Frage zum Kauf eines JTS 1100Q

Dieses Thema im Forum "Saxophone" wurde erstellt von Alex_Usarov, 29.August.2023.

  1. Aerophon

    Aerophon Ist fast schon zuhause hier

  2. Alex_Usarov

    Alex_Usarov Ist fast schon zuhause hier

    Hi. Ich habe jetzt Yts 480 und Jts 1100q eingespielt, mit Vandoren v16 Kautschuk und Metall. Yts 480 hat einen sehr kernigen zentrierten Sound, auch mit Kautschuk. Der Sound von Jts 1100q ist das völlige Gegenteil: sehr dunkel, butterweich, breit und zerstreut. Aber mit v16 Metall mit einer engen Kammer lässt er sich gut zentrieren und wird für michvsehr interessant. Also gerade tendere ich stark zur Kombination Jts 1100q + V16 Metall. Werde aber noch ein paar Monate Alt weiter spielen, bis die Entscheidung endgültig fällt. Liebste Grüße
     
  3. Alex_Usarov

    Alex_Usarov Ist fast schon zuhause hier

    Hallo liebe Freunde. Am Dienstag, 26.09. findet bei uns im BIX ein recht außergewöhnliches Konzert statt: es machen das Ganze lediglich vier Saxophone (Bari, Tenor, Alt und Sopran). Wenn Ihr zufällig in der Gegend seid - herzlich willkommen. Liebste Grüsse ausm Schwabenländle, Alex
    http://www.bix-stuttgart.de/veranstaltungsdetails/7330
     
  4. AltoBari

    AltoBari Ist fast schon zuhause hier

    Alter Thread, durch Zufall drauf gestoßen.
    Wie sind die Erfahrungen nun nach über 2 Jahren?

    Ich kann für mich hinsichtlich Jupiter folgendes beisteuern.

    Vor ca. 25 Jahren stand ich vor der Entscheidung zwischen einem Jupiter Tenor (Reihe habe ich nicht mehr auf dem Schirm) und einem deutlich teureren Yamaha YTS62 was es dann auch geworden ist.
    Gut,. Äpfel mit Birnen kann man nicht vergleichen...aber: mich erstaunt schon, dass heute Händler und auch teils Saxdocs immer noch die alten qualitativ und klanglich zu vernachlässigenden alten Jupiter der 5er Reihe als Argument gegen diese Marke hernehmen.

    Habe mir erst letztes Jahr ein Jupiter JSS 1100Q (Sopransax) zugelegt.
    Der Händler, bei dem ich es extra bestellt habe, wollte mir aber unbedingt was teureres Richtung Yani, etc. andrehen, weil man ja Jupiter nur kaufen würde, wenn die Ansprüche nicht so hoch wären oder das Budget kann.
    Am liebsten hätte ich ihm das Instrument "aufgesetzt", zumal sich herausstellte, dass er selbst gar kein Sax spielen kann...

    Aber zurück zum Thema: habe seit ca. 30 Jahren ein Yamaha YAS62...tolles robustes Instrument, keine Frage.
    Aber stünde ich heute vor der Entscheidung, würde ich eher zu Jupiter tendieren. Qualitativ haben die über die Jahrzehnte mächtig aufgeholt. Verarbeitung tip top und super Sound.

    Ach ja, hatte ein schon mal ein Yamaha YSS475II bestellt gehabt und nach 2-wöchigem Test enttäuscht zurückgegeben.
    Kein Vergleich mit dem super Sound des Jupiter, welches zusätzlich über zig Features wie verstellbare Oktavmechanik, anpassbare Palm-Keys, etc. verfügt.

    Wird man heute mit einem Jupiter in der Hand aufgrund alt eingesässenen Vorurteilen zunächst belächelt,
    macht so mancher große Augen, wenn das Instrument zum Klingen gebracht wird...ausserdem mehr als Budget-freundlich.

    P.S.: merke gerade...eigentlich müsste ich Geld vom Hersteller verlangen für diese Zeilen ;-)
    Bekomme dafür aber leider keinen Cent!
     
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  5. Alex_Usarov

    Alex_Usarov Ist fast schon zuhause hier

    Hallo @AltoBari,
    Meine Erfahrung bezieht sich bei Tenoren ausschließlich auf JTS 700Q, ich habe es vor 3 Jahren bei Ebay für 550 Euro deutlich gebraucht gekauft und spiele es immer noch und immer noch gern.
    In diesen drei Jahren habe ich lediglich die Folgen zweier Stürze und einer Mega-Ölung) beheben müssen, die Mechanik funktioniert ohne jegliche Eingriffe einwandfrei. Mit manchen Mundstücken und Blättern klingt es etwas blechern, aber das tut es auch TWO1, so zumindest mein Empfinden.
    Mit dem Otto Link NY 7" musste ich ziemlich viel intonationstechnisch zwischen Oktaven ausgleichen. Mit dem neuerdings meins gewordenen Berg Larsen mit einer großen Kammer und gleicher Öffnung (105) geht es wesentlich einfacher.
    Mit Yamahas, bis auf Custom 875 EX bin ich nie warm geworden.
    Kurz gesagt, ich kann ein 700Q als Schülerinstrument uneingeschränkt empfehlen, auch Alt. 1100Q verkauft sich, so viel ich weiß, schlecht. Warum weiß ich nicht.
    Wenn Du sonst Fragen hast - gerne. Liebe Grüße, Alex.
     
