Könnt ihr eure Lieblingssaxophonisten sofort erkennen?

Dieses Thema im Forum "Eigene (musikrelevante) Themen" wurde erstellt von Gelöschtes Mitglied 5328, 17.August.2021.

  1. Gelöschtes Mitglied 5328

    Gelöschtes Mitglied 5328 Guest

    Grade höre ich eine Playlist auf Spotify im Hintergrund (bin dabei das Abendessen vorzubereiten).

    Auf einmal merke ich bei einem Stück auf….das ist doch Scott Hamilton?….Richtig, war er, einer meiner Lieblingssaxer.

    Einige andere gibt es auch, die ich sofort erkenne:

    Stan Getz, Paul Desmond, Ben Webster, Lester Young

    Charlie Parker, David Sanborn erkenne ich auch meist, obwohl ich sie nicht mag.

    Geht euch das auch so?

    CzG

    Dreas
     
  2. Gelöschtes Mitglied 13399

    Gelöschtes Mitglied 13399 Guest

    Natürlich. Umso mehr man sich mit dem Saxophon beschäftigt, umso mehr hört man die Nuancen wie beim Sprechen. Wenn du einen Amateur regelmäßig hörst, erkennst du auch den früher oder später am Klang, insofern du oft genug Saxophon hörst/spielst.

    Scott Hamilton habe ich erst vor kurzem für mich entdeckt (ist ja für meine Verhältnisse schon fast avant garde, da noch am Leben), aber ich bin hin und weg :headphone:.
     
  3. Jacqueline

    Jacqueline Strebt nach Höherem

    Mein Freund hört sich gerade durch "bekannte" Jazzalben. Ich hab ihn wohl doch ein wenig auf den Geschmack gebracht.
    Im Auto lief letztens "Kind of Blue" und da hat mich mein Freund gefragt, ob ich den Saxophonisten kenne (als das Alt spielte).
    Wusste ich sofort: Cannonball Adderly. Wenn man den einmal gehört hat, erkennt man ihn wieder.
    Ich habe das Album nie gehört. Den Tenoristen habe ich allerdings nicht erkannt. Ich glaub es ist Coltrane. Ups :-?

    Man erkennt das wieder was man hört. Oder die, die einen einmaligen Sound haben: Desmond oder Cannonball.

    Oder die, die man nicht hören kann. Das ist bei mir zB Webster und Hodges oder Sydney Bechet.

    Und ich denke je mehr man von Jazzharmonik versteht desto eher erkennt man die Musiker auch an ihren Phrasen, nicht am Sound.
    Bzw ist das meine Vermutung. Bestätigen kann ich das nicht, weil ich davon zu wenig Ahnung habe.
     
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  4. Gelöschtes Mitglied 5328

    Gelöschtes Mitglied 5328 Guest

    Stimmt….;)

    CzG

    Dreas
     
    Jacqueline gefällt das.
  5. Jacqueline

    Jacqueline Strebt nach Höherem

    Baptiste Herbin würde ich auch sofort erkennen. Höre ich aber eben auch - ein paar Sachen ;-)
     
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  6. Gelöschtes Mitglied 13399

    Gelöschtes Mitglied 13399 Guest

    Hab neulich eine Session mit Benny Goodman und Charlie Christian gehört und dachte kurz, Lester Young wäre dabei. Dann hörte ich aber die Bebop-Licks und es war klar, dass Don Byas am Tenor war.
     
  7. claribari

    claribari Ist fast schon zuhause hier

    Ja, mir geht es auch so.
    Grundlage ist allerdings weniger der zu "hörende Ton" (Desmond ausgenommem) sondern sind mehr die Phrasierungen. Da ich selbst ausschließlich nach Gehör spiele merke ich bei mir selbst, daß sich insbes. beim Improvisieren bestimmte "Abläufe" immer wieder "einschleichen"....
    Aber auch Saxer wie Sammy Rimmington, Cpt. John Handy, Emanuel Paul u.a. "New-Orleanser"machen das, auf Sax und für mich auch noch deutlicher erkennbar auf der Klarinette.
     
  8. Gelöschtes Mitglied 1142

    Gelöschtes Mitglied 1142 Guest

    Neun, kann ich nicht. Vielleicht könnte ich es, wenn ich wollte. Es interessiert mich schlichtweg nicht. Da bin ich wirklich Banause.
    Ich unterteile Musik lediglich in „gefällt mir gut“ und „gefällt mir nicht“. Zudem in diversen Abstufungen dazwischen.
     
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  9. antonio

    antonio Gehört zum Inventar

    Einen Lieblingssaxophonisten hab ich nicht- aber den einen oder andern erkenne ich natürlich auch sofort, Dexter Gordon, Sony Rollins, Cannonball...
    hier oder dort habe ich mich allerdings auch schon getäuscht.

    Schwierig ist es manchmal, wenn einer spielt wie z.B. Ben Webster- ich höre oft Radio Swissjazz, da gibt es immer mal wieder Leute, welche ziemlich gut einen chakteristischen Sound nachahmen können, so dass man schon mal getäuscht werden kann.

    antonio
     
  10. Atkins

    Atkins Strebt nach Höherem

    Geht mir ähnlich wie Bernd, ich könnte wohl , aber es interessiert mich überhaupt nicht. Es ist bei mir komischerweise so, dass ich eh kaum noch Musik höre, geschweige denn Lieblingssaxer habe, gar nicht.
    An einem Tag wie heute, wo ich gut ne Std. Querflöte gespielt habe, dito ne Std. Gitarre und dann noch 3 Std. Sax im Proberaum, reicht es mir völlig, ...ich mag dann keine Musik mehr hören und so geht es mir fast tgl und immer. Wobei ich nun nicht jeden Tag so viel spiele, manchmal gar nicht, oft nur ne Std. Aber manchmal eben auch gerne 3 Std. Sax. Aber Musik hören kommt kaum vor, ich greife dann meist eher zur Westerngitarre.
     
