Soll ich oder soll ich nicht - Saxophonunterricht in Dresden

Dieses Thema im Forum "Anfänger Forum" wurde erstellt von SusiSonnenschein, 29.September.2016.

  1. SusiSonnenschein

    SusiSonnenschein Schaut nur mal vorbei

    Ich interessieren mich schon lange für Saxophon und wollte immer dieses Instrument lernen, weil ich einfach den Klang extrem schön finde. Durch Zufall habe ich entdeckt, dass gleich bei mir auf Arbeit um die Ecke eine Musikschule ist, die Saxophon anbietet.

    Jetzt stellen sich natürlich einige Fragen, die es vorher zu klären gibt:
    • Muss es für den Anfang ein Instrument im vierstelligen Bereich sein oder bekomm ich etwas "Ordentliches" im mittleren bis hohe dreistelligen Bereich?
    • Welches Instrument eignet sich für die Soul/Jazz-Richtung besonders gut?
    • Brauche ich einen Dämpfer?
    • Kann jemand einen guten Lehrer in Dresden empfehlen, der Einzelunterricht gibt? (Ich lege viel Wert auf wirkliches KnowHow, da unsere Familie sehr musikalisch sind. Leider spielt aber keiner Saxo in der Familie.)
    • Gibt es Standardwerke mit denen man lernt?
    • Ist es vielleicht sinnvoll einen Aushang am Konservatorium zu machen?
    • ...
    Zu meinen musikalischen Kenntnissen:
    Ich durfte seit meinem 5. Geburtstag eine klassische Konzertgitarren-Ausbildung genießen mit allem drum und dran. Weil das aber zum Rumlärmen^^ noch nicht so ganz recht, habe ich noch Flöte gelernt und kann ein bisschen Klavier spielen... Heute spiele ich nur noch E-Gitarre, wenn ich Lust habe.
    Unterm Strich habe ich also Notenlehre und Co. drin.

    Ich würde mich freuen, wenn meine Fragen beantwortet werden können...
     
  2. Gelöschtes Mitglied 5328

    Gelöschtes Mitglied 5328 Guest

    Gut, Du bist musikalisch schon unterwegs, in diesem Kontext verstehe meinen Antworten...und ordne es ein, dass es auch noch ganz viele andere Antworten geben wird, die auch Sinn machen könnten...ist so....

    CzG

    Dreas
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 29.September.2016
  3. Gelöschtes Mitglied 5328

    Gelöschtes Mitglied 5328 Guest

    Meine meine Meinung, jeder kann eine andere haben...

    CzG

    Dreas
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 29.September.2016
    SusiSonnenschein gefällt das.
  4. GelöschtesMitglied7838

    GelöschtesMitglied7838 Guest

    hi, @SusiSonnenschein ,
    willkommen hier!
    in deinem preislichen rahmen solltest du auf jeden fall "was ordentliches" finden - so es denn auch ein gebrauchtes instrument sein darf. hier solltest du aber unbedingt eine erfahrene person zu rate ziehen.
    alternativ könntest du vorerst ein insturment mieten. nach ein oder zwei jahren kannst du dann in aller ruhe herausfinden, welches saxophon am ehesten zu dir & deinem geldbeutel passt.
    was die lehrersuche betrifft: setze dich doch mal mit @sachsin in verbindung, sie hat einen tollen lehrer in dresden - und auch eine musikalische familie... :)
    also, ran an die tröte!
    liebe grüße, anja
     
  5. saxhornet

    saxhornet Experte

    Wenn man sucht und auch gebrauchte Saxophone akzeptiert bekommt man mit etwas Glück auch ein ordentliches im dreistelligen Bereich. Wenn es neu sein soll, würde ich im unteren 4 stelligen Bereich rechnen.
    Das ist nicht abhängig vom Horn, sondern vom Spieler und Mundstück.
    Nein. Da gibt es fürs Sax auch nichts vernünftiges.
    Nichts was ich empfehlen könnte.
    Das garantiert dir keinen guten Lehrer automatisch. Ich würde mich da eher auf Mund zu Mund Propaganda verlassen.
     
  6. SusiSonnenschein

    SusiSonnenschein Schaut nur mal vorbei

    Uhi, dass ging ja fix mit den Antworten, da habe ich gar nicht mit gerechnet.

