Absolute Anfängerfrage: Stimmung Alt-Saxophon

Dieses Thema im Forum "Anfänger Forum" wurde erstellt von RDSax, 13.Juli.2010.

  1. RDSax

    RDSax Schaut nur mal vorbei

    Hallo, ich bin neu hier und auch neu am Saxophon. Ich habe eine absolute Anfängerfrage: Wie macht ihr das beim Zusammenspiel mit anderen Instrumenten: Wenn ich ein C drücke erklingt ja nun kein C, sondern ein A. Dass habe ich als Klavier- und Gitarrenspieler nun herausgefunden. Aber heißt dass, dass vor dem Zusammenspiel mit anderen ich die ganzen Noten für mich transponieren muss?Und wie macht ihr das, wenn es nur eine Akkordbasis gibt, auch da die ganze Struktur transponieren, d.h. 1 1/2 Töne höher?
    Vielen Dank.
     
  2. Toffi

    Toffi Strebt nach Höherem

    Hallo, RDSax,

    herzlich willkommen im Forum.
    Deine Frage hast du selber beantwortet: ja, du musst sowohl alle Melodien als auch die komplette Akkordstruktur für die 1 1/2 Töne hochsetzen, dann passen die C-Instrumente und dein Es-Alt zusammen.

    Viel Erfolg dabei und noch viel Freude hier im Forum

    Christoph

    edit: o Mann, das Wetter...wenn du mit dem Es-Alt C spielst erklingt ein Es, also musst du natürlich alles 1 1/2 Töne runtersetzen - also andersrum gedacht: wenn du C spielen WILLST, musst du A greifen. Dann gilt dies aber auch für alle Akkorde.
     
  3. saxology

    saxology Ist fast schon zuhause hier

    Umgekehrt, wenn du ein A greifst, erklingt ein C.

    Noten und Akkordsymbole müssen tatsächlich für das Zusammenspiel transponiert werden, und zwar eine große Sexte höher. Die Grundtonart verschiebt sich bei dieser Transposition auf dem Quintenzirkel um drei Schritte nach rechts.
    Ein C-Dur-Stück steht dann in A-Dur, ein Es Dur-Stück in C-Dur usw.

    Gruß
    Joachim
     
  4. RDSax

    RDSax Schaut nur mal vorbei

    Vielen Dank ihr beiden. Eine kurze Frage noch: Wie machen das Könner, also das transponieren, gleich im Kopf oder schreibt man das doch alles vorher auf?

    Liebe Grüße

    Christoph
     
  5. Toffi

    Toffi Strebt nach Höherem

    Hallo, Christoph :),

    ich schreibe mal nur, wie es bei mir persönlich lief:
    bei klassischer Musik habe ich immer alles transponierte aufgeschrieben, mache ich auch heute noch so, funktioniert einfach besser.
    Bei Jazz, Pop, Rock etc. habe ich immer möglichst auswendig gespielt, schaue also auch heute nur beim Gitarristen ins Akkordschema und mache den Rest im Kopf.

    Zur Übung ist es wohl empfehlenswert, beides einfach zu machen: gaanz viel auswendig spielen, probieren, hinhören. Und nebenher auch immer wieder Melodien umschreiben, das trainiert die Vorstellungskraft ;-).

    Liebe Grüße

    Christoph

    und auch hier ein Nachtrag: auch bei klassischer Musik probiere ich viel, auswendig zu spielen, transponiere auch reichlich im Kopf, nur bei etwas komplexeren (und schnelleren) Sachen ist es mir nach wie vor sicherer, die Noten so vor mir zu sehen, wie ich sie greifen muss.
     
  6. RDSax

    RDSax Schaut nur mal vorbei

    Vielen Dank, das hilft mir schon weiter. Schönen Gruß nach Dülmen auch, im Herzen bin ich immer noch Münsteraner, jetzt allerdings Küstenbewohner.
    Christoph
     
  7. Gast

    Gast Guest

    @ RD Sax

    Welche Küste?
    ..und Willkommen im Forum! :)
     
  8. natece

    natece Schaut nur mal vorbei

    also, nochmal zum transponiern: wenn du deine tonart rausgefunden hast, einfach alles 2 töne tiefer spielen. also wenn es klingend c ist, dann halt merken, dass du drei kreuze hast (a dur) und dann halt für jedes c ein a spielen, für jedes a ein fis usw. :)
     
  9. daniu

    daniu Schaut nur mal vorbei

    Hallo,
    ich zieh Mal das alte Thema nochmal aus der Schublade:
    bei mir ist das Instrument noch nicht gekauft. Daher stellt sich für mich die Frage, welchen Vorteil diese Stimmung hat. Verstehe ich richtig, dass das Problem immer dann zum tragen kommt, wenn man mit anderen spielt. Alleine liest man einfach irgendwelche Noten uns es klingt eben dann 1,5 Töne tiefer. Insofern sollte man die Frage ob c oder es gestimmt auf der Basis treffen, mit wem man ggf. Mal zusammen spielen möchte? Ich fürchte allerdings, dass besonders der Gebrauchtgerätemarkt dafür recht klein sein dürfte, oder?

    Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, warum man das beim Saxophon so macht. Transponieren die Saxophonspieler gerne? Ich gehe davon aus, dass es eben nur spezielle Saxophonnoten für Orchester o. ä. so gibt, dass es passt. Sobald jemand regelmäßig mit Leuten zusammen spielen möchte, die in C-Stimmung spielen (also ... ehrlich gesagt die meisten, oder?), kommt es zum Problem ... (sorry, aber ich spiele Querflöte und bin froh, da nie transponieren zu müssen, zumal die Tonarten, die da rauskommen ja unangenehm viele bs und Kreuze haben können, oder?)

    Grüße
     
  10. Gelöschtes Mitglied 5328

    Gelöschtes Mitglied 5328 Guest

    @daniu

    Es gibt keine Probleme im Zusammenspiel, weil man sich an sein transponierendes Instrument gewöhnt, egal ob in Bb Stimmung (Tenor und Sopran) oder Eb (Alt und Bariton). Die Noten liegen ja i. d. R. in der eigenen Stimmung vor.

    Transponierende Instrumente sind nicht die Ausnahme. Die meisten Blasinstrumente sind transponierend.

    Was Du mit dem Gebrauchtmarkt meinst habe ich nicht verstanden. Da Saxophone (bis auf die seltenen C-Melody) alle transponierend sind ist der Gebrauchtmarkt auch entsprechend gross.

    CzG

    Dreas
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 30.September.2015
  11. tunundlassen

    tunundlassen Ist fast schon zuhause hier

    Hallo daniu

    Aus meiner Erfahrung vorallem im Orchester-, Enseble, Bigband-Bereich kann ich Dir sagen, dass es eigentlich IMMER verschiedene Stimmen für die verschiedenen Instrumente gibt. Trompete in Bb, Posaune im Basschlüssel, Tenor- und Sopransax sind ja auch in Bb. Dadurch erlebte ich es bis jetzt recht selten (oder nie?) dass man im Ensemble im Kopf transponieren musste...

    Ich habe nebenher noch eine kleine "Zusammenspiel-Gruppe" gegründet, da suchen wir uns die Noten aus den vorhandenen Realbooks o.ä. zusammen und ich arrangiere das dann jeweils... Dort kann es mal vorkommen, dass ein bestimmtes Stück nur in C vorhanden ist... da ich das von meinen Mitmusikern nicht erwarten kann / will, schreibe ich ihnen die Stimme passend für ihr transponierendes Instrument...

    Wenn Du für Dich alleine spielst, ist es wie Du richtig bemerkt hast, eigentlich egal, die "klingende Tonart" ändert sich halt...
     
  12. bebob99

    bebob99 Strebt nach Höherem

    Im Prinzip nein, denn ich gehe davon aus, dass die Noten nach denen Du spielen wilst "Noten für Alt-Sax" sind. Dann greifst Du natürlich genau das was da steht. Dafür sind die gemacht.

    Das Problem hast Du nur, wenn Du nach Noten spielen willst die für ANDERE Instrumente gesetzt sind. Klavier, Gitarre, Flöte oder Oboe sind in "C", Trompete, Horn in "F", Tenorhorn, Tenor Sax in "B", ...

    Es kommt also sehr darauf an WAS Du spielen willst und woher die Noten sind. Wenn Du "Jazz nach Reakbook III" spielen willst, da sind alle Noten und Akkorde in "C" zum selber transponieren. Wenn Du DAS spielen willst, solltest Du aber bereits im Stande sein, das im Kopf und auswendig nach Gehör zu spielen. Da sind dei Lead-Sheets sowieso nur noch Gedankenstütze.

    Auch mit der Flöte wirst Du Dich ja nicht neben das Klavier setzen und dessen Stimme spielen, sondern hast dafür Flöten Noten. Sax ist in einer anderen Tonlage und daher brauchst Du sinnvollerweise auch andere Noten.

    Real/Fake/Usw-Books gibt es für viele Bereiche in der jeweils für Dich geeigneten Stimmung. Manche eben nicht.

    GERADE wenn Du Flöte spielst, sollte Dir das transponierte Es-Sax eine Hilfe sein, denn wenn auf den Sax Noten "C" steht, dann greifst Du natürlich genau das gleiche "C" wie auf der Flöte und nicht "A". Wenn beide Instrumente Unisono sielen, dann steht in den Flöten aber ein "Es". Was aber Für Dich am Sax egal ist, weil Du die Flöten Noten ja nicht spielst..
     
  13. saxhornet

    saxhornet Experte

    Es gibt bei Saxen fast nur Bb oder Eb Stimmung, C-Stimmung wie bei einem C-Melody ist eher selten zu finden und nicht üblich. Man kann Noten transponieren und meist gibt es sie gleich transponiert auch zu kaufen. Man gewöhnt sich an ein transponierendes Instrument sehr schnell. Du kannst mit einer anderen Stimmung mit jedem anderen Instrument zusammenspielen, du musst nur die Noten transponieren. Die beim Sax, wie auch der Querflöte böhmsche Standardbezeichnung für die Griffe hat halt Vorteile.

