Ich bin heute eher zufällig auf die Frage gekommen, als ich im Park mal so paar songs aus dem Heft Jazz Saxophone gespielt habe und da sind ja 16 allgemein bekannte Saxophonisten mit ihrem Stil benannt.
Aber....von den 16 Musikern ist ja kaum jemand so alt geworden, wie ich es jetzt bin und 70 ist eigentlich fast keiner von denen geworden.
Lester Young 50
Coleman Hawkins 65
Ben Webster 64
Paul Gonsalves 54
Gene Ammons 49
Dexter Gordon 67
Zoot Sims 60
Sonny Stitt 58
Sonny Rollins ??
Hank Mobley 56
Harold Land 73 hehehe![]()
Stan Getz 64
Charlie Rouse 64
John Coltrane 41
Joe Henderson 64
George Coleman ???
also iwie alle recht vorzeitig gestorben......vielleicht liegts eher am Musik machen selbst, wenn man bekannt und unterwegs ist, aber da gibts zig Beispiele von anderen Musikern, die das gut überlebt haben![]()
Ist Sax spielen eigentlich gesund???
Dieses Thema im Forum "Eigene (musikrelevante) Themen" wurde erstellt von Atkins, 20.Mai.2019.
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Ich vermute mal es liegt weniger am Saxophon spielen als am Alkohol und anderen Drogen...
Die Frage die sich jetzt allerdings stellt ist, warum soviele Musiker (nicht nur Saxophonisten) diesem Laster anheim gefallen sind?
Liegts am der finanziellen Unsicherheit und dem damit einhergehenden unsteten Lebenswandel, bzw. umgekehrt?djings, Pil und Gelöschtes Mitglied 5328 gefällt das. -
Sonny Rollins ist über 90 und lebt noch.
Viele von den aufgezählten sind frühzeitig auf Grund übermäßigem Drogenkonsum aus dem Leben geschieden.
Ist doch nicht nur bei Saxophonisten so, sondern kommt bei Musikern häufiger vor.
Der Club der 27: Jimmy Hendrix, Janis Joplin, Amie Winehouse.....etc....
Prince, Michael Jackson, George Michael....um die 50.....
An sich ist Saxophon spielen sicher gesund.
Der Waldmeister
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Na dann muss ich mir ja über meine nicht vorhandene Rente keine Sorgen mehr machen
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https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Saxophonisten
vielleicht interessiert es den ein oder anderen
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Mal abgesehen von den Drogen und dem Alkohol, muss man auch die Zeit betrachten in welcher der Künstler aktiv war.
Juju, quax und Gelöschtes Mitglied 5328 gefällt das. -
Wahnsinn und Genie liegen oft nah beieinander?
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Bei den schwarzen Musikern darf man nicht vergessen, was für einen Frust die US-amerikanische Apartheit hervorgebracht hat. Sie durften den Musikkasper für Weiße machen, wurden als "Boys" vorgestellt, mussten die Spielstätte durch den Lieferanteneingang betreten und verlassen, den Lastenfahrstuhl benutzen, in schäbigen Absteigen (oder im Auto) übernachten. Zu manchen Spielstätten mussten(!) sie mit dem Taxi fahren, weil sie als "Farbige" in den Straßen des Viertels nichts zu suchen hatten. Die Plattenbosse (auch von "Race Records") waren weiß, die Clubbetreiber, die Techniker, die Moderatoren - alle waren weiß, hatten stets die Staatsmacht auf ihrer Seite, konnten die "Nigger" nach Belieben bescheissen und ausnutzen. Clifford Brown wäre vielleicht noch am Leben - er wurde bei einem Autounfall schwer verletzt - die erste Frage der "Ambulance", wenn sie angerufen wurde, war in der Regel "white or coloured"?edosaxt gefällt das.
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Ein Zitat aus dem Wikipedia-Artikel über Lester Young:
Er war grundsätzlich freundlich, blieb aber dennoch einsam; einer, der sich in dieser Welt von „one night stands“, Hotelzimmern, Agenten, Saufgelagen in schäbigen Clubs und der Rassentrennung und Diskriminierung nicht zurechtfand, was einen schrecklichen Höhepunkt in seinen Erlebnissen während der Armeezeit fand. -
Mach dir keinen Kopf, Du hast ja diese "kritische" Schallmauer bereits durchbrochen
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warum willst du so alt werden - wir alten sind doch kostenfaktoren.


für die überschrift stifte ich noch ein "ist"Gelöschtes Mitglied 13399 gefällt das. -
ich denke, ohne Sax wäre ich kränker - saxo, ergo sum, wie der Lateiner sagt

Gelöschtes Mitglied 5328 gefällt das. -
Big G geht es auch gut und er spielt sogar öfter mal im Smoke in NYC. Jimmy Heath ist auch noch da, und viele andere eigentlich auch
Das hat sich zum Teil leider bis heute nicht geändert, allerdings für Musiker egal welcher Hautfarbe.
Das ändert natürlich nichts an der schrecklichen Diskriminierung, die die schwarzen Musiker damals zu Zeiten der Rassentrennung erleben mussten.
