Glissando

Dieses Thema im Forum "Anfänger Forum" wurde erstellt von Supersol, 4.Januar.2021.

  1. Supersol

    Supersol Ist fast schon zuhause hier

    Hallo Ihr Lieben,

    ich hätte mal die ein oder andere Frage zum glissando ....

    1. Manchmal ist ja nur eine Note mit Bogen oder Treppchen etc. angegeben. Wenn 2 angegeben sind, ist die erste dann wohl die Startnote und die zweite die Endnote. Wie weit wird gespielt, wenn nur eine Note angezeigt wird?

    2. Welche und wieviele Noten werden da gespielt? Die Noten der Tonleiter, in der das Stück an der Stelle steht?

    3. Wie übt man das und wie lange habt ihr gebraucht, bis ihr das konntet? (ja - ist ne lustige Frage :D)

    Momentan habe ich ja genug zum beüben, aber mich interessiert das einfach mal und ich finde es auch ehrlich gesagt schon sehr :D, wenn man es denn kann.
     
  2. Gelöschtes Mitglied 5328

    Gelöschtes Mitglied 5328 Guest

    Im Grunde vom Ausgangston chromatisch runterspielen und die Töne ins Nichts laufen lassen.

    Wobei es gar nicht darauf ankommt präzise chromatisch zu spielen. Die Tonleiter tut es auch. Auch reichen schon drei, vier Töne aus.

    Ich habe es mir für „Pink Panther“ angeeignet, weil es da ein sehr prägendes Stilmittel ist.

    Wie lange es gedauert hat?

    Weiß ich nicht, ging aber recht schnell.

    Und es kommt drauf an, von welchem Ton Du startest, wie geschmeidig die Folgegriffe laufen.

    Nach oben schwieriger als nach unten, wie ich finde.

    CzG

    Dreas
     
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  3. scenarnick

    scenarnick Admin

    Wenn das Treppchen vor der Note steht ist sie die Zielnote, wenn das Treppchen dahinter steht ist es so, wie @Dreas sagt. Die Note ist Start und Du lässt auslaufen
    Wenn zwei verbunden sind, so viele, wie Du kriegst :) Auch hier hat @Dreas schon in eine Richtung gedeutet. Ne diatonische (normale) Tonleiter klingt meist recht "dröge". Wenn es über weite Distanzen geht kann es auch gerne pentatonisch oder so sein.
    Ich sag's Dir, wenn ich fertig bin :)

    Nein, im Ernst, ich hab mich gerade auch mit dem Thema befasst um mein Spiel - trotz Anfänger Status - etwas aufzupeppen. Für mein Empfinden kann es schon einen sehr schönen Effekt haben, wenn Du einen Ganzton unter dem Zielton startest (in Deinem Fall #1 mit geschriebener Endnote) und dann chromatisch hochgehst. Also allein schon ein schnelles "Anschleichen" an das H mittels A A# H oder an das E mittels D D# E kann genug sein. Da gibt es Kombis, die greifen sich gut, andere greifen sich bescheiden und laufen entsprechend unrund. Für mich mache ich es im Moment so (auf der Stufe, auf der ich mich gerade abrackere), dass ich das Glissando gerade so spiele, dass die Töne noch als "einzeln" zu erkennen sind, aber nicht, dass es wie eine 32-tel Kette wirkt. Wahrscheinlich ist das nicht der Weisheit letzter Schluss, aber hilft mir bei der Selbstkontrolle.
     
  4. Dsharlz

    Dsharlz Ist fast schon zuhause hier

    Tach,

    wobei man - falls gewünscht - den Effekt durch ein zusätzliches leichtes bending ab- oder aufwärts verstärken kann, was eigentlich durch Notation des Bogens gemeint ist,
    die Wellenlinie (auch "Treppchen" - das war mir neu) meint eine gegriffene Tonfolge,

    die anglo-amerikanische BigBand-Literatur bezeichnet diese Situationen mit Ausdrücken wie: fall/falloff - doit - flip/turn - smear - plop - rip
    Dsharlz
     
  5. Gelöschtes Mitglied 5328

    Gelöschtes Mitglied 5328 Guest

    Stimmt. Da wir ja eigentlich gar kein „echtes“ Glissando spielen können.

    Das können nur Instrumente ohne fest definierte Tonhöhe, wie z. B. Saiten- oder Blechblasinstrumente.

    CzG

    Dreas
     
  6. Wuffy

    Wuffy Gehört zum Inventar

    Posaune ist dazu ideal...da rasten keinerlei töne ein.

    Aber dementsprechend auch nicht so einfach die Töne intonationssicher zu treffen.
     
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  7. Supersol

    Supersol Ist fast schon zuhause hier

    Sehr schöne Antworten - das macht es mir schon klarer.
    Sehe ich das dann richtig, dass es da keine richtige Festlegung gibt, wie viele und welche Töne - muss man dann in dem Stück entscheiden quasi, was am besten läuft und machbar ist?
    Und die Wellenlinie sind dann quasi einzelne Töne und der Bogen deutet eher auf Bending hin? Hab ich das richtig verstanden?
     
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  8. giuseppe

    giuseppe Gehört zum Inventar

    Reden wir über falls oder glissando?
     
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  9. scenarnick

    scenarnick Admin

    Für mich ist das mit der Wellenlinie notierte ein Glissando. Der Begriff "Fall" ist mir jetzt nicht geläufig. Ist das einfach ein abwärts-Glissando? Wie würde das notiert aussehen?

