Anfänger-Sound Update. Dem Profi-Sound auf die Spur. Mythos #1 – Sound-Seele. Teil 1.

Dieses Thema im Forum "Anfänger Forum" wurde erstellt von Batam, 21.November.2015.

  1. Batam

    Batam Kann einfach nicht wegbleiben

    Anfänger-Sound Update. Dem Profi-Sound auf die Spur. Mythos #1 – Sound-Seele. Teil 1.



    Hallo, liebe Saxfreunde (vor allem Anfänger, Späteinsteiger, Autodidakten)

    Das ist ein erste Thread, (2. wird heißen „Jeder kann improvisieren“) die ich gleichzeitig öffne, genau nach einem Jahr als Sax-Anfänger. Das sind meine Lernerfahrungen bei der Suche nach eigenem Sound – als 100%-er Autodidakt. Meine Erfahrungen sich vor allem an die Späteinsteiger und Autodidakten gerichtet, die evtl. die gleiche Probleme, wie ich haben – bei der Suche nach eigenem Sound. Die Erfahrungen auch in diesem Bereich auszutauschen ist nicht so einfach…Und :

    Die Tipps von Profis werden bei Sound-Suche unbezahlbar!


    Für mich persönlich das wichtigste und schwierigste überhaupt.

    Vorwort zu beiden ist im Thread „Jeder kann improvisieren“ geschrieben. Hier ist ein Auszug aus geplanten Beiträgen zum Thema „Sound“. Das eventuelle „Inhaltverzeichnis“ wird unten aufgelistet.

    Warum haben wir den Schuler-Sound so lange nachdem wir mit dem Spiel angefangen haben?

    Wer kennt das nicht – aller richtig gespielt, der Ansatz relativ stabil, die Intonation stimmt schon einigermaßen, Fingertechnik ausreichend, um einfache Balladen zu spielen, aber unsere Musik gefällt uns nicht – richtig musikalisch, aber total langweilig, gefühlslos… Der Spieler kann das nicht erklären und fragt in Foren ( „was mache ich falsch?“) nach Lösung und kriegt die Antworten, die ich im anderen Thread schon erwähnt habe…Gefühl, Seele usw.

    An dieser Stelle möchte ich ausdrücklich betonen, das Begriffe wie „Feeling“, „Seele…“,“aus dem Bauch heraus…“, „entweder hat man das oder nicht..“ und andere , esoterisch angehauchte Begriffe haben Im Lernprozess nichts zu suchen:

    Hinter jeder Emotion, die bei uns beim Zuhören ausgelöst wird, stehen immer ganz bestimmte Spieltechniken, der ein Profi-Spieler perfekt beherrscht – und nichts mehr!

    Und diese Spieltechniken sind meistens erkennbar und können geübt werden!
    Diese Begriffe demotivieren, entmutigen die Anfänger und suggerieren ihm eine gewisse Minderwertigkeit – er hat ja kein „Feeling“…Besonders schlimm finde ich die Aussagen von Anfänger„wir müssen nicht versuchen so spielen, wie Profis….so was kriegst Du nicht hin usw.“Natürlich wir werden nie so spielen wie Profis aber:

    Der professionelle Sax-Sound ist unser Vorbild, unser Lichtturm und der Weg dorthin ist das Ziel!

    Und schon ein kurzes Nachdenken führt zum traurigen Ergebnis:

    Unser Anfänger-Sound ist im „normalen“ Lernprozess schon vorprogrammiert!

    Und dafür gibt es ganz einfache Erklärung. Wenn wir den Volltrack aus dem Schulheft oder Balladen anhören, stellen wir schnell fest, dass er mit dem klassischem Sound vorgetragen wird. Der ist schon auf Schuler zugeschnitten, das ist ein adaptierter Text beim Fremdsprache-Unterricht. Es wird jeder Aritikulation ausgeschlossen, um den Schuler nicht zu erschrecken – der soll das spielen können.

    Und ich wiederhole an dieser Stelle Zitat vom Larry Teal:

    „The saxophone has for many years been the victim of a popular misconception that it is “easy to play”. This point of view well be corrected with the addition of a single word – “easy to play badly”. The first production of a pseudomusical tone plus mastery of the technical problem involved in playing simple melodies may be accomplished with less effort than on most other wind instruments.”

    Wir merken nicht sofort, dass der Track ist zwar einfach vorgetragen, ist aber professionell gemacht – Dynamik, Vibrato, perfekte Intonation, Luftführung usw. Und das können wir noch überhaupt nicht – ein Vibrato ist sehr schwer zu erlernen, auf Dynamik passen wir nicht auf – Hauptsache richtige Töne in richtigen Tonlängen, das ist alles, was wir wahrnehmen. Und wenn das Obergenannte fehlt – ist unser Ton tot. Auf dieser Weise wird der Performer nie im normalen Leben spielen. Und Impros – streng rhytmisch, ohne jegliche Artikulation…Haben wir die Sax-Solos so in unseren Ohren, als wir uns entschieden haben das zu lernen? Und wenn wir an den Sound nicht denken, und unsere Erfolge an Zahl der Titel messen – haben wir damit diesen Schuler-Sound akzeptiert und fest installiert. Auch ein Lehrer hat nicht immer die Möglichkeit, einem einzigen Anfänger den Sound beizubringen, und vor allem, denke ich, der kann nicht immer erklären wie er das macht – vieles macht er schonunbewusst, genauso können wir nicht erklären, was unsere Zunge beim Sprechen macht…

    Wir müssen unseren Anfänger-Sound selbständig anpacken, unabhängig davon was wir sonst lernen. Und so schnell, wie möglich, damit anfangen – sobald der Ansatz und die Intonation akzeptabel sind!

