Wie ist/war das bei Euch...?

Dieses Thema im Forum "Anfänger Forum" wurde erstellt von Jacqueline, 22.März.2019.

  1. Jacqueline

    Jacqueline Strebt nach Höherem

    Hallo,

    mich würde mal interessieren wie das bei euch mit der Ausdauer beim Spielen ist oder in euren Anfängen (die ersten 2-3 Jahre) war.

    Die Ausdauer ist mein größtes Problem beim Saxophonspielen. Ich habe das auch mit meinem Lehrer besprochen und es liegt einfach an meiner Atemtechnik. Ich hole zu flach Luft. Wir arbeiten daran.
    Ich spiele kein sportliches Setup (2er V16, Vandoren A5S+) und ich habe einfach das Gefühl, dass das bei mir unterdurchschnittlich ist. Und ich spiele sehr regelmäßig. +/- 5* die Woche 1h.
    Ich kann keinen Song von Anfang bis Ende durchspielen. Es ist so verdammt anstrengend. Vllt hab ich irgendeine fasziale Muskelschwäche :-??
    Wir war das bei Euch mit der Ausdauer am Anfang?

    Ich bin relativ zügig in ein Ensemble eingestiegen und da hieß es: Song durchprügeln, hauptsache ihr kommt am Ende an. So hab ich mir diese Macke angewöhnt. Ich werde sie nun schwer wieder los. Sie thront ein bisschen über allem. Und ich denke, dass ich sie mir zusätzlich auch noch gross mache. Psychisch und so :-/

    Bei allen anderen Bereichen habe ich das Gefühl, dass ich Fortschritte mache. Rhythmus, Artikulation, Intonation, Sound. Da geht es voran.
    Aber die Ausdauer.....naja...

    Mich würde einfach mal interessieren wie das bei Euch so war...speziell mit der Ausdauer. Bitte keine weitere Ursachenanalyse bei mir. Das geht über das Internet meist nicht.
    Tipps bekomme ich zu genüge von meinem Lehrer, irgendwann wird sich das hoffentlich legen.
    Aber es ist wirklich das hartnäckigste Problem bei mir.

    Was ist denn Eure größte Baustelle? Wo liegt Eure Stärke?

    Meine Stärke ist, dass ich gerne und regelmäßig übe. Ich sehe das nicht als Zwang, ich habe da schon meinen Rhythmus. Zudem übe ich gerne Technik, da muss ich nicht musikalisch sein xD
    Ich mache immer artig meine Longtones :p

    Ich bin gespannt!
     
    djings und Rick gefällt das.
  2. TycOoN

    TycOoN Ist fast schon zuhause hier

    Ich hatte jetzt keine großen Probleme, meine anfänglichen Stücke waren aber auch sehr kurz. Der Lehrer hat mir aber Atemzeichen eingetragen wo ich atmen darf. das waren dann erst alle 2 Takte und so weiter.
    Die Einteilung der Luft ist natürlich etwas was man lernen muss. Ich musste bei meinem Lehrer wie schon oft geschrieben immer lange Töne aushalten. Also jeden Ton den ich kann so lange aushalten wie möglich kurz verschnaufen und den nächsten.
    Am Anfang waren das vllt so 5 Sekunden. Bis es dann mal ne halbe Minute wurde oder auch länger. Natürlich abhängig der Töne. Ich denke so bin ich mit den Stücken gewachsen.

    Wichtig ist es in den Bauch zu atmen...
    Ich denke es ist eine Frage zwischen Technik und Ansatz und ein kleines bisschen Ausdauer. Deine Lunge ist sicherlich nicht kleiner als die von mir oder sonst wem...
     
