Tagesform.....wie geht ihr damit um?

Dieses Thema im Forum "Eigene (musikrelevante) Themen" wurde erstellt von Gelöschtes Mitglied 5328, 19.November.2015.

  1. Gelöschtes Mitglied 5328

    Gelöschtes Mitglied 5328 Guest

    Ein freundliches Hallo in die Runde,

    "Tagesform"....kennt ihr alle.

    Es gibt Momente, da ist man super drauf, alles flutscht, es scheint einem alles zu gelingen....

    Dann die Sch...momente....irgendwas belastet einen....man fühlt sich nicht richtig wohl....nix will richtig klappen....dennoch ist Probe oder, schlimmer noch, es steht ein Gig an.

    Ich denke das betrifft alle, Profis, Amateure, Anfänger.....wobei die Profis es so hinbekommen, dass ein Zuhörer es nicht, oder kaum, merkt. (wahrscheinlich nimmt er es aber genauso negativ war, wie wir)

    Unsereins hat dann schon einen (deutlich) hörbaren Unterschied zwischen "gut drauf" und "mies drauf"....
    (Intonation, Sound, Improideen....what ever...)

    Wie meistert ihr das? Was macht es mit euch? Wie kann man "mies drauf" neutralisieren?

    CzG

    Dreas
     
  2. annette2412

    annette2412 Strebt nach Höherem

    mit musik machen!!!!!!
    ich vergesse da wirklich fast immer alles um mich herum.:D

    liebe grüße
    annette

    ps: tagesform kenn ich natürlich leider auch.......:(
     
    sachsin, Saxax und RomBl gefällt das.
  3. bluefrog

    bluefrog Strebt nach Höherem

    Ich erinnere mich an ein Konzert von Branford Marsalis vor vielen Jahren in Mannheim. Der Drummer fiel wegen Krankheit aus und die anderen Drei waren einfach schlecht drauf. Es war zäh und langweilig, was die spielten, aber es war eben so...

    LG Helmut
     
  4. DiMaDo

    DiMaDo Ist fast schon zuhause hier

    Ganz ehrlich? Gar nicht.
    Es gibt Tage an denen äussere - meist unangenehme - Einflüsse so dermassen
    die Laune verhageln dass man keine (positiven) Gedanken mehr fassen kann.
    Was man in so einer Stimmung spielt macht das Loch um so tiefer.
    Zumindest meine persönliche Erfahrung. Meine Mutter konnte früher
    an dem was ich am Klavier gespielt habe meine Stimmung erkennen.
    Und heute mit der Kanne ist es genau so. Und bevor ich anfange und
    "dunkelgraue Lieder" spiele lass ich's lieber.
     
  5. Gelöschtes Mitglied 5328

    Gelöschtes Mitglied 5328 Guest

    @DiMaDo

    Ja gut, wir können es uns noch leisten zu sagen "spiel ich heut' halt nicht"....aber wenn Du 'nen Gig hast?

    Und die Profis haben ständig einen...die können ja schlecht sagen..."nöö...heut' spiel' ich nicht"...

    CzG

    Dreas
     
  6. Nordstern

    Nordstern Ist fast schon zuhause hier

    Moin,
    ich musste jeden Tag meinen Dienst antreten, auch wenn ich mies 'drauf war.
    Meist war aber die Laune nach der Arbeit, Dienstende, viel besser.:)
    Also ich spiele grad an solchen Tagen viel und zwar hellgrau,...manchmal sogar hellblau.:)

    LG
     
    sachsin gefällt das.
  7. Werner

    Werner Strebt nach Höherem

    Wenn ich nen (Kreativ-) gig habe, übe ich anders, ev auch schon am Tag vorher.
    Für Sessions mache ich das nicht, das ist dann manchmal so ne Zwischensituation.
    Da muss dann das Sich warmspielen auf der Bühne reichen.




    http://www.swing-jazz-berlin.de/weihnachtsmusik
     
  8. Jogi

    Jogi Ist fast schon zuhause hier

    Das unterscheidet eben Profis von Amateuren - Selbst wenn sie nur Amateure sind. ;)
     
  9. Gelöschtes Mitglied 5328

    Gelöschtes Mitglied 5328 Guest

    @Jogi

    Du hast ja Recht....in meinem Job habe ich auch wichige Termine, da muss ich meine Befindlichkeiten auch ausblenden können.

    Und insofern unterscheidet sich der Amateur grundsätzlich auch nicht vom Profi...

    Habe ich einen Auftritt, sollte ich zu 100% da sein!

    Dennoch sind "100%" , wenn man schlecht drauf ist andere "100%" wenn man gut drauf ist...beim Profi hört man allerdings den Unterschied nicht so gravierend, oder?

