Inderbinen Ausstellung auf dem Barisax Special Workshop V - Nachlese

Dieses Thema im Forum "Workshops / Meetings / Konzerte" wurde erstellt von tbeck, 13.Mai.2017.

  1. tbeck

    tbeck Strebt nach Höherem

    Hallo zusammen,
    ich möchte noch mal über meine Eindrücke berichten.
    Thommy Inderbinen ist super sympatischer Mensch, der uns in einem einstündigen Vortrag, seine Geschichte und seine Phylosophie beim Instrumentenbau erläutert hat.
    Anschließend konnten alle seine Instrumente ausprobiert werden, wovon rege Gebrauch gemacht wurde.
    Ich habe mir natürlich als Erstes das Tief A Bari gegriffen und war schwer beindruckt, großer Sound, sehr homogener Sound über den gesamten Range, leichte Ansprache von ppp bis ff von Tief A bis hoch Fis kein Problem.
    Beim Vergleich mit dem Tief B, welches auch ein ebendso tolles Instrument ist wie das Tief A ist, stellte sich heraus, dass das tatsächlich nicht so meins ist. ich bin halt ein Tief A Spieler :cool:
    Unser Conn spielender Dozent Rik van den Bergh sah das natürlich komplett anders.:)
    Die Klappenmechanik wird übrigens nicht wie bei Alt und Tenor von Yamaha, sondern bei den Baris von Yanagisawa übernommen.
    Wer die Möglichkeit hat sollte unbedingt so ein Schweizer Präzisionsinstrument von Thommy Inderbinen mal anspielen, es lohnt sich auf jeden Fall.

    lg
    Thomas _DSC0499.JPG
     

    Anhänge:

    47tmb, Rick und Sandsax gefällt das.
  2. Peter1962

    Peter1962 Ist fast schon zuhause hier

    Ich habe immer so ein Problem.
    Wenn ich es gut finden würde, würde ich es haben wollen.
    Wie erkläre ich das meiner Frau

    LG Peter
     
    47tmb und tbeck gefällt das.
  3. tbeck

    tbeck Strebt nach Höherem

    Das Problem kenne ich :)
     
  4. Saxax

    Saxax Ist fast schon zuhause hier

    Moin zusammen,

    ja Vortrag, Testmöglichkeit und anschließende Diskussionen mit Herrn Inderbinen waren hochgradig interessant. Aber die Conn spielende Fraktion war sich offensichtlich einig.

    Ok, jetzt von vorn: Ich habe die beiden Tenöre, die zur Wahl standen beide (mit meinem mpc) ausprobiert. Das Horn im "normalen" Inderbinen-look super Ansprache und Intonation von Oben bis Unten. Sound: sehr ausgewogen, für mein Gefühl: zu ausgewogen. Das zweite Tenor war über große Teile mit Silber überzogen (wohl feuerversilbert, in unterschiedlichen Schichtdicken). Auch hier super Ansprache und Intonation. Der Sound war für mich schon interessanter. Inderbinen hatte bei der Vorstellung erwähnt, dass die Versilberung die Abstrahlung der höheren Obertöne verbessere. Im Gespräch meinte Herr Inderbinen dann, dass bei diesem Horn Tiefen und Höhen betont seien (Interspretation Saxax: also Badewannen-Sound (wegen der Kurvenform d. Spektrums)). Das Fazit war für mich aber sehr schnell klar: Ich tausche nicht und bleibe beim Conn.

    Etwas später ergab es sich dann, dass Rick die Baris testete. Ich hatte sehr schnell den Eindruck: Rick tauscht auch nicht. Inderbinen bat Rick sich beim Blasen einmal zu drehen, damit man hören könne, dass die Hörner rundum abstrahlen und die Projektion des Sounds nicht nur nach vorne gerichtet sei. Anschließen nahm Rick dann sein Conn zum Vergleich. Also für meine Ohren: da war der Raum mit Sound gefüllt :cool: (es kann natürlich auch sein, dass ich hier starke Vorurteile oder Erwartungshaltungen habe).

    Im späteren Gespräch sagte mir Inderbinen, dass er versuche seine Hörner so zu bauen, dass das Hornmöglichst wenig Eigencharakteristik habe, sämtlicher Sound solle vom Spieler kommen. Da wurde mir in etwa klar, was mir fehlte (beim Testen der beiden Tenöre).

    Die Gegenprobe kam abends bei der Session. Es stellte sich heraus, dass zwei der Mitbaristen auch meinten, so toll hätten sie die Hörner nicht gefunden.... ich machte dann den Test und bot Probespielen auf meinem Conn an..... das war den beiden schwieriger wieder zu entreißen ;-)

    Fazit, es scheint also Conn-Typen bei den Spielern/spielerinnen zu geben. Das sind diejenigen, die es brauchen, dass vom Horn was zurückkommt.... und zwar nicht gleichmäßig und homogen .... die kleinen "Tücken" sind es vermutlich, die beim Spielen den Reiz ausmachen. Das sind dann die, die wenn sie erstmalig ein Conn in der Hand haben, nach kurzer Zeit wissen: "soeins muss ich haben"


    keep swingin´


    Euer Saxax
     
  5. kokisax

    kokisax Strebt nach Höherem

     
  6. 47tmb

    47tmb Gehört zum Inventar

    Die meine sieht das ganz locker:"Wenn Du es Dir leisten kannst......."
     
    Sandsax gefällt das.
  7. Sandsax

    Sandsax Gehört zum Inventar

    Aus meiner Sicht:

    ich fand den Vortrag von Tommy Inderbinen hervorragend und mit fühlbarem Herzblut vorgetragen. Das war eine sehr gelungene Bereicherung des Workshops.

    Im Laufe des Nachmittages habe ich dann sowohl die Baris, aber auch die Tenöre ausprobiert. Allesamt beeindruckende Instrumente!
    Die Baritonsaxe habe ich dann auch direkt mit meinen vergleichen können. Auch wenn ich selten derartig perfekt spielende Instrumente handhaben durfte, wäre ich jedoch nicht versucht sie gegen meine zu tauschen.... das mag sicherlich auch an Gewöhnung liegen.

    Hin und weg war ich allerdings von dem Tenor mit der nachträglich aufgebrachten silbernen Beschichtung. Ich empfand es als extrem direkt, sehr resonant und fühlte mich darauf auf Anhieb wohl; es vermittelte das Gefühl wirklich alles mitzumachen. Allerdings hatte ich kein eigenes Tenor dabei und konnte daher nicht wie bei den Baris Vergleiche zu meinen Hupen anstellen.

    Resümierend darf ich @tbeck zitieren:

    "Wer die Möglichkeit hat sollte unbedingt so ein Schweizer Präzisionsinstrument von Thommy Inderbinen mal anspielen, es lohnt sich auf jeden Fall." (!)
     
    Zuletzt bearbeitet: 14.Mai.2017
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