    Die ganze Jazzgeschichte hat damit angefangen, das die Schwarze unsere Musik nicht richtig spielten! Wie konkret sollen wir unserem Schuler-Sound aufpeppen? Mit welchen Übungen?. Wir müssen uns nur erinnern, woher der Sax überhaupt kam….genau, aus dem Jazz. Also, wir müssen versuchen rauszukriegen mit welchen konkreten Spieltechniken wird der Jazz-Sound produziert, dann diese Techniken in konkreten Übungen übernehmen. Gemeint ist das Nachahmen der menschlichen Stimme. Nach dem genauen Reinhören habe ich für mich folgendes festgestellt: Die wesentliche technische Merkmale kann man aus praktischen Gründen auf drei reduzieren. Der typischer Jazzsound ( ein Ton, eine Note!) läuft so ab:

    Ton-Anfang Ton Ton Ende

    1. Bending -à 2. Dynamik (Bogen) --à 3. Diminuendo + Vibrato-Schwänzchen



    Das muss nicht unbedingt ein Bogen sein, aber Dim+Vibrato-Schwänzchen machen schon viel aus. Ich werde diese Elemente jetzt demonstrieren, die ich mit konkreten Übungen versuche in meinemSound zu installieren. Ich bin weit von der Perfektion, und es ist kein Performance, ich zeige nur was ich meine... Ich habe extra ein Thema aus dem 1. Band von D.Juchem genommen, das viele von Euch schon längst hinter sich haben…

    Ich habe leider mit dem Soundcloud keine Erfahrungen hier ein Link von OneDrive:

    http://1drv.ms/1QAxH79

    Wann soll man damit anfangen, sich von dem Vorbild Volltrack zu trennen! Ich habe damit sofort angefangen, als mein Ansatz und meine Intonation einigermaßen akzeptabel waren. Die ist auch jetzt nicht perfekt, natürlich, aber das kann man doch immer noch üben und gleichzeitig an dem Ton, Artikulation, Phrasierung arbeiten. Ich zumindest habe nicht so viel Zeit bis ich das Instrument „beherrsche“… Warum kann Dir der Lehrer so ein Sound nicht beibringen, der kann das doch?…Aber das ist tatsächlich einem Anfänger schwer zu vermitteln, aber ich denke das ein Profi weiß gar nicht mehr, wie er das macht. Über vielen Jahren Spielpraxis ist dieser Jazz-Sound in Blut, Knochen usw. übergangen. Genauso, wir können nicht erklären, was unsere Zunge beim Sprechen macht.

    1. Bending

    Das ist am einfachsten zu erlernen. Diese Übung hat auch nettes Nebeneffekt – wenn Du noch schlecht intonierst und ein Ton „anfahren“ muss, werden die Zuhörer denken – Du spielst cool Bendings…Ich habe auch geübt, die Bendigs mit Sounds von Profis nachzuahmen.

    Übrigens, die traditionellen Unterrichtsmethoden entstanden zu Zeiten, wo der Einsatz von Medien nicht möglich war. Heutzutage ist es durchaus möglich den traditioneller preußischen Drill beim Üben auch mit dem Nachahmen von Profi-Sound zu ergänzen. Schon in Swing-Ära haben Saxophonisten im Unison mit ihren Vorbildern (Schallplatten) gespielt. Ein alter russische Saxophonist Aleksej Kozlov hat mal gesagt – der schnellste Weg an den Wunschsound zu kommen ist mit deinem Vorbild im Unison zu spielen. Das ist durchaus nachvollziehbar – bei der mehrfachen Wiederholung wird irgendwann dein Ton in den Ton des Tracks einrasten, genauso, wie bei Drone.