    Jacqueline und Rick gefällt das.
  3. SaxPistol

    SaxPistol Strebt nach Höherem

    Ich habe am Anfang den Fehler gemacht, dass ich nicht zu flach, sondern zu tief geatmet habe.
    Das hatte den Effekt, dass ich schon den Drang hatte, erneut zu atmen, obwohl noch genug Luft in der Lunge war, mit der fatalen Folge, dass ich erst den Rest der (nicht mehr guten) Luft ausatmen müsste, um dann wieder frische Luft einzuatmen.
    Das geht natürlich in einem Stück nicht, wenn es fließend gespielt sein soll.
    Mein damaliger Lehrer wies mich darauf hin. Ich habe dann mal probiert, nicht so tief einzuatmen und lieber öfter zu atmen.
    Das hat dann nach einer Weile gut geklappt.
     
    Gelöschtes Mitglied 1142 und TycOoN gefällt das.
  4. Atkins

    Atkins Strebt nach Höherem

    Ich denke auch, dass die richtige Atmung das A & O ist, wenn sonst alles stimmt. Ich selbst hatte das "Glück", mal in ganz jungen Jahren mit der Querflöte an einen guten Lehrer ( war auch der Einzige :) ) geraten zu sein und der hat bei mir sehr auf die richtige Atmung geachtet und mir die richtige Bauchatmung/Zwerchfellatmung dafür iwie beigebracht. Denke aber, dass du dich damit schon beschäftigt hast, ist ja naheliegend.
    Ich habe... toi toi toi... bislang keine Probleme mit dem "Durchhalten".
     
    Jacqueline gefällt das.
  5. Gelöschtes Mitglied 5328

    Gelöschtes Mitglied 5328 Guest

    Das kenne ich auch. Ich kam in Atemnot, weil ich nicht genug ausgeatmet hatte. Fühlt sich aber zunächst so an, als wenn man keine Luft mehr hätte.

    @Jacqueline

    Hast Du mal darauf geachtet? (@Ton Scott hat Recht. Ich ziehe die Frage zurück.)

    CzG

    Dreas
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 22.März.2019
    Jacqueline und kokisax gefällt das.
  6. GelöschtesMitglied11524

    GelöschtesMitglied11524 Guest

    Bitte keine Ursachenforschung heißt?
     
    Gelöschte 11056 gefällt das.
  7. Gelöschte 11056

    Gelöschte 11056 Guest

    Aber ist öfter atmen und weniger Luft einatmen jetzt DIE Lösung?
     
  8. Gelöschtes Mitglied 5328

    Gelöschtes Mitglied 5328 Guest

    Richtig Atmen, also die Luftmenge, die man braucht...das übt sich über die Zeit....das hängt ja von der Länge und Art der Phrasen ab.

    ....auch am Ende einer Phrase, wenn‘s z.B. einen längeren Ton gibt, auch erstmal die ganze Luft rauslassen, bevor man wieder einatmet.

    CzG

    Dreas
     
    Gelöschte 11056 gefällt das.
  9. edosaxt

    edosaxt Strebt nach Höherem

    Nein! @Nemesis
    Regelmässig, unspektakulär, nicht zu tief, nicht zu flach....
    Stück vorher angucken, wo atme ich, Phrasen sehen und dazwischen atmen....
    Zu spät atmen (Das schaff ich noch) schadet, finde ich am meisten....
     
  10. Gelöschte 11056

    Gelöschte 11056 Guest

    Boa, da wär ich jetzt nicht drauf gekommen.:sneaky: Stimmt aber.
    Genau das ist es oft bei mir. Ich schaff es irgendwie, aber das Weiterspielen gerät zum "Überlebenskampf" :D.
     
    edosaxt gefällt das.
  11. Gelöschtes Mitglied 1142

    Gelöschtes Mitglied 1142 Guest

    In einem anderen Thread hatte ich schon geschrieben, dass Kurzatmigkeit nach 2 Lungenembolien ein wesentliches Motiv war, mit dem Saxophon spielen zu beginnen.
    Und zu Anfang habe ich auch den Fehler gemacht, do viel Luft wie möglich einzuatmen.

    Nach kurzer Spielzeit hatte ich das Gefühl zu ersticken. Mein erster Lehret, ein begnadeter Jazzer aber ansonsten völlig ahnungslos, hatte keine Lösung für mein Problem.

