1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen

Audacity vs. anderer Aufnahmesoftware

Dieses Thema im Forum "Home- und Live-Recording, Tontechnik" wurde erstellt von Dreas, 5.Oktober.2015.

  1. Dreas

    Dreas Gehört zum Inventar

    Im Jazz TOTM Thread kam dieses Thema auf.

    Andere Software bietet mehr als Audacity.

    @Wuffy schrieb:


    "Um auch mal wieder die Gebetsmühle zu strapazieren:

    Geiz ist zwar goil....aber Freeware, die nix kostet ist dann plötzlich weniger goil :(

    Man merkt es allerdings dann aber erst viel später ...und scheut dann den Umstieg auf was Gescheites."

    @Mugger schrieb, dass "Studio one Prime Free" eine bessere Alternative wäre

    @bluefrog

    probiert sich grad an "Studio One" und findet sie als gewohnter "Audacity" Nutzer komplizierter.

    Mich interessiert, was andere Programme, auch Kaufprogramme (wie von Wuffy) erwähnt, besser können als Audacity.

    CzG

    Dreas
     
  2. Mugger

    Mugger Guest

    Es wird mal jeder das loben, was er verwendet.

    Ich habe mich in die Möglichkeiten von Studio One eingearbeitet, und da ich die Vollversion besitze bin ich froh, dass es eine Free-Version davon gibt, wo ich z.B. Saxophonquartette für Schüler aufnehmen kann, und die brauchen dann nur das Songfile zu Hause zu importieren und können üben.
    Gibt's z.B. von Logic nicht, und ich glaub auch nicht von Cubase.

    Studio One entspricht halt auch meiner Art von Logik, und ich hab noch nie eine Bedienungsanleitung gebraucht.

    Ich verfolge ja oft Anleitungen hier, wie bestimmte Dinge in Audacity zu tun sind.
    Das erschien mir halt sehr "menülastig", d.h. für einen Arbeitsschritt muss ich in irgendein Menü und dann ein Untermenü.
    Das ist bei Studio One nicht so, da sehr viel mit einfachem Drag and Drop zu erledigen ist.
    (Spur verschieben, neue Aufnahme über alte ziehen, Effekte auf die Spur ziehen etc.)

    Über einen Vergleich in der Audioqualität zwischen den verschiedenen DAWs kann ich nichts sagen, da ich Audacity nicht verwende.
    Auch nichts sagen kann ich über die Verwendbarkeit des Plugins in Audacity, welches erlaubt, VST-Plugins zu verwenden.

    Cheers, Guenne
     
  3. RomBl

    RomBl Ist fast schon zuhause hier

    Wo ich den Thread so sehe muss ich mir wieder eingestehen, dass ich mich viel zu wenig aufnehme. Für Kontrollzweck nehme ich mein Zoom, da ich der Klang nicht so dolle, aber zur Überprüfung ausreichend und die Handhabung ist easy.

    Mit Audacity werde ich auch nicht so richtig warm. Irgendwie ist die Software nicht benutzerfreundlich und ich habe mich schwer getan, da was brauchbares in die Kiste zu kriegen.
    Angeschafft habe ich mir mal den Magix Music Maker, den ich einfach und handlich finde. Bei meinem Steinberg war dann Cubase AI dabei, wobei ich mit dem Magix besser klar komme.
    So richtig in die Tiefen der Programme bin ich noch nicht eingestiegen, mir reicht eigentlich vernünftiges Aufnehmen und ein bisschen Verfremden des Sounds, wenn man mal was zu eletronischer Musik (z.B. Kraftwerk) spielt.

    Für Leute, die nicht unendlich Zeit mit der Helpfunktion verdatteln und die eigene CD nicht unbedingt zu Hause aufnehmen und abmischen wollen, ist Magix Music Maker meine Empfehlung.
     
  4. bebob99

    bebob99 Ist fast schon zuhause hier

    Ich mag Audacity für einfache Dinge und wenn es schnell gehen muss, verwende für meinen Audio Workflow aber meist lieber den "Reaper". Der ist zwar auch nicht überall selbsterklärend, kommt meiner Arbeitsweise aber entgegen wenn ich Konzert Mitschnitte in Einzelaufnahmen trenne, daraus einen 3 Minuten Teaser mache usw.

    ASIO ist mit Audacity immer etwas umständlich. Obwohl ich beruflich programmiere ist das "selber kompilieren" auf die Dauer eigentlich nur nervig.

    Wenn ich nur ein PA aus Youtube für mich zurecht schneide, ist mir das Audacity gerade recht. Laden, trimmen, neu leveln und als MP3 ausgeben. Geht ruckzuck.