    Und genauso wird die Momentaufnahme deines Ansatzes irgendwann auch gespeichert. Ich habe das selbst erlebt – auf einmal versinkt dein Ton in der Melodie und Du nimmst den nicht mehr als dein eigenes wahr. So lernt man das auch in jedem Beruf – „mach so wie Ich…“

    2. Dynamik

    Für Dynamik in diesem Fall (und später für Vibrato-Übung) habe ich ein 4/4 Takt genommen, beim Metronom-Tempo ca. 60 bpm oder weniger. Und den ganzen Bogen so gespielt: 2 Bits crescendo, 2 diminuendo. Und was ich noch für mich festgelegt habe. Beim Spielen kann man verschiedene Blätter ausprobieren, aber zum Üben nehme ich immer Fibracell 2 bei 5C Mundstück. Die Idee dahinter ist die folgende. Es sind bei der Tonerzeugung so viele Variablen beteiligt (Ansatz, Mundhöhle etc) dass zumindest die Kombination Blatt/Mundstück konstant bleibt. Das künstliche Blatt ist sofort einsatzbereit und behält lange seine Eigenschaften. In einem Jahr habe ich 2. Blatt (Preis 15€) Wenn man noch die Zungenposition noch konstant hält (z.B. „E“ deutsch Mittelposition) - jetzt kann man sich komplett auf die Luftführung konzentrieren. Habe zuerst nur 2 Noten – E, F im unteren Register, die sprechen immer gut an und ich habe die auch für Vibrato-Übung genommen.

    3. Vibrato


    Am schwierigsten zu erlernen. Wir immer wieder abgeraten. Immer erst die gerade Töne spielen. Natürlich muss man gerade Töne beherrschen, aber sobald die drin sind –mit Vibrato anfangen, das dauert sehr lange, bis man das hinkriegt. Am besten für mich sind die Übungen von Larry Teal, aber gehen viele andere auch . Und hier braucht nur sozusagen Mini-Vibrato, nur fürs
    Dim-Schwänzchen. Je kürzer die Luftsäule, je höher die Töne desto schwieriger ist das zu bewerkstelligen. Die große Luftsäule gleicht die eventuellen Stufen aus. Und diese Stufen hat man zuerst haufenweise…. Deswegen F und E, das reicht zuerst. Habe so geübt, wo es überall geschrieben wird, aber reduziert nur auf zwei Bits 3.und 4. Also 1.2. gerade -> 3.4. Vibrato bei 60 Bpm. Also mein erstes Ziel war 4 x Bit, also insgesamt 8 Wellen. Wenn man diese 8 aufs Diminuendo „draufsetzt“ hört man ersten 3-4, Rest muss ausklingen. Ist aber echt schwierig…
    Dann habe ich aus „Petite Fleur“ (Klarinette) nur aus ersten 2 Tönen eine Schleife gemacht und dann geübt. Die Klarinettisten machen das vorbildlich…

    Danach alle 3 Elemente zusammen in einem Ton üben, und dann alles mögliches damit üben –Tonleiter z.B. Ich habe vor kurzem auch mit Dronen kombiniert – sehr gute Kombination zu Intonation und Dreiklängen…

    Und das wichtigste – Man muss dieser Schuler-Sound aus dem Kopf ausradieren. Die Festplatte neu formatieren. Und nie wieder genau 1:1 die Noten spielen, die Tonlängen nicht zu genau nehmen…usw…einfache Themen jazzig gespielt hören sich viel besser an, als technisch komplizierte mit dem Schuler-Sound…

    Wenn es weiter gehen soll, dann ist das eventuelle Inhaltverzeichnis:

    1. Dem Profi-Sound auf der Spur - 7 glorreichen Techniken, die Profis perfekt beherrschen, kann man dahinter kommen? Die Sound-Seele auseinander nehmen, in Einzelteilen zerlegen, gezielt üben, zusammenschrauben, auf eigenen Sound auftragen. nicht „Was mache ich falsch?“, sondern „Das mache ich falsch!“


    Übung ganz konkret - Übe nur das, was demnächst angewendet wird!
    2.Ansatz - Suche. Unterwegs mit Davi Liebmann und Ben Britton.

    Devis Trick zum satten Sound - was meint er damit?

    3. Ansatz auch ohne Sax fit halten - Lippenmuskel trainieren (modifiziert nach Larry Teal)

    4. Im Unison mit Profi spielen - was bringt das?

    5. Sound Live-Übungen - mit Sound-Loops die Profis nachahmen

    6. Musiktitel als Sound-Übungsplatz - an eigenem erlernten Titel Sound gezielt tunen-nie wieder nach dem Notentext „richtig“ spielen!



    Schönes Wochenende und Keep Swing’in



    Johannes
     
    Zuletzt bearbeitet: 21.November.2015
  2. bebob99

    bebob99 Strebt nach Höherem

    Danke für Deine Erfahrungen, aber an der Stelle hast Du Die Geschichte wohl etwas zu verkürzt dargestellt. Adolphe Sax hat klassische Klarinette uns Flöte studiert (gab ja auch damals noch nichts moderneres) und hat das Patent auf sein Saxophon 1846 bekommen. Es wurde erfunden, um damit in der Militärmusik zu spielen. Der Jazz wurde erst 50 Jahre später in den amerikanischen Südstaaten "erfunden". Das Saxophon trat im Jazz auch erst Anfang der 1920er Jahre prominent auf, also etwa 70 Jahre nach Erfindung dieses Instruments.

    In den grundlegenden Saxophon Unterrichts Materialien (Klosé, de Ville, Mayeur, ..) taucht der Jazz schon deshalb nicht auf, weil es den zu der Zeit als die geschrieben wurden noch gar nicht gab.