    Mir ist bewusst, dss gute Instrumente Geld kosten - ich hab nur kein Gefühl für den preislichen Rahmen im Bereich Saxophon. Ich hab lediglich mal das große A und ein paar Instrumentenhändler befragt. Die Preisspanne lag zwischen 250 - 2500 Euro.
    Ich habe aktuell ausschließlich die Ambition für mich zu tröten zur Entspannung - deswegen die Preisfrage...

    Ich danke schon mal für die Hinweise
     
  7. sachsin

    sachsin Strebt nach Höherem

    Guten Morgen @SusiSonnenschein,

    wie @moloko_plus schon erwähnt, habe ich einen tollen Lehrer. Ich habe nach den Herbstferien wieder Unterricht und frage für Dich gern nach, ob er noch "Reserven" hat für eine neue Schülerin. Schick mir bei Interesse eine PM.

    Bezüglich des Instrumentes kann ich Dir die "Triole" am Wettiner Platz als gut sortierten Laden empfehlen. Vielleicht setzt Du Dich vorher mit @Gaivota hier aus dem Forum in Verbindung wegen der Beratung zum Instrument?

    Lieben Gruß :) und herzlich Willkommen hier im Forum
     
    GelöschtesMitglied7838 gefällt das.
  8. hoschi

    hoschi Strebt nach Höherem

    guten morgen und herzlich willkommen hier bei uns...

    ggfs erstmal ein horn leihen/mietkauf mit option zu tauschen...
     
    Micha51 gefällt das.
  9. Saxoma

    Saxoma Nicht zu schüchtern zum Reden

    Guten Morgen aus Österreich!

    Da ich selber erst seit 2 Jahren Sopransax lerne, kann ich dir keine "fachlichen" Antworten zu deinen Fragen geben, da meine Erfahrungen sehr einseitig sind. Was ich aber sagen möchte ist, dass ich auch lange überlegt habe ob ich Saxophon lernen soll oder nicht. Hab´s dann getan und was soll ich sagen. Ich hab es keinen Tag bereut! Es macht so viel Spaß und gute Laune.Im ersten Jahr habe ich neben einem klassischen Anfängerbuch vor allem mit dem Buch "die Jazzmethode von John O´Neill" gearbeitet. Dadurch bin ich ein richtiger Swing-Fan geworden. Damit stoße ich bei meinem Lehrer auf offene Ohren. ( Er ist bei uns hier in der Gegend "DER" Swing-Spezialist) Wenn ich gewusst hätte, wie viel Spaß mir dieses Instrument macht, hätte ich schon viel früher damit angefangen.
    Saxoma
     
  10. jb_foto

    jb_foto Ist fast schon zuhause hier

    Hallo,

    zu welchem Sax zieht es dich denn hin?
    Eher zum Tenor- oder zum Alto-Sax - das hat ja auch einen "kleinen" Einfluss auf den Preis des Instruments

    LG
    Jürgen
     
  11. GelöschtesMitglied7838

    GelöschtesMitglied7838 Guest

    ...das dachte ich anfangs auch... :rolleyes:
     
  12. CBlues

    CBlues Strebt nach Höherem

    Hallo Susisonnenschein,

    wenn die Musikschule um die Ecke ist, dann lass dich dort doch mal beraten.
    Im Normalfall sollte es dort auch möglich sein, das du mal ein Saxophon ausprobieren u.o. eine Probestunde erhalten kannst.

    Mit der Jazzmethode von O'Neil habe ich auch angefangen und fand diese recht gut.
    Macht von Anfang an Spass da mit zu spielen.

    Zufälligerweise biete ich grad in den Kleinanzeigen ein Yamaha Tenor YTS-23 (Schülerklasse) an :rolleyes::rolleyes::rolleyes:
    http://www.saxophonforum.de/threads/tenor-saxophon-yamaha-yts-23.29617/
    Nähere Infos gebe ich gerne per PN (Unterhaltung) oder Mail an info@cblues.de

    Und für Tips rund ums Saxen gibt es ja auch noch unsere Liste:
    Saxer helfen Saxern

    LG.,
    Lothar
     
  13. stefalt

    stefalt Strebt nach Höherem

    Bei den Saxinfos oben in der Leite findest Du unter Guides den Anfängerguide von @saxhornet, da kannst Du dich gut informieren!
     
  14. Stevie

    Stevie Ist fast schon zuhause hier

    Hallo Sonnenschein!

