Ist das alles normal?

Dieses Thema im Forum "Anfänger Forum" wurde erstellt von Grummel, 23.März.2018.

  1. Grummel

    Grummel Kann einfach nicht wegbleiben

    Liebe alle,

    ich habe seit wenigen Tagen ein Tenorsaxophon von einem Freund als "Dauerleihgabe" bekommen (Kohlert Regent, ziemlich alt). Damit ich es nicht gleich kaputt mache, hab ich mir ein paar Videos angeschaut und ein paar Blätter (1,5) gekauft.

    Ich konnte recht schnell mit dem S-Bogen und Mundstück einen Ton rausbringen, und hab mir eine Grifftabelle ausgedruckt, und nun, nach 2 Tagen, bekomme ich recht oft alle Töne von c bis C schon mal zum klingen (wobei es ja eigentlich von b bis B ist - das kommt mir schräg vor als Cellist! :)

    Ich bemühe mich, nur oben die Zähne aufzulegen und nicht zu beißen, sondern das Blatt mit der Unterlippe über den Zähnen zu kontrollieren. Das geht für 3-5 Minuten gut, dann muss ich länger pausieren. Ist das normal als Anfänger? Womit sollte ich noch rechnen? Sollte ich irgendwas zusätzlich beachten?

    Jedenfalls macht es Laune!
     
  2. ppue

    ppue Mod Experte

    Hallo Grummel. Willkommen im Forum.

    Ich glaube, es übersteigt die Einsatzbereitschaft der Forumsmitglieder, dir hier konkrete Hilfe beim Erstkontakt mit dem Horn zu geben. Zudem ist es aus der Ferne kaum möglich, deinen Ansatz und den Grund dafür, dass du nur 3-5 Minuten spielen kannst, zu eruieren.

    Sicherlich findest du über die Suche hier im Forum den einen oder anderen Thread, der sich mit dem "Beißen" beschäftigt.

    Ansonsten wird dir jeder, zumindest für den Anfang, ein paar Stunden bei einem Saxophonlehrer empfehlen. Da gibt es sicher ein bis zwei in Berlin.
     
  3. slowjoe

    slowjoe Strebt nach Höherem

    Dass am Anfang nach ein paar Minuten Spielzeit die Schnute streikt ist völlig normal. Das gibt sich mit der Zeit...


    SlowJoe
     
  4. bebob99

    bebob99 Strebt nach Höherem

    Wenn Du Dich an Deine ersten Stunden am Cello erinnerst, das hat auch eine Weile gedauert bis das Gekratze sich wie ein Cello angehört hat. Beim Sax muss die Unterlippe das Blatt führen. Das ist ungewohnte Feinkoordination und ermüdet den Muskel.

    Ein 1,5er Blatt ist recht weich, aber wenn dafür das Mundstück sehr offen ist und/oder das Sax nicht ganz dicht, kann das trotzdem sehr anstrengend sein. Das kann aber nur jemans vor Ort sehen.

    Was noch kommt? Dier Erkenntnis, dass die gegriffen Töne nur ungefähr die korrekte Intonation haben. Den Rest muss der Spieler korrigieren.
     
  5. slowjoe

    slowjoe Strebt nach Höherem


    Das ist ihm als Cellist sicher nicht fremd, hehehe.

    teuflisch grinsend

    SlowJoe
     
    sachsin, bluefrog, Saxfreundin und 2 anderen gefällt das.
  6. edosaxt

    edosaxt Strebt nach Höherem

    Noch mal Cello Vergleich.....
    Würdest du einem Neu-Cellisten raten über ein Forum Anfängerprobleme zu besprechen?

    Btw. Ich hab mal mit einer Cellistin zusammengewohnt, die täglich bis zu 6 Stunden geübt hat....
    Das war nicht immer leicht.
     
  7. slowjoe

    slowjoe Strebt nach Höherem

    Besprechen? Warum nicht.
    Aber parallel dazu:
    Lehrer.
    Unbedingt!


    SlowJoe
     
  8. Gerd_mit_Sax

    Gerd_mit_Sax Ist fast schon zuhause hier

    ...selbst das ist schon zu diskutieren.

    Gönne dir zumindest für die absoluten Grundlagen einen Lehrer, dass du dir keinen Mist angewöhnst.

    Ansonsten.. viel Spaß hier und mit deinem neuen Hobby .