    Insofern ist die Idee Saxophon "klassisch" mit geradem und klaren Ton zu spielen nicht eine Laune der Lehrer oder eine Methode den Schülern möglichst umfassend einen "coolen" Ton abzugewöhnen, sondern die "eigentliche" Art das Instrument zu spielen. Dass das eventuell nicht so klingt wie "unsere Vorbilder" liegt dann allerdings nicht am Instrument, sondern daran, wen man sich als Vorbild nimmt.

    Saxophon und Jazz werden (auch hier) so oft gemeinsam in einem Satz genannt, dass man schon den Eindruck gewinnen könnte, das wäre die einzig richtige Saxophon zu spielen. Es ist aber nur eine Methode von vielen. Es ist jedenfalls eine gute Idee zuerst einmal zu lernen verlässlich "geradeaus" zu fahren, ehe man anfängt waghalsige Kurven Manöver zu spielen. Anderenfalls klingt das schnell unkontrolliert. Man kann mit solchen Effekten aber leicht Schwächen in der Tonformung überspielen. Insofern verzeiht Jazz vermutlich mehr Fehler und es klingt immer noch "halbwegs richtig". Im schlimmsten Fall ist es eben die persönliche Art es so zu spielen, also Kunst.

    Ein Profi kann Bending und Effekte deshalb gezielt und nuanciert einsetzen, weil er davor gelernt hat, den Ton jederzeit punktgenau und gerade anzuspielen. Da hat man dann eine Basis von der aus man sicher in jede Richtung operieren kann.

    Was allerdings den "quäkigen Anfängerton" angeht, das hat nichts mit fehlender Jazz Artikulation zu tun, sondern liegt schlicht daran, dass man noch nicht in der Lage ist, das Schwingen des Blattes und die Form der "Hüllkurve" selbst zu kontrollieren. Ein-Aus.

    Ein geübter Spieler kann einerseits das Oberton Spektrum des Tons variieren, also mit dem gleichen Blatt schärfer oder weicher klingen als auch dem Ton gezielt eine "Form" geben, nicht mehr nur ein-aus. Man macht aus den eckigen Lego Klötzen des Anfängers mit der Zeit Perlen an einer Schnur.

    Ob nun Bendings dazu kommen sollen, oder Vibrato, hängt dann nur von der Stilrichtung ab. Kann man, muss man aber nicht. Einen geübten Spieler kennt man trotzdem blind von einem Anfänger auseinander. Mit oder ohne Vibrato und mit oder ohne Bendings.
     
    Mini, 47tmb, Roman_Albert und 9 anderen gefällt das.
  3. saxhornet

    saxhornet Experte

    Das sehe ich anders, es gibt technisch meisterhafte Spieler, deren Klang mich total kalt lässt oder wo ich die Melodien, die sie spielen mag, aber mir der Sound nicht wirklich gefällt. Es ist mehr als nur Spieltechnik.

    Auch das stimmt doch so nicht. In einigen Heften klingen die Saxophonisten besser in anderen schlechter. Und oft ist es auch noch eine Frage des Geschmacks.
    Auch das kann ich nicht bestätigen. Bei manchen Aufnahmen mal mehr bei anderen weniger

    Du solltest Dich eindeutig nochmal mit Musikgeschichte auseinandersetzen, das ist leider einfach nicht richtig.

    Es gibt keinen Jazzsound. Jazz ist eine Stilistik und in dieser Stilistik gibt es keinen vorgeschriebenen Klang für das Saxophon, deswegen gibt es auch so viele vollkommen unterschiedlich klingende Saxophonisten, worüber ich auch extrem froh bin.
    Das Sax ist ähnlich modulationsfähig aber das ist nicht wirklich das Ziel.

    Sorry aber das trifft so nicht zu. Wie ich schon sagte, den Jazzsound gibt es nicht und:

    Bending: Gerade Anfänger machen viel zu viel Bending. Gerade auch, wenn sie nicht in der Lage sind Unterkiefer und Zunge zu entkoppeln (sonst klingt es wie beim Seehund). Gerade das viele Bending lässt es manchmal so schlimm klingen. Bending ist ein Effekt und der nutzt sich extrem schnell ab, deswegen muss er gezielt angewendet werden und nicht dauernd. Allein schon der Fakt, daß Bending sowohl mit dem Kiefer als auch dem Hals ausgeführt werden kann, macht es zu einer Sache, die Anfänger meiden sollten, bis sie mehr Kontrolle erlangt haben, es bewusst wirklich einsetzen, nicht dauernd gebrauchen und zur korrekten Tonhöhe zurückkehren können.

    Dynamik: Ich weiss nicht was Du mit Bogen meinst. Dynamik ist wichtig aber nicht das Hauptelement eines guten Tons, aber wichtig.

    Diminuendo und Vibrato: hat beides nichts miteinander zu tun. Es gibt 2 Möglichkeiten den Ton zu beenden, mit der Zunge ans Blatt, dann wird der Ton sofort beendet und das klingt fast wie abgeschnitten oder durch Wegnehmen der Luft, was etwas sanfter klingt, von einem Diminuendo würde ich da aber nicht reden. Und Vibrato ist wieder ein Effekt, der gezielt gelernt werden muss und wo man auch wissen muss wie und wann er Sinn macht. Dauernd Vibrato klingt nicht automatisch gut und Vibrato am Ende des Tons macht schon als grundsätzliches Konzept keinen Sinn.

