Wie geht ihr mit euren Lehrern bei Widersprüchen um?

Dieses Thema im Forum "Eigene (musikrelevante) Themen" wurde erstellt von Gelöschtes Mitglied 5328, 14.November.2018.

  1. Claus

    Claus Mod Emeritus

    Oh, da würde ich schon viel Wert auf das Urteil eines Lehrers legen, soweit vorhanden.

    Versteh`mich nicht falsch: die Aussage war nicht, dass man jeden Schüler einfach wurschteln lassen sollte, so wie er/sie es selbst für am besten hält. Aber ein Lehrer sollte in seinen Methoden flexibel sein unter der Annahme, dass es oft mehrere Wege zum Ziel gibt und Menschen eben verschieden sind. Und wenn eine (möglichweise auch unorthodoxe) Methode gute Ergebnisse bringt - warum nicht?
     
  2. Otfried

    Otfried Gehört zum Inventar

    Ich habe in den verschiedensten Zweigen der Ausbildung, von Schule bist Studium, dazu in diversen Hobbies, darunter, Musik, Tanzen, Sport immer die gleiche Erfahrung gemacht. Nämlich, dass ich mich niemals einzig und allein auf einen einzigen Lehrer verlassen sollte. Augen und Ohren offen halten für andere Meinungen haben mich immer am schnellsten und effektivsten weiter gebracht.

    Natürlich bedeutet das auch eine gewisse Eigenverantwortlichkeit, und auch eine Kritikfähigkeit sich selbst gegenüber. Aber am Ende muss ich das Instrument spielen, nicht der Lehrer, und spätestens, wenn ich auf der Bühne stehe, so wie der Sportler im Wettkampf, hilft mir nur das eigene Vermögen, nicht das des Lehrers weiter.

    Zweifellos ist Vorsicht angebracht angesichts der Flut von gut gemeinten Ratschlägen, die per Internet auf einen prallen, da kann man als Suchender schon mal die Übersicht verlieren. Aber da halte ich mich an den Ratschlag von @Juju. Ich schau und höre mir an, wie die Leute spielen, wie sie klingen, und auch, wie variabel sie dabei sind. Jemand, der mich spielerisch nicht überzeugt, von dem werde ich mich schwer tun, irgendwelche Tipps anzunehmen.

    Gruß,
    Otfried
     
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  3. GelöschtesMitglied11524

    GelöschtesMitglied11524 Guest

    Bb.png

    Achtel 160. Wer es mir mit Doppelgriff für Bb (A#) aufnimmt, den lade ich auf ein Bier oder einen Kaffee ein.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 19.November.2018
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  4. saxhornet

    saxhornet Experte

    Nur bringt sowas nichts. Ich kannte schon Kollegen, die waren fantastische Musiker und waren als Lehrer eine Katastrophe. Teilweise liefen denen dauernd die Schüler weg. Selbst an der Hochschule waren einige Dozenten unbeliebt, weil ihre Lehrfähigkeit fragwürdig war. Und ich habe selber erleben dürfen, daß manchmal Jemand gar nicht so toll selber spielt aber als Lehrer grossartig ist. Ich und ein paar Studienkollegen hatten vor dem Studium beim gleichen Lehrer eine zeitlang Unterricht und selten war es so anschaulich und informativ und lehrreich, ich bin ihm heute dafür noch dankbar und finde ihn immer noch besser als Lehrer als so manchen meiner Hochschuldozenten, obwohl er selber als Spieler nur Durchschnitt war.
     
  5. Claus

    Claus Mod Emeritus

    @Ton Scott

    Ok, und was beweist das jetzt? Dass man das Front-B nicht zum Standard-Griff machen sollte?

    Selbst Greg Fishman behauptet nicht, dass er den Griff immer verwendet. Keine Ahnung, wie er das spielen würde.

    Was ich ziemlich sicher weiß ist, dass ich niemals in der Lage sein werde (und auch nicht anstrebe), diese Sequenz in der von Dir angegebenen Geschwindigkeit zu spielen.

    Insofern wäre es (für mich) schon gar kein Ziel.
     
  6. saxhornet

    saxhornet Experte

    Die Bb Griffe sind für mich ein klassisches Beispiel wo es nicht funktioniert, man braucht alle drei Griffe. Da kann mir Fishman erzählen was er will, ist nicht das erste Mal wo er in meinen Augen daneben liegt, wenn ich ihn auch generell schätze.
     
  7. Claus

    Claus Mod Emeritus

    Da würde er Dir nicht widersprechen.
     
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  8. Gelöschtes Mitglied 5328

    Gelöschtes Mitglied 5328 Guest

    Da bin ich ganz bei Dir.

    CzG

    Dreas
     
  9. Otfried

    Otfried Gehört zum Inventar

    Ja, es gibt tolle Musiker, die einem nix beibringen können, da ist vollkommen richtig. Und es gibt tolle und einfühlsame Lehrer, die nicht Spitze sind, die aber gut vermitteln können. Aber auch die haben eine bestimmte Spielweise, die überzeugt. Muss nicht das schnellste, und nicht das abgefahrenste sein, natürlich nicht.

    In der Auswahl der Leute, von denen man was lernen meint zu glauben wird man u.U. um ein gewisses Ausprobieren nicht herum kommen. Das allein seeligmachende Erfolgsrezept gibt es da, genau so wie bei vielen Saxophonherangehensweisen leider nicht.
     
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  10. GelöschtesMitglied11524

    GelöschtesMitglied11524 Guest

    .
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 19.November.2018
  11. EstherGe

    EstherGe Ist fast schon zuhause hier

    aber selbst wenn ihr die Notenfolge viel langsamer spielt, geht es mit den "normalen" Griffen schlecht.
    Ich bin da auch ein Paradebeispiel, denn ich bin recht faul mit Ausweichgriffen, nun muss ich aber mal schnellere Passagen spielen und schon kommen die Grabbeln nicht nach. Nun muss ich mir mit viel Mühe die anderen Griffe beibringen und über den entsprechenden Noten Vermerke machen.
     
  12. saxhornet

    saxhornet Experte

    Dann lerne bloss nie Klarinette. Da geht es ohne Ausweichgriffe nicht und da gibt es deutlich mehr.
     
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  13. EstherGe

    EstherGe Ist fast schon zuhause hier

    :D niemals versprochen

    das Bb an der Seite ist mir zum Glück gleich beigebracht worden
     
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