Man muss bei den Todesursachen auch ein wenig ins Detail gehen. Das hier ist das Buch, was ich immer schreiben wollte, bis ich rausfand, dass es schon existiert:
Unterteilt in natürliche und nichtnatürliche Todesursachen und weitere Unterteilungen, z.B spezifische Krankheiten, Suizide, Unfälle, Drogen-assoziierte Fälle etc..
Sicherlich gibt es viele vorzeitige "lifestyle-associated deaths". Bei vielen wird man es nie genau wissen, warum sie gestorben sind, da wurde sicherlich nicht immer eine Obduktion durchgeführt, und für den Autor des Buches war es auch recht schwierig, in jedem Fall eine Einordnung vorzunehmen bzw ergaben sich auch oft Diskrepanzen hinsichtlich medizinischer Vorgeschichte, Umständen des Todes und offizieller Todesursache.
LG JujuGelöschtes Mitglied 13399, Saxophonia, Lagoona und 3 anderen gefällt das. -
Das hier ist auch noch interessant: Die Lebenserwartung in den USA im Verleuf des letzten Jahrhunderts https://www.seniorliving.org/history/1900-2000-changes-life-expectancy-united-states/
Da geht es uns doch recht gut heutzutage
LG Jujuquax gefällt das. -
Das Buch will ich haben. Unter dem Strich ist das Leben nie gesund, aber wir sind ja auch auf Verfall hin geplant und konditioniert. Wenn dann ein Lebensstil auf der Überholspur in Verbindung mit bestimmten Substanzen dazu kommt, geht's halt schneller dahin. Wie sagte schon Rainer Werner Fassbinder (fast) wörtlich, den ich mal als den "Jazzer" im Film bezeichnen möchte: "Mit Kamillentee hätte ich solche Filme nicht gedreht bekommen." Ja, glaube ich auch.Juju gefällt das.
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Sind eigentlich auch Jazzer im Knast verstorben? Wenn ja, würde dieses Gedicht von Heinz Erhardt passen:
"Das Leben kommt auf alle Fälle aus einer Zelle, doch manchmal endet's auch - bei Strolchen - in einer solchen."
Apropos Heinz Erhardt: der wirkte ja immer recht gemütlich, aber auch war rastlos und ständig unter Strom und.....unter doDos (doppelte Doornkaats), deshalb endete für ihn das Engagement, das man Leben nennt, auch etwas früher als bei anderen.
Merke: auch Humor ist nicht unbedingt gesund. -
Auf jeden Fall gut für den Kopf! Besonders im Alter
Atkins gefällt das. -
Je nachdem - bei den Stars liegt es wohl am Erfolg.
Weiß nicht, ob ich das schon erzählt habe: es war nur ein Konzert eines lokalen, aber beliebten Chores, in dem ich ein paar Jahre war. Also nur irgendein Chormitglied. Es war das alle zwei Jahre stattfindende Konzert, drei Aufführungstermine.
Am Freitag war der "erste Versuch" - ganz gut besucht, brauchbares Konzert geliefert, aber nicht spitze.
Am Samstag sangen wir gut, und der Saal war auch voller. Ein Konzert wie man es von so einem Chor erwartet.
Vor dem Konzert am Sonntag schaute die Chorleiterin in der Garderobe in die Runde, wo alle irgendwie rumhangen und dachte "oh mein Gott, was soll ich mit diesem Haufen anfangen?", wie sie nachher erzählte. Dann traten wir auf - das "Stammpublikum" war da, der Saal war brechend voll. Wir lieferten eine Show, die den Namen verdiente, das Publikum ging mit, und wir schaukelten uns gegenseitig auf. Und die Begleit-Band lieferte uns noch eine zusätzliche Aktion als Einlage. Ich krieg heute noch Gänsehaut.
Nach dem Konzert saßen wir natürlich noch zusammen und schwammen auf dieser Welle noch einige Zeit weiter.
Ich hatte danach drei Tage lang einen "Kater" - nicht vom Alkohol, sondern von den Emotionen. Und ich war nur ein einfaches Chormitglied.
Wie erlebt der "Frontman" ein Konzert, eine Tournee? Was passiert mit ihm? Ich denke mir, dass das gar nicht so leicht zu "packen" ist, der Erfolg wie der Misserfolg, und dass das eben manche zu den Drogen treibt. In "Lady sings the blues" (über Billie Holiday, mit Diana Ross in der Hauptrolle, hat mir gut gefallen) wird das auch so dargestellt.
Es mag wohl wie Leistungssport sein, der dem Menschen alles abverlangt. Und das wirkt sich sicher nicht positiv auf die Lebenserwartung aus.
Ach ja, Saxophon spielen: ich hab neulich einmal recherchiert, was gut für die Lunge ist, weil das bei mir ein Schwachpunkt ist. Unter anderem stand da: lerne ein Blasinstrument, zum Beispiel Saxophon.
Musik machen an sich ist gesund, körperlich und geistig. Es sei denn, man sitzt in einen Sinfonieorchester ohne Gehörschutz. -
Wenn ich richtig informiert bin, erlitt er einen Schlaganfall, der ihm die Möglichkeit nahm, ich sprachlich zu äußern. Und Heinz Ehrhardt war or allem Sprache...
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Fragt doch mal andersrum:
Ist Saxophonspielen ungesund. Ein negativer Befund würde doch schon reichen.djings gefällt das.
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