Kirchentonarten - Buchtipp

Dieses Thema im Forum "Anfänger Forum" wurde erstellt von stefalt, 10.August.2015.

  1. stefalt

    stefalt Strebt nach Höherem

    @Dreas

    Dankeschön für die Info, dann wage ich mich wohl doch endlich an den Sikora, man braucht ja auch nicht 1000 Bücher zum selben Thema.

    @bluefrog

    Am Bodensee in den Strandbädern wäre auch Platz für A4;)

    Gr. STEFAN
     
  2. saxhornet

    saxhornet Experte

    Ich würde die 2 Bände Haunschild zusätzliche kaufen. Der Sikora ist nett aber nicht alles ist da optimal erklärt. In der Kombi dürftest Du da dann gut versorgt sein.
    LG Saxhornet
     
  3. bluefrog

    bluefrog Strebt nach Höherem

    Saxhornet hat Recht. Ich habe immer wieder festgestellt, dass es nicht schaden kann, verschiedene Darstellungen eines bestimmten Fachgebiets zur Verfügung zu haben, vor allem wenn man sich die Materie nur aus Büchern aneignet. Häufig versteht man eine Formulierung in Buch A nicht, findet es dann aber in Buch B so dargestellt , dass es klar wird.

    LG Helmut
     
  4. Batam

    Batam Kann einfach nicht wegbleiben

    Hallo, Mitforisten

    @stefalt

    Aber rein praktisch gesehen, reicht zuerst das Wissen - welche Töne werden für die Improvisation als "passend" empfunden. Und die haben ein bestimmtes Urspung. Das ist viel einfacher nachzuschlagen, als dies theoretisch zu begründen.
    Diese Tonfolgen (Licks, Akkorde und Tonleiter) werden bei bestimmten Akkordfolgen für die
    Impros passend klingeln. Aus diesen bekannten Tönen kann man dann eigene Impro-Licks produzieren. Und das sind fürs Einstieg in Impovisation schon viele Kombinationen bekannt. So kenne ich das aus der Jazz-Gitarre, das wird auch beim Sax nicht anders sein. Sehr vereinfacht dargestellt:


    Z.B.


    - Zu moll-Akkorden werden die entsprechende scalen dorisch gespielt + Pentatoniken
    - Zu Dominantseptakkorden - mixolydisch
    - zu Dur - Akkorden - Dur- Tonleiter und entsprechende Pentatoniken


    Beispiel 1. Tonart A-moll, Kadenz I-IV-V-I -> Am(Tonika) - Dm(Subdominante) - E7 (Dominantseptakkord)

    Stoff für Impos können dann so aussehen:

    Zerlegte Akkorde : A-moll, D-moll, E-Septakkord

    Tonleiter - A-moll, A-moll -Pentatonik (evtl. Bluescala oder Blues-Pentatonik)

    Tonleiter A-dorisch (zur A-moll Akkord gespielt) D-dorisch (zu Dm Akkord)

    E-mixolydisch ( zu E7 gespielt). Also jede Mengen von Tonfolgen und Licks vorhanden.


    Beispiel 2. Tonart C-Dur Kadenz wie oben. C-F-G7-C


    Stoff:


    Akkorde: C-Dur, F-Dur, G-Septakkord


    Tonleiter: C-dur Tonleiter, C-dur -Pentatonik, G-Mixolydisch (zu G7 gespielt)


    Bei diesen einfachen Harmonien kann man natürlich viel aus dem Kopf improvisieren. Dann stellt sich schnell raus, dass die Licks, die nach Gehör und Harmonie-Gefühl entstanden sind fast komplett aus diesen o.g. Tönen bestehen.


    Es wird natürlich komplizierter beim modernen Jazz-Kadenzen, da kommen noch etliche Scalen dazu (Bepop Scalen z.B.) aber das Prinzip bleibt - zu jeder Akkord und Kadenz sind in der Praxisbestimmte Scalen "zuständig".


    Die o.g.Scalen (Modi) kann man natürlich selbst aufschreiben, denn die Intervalen sind ja bekannt, aber einfacher wäre es, nachzuschlagen. Ich habe das für Sax nur im Buch von D. Juchem "Sax-Improvisation" gesehen. Als Anhang - häufigste Akkorde und dazu gehörige Scalen aufgelistet.


    Schöne Grüße


    Johannes
     
    Zuletzt bearbeitet: 25.November.2015
  5. saxhornet

    saxhornet Experte

    So einfach ist es nicht. Die Wahl der Skala hängt ab, vom gewünschten Sound und der Funktion des Akkords.

    Da wird gerne auch A äolisch oder A melodisch Moll und selten sogar auch A Harmonisch Moll gespielt

    mixolydisch ist hier eher unüblich, da für den Mollsound eher die b9 gefragt ist. Deswegen ist es eher üblich HM 5 oder alteriert oder HT GT in einer Mollverbindung für die Dominante zu wählen.

    Man kommt gut ohne Bebop Skalen aus, es ist aber schon bei den normalen Harmonien etwas komplizierter manchmal.


    LG Saxhornet
     
  6. Batam

    Batam Kann einfach nicht wegbleiben

    @saxhornet

    Zitat von Batam:
    Sehr vereinfacht dargestellt:!!

    Zitat von Saxhornet:
    mixolydisch ist hier eher unüblich, da für den Mollsound eher die b9 gefragt ist.

    Bei dieser Schlager-Kadenz wird G-mixolydisch bestimmt hinhauen.

    Und im E7/b9 ist, glaube ich, E7 schon drin. Und das war auch nur ein ganz
    einfaches Beispiel - das Prinzip hast Du nun mit einer modernen Erweiterung bestätigt.
    Ich sehe da keinen Widerspruch.

    Gruß
    Johannes
     
  7. Batam

    Batam Kann einfach nicht wegbleiben

    Ein Beispiel:

    Wird mit diesen Tönen improvisiert, wird alles sicher sitzen...Die Profis können natürlich hier richtig austoben
    mit erweiterten Akkorden und Scalen. Aber, als Anfänger kann man hier das Prinzip erkennen. So kann man
    alles, was wir als Anfänger spielen, nach der oben stehenden Akkorden die Bausteine für eigene Impros
    zusammenstellen.

    upload_2015-11-25_19-54-27.png
     
  8. Viper

    Viper Ist fast schon zuhause hier

    ...so, und diese beiden Bände habe ich mir heute endlich besorgt.:biggrin:
    Danke für den Tipp!:thumbsup:

    Viele Grüße:happy:
    klaus
     
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