    Ich kann aber auch mit GIMP nicht. Das ist auch ein Programm das theoretisch alles kann, aber für mich aus tausend Einzelteilen besteht, ohne logischen Zusammenhang. Egal was man machen will, es ist ALLES nur umständlich.
     
  5. Rubax

    Rubax Ist fast schon zuhause hier

    Das kann Audacity nicht, denn es ist keine DAW sondern ein Audio-Bearbeitungsprogramm, MIDI kennt es nicht.

    Ich finde es halt einfach und schnell damit irgendetwas aufzunehmen, ich kenne auch Reaper, Studio One und inzwischen Cubase, bei all diesen Programmen muss man sich m.E. doch deutlich einarbeiten, das fängt dann schon bei ganz kleinen Dingen an,
    z.B.
    Warum nimmt es denn jetzt nicht auf? (na klar ich muss den Eingang der Spur zuordnen, geht bei jdedem der Teile etwas anders)
    Oder, hm, aufgenommen hat es was, aber warum kommt nichts aus dem Lautprecher wenn ich es abspiele? (Siehe oben, ersetze Eingang durch Ausgang)
    Oder, ich habe jetzt mehrere Takes aufgenommen, wo sind die denn jetzt alle damit ich sie vergleichen kann? (Bei Audacity wird einfach bei jedem Take eine neue Spur aufgenommen) - die Frage muss ich für Cubase noch klären, bei Reaper und Stuio One hab ich noch nicht richtig gesucht...

    Was ich sagen will, die Einarbeitung in eine richtige DAW ist nicht unerheblich, und da bin ich erst bei der elementarsten Aufgabe, nämlich Aufnehmen und Abspielen, von MIDI Instrumenten und Effekten habe ich noch gar nicht gesprochen...

    Ansonsten glaube ich das klangliche Unterschiede nur für die zu hören sind, denen die Milch, wenn nicht ganz frisch, im Mund sauer wird... (so hat das mal meine Schwägerin über Ihren damaligen, sehr fein schmeckenden Mann gesagt...)

    Grüße,

    Rüdiger
     
  6. KUS

    KUS Ist fast schon zuhause hier

    Vielleicht hängt die Frage ja auch davon ab, was ich mit dem Aufnahmeprogramm mache (machen sollte?). Ich nutze Audicity und weiß nicht, was es mehr als dieses Programm bedarf. Vorgehensweise ist ist trivial. Ich importieren mein PA als MP3- oder WAV-Datei. Das liegt dann auf der ersten Spur. Dann betätigte ich den Aufnahmebutton und spiele. Meine Aufnahme liegt dann auf Spur zwei. Fertig. Abspielen, anhören, bewerten.

    LG Kai

    PS: ... aber vielleicht ist meine Vorgehensweise auch zu simpel und es gehört noch viel mehr dazu eine gute Aufnahme zu produzieren.
     
  7. CBlues

    CBlues Ist fast schon zuhause hier

    Moin Rubax, nicht ganz...
    VST-Plugins gehen sogar, wenn man den Enabler installiert...
    http://audacityteam.org/vst/

    LG.;Lothar
     
  8. Mugger

    Mugger Guest

    Doch.
    Ich meinte VST-Effekte.

    VST-Enabler


    Grüßle, Guenne
     
  9. bluefrog

    bluefrog Ist fast schon zuhause hier

    Die hängt wohl im Wesentlichen von der Hardware ab, also Mikrophon, Vorverstärker und vor allem dem A/D-Wandler im Audio-Interface.

    Das verstehe ich nicht ganz. VST-Effekte gibt es bei Audacity.

    Ich verwende GIMP für ganz einfache Sachen (Kontrast/Helligkeit ändern, Bild zuschneiden). Mit Photoshop komm ich auch nicht besser zurecht. ;-)

    LG Helmut
     
  10. Rubax

    Rubax Ist fast schon zuhause hier

    Das ist dann an mir vorbei gegangen, ich hatte auch noch nicht den Bedarf... ich hab das bisher immer mit VST Instrumenten assoziiert...
     
  11. ara

    ara Ist fast schon zuhause hier

    Hi!

    Ich sehe das ähnlich, wie KUS. Für meine Zwecke reicht Audacity vollkommen aus und ich vermisse nichts. Ich benutze dort auch nur zwei Effekte zur Nachbearbeitung: Verstärken und GVerb. Für mich persönlich soll mein Saxophonspiel in einer Aufnahme möglichst natürlich und unverfälscht klingen (und sich in das Playalong einfügen). Nur so kann ich doch erkennen, wie gut oder wie schlecht ich spielen kann. Wenn ich das erst noch mit zig Effekten nachbearbeiten muss, bis es "gut klingt", mache ich mir doch im Prinzip nur selbst etwas vor. Meine Aufnahmen gelten also hauptsächlich der eigenen Kontrolle.
    Würde ich eine CD aufnehmen wollen, würde ich das alles vielleicht anders sehen. In diesem Falle müsste ich mich aber auch nicht mit einem anderen Programm beschäftigen, sondern dafür wäre dann der Tontechniker zuständig... :)


    Beste Grüße,
    Thomas
     
    deraltemann gefällt das.
  12. Mugger

    Mugger Guest

    Hey @ara ,

    Wieder ein anderer Thread, trotzdem ein paar Gedanken dazu.