    Kann er doch, nur erfährst Du das nicht als Autodidakt, der sein Wissen nur über Bücher und übers Internet versucht sich zusammenzusammeln.
    Was macht ein Logopäde?

    Noch mehr bei dem man sehr vorsichtig sein sollte. Bending ist nicht so einfach, da es unterschiedliche Arten gibt wie man Bendings ausführt. Auch darf die Zungenbewegung nicht mit Bendings gekoppelt sein, sondern muss unabhängig davon arbeiten können. Schlechte Intonation und Bendings lassen übrigends nicht die Leute denken, wow, der spielt coole Bendings, sondern: Wow, der spielt ja schräg und hat den Sound gar nicht unter Kontrolle. Das klingt ganz schnell nach Seehund und ist bei Anfängern ein häufiger Fehler. Dauernd Bending allein ist schlimm, gepaart mit schlechter Intonation wird das richtig fies für den Zuhörer.

    Als Dynamikübung würde ich sowas Niemandem am Anfang empfehlen. Und mit einem Plastikblatt kannst Du auch Ärger haben wie mit einem Holzblatt.

    Auch das würde ich Anfängern so für Vibrato am Anfang nie empfehlen.


    Ja Sound ist eine Frage dessen was im Kopf mit stattfindet. Aber man muss beides können, ein Thema spielen können wie es dasteht (wenn man z.B. mal mit anderen zusammenspielt) und es interpretieren zu können.

    Ganz ernsthaft, Du solltest Unterricht nehmen, da die Gefahr besteht, daß Du Dir versuchst Dinge falsch zu erklären und die falschen Zusammenhänge ziehst.
    Wenn ich schon lese, 7 glorreiche Techniken, die Profis perfekt beherrschen, halte ich das für eine Werbeprosa wie sie bei Musik nicht weniger Sinn machen könnte, sowas würde ich gegenüber einem Schüler nie formulieren.

    Sound hat viel mit der eigenen Klangvorstellung, Hörerfahrung und Übung zu tun. Die Stütze muss sich entwickeln genauso wie die Fähigkeit Töne korrekt zu voicen (über Hals und Zunge z.B.) oder die Klangfarbe zu beeinflussen. Genauso wie das Ohr erstmal lernen muss Unterschiede wahrzunehmen. Auch der Ansatz braucht seine Zeit, um sich ausreichend zu entwickeln und gerade Bendings und Vibrato können einen üblen Einfluss haben, wenn man da nicht weiss was man tut und worauf man achten muss. Auch das Thema Dynamik ist nicht ohne, da durch die Dynamik wie bei den meisten Blasinstrumenten nebenbei auch die Intonation beeinflusst wird.
    LG Saxhornet
     
    Zuletzt bearbeitet: 22.November.2015
    wdh, Bereckis, Jazzica und 9 anderen gefällt das.
  4. Wuffy

    Wuffy Gehört zum Inventar

    Hochinteressant :)...ohne weitere Worte ;)
     
  5. bebob99

    bebob99 Strebt nach Höherem

    Hallo @Batam ,
    mit Deinen Schlussfolgerungen sind einige hier nicht ganz so einverstanden. Zu Deinen Sound Samples hat aber bisher keiner etwas gesagt. Das möchte ich jetzt nachholen, auch wenn es nicht ausdrücklich im "bitte kritisieren" Bereich steht. Immerhin ist es ja die akustische Bestätigung zu Deiner Methode.

    Die gute Nachricht:

    Für erst ein Jahr Sax klingt das ganz ordentlich. Das "Feeling" scheinst Du zu haben ;). Die beiden Stücke kommen überzeugend und man merkt, dass Du an der Tonformung viel gearbeitet hast. Das typische "gequake" ist jedenfalls nicht zu hören. Die Töne sprechen sicher an und am Tonende ist es kontrolliert und nicht einfach weg. Die Artikulation und das Timing sind stimmig. Dickes Lob für so viel erreichte Qualität in nur einem Jahr.
    :applaus:


    Die schlechte(?) Nachricht:

    Es klingt immer noch sehr nach Anfänger. Das liegt in erster Linie daran, dass die Intonation bei einigen Tönen grob daneben liegt und die Intervalle dadurch nicht stimmen. An etlichen Stellen eiert der Ton scheinbar unkontrolliert um eine unbestimmte Mitte.

    Hier hast Du sicher die nächsten Jahr noch Verbesserungspotenzial. Lass das mal mit dem Bending und versuche die Töne gerade und treffsicher richtig zu intonieren. Du hast schon gute Voraussetztungen geschaffen.
     
    wdh und Gelöschtes Mitglied 5328 gefällt das.
  6. Batam

    Batam Kann einfach nicht wegbleiben

    Hier ein Video, leider auf russisch, der spricht von Tonanfang
    und 2 Arten Ton zu beenden. Ab ca.2:05 zeigt er Diminuendo
    mit Vibrato, so wie ich das meine, aber noch nicht kann...