    @Supersol - welcher Bogen? Auch hier mal ein Schnappschuss aus Noten würd's klarer machen
     
  10. Gelöschtes Mitglied 5328

    Gelöschtes Mitglied 5328 Guest

    Probieren! Erlaubt ist, was gut klingt.

    Falls sind eine Form des Glissando.

    CzG

    Dreas
     
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  11. Supersol

    Supersol Ist fast schon zuhause hier

    Aha - habt mir gut weitergeholfen :):danke:
     
  12. Dsharlz

    Dsharlz Ist fast schon zuhause hier

    1. + 2. Gliss: gegriffen
    3. Fall (ist in diesem Fall keine Grammatik): Ansatz lockern
    Dsharlz Gliss+Fall.jpeg Gliss+Fall.jpeg
     
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  13. GelöschtesMitglied11578

    GelöschtesMitglied11578 Guest

    Ich hab das sehr viel geübt ... bringt auch andere Effekte mit sich.

     
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  14. Ralph

    Ralph Ist fast schon zuhause hier

    Bei uns auf dem Land hören sich die Pferde so an (und bewegen sich auch so) :duck:
     
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  15. Ralph

    Ralph Ist fast schon zuhause hier

    Da ich damit auch gerade kämpfe ...
    ein schönes chromatische Glissando bekomme ich mittlerweile recht flüssig hin,
    aber es ist im gespielten Stück eigentlich trotzdem immer zu langsam.
    Was mir hilft:
    den Lauf nicht per Fingerbewegung spielen, sondern aus dem Handgelenk
    (aufwärts: Finger durch Handgelenkdrehung von unten nach oben seitlich von den Tasten wegziehen,
    abwärts: Finger durch Handgelenkdrehung auf die Tasten "werfen" (Abfolge von oben nach unten))
    Das ist natürlich vergleichsweise unsauber, macht aber in dem Fall nichts.
    Bringt erheblich höheres Tempo, als die Finger (aus dem Fingergelenk) einzeln abzulegen oder zu lupfen.
    Man muss dabei logischerweise auf einige Halbtöne verzichten, und das klappt natürlich auch nicht
    ganz so gut am Registerwechsel.
     
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  16. scenarnick

    scenarnick Admin

    Hm - nach Lektüre eurer Beiträge und Anschauen des Videos ist eine Frage von @Supersol noch nicht beantwortet.
    Im Video scheint er komplett über zwei Oktaven zu „glissandieren“. Scheint mir heftig viel. Gibt‘s da eine Richtgröße?
     
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  17. tango61

    tango61 Strebt nach Höherem

    War es nicht so das bis 18oo das glissando abwärts auf die Zielnote gespielt wurde, und nach 1800 von der Zielnote aufwärts?
     
  18. GelöschtesMitglied11578

    GelöschtesMitglied11578 Guest

    Pferde hin oder her ... kann man lustig finden.

    Mal kurz probiert und man lacht etwas weniger ...


    .... am Ende wirds eine landing note sein. Je nach Takt entweder die neue 1 im Neuen Takt mit den entsprenchenden landing notes oder im alten Takt - dann wahrscheinlich eine der guidetones ... Es kommt drauf an welche Funktion das gliss hat. In der Regel wird es ins nichts gehen - also mit dem "Fall" und der Dynamik ins nichts. Ist es eine Verbindung ist ja klar wohin die geht und endet. Die Frage ist nur wie flüssig man da hin kommt. Chromatisch bietet sich schon deutlich an. Starton und Endton werden wahrgenommen. Also sollte beide ind harmonische Geschehen funktional passen. Wenn man von einen G7 zu einem Cmaj7 ein gliss von F# nach Bb abfallen lässt und auf den betonten Zählzeiten startet und landet, dann wird das deutlich unharmonischer Wahrgenommen werden wie ein gliss von B nach E abwärts.


    Wie weit ist melodisches Gespür und von der Zeit abhängig die man hat.

    Ich finde, dass er im Video sehr gut Zeitgt worum es geht. Keine Note auslassen ist da echt schon eine Ansage und eine gute Übung vor allem über den Oktavwechsel. Sollte man so oder so gut laufen drauf haben für Aproaches und anders absolut zu Empfehlen. Wie weit ist dabei einfach auch am Ende der Technik geschuldet.



    ... ich finde die Technik aus dem Video für vieLäufe zwischen den Akkordtönen bei der Impro und gehe mit jedem Lauf einen Halbton höher. Gleiche Technik anderer Effekt.
     
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  19. scenarnick

    scenarnick Admin

    Das Video ist definitiv kein „Tutorial“, sondern eher eine Demonstration und als solches gut. Die Kernaussage ist klar: chromatisch und versuchen, alle Noten zu treffen. Ab hier ist es wie Du sagst, @Feuerstreuer: es hängt von der Zeit und den technischen Fähigkeiten ab.

    Nichtsdestotrotz kann man sich gewissen Assoziationen nicht ganz verschließen und darf belustigt sein, bevor man selbst von der harten Realität seiner eigenen (Un-) Fähigkeit eingeholt wird.

    Die Anregung für die Impro ist ein guter Hinweis. Danke!
     
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  20. 47tmb

    47tmb Gehört zum Inventar

    Hmmmm…. Wie lange nen Glissando und auch ein fall zu spielen ist? Gibt es da Regeln?

    Ich denke:
    a) Wenn ich alleine spiele, so lange, wie ich es als richtig und passend empfinde
    b) Wenn ich im Satz spiele, so lange wie Cheffe es vorgibt.

    Cheerio
    tmb
     
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