    Hier meine Meinungen zu Deinen Fragen/Themen:

    • Muss es für den Anfang ein Instrument im vierstelligen Bereich sein oder bekomm ich etwas "Ordentliches" im mittleren bis hohe dreistelligen Bereich?
    Nein muss es nicht - und auch an gebrauchte Instrumente denken (wenn Dir bei der Auswahl jemand helfen kann, z.B. ein Lehrer. Außerdem kann man Saxophone in der Regelauch für ein paar Monate erstmal mieten - meist mit Anrechnung der Mietzahlungen auf den Kaufpreis.
    • Welches Instrument eignet sich für die Soul/Jazz-Richtung besonders gut?
    Insbesondere Alt- und Tenorsax sind gut geeignet. Sopran und Baritonsax sieht und hört man seltener und sich für dein Einstieg auch weniger gut geeignet. Hör Dir einige Soulsax-Songs an und entscheide danach, was Dir besser gefällt. Wenn Dich das Saxvirus packen sollte, bleibt es ohnehin nicht bei einem Instrument.
    • Brauche ich einen Dämpfer?
    Es gibt keine guten Dämpfer für Sax. Das ist das Problem. Wenn Du so wohnst, dass Du die Nachbarn störst und die sich auch beschweren, kann das die Freude schon sehr eintrüben. Ein Übekabine ist zwar die Lösung - braucht aber Platz und kostet mehr als ein gutes Sax. Oder irgendwo "außerhalb" üben ...
    • Kann jemand einen guten Lehrer in Dresden empfehlen, der Einzelunterricht gibt? (Ich lege viel Wert auf wirkliches KnowHow, da unsere Familie sehr musikalisch sind. Leider spielt aber keiner Saxo in der Familie.)
    In Dresden kenne ich mich nicht aus.
    • Gibt es Standardwerke mit denen man lernt?
    Es gibt mittlerweile diverse "Standardwerke" - die meisten Lehrer kombinieren aus mehreren Werken. Ich würde erst den Lehrer suchen und dann nach dessen Vorstellungen Lehrwerke anschaffen.
    • Ist es vielleicht sinnvoll einen Aushang am Konservatorium zu machen?
    Am Konservatorium wirst Du gute Saxophonisten finden, die aber nicht unbedingt auch gute Lehrer sind. Gerade am Anfang kommt es darauf an, dass der Lehrer die Grundlagen sehr, sehr gut vermittelt. Dazu braucht er selbst gar nicht unbedingt so toll spielen können. Ich würde also nach einem Lehrer suchen der Erfahrung mit und Freude an Unterricht für Anfänger hat. Die wirst Du vermutlich eher nicht am Konservatorium, sondern in einer Musikschule oder unter den Privatlehrern finden.

    Viel Spaß beim Saxen

    So Long

    Stevie
     
  15. Bereckis

    Bereckis Gehört zum Inventar

    Hallo @SusiSonnenschein

    ich glaube, dass alle Fragen bereit gut beantwortet wurden.

    Gedanken würde ich an deiner Stelle über deinen zukünftigen Alltag machen...
    • Wenn du Saxofon erlernen willst, benötigst du regelmäßig Zeit zum Üben und Konzentrieren.
    • Ein Saxofon ist laut!
    • Ein Saxofon hat Gewicht.
    Daher würde ich dir empfehlen, mal Foristen in Dresden zu besuchen und sich persönlich beraten zu lassen.

    Saxofon ist ein tolles Instrument!

    Gruß
     
    Micha51 gefällt das.
  16. bebob99

    bebob99 Strebt nach Höherem

    Hallo SusiSonnenschein!

    Gleich vorab: Ich bin selbst noch lernender Späteinsteiger mit ~8 Jahren Praxis. Weder Profi im Spiel, noch im Instrumenten Handel zu Hause und auch kein Hobby Schrauber mit Jahrzehnten Erfahrung wie es andere hier sind. Meine Meinung beschränkt sich auf die selbst gemachten Erfahrungen, auch wenn ich (oder weil ich) nicht alles genau so gemacht habe.