    Gerd
     
  9. GelöschtesMitglied11578

    GelöschtesMitglied11578 Guest

    Hi

    Ich habe mir auch einfach ein Sax gekauft und spiele immer noch. Man kann auch autodidaktisch lernen. Hat halt den Nachteil, dass man sich s je viel Zeit mit dem erkennennund ablernen der eigens angelernten Fehler macht.

    Die ausgedruckte grifftabelle ist im Griffnotation. Das heißt, dass das Sax also transponiertes Instrument so notiert wird. Dein Tenor ist in Bb und deshalb verschi Ben sich alle klingenden Töne um 2 Halbtöne.

    Alto in Eb entsprechend.

    Ich spiele aus dem Grund klingende Noten und jeder Saxophonist wird dir davon abraten.

    Am Anfang ist das mit dem Ansatz recht schwer - gibt sich aber relativ schnell nach 1-2 Monaten.

    Ich würde versuchen jemand zu finden, der dir in 1-2 Stunden erklärt worum es geht und dann kannst du erstrinmal eine ganze Weile alleine experimentieren. Mit Chello als Vorbildung weißt du ja auch schon was man beinernem instrumentvso alles beachten muss. Das ist beim Sax auch so nur andere Schwerpunkte.

    Viel Spaß
     
  10. Saxfreundin

    Saxfreundin Strebt nach Höherem


    Stimme dem absolut zu - und der "Naheliegende" hat vielleicht Zeit für Dich:

    Forumsmitglied aus Berlin und sehr nett: @saxhornet

    :)
     
  11. Grummel

    Grummel Kann einfach nicht wegbleiben

    Wow - so viele Antworten - super! :) Da will ich mal.. Ich hoffe das Multizitat funktionert ..

    Danke das beruhigt mich. Als Ihr angefangen habt - habt Ihr immer ein paar Minuten geübt und dann wieder ein paar Minuten Pause?

    Da war ich 8 Jahre alt.. :) Aber da greift man am Anfang gar nicht und versucht sich an den leeren Saiten. Wenn mich da einer im Forum gefragt hätte: "Ist das normal, dass der rechte Arm ermüdet und sich die Saiten so in die Finger einschneiden" - hätt ich gesagt - "der Arm kriegt Muckis und die Finger Hornhaut - alles normal"

    Siehe oben - wenn es allgemeine Fragen sind, warum nicht.

    Danke! Ich war heute bei einem, der zumindest das Instrument mal gespielt hat - es müssen wohl einige Klappen ein bischen überarbeitet werden. Aber Du meist, die Unterlippe gehört nicht über die Zähne?


    Ja stimmt, die Ohren wissen, wo ein Ton hingehört. und mit dem Kiefer kann man den ja auch ein bischen bewegen (hab ich festgestellt). Die Notation verwirrt mich: Wofür soll denn diese "Griffnotation" gut sein? Wenn cih weiß, dass ich B-Dur spiele, kann das in der Grifftabelle doch auch so (klingend) drinstehen..? Wahrscheinlichein alter Zopf oder man wollte die Militär-Spieler nicht überfordern. Transponieren finde ich jedenfalls nicht leichter, wenn ich aus klingend notierten Noten spielen soll.. na mal sehen.

    Danke, aber da wohnt einer direkt um die Ecke. Wenn ich immer mal hingehe, kann ich über lange Strecken alleine weiter üben. Zumal nicht täglich.
     
  12. GelöschtesMitglied11578

    GelöschtesMitglied11578 Guest

    transponiren ist üblicherweise aus der Tradition des Orchesters erwachsen und hat den Vorteil, dass man alle Blasinstrumente (Holz) sofort nach Noten spielen kann, weil die Noten dem Instrument angepasst werden. Der Nachteil ist eindeutig, dass man ersteinmal mindestens mehr als 1 Holzblasinstrument spielen können muss um in diesen Genuss zu kommen und man dan auch immer die richtigen Noten dafür haben muss und dann in der Kommunikation mit anderen, zum Teil auch wieder transponierten, Instrumenten sehr schnell umdenken und mitdenken und dauertransponieren können muss.

    Ich spiele klingned Notiert, wie zB die Blechbläser im Posaunenchor ... Meine Grifftabelle hab ich daher umgeschrieben für Alto und Tenor und Flöte. Nach einer Weile hat man das auch drinne. Ich finde das mittlerweile einfacher zum Wechsel als die Noten zu tauschen... Wenn man einer Mandoline, Banjo, Gitarre oder Saz jedem einen anderen Ackord sagen würde, damit alle das gleiche Greifen wäre man ungefähr bei einem ähnlichen Vorhaben. Oder deine Chello noten im Violinschlüssel etc...

