Wie sollte man sich ein Stück erarbeiten

Dieses Thema im Forum "Anfänger Forum" wurde erstellt von Gelöschtes Mitglied 11184, 11.September.2016.

  1. Gelöschtes Mitglied1288

    Gelöschtes Mitglied1288 Guest

    Ich habe jetzt nicht alles gelesen, bin über einige Posts nur mal so drübergeflogen. Habe aber beim Fliegen einige gute Ideen, Methoden und Vorgehensweise gelesen, die ich teilweise auch so mache, bzw. durchaus mal erprobenswert sind. Generell ist es ja so, dass jede/r seine/ihre eigene Herangehensweise hat und deshalb hier mal die meinige:
    Wenn ich mir ein Stück erarbeite (ich gehe jetzt von einem popularmusikalischen Werk aus), lerne ich zunächst mal das Thema auswendig. Danach spiele ich, um die harmonische Fortschreitung, den harm. Bogen zu hören nur mal die Grundtöne der Akkorde. Das kann man gut mit einer Timingübung kombinieren und den Grundton immer auf die 1, dann auf die 2....später dann die 1+, 2+.....spielen. Dasselbe mache ich dann mit den rstlichen Akkordtönen noch. Danach kommen erst die Arpeggien. Das mache ich im Übrgien bei allen Songs so, auch wenn es sich um einen schon 1000-mal gehörten Blues mit drei Akkorden handelt.

    Danach probiere ich meistens, rein spaßeshalber, den Song auch mal in anderen Tonarten zu spielen....ja und dann improvisiere ich natürlich per melodischer Variation, Akkordtönen etc. pp. über den Song.

    ....so und jetzt muss'sch selber mal üben....
     
  2. Roland

    Roland Gehört zum Inventar

    Wenn ich ein Stück wirklich kenne: Normalerweise habe ich die Melodie im Kopf incl. Harmonien. Ich kann also, wenn ich mal Wartezeit habe, statt auf einem - noch anzuschaffenden - Smartphone herumzudaddeln, gleich eine Art Jazz-Quartett im Kopf improvisieren. Wenn ich das nicht kann, merke ich, dass mir an dieser Stelle was fehlt, harmonisch oder melodisch.

    Vorteil: Seinen Kopf hat man immer dabei.
    Nachteil: Wenn der Fuß im Rhythmus der Musik im Kopf mit wippt, wird das von Außenstehenden mitunter für eine motorische Störung gehalten.

    Psychologe:"Ich beobachte ihren Fuß. Ihre innere Unruhe, möchten sie davon erzählen? Hat das etwas mit ihrem Verhältnis zu ihrer Mutter zu tun?"
    Patient: "Moment, ich bin gerade mitten im Chorus von 'Donna Lee' ..." :)

    Grüße
    Roland
     
  3. last

    last Guest

    Ich glaub', ich geb das Saxophonspielen dann mal lieber auf... :(
    Ich bin offensichtlich ein Totalversager. :(

    ;) last
     
    murofnohp und stefalt gefällt das.
  4. Gelöschtes Mitglied 11184

    Gelöschtes Mitglied 11184 Guest

    @last

    Totaler Quatsch!!! Jeder hat Schwächen und Stärken! Bei mir dauern andere Sachen länger. Üben muss jeder.....
     
  5. GelöschtesMitglied11524

    GelöschtesMitglied11524 Guest

    So halt, nur ohne Ton.

     
  6. Gelöschtes Mitglied 5328

    Gelöschtes Mitglied 5328 Guest

    Solche Vergleiche sind Quatsch! Roland ist Vollblutmusiker, seit klein auf, hat ein musikalisches Gen und versteht Musik einfach...begnadet sagt man dann....

    Aber ich vergleich mich doch nicht mit ihm! Ich kann Dinge, die kann er nicht.

    Ich habe vor knapp sieben Jahren mit Musik angefangen. Da freu' ich mich über das was ich heute kann.

    Seit meinem siebzehnten Lebensjahr fahre ich Auto, und kann es dennoch nicht wie Nico Rosberg... so what...angekommen bin ich dennoch auch immer.

    Mit @Roland habe ich schon einige Male gejammt. Total super, da er Dich trägt und zum Fliegen bringt.

    Es ist immer eine Bereicherung mit solchen Musikern zu spielen!
    Das eigene Unvermögen spielt dann gar keine Rolle mehr!

    Also...WEITERMACHEN!

    CzG

    Dreas
     
    Roland gefällt das.
  7. ppue

    ppue Mod Experte

    @grosskopf, ja, ein gutes Konzept. Mir fehlen da nur am Anfang ganz simpel die Basstöne und selbst gespielte Bassläufe. Zum Beispiel im Walking Bass. Das ist total hilfreich, vor allem, wenn man noch nicht gleich den harmonischen Überblick hat.
     
    Gelöschtes Mitglied1288 gefällt das.
  8. Roland

    Roland Gehört zum Inventar

    @Dreas
    aaahhh ... *rotwerd* .... Danke für die Blumen. :) Die wahre Stütze ist natürlich die Rhythmusgruppe ...