    Zum Thema Instrumente und Preise, neu und gebraucht wirst Du noch mehr Meinungen bekommen und Du wirst schnell feststellen, dass es DIE Meinung nicht gibt. Der Irrtum auf Seiten der Einsteiger ist üblicherweise, dass es günstige Instrumente für Anfänger gibt und wenn man schon etwas besser ist, dann braucht man ein Upgrade oder ein Profi Instrument. Es werden natürlich günstige Einsteiger Instrumente angeboten. Aber nicht, weil die für Anfänger besser geeignet wären, sondern weil Anfänger in der Regel kein Geld dafür ausgeben wollen. Tatsächlich ist der Bedarf genau umgekehrt.

    Ein Profi wird auch aus einem billig hergestellten und schlampig eingestellten Instrument noch vernünftig was heraus holen können, weil er über die Mängel drüber spielen kann. Ein Anfänger kann mit einem Spitzen Instrument, das einwandfrei designt, montiert und eingestellt ist, eines das in allen Lagen gut anspricht und sauber intoniert wesentlich entspannter und erfolgreicher beginnen.

    Das ist bei Saxophonen nicht anders als bei Gitarren oder Flöten. Man kann gute Qualität nicht beliebig billig herstellen.

    Und wie bei allem anderen gibt es natürlich bei Saxophonen auch Platzhirsche. Marken die über den grünen Klee gelobt werden und für deren Instrumente man schon mal 4.000 Euro auf den Tisch legt.Im Übrigen ein Schnäppchen, wenn man das mit Preisen für andere Instrumenten Gattungen vergleicht. Da muss man natürlich einen deutlichen "Marken Zuschlag" einrechnen. Andererseits sind Käufer dieser Instrumente nicht automatisch dumm oder reich, sondern in der Regel eher anspruchsvoll was die Qualität an geht und dann auch bereit das zu löhnen.

    Das "Problem" ist, dass das Instrument nicht nur gut funktionieren, sondern auch zum Spieler passen muss. Ein Yamaha fühlt sich in der Hand und beim Spielen etwas anders an als ein Selmer und das wieder anders als ein Yanagisawa. Es gibt bespielsweise Unterschiede im Layout der Tasten, die für Spieler mit kleinen oder großen Fingern besser oder weniger angenehm zu greifen sind. Ältere Instrumente haben teilweise einen ganz anderen Grundklang als moderne, sind in Details anders zu greifen oder verlangen dem Spieler mehr Mühen ab wenn es darum geht bestimmte Ton Kombinantionen zu spielen, oder den Ton exakt zu treffen. Dafür schwören die "Vintage" Spieler aber auf den Klang, der all diese extra Mühen wert ist.

    Je billiger das Instrument, desto geringer ist die Chance, dass man auch nach langer Suche und viel Testen eines findet, das wirklich passt. Es ist nicht unmöglich. Allerdings kann man auch ein Top Modell eines der Platzhirsche nicht einfach im Versandhandel kaufen und davon ausgehen, dass das so perfekt passt. Das sind feinmechanische Instrumente die einerseits beim Transport leiden können und andererseits durch die End Justage individuelle Einzelstücke werden. Wobei man bei einem billigen Instrument eher davon ausgehen kann, dass in diese wichtige Feinarbeit nur wenig Arbeit geflossen ist. Wer's kann, der kann oft ein billiges Instrument durch gute Einstellung recht brauchbar hin bekommen. Das bedarf aber viel Erfahrung = einen Instrumenten Bauer. Wenn der drei Stunden daran herum schraubt ist es hinterher zwar gut eingestellt aber der Preisvorteil ist auch dahin. Etliche Instrumenten Bauer weigern sich aus gutem Grund auch, so etwas überhaupt zu machen. Der Aufwand steht in keinem Verhältnis zum Preis und der SaxDoc kann für die Arbeit auch nicht garantieren. Wenn das Material nichts taugt, kommen die Probleme schnell wieder und dann heißt's der SaxDoc hat schlecht gearbeitet...

    Meine persönliche Meinung ist: Ein Anfänger braucht ein Instrument, das in allen spieltechnischen Belangen möglichst perfekt ist. Gerade am Anfang hat man viele Baustellen gleichzeitig und es ist wichtig zu WISSEN, dass es nicht am Instrument liegt, nicht am Mundstück, nicht am Blatt sondern nur am noch ungeübten Spieler.