    Erst mein zweiter Lehrer, ein studierter klassischer Saxophonist erkannte, dass ich mich nie mit Luftführung und „Luftmanagement“ befasst hatte.

    Wenn ich das Gefühl hatte zu ersticken, lag es daran, dass ich noch zu viel verbrauchte Luft in den Lungen hatte.

    Trotz nach wie vor deutlich eingeschränkten Lungenvolumens kann ich heute Stücke problemlos durchspielen und Töne annähernd gleich lang aushalten wie die meisten Spieler ohne diese Einschränkung.

    LG Bernd
     
  12. Livia

    Livia Ist fast schon zuhause hier

    Das Lungenvolumen unterscheidet sich von Person zu Person, hängt meist auch mit der Körpergröße zusammen (nicht immer).
    Männer sollen ein durchschnittliches Volumen von 4 Liter haben und Frauen 2,7.

    Und ich gehör leider zu denen mit kleinem Volumen (und Körpergröße :-D). Habe mein Maximum an Lufttechnik ausgeschöpft und behelfe mir, wenn es mal nicht anders geht, mit Zirkulartmung.
     
    Zuletzt bearbeitet: 22.März.2019
  13. GelöschtesMitglied11524

    GelöschtesMitglied11524 Guest

    Was Frauen angeblich durch bessere Atemkoordination ausgleichen, wie man sagt.

    Das Problem ist meist nicht zu wenig Luft, sondern falsche Luft - Luft, gegen die man ausatmet.
    „Tote“ Luft sozusagen :)
     
  14. Gelöschtes Mitglied 5328

    Gelöschtes Mitglied 5328 Guest

    Das ist aber für die richtige Atemtechnik irrelevant, da wir ja nur unser eigenes Lungenvolumen kennen und damit leben mit diesem zu atmen.

    CzG

    Dreas
     
    tango61 gefällt das.
  15. Livia

    Livia Ist fast schon zuhause hier

    Das ist klar, aber die Luft ist ja trotzdem schneller alle, wenn weniger in die Lunge passt.
    Ich spreche hier von der Frage, wie lange eine Phrase sein kann bis man wieder Luft holen muss, nicht von Ausdauer und Vertreilung der Atempausen insgesamt.
     
  16. Gelöschtes Mitglied 5328

    Gelöschtes Mitglied 5328 Guest

    Stimmt. Das ist ja eh individuell und weniger vom Geschlecht abhängig.

    Es gibt Leistungssportler mit einem Lungenvolumen von 7 Litern,
    die brauche. „Summertime“ vieleicht gar nicht atmen....:lol:

    CzG

    Dreas
     
  17. Gelöschte 11056

    Gelöschte 11056 Guest

    Viel Kluges von den Profis.

    Und jetzt? :wacky:

    Würde gerne etwas Ausführliches und Hilfreiches darüber LESEN. Frommer Wunsch? :arghh:

    @Jacqueline: da siehst Du meine Baustelle. Meine Stärke ist schnell vom Blatt spielen können, wenns nun nicht gerade 6 # sind. :whistling:
     
    Jacqueline gefällt das.
  18. saxhornet

    saxhornet Experte

  19. 47tmb

    47tmb Gehört zum Inventar

    Sorry, ist jetzt keine "Ursachenforschung", aber ich verstehe das nicht.
     
  20. GelöschtesMitglied11524

    GelöschtesMitglied11524 Guest

    Die goldenen Tips:

    Rudimentäre Kenntnisse aneignen, wie Atmung funktioniert.
    Dann fallen schon 80% der wohlgemeinten youtube- oder sonstiger Online-Hilfen der Absurdität anheim.

    Eigenwahrnehmung verbessern.

    Cheers, Ton
     
    Jacqueline und quax gefällt das.
  1. Diese Seite verwendet Cookies, um Inhalte zu personalisieren, diese deiner Erfahrung anzupassen und dich nach der Registrierung angemeldet zu halten.
    Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies.
    Information ausblenden