    Wo in freier Wildbahn hast Du die Situation, dass der Hörer 40cm von Deinem Horn entfernt ist?
    Du brauchst im Normalfall einen künstlichen Raum.

    Kompression:
    Die Playbacks sind stark komprimiert.
    Wenn ich spiele, wie ich spiele, muss ich meine Dynamik per Kompression in den Griff kriegen.

    Equalizer:
    Oft ist halt in manchen Frequenzbereichen kein Platz, und es muss zurückgeregelt werden.
    Oder verstärkt im Fall.

    Ich würde also nicht von verfälschen reden. Glaub mir, Sch....bleibt Sch...

    Cheers, Guenne
     
  13. Zweistein

    Zweistein Schaut öfter mal vorbei

    Moin,
    vielleicht kann mir das bitte mal jemand ins Verhältnis setzen - ich bin, da ich in solchen Dingen gern einfach gestrickt bin, von Anfang an (2005 oder so) Fan von "GarageBand" - und habe Audacity noch nie ausprobiert. Wie sind die beiden im Vergleich zu sehen (falls jemand das mal verglichen hat)?
    Ich mag halt die schnelle Verfügbarkeit einer Playalong-Spur (einfach MP3/AAC/AIFF in die Spur reinziehen) und die Option, danach mehrere eigene Spuren dazuzumischen, zu schneiden, und das ganze am Ende fertig zu exportieren.
    Inwzischen hab ich zu GB auch die iOS app, damit aber noch nicht wirklich viel gemacht, obwohl die Portabilität natürlich schon reizt. Aber wenn wir mal wo spielen hat sowieso meist jemand einen guten dedizierten Recorder dabei und i.d.R. ist's eh nur um hinterher kontrollhören was wir noch verbessern wollen :)
    LG
    Jerry
     
  14. SaxoDan

    SaxoDan Kann einfach nicht wegbleiben

    Moin!
    Im mittleren Preissegment kann ich Reason mit Record sehr nahelegen, falls jemand eine gebrauchte niedrigere Version erstehen kann kommt man recht günstig mit vielen Optionen weg. Cubase ist wahrscheinlich für viele mit Kanonen auf Spatzen geschossen, das Programm ist sehr sehr mächtig. Selbst ich nutze nicht mal annähernd alle Möglichkeiten davon. Auch hier wieder, gebrauchte niedrigere Version - falls erhältlich - macht durchaus Sinn.

    Cubase:
    - relativ teuer
    - Bedienung und Einarbeitung recht aufwendig
    - kompatibel mit Reason
    - sobald man sich ein wenig eingearbeitet hat werden die Möglichkeiten schier unzählig. Die Fragen dazu vermehren sich exponentiell... Aber es gibt viele Foren zur Fragenklärung...

    Reason mit Record:
    - mittelpreisig
    - Bedienung relativ einfach
    - Reason ist auch ein Soundproduzierprogramm (Ich hänge ein Hörbeispiel dran) bei dem man virtuelle Soundmaschinen in ein Rack packen kann (man kann sogar die Verkabelung bei der Rückansicht der einzelnen Geräte individuell verlegen um andere Effekte zu erzeugen). Verknüpft mit der Aufnahmefunktion von Record ist das ein sehr sinnvolles und gut nutzbares Paket
    - entsprechend auch kompatibel mit Cubase

    Bei beiden Programmen gibt es natürlich noch unzählige Funktionen mehr die ich auf die schnelle nicht aufzählen kann, ich kann aber empfehlen mal ne kostenlose Demoversion zu testen!

    Hörbeispiel meinerseits:

    Track von mir, mit Reason die Begleitmusik erstellt und darüber improvisiert. Hall mit drüber gelegt und an ein paar Stellschrauben gedreht...^^

    Schöne Grüße,
    Daniel
     
  15. Wuffy

    Wuffy Gehört zum Inventar

    Moin,

    ...kein Mensch sagt oder behauptet, dass Freeware-Audacity eine schlechte Software wäre....einem geschenkten Gaul guckt man halt auch nicht in's Maul :)

    Nur, es ist halt nun mal vorwiegend ein Programm zur Audiobearbeitung und keine spezielle Recording-Software.

    Wenn man halt mal mit einer richtigen Recording-Software angefangen hat und Audacity dagegen ausprobiert, merkt man schnell, dass sich 50€ Geldanlage gelohnt haben.