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  11. Jacqueline

    Jacqueline Strebt nach Höherem

    Hut ab, ich kann nicht so lange spielen bzw üben.
    Ich mache immer 20 Minuten Einheiten mit kurzen Pausen, davon dann an guten Tagen 3 Stück.

    Ok, aber ist OT. Sorry.
     
  12. Gelöschtes Mitglied 1142

    Gelöschtes Mitglied 1142 Guest

    Geht mir auch so. Und wenn, dann mit Ruhe und Muße ausgewählte Musik meiner Lieblingsbands und Lieblingsinterpreten aus den 60er und 70er Jahren. Dazwischen mal was von Diana Krall oder Marla Glen.
    Als Berieselung während irgendwelcher Tätigkeiten oder beim Auto fahren finde ich die Geräuschkulisse extrem nervig.
     
  13. Atkins

    Atkins Strebt nach Höherem

    @...( die ich nicht habe)Jacqueline Ich habe einfach Zeit dafür.....hatte ich vor 40 Jahren auch, aber dann beruflich bedingt ewig lange nicht mehr. Jetzt geht es wieder.

    @Bernd geht mir auch so.....habe schon so manchmal die Befürchtung, dass ich musikalisch in den 70 er Jahren hängen geblieben bin :)
    Und Musik als Berieselung fand und finde ich schon immer ganz fürchterlich....aber damit sind wir sicher nicht allein.


    So...jetzt aber wieder zu den Lieblingssaxxern..die ich nicht habe.
     
    Zuletzt bearbeitet: 17.August.2021
  14. mato

    mato Strebt nach Höherem

    Mir geht es komischerweise so, dass ich die meisten zeitgenössischen Saxophonisten nicht gut auseinander halten kann. Da scheint es gewisse Moden zu geben, was cool klingt und so spielen dann halt fast alle die es können. (Das war jetzt eine maßlose Übertreibung ;))
    Von den alten Heroen erkenne ich zum Beispiel Coltrane, Adderley, Parker und vielleicht Sonny Rollins sofort. Am Stil - und weniger am Sound - erkenne ich sofort Eric Dolphy und den fabelhaften Lucky Thompson auf dem Sopran.
    Obwohl ich Hank Mobley sehr oft gehört habe, würde ich mir nicht zutrauen, ihn immer zweifelsfrei zu erkennen.
     
  15. Gelöschtes Mitglied 5328

    Gelöschtes Mitglied 5328 Guest

    Hihi…..das kenn ich nur zu gut als Radio SwissJazz Hörer!

    CzG

    Dreas
     
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  16. Wuffy

    Wuffy Gehört zum Inventar

    Wenn man nie Jazz hört, kann man nicht beantworten.
     
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  17. GelöschtesMitglied11524

    GelöschtesMitglied11524 Guest

    Like für den letzten Satz.
    Alleine der Gedanke "eine Playlist zu hören" (heißt die dann Playlist Kartoffelschälen?) gefällt mir überhaupt nicht.
    Ich könnte dann auch gar nichts erkennen. Oder umgekehrt - wenn ich Brecker oder Henderson im Hintergrund hörte, würde ich mich in den Finger schneiden, weil ich zuhören müsste.
    Aber gottseidank - jeder nach seiner Façon.
    Und man müsste auch nichts schreiben, wenn es da nicht so großartige Saxophonisten im Rock oder R&R gäbe.
    Sam Butera z.B. würde ich erkennen, Clarence Clemons auch.
     
  18. Wuffy

    Wuffy Gehört zum Inventar

    Reschpäckt......leider spielt mein altes Dampfradio in der Werkstatt nur SWR 1......Mischmasch aus Nachrichten, Reportagen, Leute der Woche (sehr interessant) und eben musikalisches Mainstream-Allerlei aus den größten Hits aller Zeiten.

    Schande über mein Haupt für solch "uncooles" Verhalten....liegt wohl am Alter ?

    Alles eben eine Frage der persöhnlichen Hörgewohnheiten.

    Gr
     
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  19. scenarnick

    scenarnick Admin

    Ich finde gerade die Playlisten der großen Anbieter spannend, weil sie Titel beinhalten, die ich so nicht "auf dem Radar" habe. Gerade über solche "Kartoffelschäl" Playlisten hab ich schon viel entdeckt und dann tiefer geforscht und gehört. Also ganz verdammen sollte man das nicht, aber
    Auch da bin ich bei Dir - sobald man zuhört - und das tut man meist ganz automatisch - sollte man scharfe Waffen nicht in der Hand haben :)

    Zum Thema
    Ja, im Rahmen der Saxophonisten, die ich kenne. Jede(r) hat eine charakteristische Stimme. Von denjenigen, die einfach nur imitieren ohne einen eigenen Stil zu haben rede ich hier nicht.
     
    Rick gefällt das.
  20. claribari

    claribari Ist fast schon zuhause hier

    ...wieso??? is doch hyggelig!
     
    47tmb gefällt das.
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