    CzG

    Dreas
     
  10. GelöschtesMitglied11073

    GelöschtesMitglied11073 Guest

    Hmmmm,ich hab nie schlechte laune wenn ich mein sax in der hand habe. Ich geh eh relativ positiv denkend durchs leben und lass mich seltenst ärgern
     
  11. dabo

    dabo Strebt nach Höherem

    Bei einem Gig: Ohren zu und durch. Und in Gedanken: das Publikum merkts meist sowieso nicht ;-)

    LG
    Dabo
     
  12. ppue

    ppue Mod Experte

    In der Regel sind Stimmungsschwankungen, so bald man auf der Bühne steht, ohne Bedeutung. Selbst leichtere Schmerzen oder Gebrechen werden ausgeschaltet. Dafür sorgt schon das Adrenalin.

    Unangenehm kann die Angst sein, die man vorher hat, wenn man sich Sorgen macht, dass man eben nicht 100% dabei ist oder die eigene Lage sich noch verschlimmern könnte. Die ist aber in den meisten Fällen unbegründet.

    Im Gegenteil sind Auftritte oft regelrechte Stimmungsaufheller.
     
    Jazzica, sachsin, Saxax und 2 anderen gefällt das.
  13. Jogi

    Jogi Ist fast schon zuhause hier

    Ich bin ja zum Glück kein Solist.
    Ich bin zwar 'ne Rampensau, merk aber sofort, wenn ich mich mal vertue, oder nicht locker vom Hocker spiele.
    Hab aber festgestellt, daß die anderen in der Band so sehr mit sich selbst beschäftigt sind, daß sie das garnicht mitkriegen.
    Und das Publikum ist ohnehin wohlwollend "anspruchslos" - Hauptsache das Gesamtergebnis groovt und unterhält.
    Rockpublikum ist vermutlich auch anders drauf, als Jazzpublikum - Wir kennen keine Notenpolizei.
     
  14. kindofblue

    kindofblue Strebt nach Höherem

    Wenn es mir mies geht, springe ich aus dem Fenster.
    Wenn es mir moralisch wieder gut geht, muss ich noch etwas im Spital bleiben :)

    kindofbrokenleg
     
    Gast_13 und edosaxt gefällt das.
  15. Gelöschtes Mitglied 5328

    Gelöschtes Mitglied 5328 Guest

    @kindofblue

    "kindofbrokenleg" ist bei weitem besser als "kindofbrokenhead"...

    Hihi..

    CzG

    Dreas
     
  16. peterwespi

    peterwespi Ist fast schon zuhause hier

    Miles Davis soll mal gesagt haben "Dein Niveau ist dein schlechtester Tag im Jahr - alles andere ist geschenkt". Das tönt im ersten Moment zwar etwas sehr hart, aber wenn man mit dieser Ideologie im geistigen Gepäck unterwegs ist, dann kann man die guten Momente mit *Glück gehabt* feiern. Und wenn's mal etwas mies tönt, dann kann man diese *Laune* mit "tja, so bin ich halt" relativieren. Bei mir klappt's tipptopp...
    Vor allem beim Improvisieren hat man ja gücklicherweise die Möglichkeit, den Schwierigkeitsgrad weitestgehend selber zu bestimmen. Ich merke beispielsweise sehr schnell, wenn's technisch mal nicht gerade flutscht. Ich bin so oder so nicht der *vertikal-rauf-und-runter-ratternde-Sechzehntel-Apparate-Solist*, aber wenn die Finger mal gar keine Lust haben, dann weiss ich, dass ich halt noch mehr auf gestalterische Attibute wie Phrase, Motiv + Aufbau oder rhythmische Variationen (Motiv-Wiederholungen, Motiv-Verschiebungen etc.) achte.
     
  17. Jogi

    Jogi Ist fast schon zuhause hier

    Haha, tolles Avatar - Jeder fängt mal klein an!

    Zum Glück hat der Saxophonist auch gar keine Möglichkeit, eine Fresse zu ziehen. :rolleyes:
     
    alexsaxberlin gefällt das.
  18. deraltemann

    deraltemann Strebt nach Höherem

    Wie ich damit umgehe? Je nach Tagesform anders..:pigeon:
     
    last gefällt das.
  19. SomethingFrantic

    SomethingFrantic Ist fast schon zuhause hier

    Laut meinem Klarinettenlehrer gibt es keine schlechten Tage, sondern man ist so schlecht wie der schlechteste Tag. Die restlichen Tage sind nur Glück.
    Einmal hab ich in der Probe gesagt, dass ich einen schlechten Tag hätte. Seine Antwort war, das ich dann einfach schlecht bin und er hat mit mir die ganze Probe durch Grundlagenübungen gemacht...
    Ich lese gerade, dass @peterwespi das auch geschrieben hat.
     
  20. edosaxt

    edosaxt Strebt nach Höherem

    Ich habe beste Erfahrungen mit einer Kombination aus forumsinternen Übungen ("rythmische Grundmuster" und Peters fantastisches "eins zwei drüü") und viel viel Zusammenspielen mit anderen (rythmusfester, unbeirrbarer Schlagzeuger ist Gold wert) gemacht.
    U
    nd ja, zweite, dritte Stimme ist schwer und für mich nur machbar, wenn ich sie "höre".
     
  1. Diese Seite verwendet Cookies, um Inhalte zu personalisieren, diese deiner Erfahrung anzupassen und dich nach der Registrierung angemeldet zu halten.
    Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies.
    Information ausblenden