    Umständlich und unkomfortabel, Mixen in Echtzeit und das finale Mastern fast nur über komplizierte Umwege möglich, mehr als bescheidene Bord-Effekte.

    Kenne allerdings nur die früheren Versionen von Audacity, zwischenzeitl. mag sich das auch gebessert haben.

    Es fehlt mir die Zeit auf alle Details einzugehen...aus der Erinnerung fällt mir noch nachteiliges ein:

    - Aus lizenrechtl. Gründen werde versch. Formate nicht unterstützt...vor allem der für's latenzfreie Aufnmehmen und Monitoring übliche und wichtige ASIO-Standard von Steinberg

    - Die Effekte können nicht in Echtzeit angehört, sondern müssen erst auf die Tonspuren angewendet werden, da sämtliche Effekte und Bearbeitungen destruktiv sind
    Mischen in Echtzeit nicht möglich, bescheidene Quali der Bord-Effekte.

    - VST-Effekte anderer Anbieter konnten nicht eingelesen werden

    - Midi -Dateien können nur abgespielt, aber nicht bearbeitet werden

    - Der direkte MP3 Export geht nicht

    - Aus meiner Sicht komplizierte und unlogische Bedieneroberfläche

    Möglicherweise habe sich diese Nachteile in der neueren Versionen deutl. verbessert.....aber ich zitiere hier mal eine Fundstelle aus einem Fachbericht, die ich gerade bei Google fand:

    Audacity wurde in den neueren Generationen merklich verbessert - eine ernsthafte Konkurrenz zu den käuflichen Programmen wie WaveLab etc. in dieser Preisklasse ist es noch lange nicht.

    Mein persönl. Fazit:

    Für's einfache Recording und speziell zu Audiobearbeitung sicherlich ..nach Einarbeitung, gut geeignet.

    Nur eine persöhnl. Audacity- Empfehlung aussprechen, wenn jemand beim Einstieg fragt, würde ich nie !!!

    LG Wuffy
     
    Zuletzt bearbeitet: 5.Oktober.2015
    Bereckis, Bernd und Mugger gefällt das.
  16. bluefrog

    bluefrog Ist fast schon zuhause hier

    Hallo (moin),

    ich muss jetzt mal ganz dumm fragen: Wofür braucht man eine "mächtige" DAW? Mit Audacity kann ich das Playalong importieren, aufnehmen, schneiden, mit Effekten bearbeiten, exportieren.

    LG Helmut
     
    Bereckis und Dreas gefällt das.
  17. KUS

    KUS Ist fast schon zuhause hier

    Die Antwort darauf ist vielleicht, dass man für eine gute Aufnahme mehr machen muss. Mugger deutete ja soetwas an, ohne das ich das im Detail nachvollziehen kann.

    LG Kai
     
  18. Rubax

    Rubax Ist fast schon zuhause hier

    Und, mit Audacity braucht man u.U. viele Einzelschritte, hat man eine kommerzielle DAW mal gelernt, geht das u.U. mit einem Shortcut oder Mausclick und Drag und Drop...
     
  19. Dreas

    Dreas Gehört zum Inventar

    Vielen Dank für die vielen Beiträge.

    Ich habe nichts gefunden. Für mich war nichts dabei, was einen "Aha-Effekt" ausgelöst hätte nach dem Motto...."ja das brauch ich auch, das geht mit Audacity" nicht.

    Für das was ich mache reicht Audacity völlig aus. Selbst da nutze ich nur einen Bruchteil der möglichen Funktionen. Daher habe ich keine Lust mich in ein kompexeres Programm einzuarbeiten.

    Wenn man noch gar nicht mit Recording angefangen hat macht es sicher Sinn sich mit den verschiedenen Programmen zu beschäftigen, um raus zu finden, welches am besten zu mir passt.

    "Recording Experte" will ich gar nicht werden....;)


    CzG

    Dreas
     
    bluefrog gefällt das.
  20. Wuffy

    Wuffy Gehört zum Inventar

    Musst Du auch nicht...Du hast halt auch noch nicht mit einer komfortablen Soft...und deren Möglichkeiten gearbeitet...wie willst Du da einen Aha-Effekt überhaupt kennen / erahnen ?

    Für Deine Zwecke auch sicherlich völlig ausreichend...nur mit allgemeinen Empfehlungen aussprechen, wäre ich vorsichtig.

    Man empfiehlt auch gerade mal eben nicht 'ne China-Kanne, nur weil sie billig zu haben ist...spielen kann man natürlich auch damit, nur wird man auch glücklich damit ??

    Jeder eben wie er mag....es lebe der Unterschied :)

    LG Wuffy
     
    Bernd gefällt das.