Monk'sche Frage

Dieses Thema im Forum "Improvisation - Harmonielehre" wurde erstellt von antonio, 5.März.2020.

  1. Amopehe

    Amopehe Ist fast schon zuhause hier

    Kleine Korrektur der kleinen Korrektur, auf die ich persönlich hingewiesen wurde, und der Vollständigkeit noch ergänze, da ich selber ja die Halbwahrheiten moniert habe:

    Intonationsmäßig klingen cis und des (außer auf den Tasteninstrumenten, um die es im Ausgangsthread ging) nicht gleich bzw. sollten nicht gleich klingen.

    Das ist aber eine andere (umfangreiche) Diskussion, die hier nicht aufgegriffen werden sollte - jedenfalls nicht von mir ...
     
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  2. Gelöschtes Mitglied 13399

    Gelöschtes Mitglied 13399 Guest

    Ich will ja nicht unnötig Streit provozieren, wo ihr so nett miteinander sprecht, aber sind diese Korrekturen wirklich nötig? Im Jazz hat man sowieso Vorzeichen und enharmonische Verwechslungen bis zum Umfallen und für den Klang spielt es bei unserer Stimmung (temperiert) doch keine Rolle, ob man Cis oder Des in die Noten schreibt. Außerdem existiert klanglich immer nur eine reine Prime. Der Bezugston kann ja nicht zweimal oder in unterschiedlichen Alterationen vorkommen. Daher C-Db eigentlich sogar eine bessere Beschreibung als C-C#.
     
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  3. djings

    djings Strebt nach Höherem

    @Paul2002
    An mir gehen solche Feinheiten der Theorie - auch das Gröbere - eh wirkungslos vorbei. Aber toll, wer es beherrscht :)
     
  4. Gelöschtes Mitglied 13399

    Gelöschtes Mitglied 13399 Guest

    Die Theorie ist keine Wissenschaft oder Handwerk, sondern ein Gedankengebäude, das jeder für sich baut, um Klangphänomene zu erklären und in Zusammenhang zu bringen. Es ist also nie zu spät, damit anzufangen ;)
     
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  5. ppue

    ppue Mod Experte

    Das kann ein jeder für sich machen. Ich würde aber anraten, die bisherigen Erkenntnisse der Musikwissenschaften ins Gedankengebäude mit einzubeziehen.

    Viele Erkenntnisse beruhen auf recht einfachen physikalischen Grundlagen, so z.B. auf den Teiltönen mit ihren Schwingungs- und Spannungsverhältnissen, die unser Musiksystem eindeutig bestimmen. Wenn einem egal ist, ob ein Db oder ein C# notiert ist, ignoriert man nicht nur die wissenschaftliche Erkenntnis, sondern erschwert anderen auch das Lesen und vor allem das Analysieren eines Notentextes.
     
  6. gaga

    gaga Gehört zum Inventar

    Für mich persönlich sind die Unterschiede zwischen übermäßiger Prime und kleiner Sekunde Erbsenzählerei - wie in unserer Akkordlehre ja auch z.B. #11 und b5 immer wieder Grund für Changesexegese sind und b9 beides sein kann, je nachdem, welche Skala ich verwende.

    Wie ich weiter oben schon beschrieben habe, ist mir persönlich wichtig, dass Akkordfolgen in ihrer Benennung schlüssig sind. Ebm7 - Ab7 - C# geht z.B. überhaupt nicht - Dbm7 - Gb7 - Bmaj7 auch nicht. Wenn ich hier kein Cbmaj7 sehen will, muss es heißen C#m7 - F#7 - Bmaj7. Und wenn ich schon die bezeichnungstechnisch problematische untere Übergangsstelle im Qunitenzirkel überschreiten muss, dann richtig - # ODER b - und geschickte Wahl des Wechsels.
     
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  7. djings

    djings Strebt nach Höherem

    Lieber @ppue
    Bisher hab ich nur Instrumente gespielt, die bei Db und C# gleiche Griffe haben. Wie mache ich da einen Unterschied hörbar? Lg
     
  8. Jacqueline

    Jacqueline Strebt nach Höherem

    Achtung, Amateurantwort:

    Es gibt keinen hörbaren Unterschied, es erklingt der gleiche Ton.

    Die Töne werden bloss unterschiedlich niedergeschrieben.

    Ein bisschen wie Synonyme. Meinen das Gleiche, man nennt es aber mal so mal so.

    Aber es gibt Regeln dafür, wann man welche Bezeichnung benutzen muss.

    Die ich selber noch nicht verstanden habe :p

    Ohje, ich hoffe das stimmt. Bitte um Korrektur bei Fehlerhaftigkeit.
     