     
  7. Batam

    Batam Kann einfach nicht wegbleiben

    @Bepop

    Vielen Dank für die Bewertung...Die Bendings habe ich , leider, übertrieben gespielt um zu zeigen, was ich damit meine...Schliesslich habe ich das für Anfänger gedacht

    Zitat von Saxhornet:

    Ganz ernsthaft, Du solltest Unterricht nehmen, da die Gefahr besteht, daß Du Dir versuchst Dinge falsch zu erklären und die falschen Zusammenhänge ziehst.
    Wenn ich schon lese, 7 glorreiche Techniken, die Profis perfekt beherrschen, halte ich das für eine Werbeprosa wie sie bei Musik nicht weniger Sinn machen könnte, sowas würde ich gegenüber einem Schüler nie formulieren.


    Habe ich einen Lehrer gehabt, kommt aus Klassik. Hat mir sofort gesagt, den Ansatz und Sound kann er mir nicht beibringen...Ich soll die lange Töne spielen. Und später ist er nie
    auf mein Sound eingegangen, und wenn ich ihn direkt danach fragte, ob mein Ton sich
    gebessert hat - war die Antwort, das geht schon, ist besser..Du darfst aber nichts auswendig lernen(kannst du sowieso nicht alles merken...) nicht nach Gehör spielen, nur vom Blatt usw.
    Deswegen bin ich Audodidakt, was den Sound angeht...Noten lesen und Fingertechnik -
    hier ist zumindest klar, was und wie ich üben muss, beim Sound ist aber nicht so...

    Mit diesen 7 Techniken ist aber nicht dramatisches...Das sind die gleiche die in jedem Lehrbuch stehen - Ansatz, Intonation, Tonanfang, Tonende, Vibrato usw.

    Nur ich habe fast an jeder Stelle meine Defizite erkannt - d.h. ich weiß ungefähr was ich falsch mache und wollte von Profis Tipps bekommen, wie ich das ab beste übe...Ich habe
    auch viel mit Ansatz exprerimentiert, Dave Liebmann durchstudiert...Das wollte ich in
    Detalis auseinandernehmen und mit Eure Hilfe weiter kommen...Ich will doch nicht als
    Anfänger hier irgendwelche Konzepte darstellen...Halte ich für selbstverständlich...

    Mit dem "Jazz-Sound" habe ich absichtlich vereinfacht dargestellt. Ich kenne mich schon in
    Jazzgeschichte ein wenig aus...Dieses Sound, so wie das vor Bepop kultiviert was - J. Hodges,
    C.Hawkins, Ben Webster u.a. habe ich ungefähr als mögliches Vorbild, um die Jazzballaden
    damit zu verschönern. Und die von mir genannte Techniken sind da nicht zu überhören,
    sogar in extremen Formen, was heutzutage nicht mehr im Trend ist...

    Aber vielen Dank für Feedbacks, ich werde meine Denkfehler bestimmt korrigieren und ich werde natürlich weiter nach einem Lehrer suchen, der mir auch mit dem Sound helfen kann..

    Schöne Grüße

    Johannes
     
  8. Roland

    Roland Gehört zum Inventar

    Autsch, da sollte man eigentlich anfangen. Sound ist das allererste, was die Leute wahrnehmen. Ein Grund zum wechseln.

    Nochmal Autsch. Klassik hin oder her, aber wenn ich sowas lese, da rollen sich die Zehennägel hoch. Noch ein Grund zum wechseln.


    Kommt der von der Klarinette und spielt Sax nebenbei!?

    Grüße
    Roland
     
    Bereckis, kokisax, Isachar und 2 anderen gefällt das.
  9. giuseppe

    giuseppe Gehört zum Inventar

    Liebmann klingt nach einem guten Start. Die Vorstellung, durch meistern der obertonübungen mittels voicing (d.h. Ohne nennenswerte ansatzveränderungen) steuern zu lernen, welche Obertöne in deinem Sound mitklingen, ist ein gutes Ziel an dem man gut ein Leben lang dran arbeiten kann. Der andere Kram (artikulation, vibrato, bending) ist auch wichtig, gehört aber in eine andere Schublade als Sound, finde ich zumindest.
    Aber vielleicht meinst du eher Jazz-Artikulation wenn du Jazz-Sound schreibst?
     
    Zuletzt bearbeitet: 22.November.2015
  10. GelöschtesMitglied4288

    GelöschtesMitglied4288 Guest

    Viel Mühe hast du dir da gemacht und @saxhornet auch, indem er so ausführlich auf all deine Punkte eingegangen ist. Mir war das ehrlich gesagt zu zeitaufwendig. Aber ich empfinde genauso wie er. Such dir einen guten Lehrer. Vielleicht war der erste nicht der allerbeste....
    Hast du das mit den gruseligen Bendings extra in deinen Aufnahmen gemacht? Sorry, aber ich reagiere inzwischen fast allergisch darauf. Ich "verbiete" das all meinen Schülern am Anfang, denn es klingt einfach nur schaurig, wenn sie nicht gekonnt sind. Und wenn man sie denn spielen kann, sollten sie wohl dosiert sein!

