Tagesform.....wie geht ihr damit um?

Dieses Thema im Forum "Eigene (musikrelevante) Themen" wurde erstellt von Gelöschtes Mitglied 5328, 19.November.2015.

  1. ehopper1

    ehopper1 Strebt nach Höherem

    +1
    Trifft bei mir absolut zu. Vor allem der Begriff Stimmungsaufheller gefällt mir sehr gut.

    Bei mir stellt sich übrigens folgender, vielleicht etwas seltsam anmutender Reflex ein, wenn ich beim Auftritt schlecht gespielt oder mich nicht wohlgefühlt habe: Am nächsten Tag muss ich zu Hause unbedingt wieder Saxophon spielen, so quasi als Kompensation zum verkorksten Vorabend/Vortag. Zum Glück ist mir das in letzter Zeit aber nicht so häufig passiert.

    Lg
    Mike
     
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  2. 47tmb

    47tmb Gehört zum Inventar

    Doch, hört man.
    Es kommt doch immer mal wieder zu Auftritten, bei denen ich den Eindruck habe, der/die macht/machen halt ihren Job. Das ist dann gut und sicher immer noch hörenswert, aber wenig "inspiriert".

    Und andere Konzerte werden auch von den Kritikern als "Sternstunden" bezeichnet. Da waren die Musiker /der Solist "richtig gut drauf"!

    Verzeiht jetzt den Ausflug in den Fußball:

    Auch da gibt es ja (auch zu hochkarätigen Spielern) die Aussage: "An guten Tagen gelingt ihm alles, da ist er schlichtweg genial. An anderen Tagen sollte er lieber auf der Bank bleiben"

    Cheerio
    tmb
     
  3. GelöschtesMitglied4288

    GelöschtesMitglied4288 Guest

    Die vielleicht nicht, aber deine Mitspieler sicher...

    Bist Du im falschen Tread?
     
  4. saxhornet

    saxhornet Experte

    Schlechte Tage gibt es immer mal, man sollte aber so gut vorbereitet sein, daß es trotzdem dann nicht auffällt (zumindest nicht dem Zuhörer). Wenn die Tagesform so einen extremen Einfluss auf das Spiel hat, dann ist das woran gearbeitet wird einfach noch nicht ausreichend geübt und ausgecheckt worden und das trifft häufig auch auf Profis zu.
    Wer lustlos spielt, sollte lieber gar nicht erst spielen und dann lieber was anderes machen.

    LG Saxhornet
     
    zwar und GelöschtesMitglied4288 gefällt das.
  5. Gelöschte 11056

    Gelöschte 11056 Guest

    Frage an alle Experten:
    was macht/nehmt Ihr, wenn Ihr auftreten müßt und Ihr seid total erkältet? Nase trieft, Augen wässern, man fühlt sich schlapp? Womit kann man das für einen Tag total wegdrücken?
    Fragt schniefend
    Nem
     
  6. DiMaDo

    DiMaDo Ist fast schon zuhause hier

    Ahhh, der Gig ist eine völlig andere Baustelle...

    Ein Profi sollte so routiniert sein dass er sein Material auch nach 2 Kisten Bier (oder in mieser Laune) professionell abspulen zu können.
    Okay, das macht dann den Unterschied zwischen einem normalen Gig und einem geilen Gig aus.

    Ich hab z.B. Eric Clapton mit seinem Bluesprogramm in der Westfalenhalle gesehen - da war GANZ offensichtlich dass Klappstock keinen Bock hatte.
    Der hat routiniert sein Zeug runtergespielt, technisch perfekt, klar, aber da flog kein Funke. Nichts. Sehr enttäuschend...
    (Vielleicht wäre es da dem Publikum gegenüber fairer gewesen den Gig abuzsagen...)

    Bei mir ist es immer so dass im Vorfeld eines Gigs das Adrenalin auf 300% ansteigt, und dann ist Laune echt kein Thema mehr. Da bin ich halt
    noch nicht routiniert genug... Ist aber auch gut so, Adrenalin hellt die Stimmung merklich auf.

    Aber beim Üben ist das halt ganz anders. Ich habe im Moment mit meinem Vater (88) mehr als genug um die Ohren. Kurz vor knapp, Intensivstation, MRSA, Geriatrie, Heim, Trouble SATT.
    Da ist meine Konzentration auf Musik erheblich reduziert. Wenn ich das Horn in die Hand nehme und merke dass meine Gedanken wieder ganz wo anders sind lass ich's halt.