    Es macht daher Sinn, wenn man beim Einkaufen einen erfahrenen Spieler bei der Hand hat, der die Einzelstücke bezüglich der Spielbarkeit prüfen kann. Auf die Aussagen von Verkäufern im Musikgeschäft kann man sich nicht immer verlassen. Die wenigsten haben einen erfahrenen Holzblasinstrumenten Bauer im Haus, der die Instrumente vor dem Verkauf prüft und justiert und bei Problemen schnell feststellen kann, ob vielleicht nur was verstellt ist. Im Versandhandel sowieso. Da sollte man auf jeden Fall damit rechnen dass man statistisch eher ein Instrument bekommt, dass vielleicht 80% der "möglichen Leistung" bringt. Egal in welcher Preisklasse.

    Schau Dir an was am Gebrauchtmarkt häufig "kaum gespielt, wie neu" angeboten wird - und meide das wie die Pest. Es hat einen Grund warum das niemand behalten will.
    Geh in einen mit Saxophonen gut bestückten Laden, nimm einen Profi mit und spiele alles blind an, was in Deinem Budget liegt.
    Wenn Du gebrauchte Instrumente akzeptierst, klappere die Instrumenten Bauer ab. Die können garantieren, dass Due ein einwandfreies Instrument bekommst.
    Wenn Du unbedingt per Versandhandel kaufen musst, sei pingelig. Naturgemäß kann man da nicht einfach 20 Instrumente testen. Das macht wirklich nur Sinn, wenn Du schon weißt wie sich gute und weniger gute Instrumente anfühlen.

    Wenn Du unbedingt blind was kaufen musst, kannst Du das Risiko minimieren, wenn Du Dich an Instrumente mit hoher Reputation hältst.

    Wenn ich ein Paket empfehlen müßte und nur eine Variante angeben darf, würde mir die Yamaha 2xx Serie einfallen. Das geht sich mit einem neuen Alt-Sax gerade noch 3-stellig aus, kommt mit einem guten Mundstück und OHNE weiße Handschuhe und OHNE den "Wichserstab" (Wischerstab natürlich). Dazu ein "Lègére Signature 2er Blatt". Das ist jetzt nicht zwangsläufig das Sax für's Leben, aber in Summe wahrscheinlich die ideale Mitte aus unkompliziert, sauberer Intonation, guter Qualität und Wertbeständigkeit und einem soliden, neutralen Klangbild von dem man sich in alle Richtungen entwickeln kann.

    Literatur Empfehlung:

    Selbststudium oder Lehrer ist hier ebenso kontrovers diskutiert. ICH würde auf jeden Fall dafür plädieren, dass Du jemanden griffbereit hast, der selbst gut Saxophon spielt und Dir über den Anfang hinweg hilft. Eine Person, die Dir beim Spielen zusehen und ggf. korrigierend einwirken kann. Nicht alles beim Spielen ist selbsterklärend und nicht alles was man als Anfänger für richtig oder bequem hält ist auch das, was auf lange Sicht vorteilhaft ist. Bücher und Videos können Dir bei Ansatz und Atemtechnik nicht wirklich helfen. Die Selbstkontrolle über Aufnahme ist ohne Lehrer extrem wichtig. Man hört sich hinter dem Instrument anders an als davor. Kontrolle von Intonation und Artikulation muss man dann eben selbst machen - und sich dabei nichts selbst schön reden. Das ist schwer, aber manche können das.

    Unabhängig davon was andere für Lehrwerke und Schulen vorschlagen: Den DeVille solltest Du im Haus haben. Das ist kein Lehrbuch, sondern 300 Seiten Fingerübungen. Weil alt, gibt's die Original Ausgabe von 1908 auch als Copyright-freie Version zum Download.
     
  17. Saxoryx

    Saxoryx Strebt nach Höherem

    Worauf bis jetzt noch niemand hingewiesen hat, ist die Wichtigkeit eines ordentlichen Gurtes. Ich gehe jetzt mal davon aus, dass Du mit Altsax anfängst, aber auch wenn das Instrument nicht das größte ist, das Gewicht zieht ganz schön am Nacken. Deshalb habe ich mir den "Saxholder" zugelegt, der das Gewicht auf die Schultern verteilt. Bei mir haben sich nämlich mit einem normalen Gurt sogar die Nackenwirbel verschoben, was der Chiropraktiker dann regelmäßig wieder geradebiegen musste. Das war nicht so meine Wunschvorstellung von entspanntem Spielen.