    Auch wenn mir vieles bei deiner Argumentation durcheinander läuft, finde ich deine Mühe bemerkenswert. Aber so einfach ist die Sache dann doch nicht, meine ich.
     
    wdh, Bereckis, Juju und 2 anderen gefällt das.
  11. Gelöschtes Mitglied 5328

    Gelöschtes Mitglied 5328 Guest

    +1 @jazzwoman

    Vor allem sollten das Anfänger sehr kritisch hinterfragen und nicht als Anleitung verstehen...

    Sich von Anfang mit dem "Sound" intensiv auseinanderzusetzen halte ich allerdings für sehr wichtig.....am besten mit einem kompetenten Lehrer....

    CzG

    Dreas
     
    wdh gefällt das.
  12. Batam

    Batam Kann einfach nicht wegbleiben

    Kommt der von der Klarinette und spielt Sax nebenbei!?

    Von Klarinette...viele Jahre in Syn. Orchester...
     
  13. Juju

    Juju Strebt nach Höherem

    Ich kann eigentlich nur alles unterstützen, was schon gesagt worden ist, besonders auch, was die Bendings angeht - da halte ich es mit den Vorrednern - @jazzwoman: Ja, allergisch, genau das, so geht mir das auch!
    Johannes, gewöhn Dir das ganz schnell wieder ab, bevor es automatisiert ist! Erstmal gerade Töne richtig intonieren, dann kann man anfangen, über den Rest nachzudenken! Such Dir einen anderen Lehrer. Nur weil der erste nicht so toll war, heißt das ja nicht, dass man nur auf dem autodidaktischen Wege das lernen kann, was Dir vorschwebt. Im Gegenteil!
    Witzigerweise hatten mein Mann und ich zwei Tage bevor dieser Thread aufgetaucht ist genau die Diskussion darüber, warum so viele Anfänger/ Amateure das mit den schaurigen Bendings machen. Dave meinte, sie machen es unbewusst und realisieren das erst, wie schlimm das ist, wenn man ihnen Aufnahmen davon vorspielt. Ich war der Meinung, sie machen es vielleicht bewusst, weil sie denken, dass es irgendwie "jazzy" und deswegen cool ist. Vielleicht gibt es beide Gruppen...
    LG Juju
     
  14. Gelöschtes Mitglied 5328

    Gelöschtes Mitglied 5328 Guest

    @Juju

    Es ist beides....mit Bending kannst (durchaus auch unbewusst) die Schwäche kaschieren, daß es Dir nicht gelingt den Ton sauber zu treffen...und dann hörst Du Dir das an und findest es cool....

    Ich hatte auch so eine Phase, glücklicherweise nur ganz kurz...mein Lehrer machte mich darauf aufmerksam...

    Einmal angewöhnt, sehr schwierig wieder rauszukommen....

    Bending ist m. E. ein Stilmittel und sollte als solches auch nur gezielt und sparsam eingesetzt werden...

    CzG

    Dreas
     
    kokisax und Juju gefällt das.
  15. macpom

    macpom Ist fast schon zuhause hier

    Als Anfänger ist Bending quasi eingebaut. Ging mir auch so. Man steht halt am Anfang. Kann aber schön bluesig klingen.
    Heute muss ich mich richtig drauf konzentrieren, um es schön leiern zu lassen. Der Ton hat sich stabilisiert.

    Aber den Sound mit in den Fokus zu setzen ist wichtig. Für mich auch ganz weit oben. Und auch als Autodidakt kann es super werden. Gute Lehrer sind nicht einfach zu finden. Und ob es Sinn macht, es mit einem weniger guten Lehrer zu lernen, da bin ich unsicher.

    Andreas
     
  16. giuseppe

    giuseppe Gehört zum Inventar

    Die Bending-Krankheit hatte ich früher auch mal, wie wahrscheinlich viele. Die Durchseuchung ist immens. Durch Immunität kann man sie in der Regel nicht zweimal kriegen, es gibt aber chronifizierte Verläufe. Bei anderen heilt sie aus, manche werden aber allergisch. So schlimm muss es aber nicht kommen. :)

    Ich verstehe glaub ich ganz gut, worauf du hinaus willst, gerade wenn die von Hawkins oder Webster sprichst. Die alten Jungs mit dem großen, raumfüllenden Tenorsound, weicher Ansatz mit viel Flexibilität und durchaus relativ viel Verwendung von Bendings.