    Just my 2 ct.
     
  7. saxhornet

    saxhornet Experte

    Ein Profi trinkt keine 2 Kisten Bier vorm Auftritt, wenn doch hat er ein Alkoholproblem. Nach 2 Kisten Bier spielt Dir kein normaler Profi noch sein Zeug auch nur annähernd normal vor.

    LG Saxhornet
     
  8. Juju

    Juju Strebt nach Höherem

    Mir reichen da Nasentropfen und viel Kaffee ;) Gute Besserung!!

    LG Juju
     
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  9. saxhornet

    saxhornet Experte

    Bei der Nase: Nasenspülungen,
    allgemein: Ingwertee mit Zitrone und viel Ruhe und Schlaf vor dem Konzert

    LG Saxhornet
     
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  10. DiMaDo

    DiMaDo Ist fast schon zuhause hier

    War ja auch eine bewusste Übertreibung - soll heissen dass er sein Zeug unter allen Umständen hinbekommt.
    Ich persönlich trinke z.B. vor einem Gig GAR NICHTS. Nur Wasser oder bleifreies Weizen...
     
  11. Otfried

    Otfried Gehört zum Inventar

    Moin,

    genau so isses.

    Neben den allgemeinen Formschwankungen gibt es noch andere Dinge, die einen Auftritt beeinflussen können. Letztens hatte ich es, ein lange geplanter Gig, einen Tag vorher sagt der Pianist ab, am gleichen Tag meldet die Sängerin, dass sie nicht kommt, gleichwohl sie alle zugesagt hatten. Schließlich sagte auch noch die Flötistin wegen eines Trauerfalles ab (was verständlich war). Dazu hatte ich den ganzen Stress am Hals, für die Anlage zuständig und verantwortlich zu sein.

    Also in höchster Not ein Ersatzprogramm kreiert mit mehr Instrumentalstücken, einen Pianisten gefunden, der immerhin 1/3 der Stücke schon mal mit uns gespielt hatte und los gings. Kurz vorher kam dann sogar noch ein tatsächlich überragender Flötist dazu.

    Das Konzert war viel besser als zu befürchten gewesen war, die recht vielen Zuschauer gaben durchweg positives feedback.

    Aber ich konnte es nicht mehr genießen, ich war völlig durch, und froh, als ich nach Hause gehen konnte, was mir bei Auftritten sonst noch nie passiert ist.

    Sowas finde ich gerade als Amateur frustrierend, denn ich spiele ja nicht jede Woche ein Konzert, und außerdem mache ich das ja aus purem Vergnügen. Wenn das dann zu so einem Stressabend wird, nein Danke.

    Gruß,
    Otfried
     
  12. Gelöschte 11056

    Gelöschte 11056 Guest

    @ Ingwertee: hab ich schon seit längerer Zeit gemacht, trotzdem hats mich dawischt, geht ja aber viell. schneller vorbei.
    Nasentropfen hab ich auch.....
    Danke für die Hinweise!
    Nem
    Aber zum Glück hat man für solche Ausnahmesituationen dann doch überraschenderweise Ressourcen, die einen vor dem völligen Untergang retten.
    Liebe Grüße
    Nem
     
  13. saxhornet

    saxhornet Experte

    Der Zitronensaft macht einen Unterschied, zumindest bei mir. Manchmal ist es auch eine Frage der inneren Energie, die man für den Auftritt aufbringt.
    Ich habe schon Gigs gespielt mit: Lungenentzündung, Gallenkollik, schweren Erkältungen etc.
    Für den Auftritt reicht es, danach ist dann aber für Tage die Luft raus. Empfehlenswert ist so ein Raubbau am Körper aber nicht.

    LG Saxhornet
     
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  14. Werner

    Werner Strebt nach Höherem

    . . . ein relativ brutales Mittel, um Rachen, Hals, Luftröhre, mE auch die Nase frei zu kriegen, ist der schon genannte Ingwer, aber roh, schälen, mit etwas Honig essen wie einen Apfel. Das brennt ne Menge weg. Besonders im Vorfeld zu empfehlen, wenn man merkt, es fängt an.



    http://www.swing-jazz-berlin.de/weihnachtsmusik
     
  15. stefalt

    stefalt Strebt nach Höherem

    Alles hart aber OK, nur was macht man als Bläser bei Husten? Mich hat im letzten Jahr ein total fieser Reizhusten für Wochen nicht losgelassen, da ging eigentlich nix mit Sax, oder gibt es da auch Tipps?