    Zu den verschiedenen Gurten gibt es hier bereits etliche ausführliche Threads, einfach mal die Suchfunktion bemühen, aber bitte das Gewicht und den Einfluss auf die Bandscheiben der Halswirbelsäule nicht unterschätzen. Wenn Du sogar zu einem Tenor neigst, ist das noch wichtiger, denn das ist größer und wiegt mehr als ein Altsax.

    Als Instrumente sind die schon sehr erfahrenen und eingespielten gebrauchten sicherlich immer ein guter Tipp, da kommst Du günstig weg und kriegst ein gutes Instrument, aber über die Preisspanne kannst Du Dich auch beim großen "T" informieren, und da gibt es z.B. noch dreistellig die "Handmade"-Serie, die sehr gut ist:
    https://www.thomann.de/de/thomann_handmade_altsax.htm
    Ich persönlich habe das "MK IV": https://www.thomann.de/de/thomann_mk_iv_handmade_alto_sax.htm und bin damit sehr, sehr zufrieden. Meines Erachtens sind die "Handmades" ideale Anfängerinstrumente (sehr gut zu greifen, aber sie haben auch das Potenzial für fortgeschrittenere Spieler und laut meinem Saxdoc eine sehr gute handwerkliche Qualität) und sehr viel Instrument für den Preis, aber das ist nur meine persönliche Meinung. Wie Dreas immer sagt: Jeder kann eine andere haben. :)
     
    Zuletzt bearbeitet: 30.September.2016
  18. Saxoryx

    Saxoryx Strebt nach Höherem

    Das Wichtigste ist aber immer das Mundstück, und da würde ich mich mal im Fachhandel vor Ort umschauen. Dort kannst du die verschiedenen Mundstücke dann auch ausprobieren und feststellen, welches Dir am besten liegt. Ein Standardmundstück der Größe 4 oder 5 ist am Anfang meistens gut. Ich persönlich bevorzuge die preiswerten "Expression"- Mundstücke, mit denen Du von Klassik bis Jazz alles spielen kannst, aber das ist sehr Geschmackssache, da musst Du rumprobieren.

    Nur als Hinweis: Falls Du Dich tatsächlich für eins der "Handmade"-Saxe interessierst: Die von Thomann beigelegten Mundstücke sind da nicht besonders gut, da würde ich dann doch eher ein Standard-Mundstück von Yamaha (4C) oder Expression (4*) kaufen.
     
  19. Florentin

    Florentin Strebt nach Höherem

    Nachdem Du ja schon auf alle Fragen sehr gute Antworten bekommen hast, nur mehr einen Kommentar zum Punkt "Dämpfer".

    Für Holzblasinstrumente gibt es generell keine Dämpfer wie bei Blechblasinstrumenten. Das liegt daran, dass nicht wie bei Trompete oder Posaune die ganze Luft unten rauskommt und dort gedämpft werden kann. Wenn Du Finger anhebst, sind am Sax Löcher weiter oben offen und dort kommt schon ein großer Teil der Luft raus.

    Warum hast Du an Dämpfer gedacht? Bei der Trompete z.B. verwendet man Dämpfer aus 2 Gründen:

    (1) um den Ton leiser zu machen (Übungsdämpfer). Wie schon oben geschrieben, gibt es dafür beim Sax nur ziemlich umständliche und teure und wenig befriedigende Lösungen. Aber ein Saxophon ist auch nicht so laut wie eine Trompete. Bevor Du zu spielen beginnst, solltest Du abklären, ob Du auch in Ruhe üben kannst. Sonst wird das schon etwas problematisch. Dieses Thema (Störung von Nachbarn) ist hier im Forum schon sehr oft abgehandelt worden.

    (2) um bewusst die Klangfarbe zu ändern. Das kann man am Sax auch, und man muss dafür nur den "Ansatz" ändern, aber das sind fortgeschrittene Techniken.
     
  20. Barisach

    Barisach Kann einfach nicht wegbleiben

    Völlig nebensächlich, jedoch für den Gebrauch der Abkürzung "Saxo" bekam ich hier schon PMs mit der Bitte dieses tunlichst zu unterlassen.
    Manche hier scheint das zu stören. Nur als kleiner Tip am Rande !

    ;-)

    Isach
     
    Rick gefällt das.
  1. Diese Seite verwendet Cookies, um Inhalte zu personalisieren, diese deiner Erfahrung anzupassen und dich nach der Registrierung angemeldet zu halten.
    Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies.
    Information ausblenden