    Es gibt hier aber einen schmalen Grat zwischen großem Kino und bad taste. Das super-schnulzige expressive Spiel mit Bendings, wechselndem Vibrato und emotionalen Artikulationen funktioniert nur, wenn eine sehr gute, stabile Intonation und ein großer Sound als Basis dahinerstehen. Und selbst dann werden es viele vielleicht als zu schnulzig und expressiv in der heutigen Zeit empfinden (Mode) - man muss schon extrem überzeugend sein. Wenn du die gleichen Stilmittel auf einen mäßigen Sound und eine wackelige Intonation packst, kann es sehr unerfreulich werden. Hör mal hin, wieviele Töne Bean und Webster NICHT benden, sondern relativ sauber artikulieren und intonieren, und was sie hier für einen überzeugenden Sound haben.

    Wenn sich ein Anfänger mit Ben Webster vergleicht, stechen ihm vielleicht die Stilmittel wie Bendings und Vibrato als offensichtlichste Unterschiede ins Auge.
    Wenn sich ein Fortgeschrittener mit Ben Webster vergleicht, stechen ihm die Unterschiede im eigentlichen Sound, in der Intonation und in der Artikulation schnellerer Passagen ins Auge. Die Bending-Phase hat er schon hinter sich, der Effekt ist für ihn bisschen ausgebrannt.
    Du sagst: "Warum sollte ich in diesem Punkt nicht meine Idole kopieren" und hast recht. Kopieren ist gut, nachmachen ist der Goldweg im Jazz, Angst sich zu blamieren ist fehl am Platz. (Wer Angst hat, Peinlichkeiten zu produzieren, riskiert seine Improvisationsfähigkeiten zu töten. Der ehrliche und selbstbewusste Umgang mit den eigenen Peinlichkeiten ist in allen Lebenslagen ein guter Lehrmeister).
    Man sollte aber ein offenes Ohr für die Wahrnehmungen anderer behalten, denn durch Hinterfragen fremder Empfindungen kann man mindestens genauso viel lernen.
    Und das Bending ist ein gutes Beispiel, denn es gibt kaum jemand, der nicht eine mehr oder weniger starke Bending-Phase durchläuft, und kaum jemand, der das später, wenn er alte Aufnahmen von sich hört, immer noch gut findet. Und hier hilft halt der richtige Lehrer, es können aber auch Mitmusizierende oder Freunde sein, die einem ehrlich die Meinung sagen.

    Unabhängig von alledem finde ich das, was du eingestellt hast, durchaus stimmig und ansprechend, der Sound ist gut! Wenn ich herauspicken müsste, was mir am wenigsten gefällt, dann ist es die mäßige Intonation mancher Töne. Es klingt ein bisschen so, als müsstest du die Intonation deines Horns ein bisschen besser kennenlernen. Daran würd ich arbeiten. Wenn die Töne ins Schwarze treffen kannst du ja noch mal schauen, ob dein Bending von anderen als störend empfunden wird.
     
    Bereckis und Saxophonia gefällt das.
  17. saxhornet

    saxhornet Experte

    @Batam:
    Du scheinst Pech mit deinem Lehrer zu haben. Es ist gut wenn Du Dich für deinen Sound interessierst und wissen willst wie Du ihn verbesserst und gerne werden Dir Leute im Forum helfen.
    Es wäre nur einfacher, wenn Du dann Fragen stellst anstatt eine Abhandlung zu schreiben, die wirkt als wenn Du anderen erklären willst was relevant ist und was sie machen müssen.

    Warte nicht so lange, sondern stell deine Fragen einfach hier im Forum frühzeitig und dann kann Dir das Forum auch besser und eher helfen. Fragen stellen ist immer schlau und sorgt dafür, daß man die Dinge manchmal schneller ins richtige Licht setzen kann.

    LG Saxhornet
     
    last, Bereckis, giuseppe und 3 anderen gefällt das.
  18. Roland

    Roland Gehört zum Inventar

    Immer wieder traurig, wenn Vorurteile bestätigt werden ....

    Grüße
    Roland
     
    Bereckis gefällt das.
  19. Roland

    Roland Gehört zum Inventar

    Zum Thema 'Bending':

    Immer wieder nervend, wenn man seine Instrumente einstimmen will und Leute fünf Anläufe brauchen, um einen geraden Ton zu spielen, damit man hören kann, ob die Stimmung passt.

    Also: Man sollte schon einen geraden Ton spielen können. Und dann u.U. Bending gezielt einsetzen. Wenn man nicht gerade zwischendurch Klassik spielt.

    In der Big Band muss ich Phrasierung und Artikulation so machen, wie es im Zweifelsfall der/die Lead vorgibt. Das kann gerade, Bending, Vibrato, Fall, wasweisich sein, aber ich muss es beherrschen können. Bewusst Phrasierung gestalten, das impliziert auch eine definierte Tonlänge.


    Die Basis ist das Fundament jeder Grundlage! :)


    Grüße
    Roland
     
    giuseppe und 47tmb gefällt das.
  20. 47tmb

    47tmb Gehört zum Inventar

    Wobei auch da der Unterschied zwischen Theorie und Praxis in der Praxis größer ist als in der Theorie.
     
    giuseppe gefällt das.
  1. Diese Seite verwendet Cookies, um Inhalte zu personalisieren, diese deiner Erfahrung anzupassen und dich nach der Registrierung angemeldet zu halten.
    Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies.
    Information ausblenden