    Grüße
    Stefan (dertzeit noch nicht erkältet, Toi, Toi, Toi)
     
  16. zwar

    zwar Ist fast schon zuhause hier

    richtig starken kaffee mit aspirin, honig und weinbrand drin

    gruß
    zwar
     
  17. Zebra777

    Zebra777 Ist fast schon zuhause hier

    Wenns mal nicht so gut fluppt oder im Rohr rauscht... mach ich trotzdem weiter. Auch ich bin je nach Tagesform mal
    besser, mal schlechter drauf. Normal. Wie schon erwähnt, führt das Spiel des Saxophons dann trotzdem zu einem
    "guten Lebensgefühl". Wie ein Medikament, eine Droge.

    Da ich weiß, dass es nur die Tagesform ist, lass ich mich dadurch nicht aus dem Plan bringen. Ich spiele dann einfach
    nur die Songs, die ich besonders mag. Oder besonders gut kann ;)
     
  18. Jogi

    Jogi Ist fast schon zuhause hier

    Soviel Motivation erwarte ich ehrlich gesagt nicht mal von echten Berufsmusikern. Respekt!
    Wir haben auch schon ohne unsere Sängerin (Die allein schon wegen Ihrer bezaubernden Schönheit der eigentliche Reisser der Band ist) gespielt.
    Wir schickten sie nach dem ersten Lied mit Stimmbandentzündung und Schüttelfrost zum Schlafen in den Vito.
    Wenn man mit anderen gemeinsam spielt gibt's immer einen Weg - zumindest für Hobbymusiker...
    Und für Profis gibt's ja die Künstleragentur.

    Fällt mir ein Witz ein:

    Der Saxophonist ist ausgefallen. Die Band ordert Ersatz bei der Künstleragentur. Es folgt das Bewerbungsgespräch...
    Bandleader: Und, wo haste in der Vergangenheit so gespielt?
    Ersatzmusiker: 3 Tage hier, 3 Tage dort....
    1. Probentag haut ja überhaupt nicht hin - Nur Gequietsche...
    2. Probentag ähnelt dem 1. Probentag - Naja, vielleicht hat er nur 'n schlechten Tag...
    3. Probentag ahnelt dem 2. Probentag - Man nimmt Abschied voneinander.

    Erläuterung der Po Ente: 3 Tage hier, 3 Tage dort.... Naja, vielleicht hat er nur 'n schlechten Tag... :D

    Alkohol und rosa Pillen sind keine Problemlöser! Prominente Beispiele gibt's da genug.
     
  19. saxhornet

    saxhornet Experte

    Yup, wenn man mal ein paar Gigs mit einem Alkoholiker (nicht trocken) gemacht hat, der einen dann super kurzfristig versetzet, wenn das Fernsehen mitschneiden will (aus einem Triokonzert wurde ein Duo: Sax mit Gesang, wäre mit Tenor oder Bariton easy gewesen, weil schon öfters gemacht aber mit Alto war das Hardcore, den Leuten hat es trotzdem super gefallen) oder er die Hälfte seines Equipments vergisst oder in dreckiger Kleidung erscheint, oder wer mal versucht hat einen wichtigen Gig mit einem zugedröhnten Bassisten zu spielen (spielt dann eine Achtel hinter dem Beat), weiss, Drogen und Alkohol in der Musik und bei Mitmusikern bringen es nicht. Ist glücklicherweise lange her und seitdem gelten in meinen Bands was die Themen angeht harte Regeln und wer damit ein Problem hat, wird ja nicht gezwungen mitzuspielen. Ist zumindest für mich als Bandleader so viel stressfreier.

    LG Saxhornet
     
  20. Werner

    Werner Strebt nach Höherem

    Na, auch da würde ich es mit rohem Ingwer probieren. Reizhusten könnte mit bakteriellen Entzündungen zu tun haben, die der Ingwer wegbrennt. Ist aber nur eine Spekulation, ich hatte den Fall noch nicht.


    http://www.swing-jazz-berlin.de/weihnachtsmusik
     
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