    Nicht jedes Instrument in jeder Stimmlage (Sopran, Alto, Tenor etc.) lässt sich in C-Stimmung bauen und klingt dann auch gut. Selbst bei Querflöten findest Du Instrumente in anderen Stimmungen (Alt- und Tenorflöte z.B.). Die Stimmung ist aber fürs Zusammenspiel vollkommen egal, Du musst halt nur die Noten transponieren und das war es auch schon. Wo liegt das Problem?

    Lg Saxhornet[/quote][/QUOTE]
     
  14. saxhornet

    saxhornet Experte

    Naja, muss man weder auswendig noch nach Gehör schon machen können, man sollte sich aber dann den Band für Eb oder Bb (abhängig vom Instrument) Instrumente besorgen.

    LG Saxhornet
     
  15. daniu

    daniu Schaut nur mal vorbei

    Hi,

    na also ich habe mit meiner Querflöte noch nie mit jemand zusammen gespielt, der in Eb spielt und gehe daher davon aus, dass ich (bzw. meine Frau - für die das Saxophon ist) das Problem ständig haben werde und fürchte mich schon vor dem transponieren. Wahrscheinlich sind die Musiker, die als Mitspieler angedacht sind, eher ungewöhnlich (Klavier, Gitarre, etc.). Am Ende fürchte ich, meine Frau nicht dazu bewegen können, Noten zu lernen, weil ohne Noten braucht man auch nicht tranponieren ... Alternativ könnte sie natürlich lernen, die Noten so zu greifen, dass sie in C klingen, wobei ich davon ausgehe, dass wir dann griffmäßig eine deutlich unterschiedliche Sprache sprechen (ich gehe davon aus, dass wenn man normal spielt, die Griffe sich zwischen Querflöte und Sax nicht wesentlich unterscheiden)

    Gebrauchtmarkt bezog sich tatsächlich auf C-Instrumente. Das kommt wohl weniger in Frage, wenn man kein neues Instrument kaufen möchte. Habe mittlerweile ein Thema hier gefunden, das erörtert, warum die Instrumente so gebaut werden ... Finde es zwar dennoch nicht gerechtfertigt (und blöd ;-)), werde mich wohl aber damit abfinden müssen.

    Grüße
     
  16. Gelöschtes Mitglied 5328

    Gelöschtes Mitglied 5328 Guest

    @daniu

    Ich verstehe Deine Befürchtung nicht. Wenn Deine Frau Altsax spielt wird sie entsprechend auch Altnoten kaufen und die spieken. Da gibt' s nix zu transponieren.

    Sie kann damit mit jedem C Instrument mitspielen.

    CzG

    Dreas
     
  17. daniu

    daniu Schaut nur mal vorbei

    Hi,

    leider ist die Idee weniger das zu spielen, was alle spielen wollen, sondern eben moderne Kirchenmusik - AKA Lobpreismusik. Die wird es wohl selten so geben, weil diese Musik allermeistens mit Klavier, Gitarre o. ä. begleitet wird. (Auch wenn man es als Versuch, die Posaunenchospieler vor den sündhaften Orchestern fernhalten zu wollen abtun kann, verstehe ich in dem Zusammenhang sehr gut, dass Posaunenchöre in C spielen ... auch wenn Posaunenchor den angestrebten Stil nicht trifft)

    Ich glaub inhaltlich hab ichs verstanden. Auch wenn ich das Transponieren nicht für eine Kleinigkeit halte und wie gesagt auch die Tonarten, die dabei rauskommen, nicht schön finde, werde ich (bzw. meine Frau) wohl damit leben müssen.

    Vielen Dank für den Input trotzdem!

    Grüße
     
  18. tunundlassen

    tunundlassen Ist fast schon zuhause hier

    Unter Umständen kannst Du ja auch die C-Stimme transponieren, so dass beide von der Tonart her im machbaren bereich liegen... z.B. klingend F-Dur -> D-Dur für Altsax
     
  19. saxhornet

    saxhornet Experte

    Transponieren ist keine Atomphysik. Einmal verstanden wie es geht und etwas geübt ist das unproblematisch, das bekommen sogar Grundschüler hin.

    ???? was willst Du damit sagen?
    Sorge einfach dafür, daß Sie unterricht nimmt, dann läuft das schon und der Rest wird vom Lehrer schon beigebracht. Ist eh sinnvoll Unterricht zu nehmen (siehe mein Anfängerguide im Guidebereich).
    Das wäre absoluter Unsinn und verbaut ihr später die Chance zwischen Tenor und Alto z.B. auch mal zu wechseln.

    Nur weil man es blöd findet lässt sich dadurch weder die Physik noch die Akustik überlisten oder ignorieren. Es geht halt nicht wirklich anders. Und ernsthaft das ist Pille Palle, keinerlei Problem worüber man sich Gedanken machen sollte.

    Lg Saxhornet
     
  20. Roland

    Roland Gehört zum Inventar

    Es gibt auch Leute, die nur aus dem Grund kein Griechisch lernen wollen, weil die Schrift anders ist. :)

    Grüße
    Roland
     
    bluefrog gefällt das.
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