    Du kannst auch klingend spielen - wirst dann aber von jedem saxophonist darauf hingewiesen unbedingt nach Saxophonnoten zu lernen. Das hat auch seine Berechtigung und spätestens im Bläsersatz oder einer Bigband wirst du Probleme bekommen. Hier im Forum werden zB auch nur die Bb und Eb Noten rumgereicht - willst du mitreden wirds dann schwierig.

    Am Ende ist das egal und du musst nur wissen welcher Griff (C) welcher Ton (Bb) ist und gut. Ist ja beim Tenor auch nciht sooo schwer. Beim Alt dann alles eine 5 runter und gut.

    Am Ende ist noch zu klären was du klingend notiert eigentlich ließt? Ich nehme mal an Bassschlüssel. Dann kommst du am Ende um transponieren nicht drum rum bzw ist dein notiertes C im Violinschlüssel ja schon kein klingendes C mehr und beim Tenor schonmal gar nciht mehr...

    Präg dir einfach die Griffe für die chromatische Leiter bzw wie die Halbtöne liegen ein und spiel nach Gehör :)
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 23.März.2018
  13. Gerd_mit_Sax

    Gerd_mit_Sax Ist fast schon zuhause hier

    Wie ich geschrieben habe: “das könnte man diskutieren”. Es soll immer noch Saxophonlehrer geben die das so lehren.
    Der übliche “moderne Ansatz” ist jedoch ein anderer.
    Ein gutes Beispiel finde ich :
     
  14. Grummel

    Grummel Kann einfach nicht wegbleiben

    Ah ok, die ganzen Gepflogenheiten kenne ich ja nicht. Wenn also ein Alt und ein Tenor aus dem selben Notenblatt spielen sollen, müssen beide transponieren - und das ist dann leichter? :) Aber ok ich gewöhne mich. Beim Cello spielt man zwar 3 Schlüssel (Baß- Tenor- und Violinschlüssel), aber es ist immer klingend notiert. Sprich wenn ich mit einer Geige zusammenspielen soll, ist das zwar schwer, weil hoch für mich, aber niemand muss transponieren.
     
  15. Grummel

    Grummel Kann einfach nicht wegbleiben

    Danke! schau ich mir morgen an.
     
  16. ppue

    ppue Mod Experte

    Man transponiert nicht nur, um verschieden große Instrumente mit immer den gleichen Noten=Griffen spielen zu können. Man transponiert auch weil das Instrument Haupttasten und Nebengriffe hat. Praktischer Weise notiert man die Reihe der Tasten, auf denen die Finger liegen, als Töne von C-Dur.

    Kreuzchen oder B-chen spielt man mit Nebentasten bzw. Zusatzgriffen. Die Zuweisung von C-Dur zu den Tasten hat also auch mit dem Konstruktionsprinzip des Saxophons zu tun.

    Viel einfacher: Der Arrangeur hat für Bb- und Eb-Instrumente die Noten schon so geschrieben, dass beide sie lesen können und sogar die Instrumente tauschen könnten.
     
  17. saxhornet

    saxhornet Experte

    Ich wäre da mit Begriffen wie modern etc. vorsichtig. Es gibt unterschiedliche Konzepte was den Ansatz angeht. Und auch was das Video angeht finde ich die Angaben zum Thema Ansatz eher dünn.
     
    Zappalein R.I.P. und bluefrog gefällt das.
  18. bluefrog

    bluefrog Strebt nach Höherem

    Ich finde, das ist eine ziemlich individuelle Sache. Ich habe mit den verschiedenen Konzepten experimentiert und bin schließlich bei einem Ansatz geblieben, bei dem die Unterlippe ganz wenig über die Zähne geht. Was optimal ist, hängt auch von der individuellen Anatomie ab.

    LG Helmut
     
  19. Säger

    Säger Schaut nur mal vorbei


    gebissen halt...
     
  20. Gerd_mit_Sax

    Gerd_mit_Sax Ist fast schon zuhause hier

    @saxhornet @bluefrog
    Wie gesagt, darüber kann man diskutieren, d.h. es gibt hier unterschiedliche Meinungen.
    Das Video war auf die Schnelle ein Beispiel dafür, die Lippe „nicht” über die untere Zahnreihe zu legen.
    Intention meines Posts: Nimm einen Lehrer, da du vielleicht(!) jetzt schon Dinge falsch machst die später aufwändig korrigiert werden müssten.
    Gerd
     
    kokisax gefällt das.
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