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  9. Gelöschtes Mitglied 13399

    Gelöschtes Mitglied 13399 Guest

    Sie klingen tatsächlich nicht gleich, sondern, soweit ich weiß, Db etwas höher als C# (auch hier: ihr könnt gerne korrigieren) . Aber halt nur in einer nicht-temperierten Stimmung. Wenn du mit Geigern und Sängern arbeitest, kann es höchstens sinnvoll sein, da eine Unterscheidung zu machen. Meines Erachtens.
     
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  10. Gelöschtes Mitglied 13399

    Gelöschtes Mitglied 13399 Guest


    Bei chromatischen Annäherungen von unten #, von oben b, soweit ich weiß. Ansonsten, was der Skala entspricht (in G harmonisch Dur kein Dis sondern ein Es z.B.)
     
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  11. gaga

    gaga Gehört zum Inventar

    Hier ist die passende Seite von Wikipedia mit den Verhältniszahlen, auf die sich ppue u.a. berufen. Für Musikwissenschaftler ist das sicher interessant, für die Aufführungspraxis eines Jazzmusikers eher weniger.

    upload_2020-3-16_20-55-28.png
     
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  12. gaga

    gaga Gehört zum Inventar

  13. Jacqueline

    Jacqueline Strebt nach Höherem

    :jawdrop:

    ....

    Musiktheorie :cautious:
     
  14. djings

    djings Strebt nach Höherem

    Oje. Ich hatte schon immer Probleme, einen Unterschied zu hören, wenn es hieß: du musst lala spielen und nicht lala...
     
  15. Gelöschtes Mitglied 13399

    Gelöschtes Mitglied 13399 Guest


    Ist nicht so als wäre ich hier der Vollprofi, der alles nach Gehör spielt und kein Stück verkrampft ist, aber ich kann nur wieder betonen, dass Musiktheorie Spaß macht und nur kompliziert ist, wenn man sie falsch angeht. Auch wenn @ppue sehr viel weiß und kann, ist seine Anmerkung, wie @gaga sagte, in der Praxis nicht so wichtig. Und man sollte ja erstmal den Kram lernen, der einem im Musikalltag begegnet, bevor man spitzfindig wird. Erst rechnen lernen, dann Mathe studieren.
     
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  16. ppue

    ppue Mod Experte

    Auch hier wieder ein Einspruch, sorry dafür.

    Ich kenne genug Amateure, die sich die ungewohnten Tönchen wie E#, oder auch nur Gb, enharmonisch übersetzen und über die Noten schreiben. Das mag ja fürs Erste reichen. Es reicht aber nicht, wenn du etwas weiter kommst. Du verbaust dir mit der Übersetzung den Zugang zu den schwierigeren Skalen. Denn da ist die Verwirrung dann vorprogrammiert.

    Nehmen wir an, da kommt ein Ab-Dur auf dich zu und du übersetzt alle Töne fein in die dir genehme Form, also diese Noten

    Ab Bb C Db Eb F G Ab

    in diese

    G# Bb C C# D# F G G#

    Heraus kommt eine Leiter, die für mich undenkbar und praktisch auch kaum zu erlernen ist. Kommen nun im Notentext noch zusätzliche Kreuzchen, B-chen und Auflösungszeichen dazu, dann bist du hoffnungslos verloren.

    Die Stammtöne sind A H (B) C D E F G. Und alle Dur- und Moll-Tonleitern werden von diesen Stammtönen abgeleitet. Es gibt keine Dur- oder Moll-Leiter, wo eine Stammbezeichnung doppelt vorkommt.
     
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  17. antonio

    antonio Gehört zum Inventar

    Vielleicht müsste man diesen Fred mal aufteilen- hat ja schon lange nichts mehr mit der Ursprungsfrage zu tun. Nicht das es für mich ein Problem wäre- ich hab ja bekommen, was ich wollte :)
    Aber finden tut man so wohl nix mehr und es scheint doch ein Thema zu sein, was ihr da jetzt diskutiert.

    LG
    antonio
     
  18. djings

    djings Strebt nach Höherem

    Liebe @Jacqueline
    Entschuldige, dass ich deine Antwort vom 8. März erst jetzt gesehen habe zu den Sekunden! Vielen dank! Schön erklärt!
    Lg und angenehmen Tag! Ingrid
     
  19. djings

    djings Strebt nach Höherem

    Nun ist für mich auch dieser Begriff geklärt. Danke!
     
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  20. Jacqueline

    Jacqueline Strebt nach Höherem

    Aber auch falsch ;-) Die anderen Beiträge bitte auch lesen.
     
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