gefällt mir Musikhören am besten und die Emotion ist am größten.
    IMG_5416.jpeg
     
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  19. visir

    visir Gehört zum Inventar

    Da ist auch viel Placebo dabei... (um nicht das Wort mit V zu verwenden)

    Wir sprechen doch von Höhenverlust, nicht Schwerhörigkeit, oder?

    Dann fehlt vielleicht schon viel - ?

    Wenn in der Wahrnehmung tatsächlich was fehlt, würde ich von Schwerhörigkeit sprechen. Wenn nur Frequenzen von z.B. 17k aufwärts fehlen, fehlt dir in der Musik üblicherweise nicht merklich was.

    Dann gibt es mindestens noch ein drittes Lager: die, die all den Technikaufwand durch haben (oder gar nicht eingestiegen sind), die Kirche jetzt im Dorf lassen und auf einer technisch vernünftigen (oer nur geringfügig unvernünftigen) Anlage mit sehr guten Lautsprechern hören - egal, ob Vinyl oder CD oder sonstwas.
     
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  20. cwegy

    cwegy Ist fast schon zuhause hier

    Ab einer bestimmten Preisklasse ist alles besser, ich glaube das liegt am Geld…

    Trotzdem finde ich es gut, wenn es so positiv verrückte wie @Shorty gibt.

    Betrachte ich meine „Karriere“ als Hörer, war der Sprung zur CD enorm, trotzdem gibt es LPs, die sich mit allen „Nebengeräuschen“ in mein Hirn gebrannt haben. Also,ist der nostalgische Wert von LPs für mich höher, dann kommen Kassetten und dann der Rest. Zwischen CD und Streaming sehe ich keinen Sprung mehr, abgesehen von der Mobilität. Trotzdem machen sich hier auch schon bessere Kopfhörer bemerkbar.
     
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