    Grüße
    Roland
     
  9. Barisach

    Barisach Kann einfach nicht wegbleiben

    @b_nic

    Das ist eine gute Frage!
    Wenn ich einen neuen Song habe, den ich mir nach Gehör rausfrickeln will, dann setze ich mich als erstes an mein Keyboard. Da habe ich das schnell gefunden und kann es dann übertragen.
    Zum Auswendiglernen gehört für mich natürlich zuerst, daß ich die Melodie auch auswendig im Kopf habe. Dazu ist mitsingen oder mitsummen gut. Schwierige Passagen übe ich erst ganz langsam und erhöhe dann das Tempo bis ich sogar viel zu schnell bin. Das gibt mir Sicherheit, wenn ich dann im richtigen Timing spiele.
    Wiederholung macht dann den Meister und irgendwann hat sich die Geschichte automatisiert.
    Ein Stück aber einfach beliebig in jeder Tonart zu spielen, davon bin ich auf dem Sax noch weit entfernt. Wenn ich die Tonart ändern will, nehme ich wieder das Keyboard zur Hilfe das geht bei mir schneller, als die Sache auf den Klappen auszuarbeiten. Das geht zwar auch, dauert aber etwas länger.
    Das dann wieder auswendig zu lernen geht eigentlich schnell,weil man die Melodie ja schon kennt und umgesetzt hat. Der Hemmschuh ist bei mir dann die Fingerei.
    Meine Finger wissen ja, daß ich den Song vormals so oder so gespielt habe und müßen sich erst daran gewöhnen,nun anders zu greifen z.B. gis und cis statt g und c.
    Ich transponiere aber auf dem Sax nicht sehr oft,daher habe ich da auch noch nicht so viel Übung drin, das so aus dem Stehgreif hinzubekommen.
    Gut finde ich, eine Meldoie zu umspielen, also sie etwas zu verimprovisieren, einige Schlenker einzubauen oder Verzierungen. Das übt, die eigentliche Melodie zu festigen und etwas freier bzw sicherer spielen zu können.

    Grüßle

    Isach
     
  10. Barisach

    Barisach Kann einfach nicht wegbleiben

    @Tom Scott

    Genial !
    Aber besser mit Ton ! Sonst würden bei dem Typ in dem Video wohl bald die Herren im weissen Kittel anrücken - mit der Beruhigungsspritze im Anschlag.

    ;-)

    Isach
     
  11. last

    last Guest


    ...das war :ironie:...
    ist wohl nicht so rübergekommen...

    :) last
     
  12. stefalt

    stefalt Strebt nach Höherem

    Doch, aber offensichtlich nicht bei allen....:-?:-D
     
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  13. Gelöschtes Mitglied 11184

    Gelöschtes Mitglied 11184 Guest


    Genial, Du hättest mich heute früh lachend sehen müssen. Wie er sich synchron zur Musik bewegt.....
     
  14. Gelöschtes Mitglied 11184

    Gelöschtes Mitglied 11184 Guest

    Genau das ist mein Problem!!!! Die Finger (Kleinhirn???) lernen das Lied und wenn man dann transponieren will, dann wird es echt schwer .....

    Wenn ich das Lied pfeife, dann geht transponieren ganz leicht ..... wenn man jetzt einen Ton, den man "im Hirn" hört einfach am Sax spielen könnte ..... wahrscheinlich ist das die Lösung ... ich muss üben einen Ton im Hirn einfach automatisch spielen zu können .... Frage: kann man das lernen???
     
  15. ppue

    ppue Mod Experte

    Das ist sie.

    Ja.
     
  16. GelöschtesMitglied11524

    GelöschtesMitglied11524 Guest

    Ja, das ergibt sich so.
    Ich kann da natürlich nur von mir reden. Wenn ich das Saxophon in der Hand habe, höre ich die Töne, die ich greife, auch wenn ich sie nicht spiele.
    Alles andere ist second best.
     
  17. bluefrog

    bluefrog Strebt nach Höherem

    Ich kann es auch nur ansatzweise. Es ist aber garantiert lernbar.
    Wenn man einen Ton im Kopf hat und ihn pfeifen oder singen kann, geht das auf dem Instrument auch, weil es im Prinzip derselbe Prozess ist: Die Vorstellung des Tons wird in muskuläre Aktivität umgesetzt. (War das geschwollen genug ausgedrückt? :) )

    LG Helmut
     
    Zuletzt bearbeitet: 13.September.2016
  18. tunundlassen

    tunundlassen Ist fast schon zuhause hier

    @b_nic das kann man lernen, bestimmt... weil es gibt ja Leute, die das können :)

    Eine Übung die ich kenne, kann man auch ganz gut alleine machen... ist vorher schon angesprochen worden... Setz dich mit dem Rücken zum Klavier und spiel irgendeinen Ton... dann suchst du ihn auf dem Sax... Ich für mich habe das Gefühl, dass es etwas einfacher wird, wenn ich zuerst den Ton singe, und dann auf dem Sax suche, weil ich dann eine verinnerlichte Vorstellung vom Ton habe...

    Wenn Du einen "Trainingspartner" hast, kann der natürlich auch die Töne auf dem Klavier spielen, und du kannst dich einzig aufs Sax konzentrieren...

    Allenfalls ist es sogar möglich, mit einem Sax-Freund zusammen zu üben, und sogenannte "Echo-Übungen" machen. Einigt euch z.B. auf eine Pentatonik. Jemand spielt eine kurze Melodie aus 2-3 Tönen vor, und der andere versucht sie nachzuspielen... das ist eine super Übung, auch um kurze, transparente Impro-Ideen zu entwickeln (meine Meinung).
     
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