  6. AltoBari

    AltoBari Ist fast schon zuhause hier

    Ich kenne die Verkaufszahlen fürs 1100Q Alt nicht, das es ja m.W.n. in 4 verschiedenen Finish gibt...
    Wenn aber teils absolut inkompetente Händler allein beim Wort Jupiter schon die Nase rümpfen und das Standardargument bringen, man solle doch lieber einige hundert € mehr investieren, um was "Gescheites" zu bekommen, wundert mich das nicht. Ach ja, was mir gegenüber auch schon "argumentiert" wurde...ich solle doch an den Wiederverkaufswert denken.

    Gut, ich weiss ja nicht wie Ihr darüber denkt. Aber wenn ich mich für ein Instrument entscheide...und das kaufe ich ja nicht mal kurz im Vorbeigehen, denke ich nicht gleich daran, es wieder abzustoßen ;-)

    Welches Fazit ziehe ich persönlich: die Leute sollen die Instrumente ruhig schlecht reden, dann bleiben die Preise auf günstigem Niveau :)
     
  7. Alex_Usarov

    Alex_Usarov Ist fast schon zuhause hier

    Also unser Lokalguru Sepp Distler hat mir mal Jupi 700 q wärmsten empfohlen und behauptete, die wären Yamahas im gleichen Preissegment klar vorzuziehen. Es könnte aber sein, dass er bei Jupis konditionstechnisch besser dran wäre).
     
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  8. Aerophon

    Aerophon Ist fast schon zuhause hier

    Jupiter sind keine schlechten Instrumente. Ich würde nur dort kaufen, wo eine vernünftige Werkstatt dahintersteht.
    Meine Erfahrungen basieren auf einem JTS-2089, das ich am Ende der Produktion neu gekauft hatte. Es war damals als Profi-Instrument gedacht und wurde vor ca 15 Jahren vom Markt genommen. Preislich lag der Marktpreis zwischen einem 62 und 82z YTS. Der Klang war deutlich voller und für meine Ohren besser als die damalige Artist Serie 989.
    Leider hat das Jupiter nicht daran gehindert bei der Fertigung zu schludern. Ein Tonloch der Palmkeys sowie e und d waren nicht eben. Die Achse des Seiten C musste eingezogen werden, da die Achse Spiel hatte mit der Folge, dass das Polster variabel aussetzte nicht immer dicht war und das Sax zum Überblasen tendiert hat. Der S-Bogen hatte einen minimalen Pull-Down ab Werk. Sowas entgeht nur einem Anfänger, der noch keine Ahnung hat, würde mir heute nicht mehr passieren.
    Nachdem alles behoben war, spielte es sich sehr gut und intonierte besser als ein Yamaha YTS-62.
    Die Qualität mag heute eine andere sein, dennoch traue ich Jupiter nicht über den Weg. Würde ich nochmals Jupiter kaufen, dann nur nach sehr gründlicher Prüfung.
     
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  9. AltoBari

    AltoBari Ist fast schon zuhause hier

    Klar, Vorteil wenn man weiss, wo man schauen muss.
    Ich hab beim Kauf meines Instruments im Grunde nur die Haptik meines Yamaha 62 zum Vergleich gehabt.
    DAs Jupiter fühlte sich im Grunde genauso an. Meine Finger waren gleich am richtigen Ort und mussten nicht erst ertastet werden.
    Druckpunkt gut...auch nicht mehr der Gewichtsunterschied von vor anno dazumal.
    Angespielt, richtig kräftiger voluminöser Klang. Daran kannste aufbauen, dachte ich mir.
    Und ein nagelneues Sopran, dass bei Jupiter unter Profiklasse geführt wird mit einigermaßen Verhandlungsgeschick für 2.000€...wüsste nicht, wo ich das P/L sonst erhalten sollte.

    Nachdem ich das Sopran nicht wirklich "brauchte" hätte ich aber auch keine 2.000€ dafür hingelegt, wenn ich nicht überzeugt gewesen wäre.

    Im Kaufvertrag habe ich eine Durchsicht beim Saxdoc, der hier bei uns guten Ruf geniesst, beinhaltet innerhalb von 24 Monaten nach Kauf.
    Dann wird sich zeigen, in welchem Zustand die Mechanik ist...bislang, alles smooth, wie der Jazzer sagen würde ;-)
     
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