Altissimo lernen auf dem Alt- und Sopransax im Raum Ulm/Augsburg/München

Dieses Thema im Forum "Workshops / Meetings / Konzerte" wurde erstellt von AltoBari, 2.Dezember.2025.

  1. AltoBari

    AltoBari Ist fast schon zuhause hier

    Hallo,

    spiele über Jahre in Blaskapellen...in Tracht, wie in Bayern üblich...ab und an auch mal mit Maßkrug in der Hand (für alle Bürger im Hohen Norden...das sind die großen 1 Liter Krüge wie man Sie vom Oktoberfest in München kennt).

    Mir geht es aber nicht um Volksbrauchtum,
    sondern ob es hier in meiner Gegend irgendwelche Workshops oder Musiker gibt,
    die mir das Thema High-Notes / Altissimo näher bringen könnten.

    Ich habe Musik nicht studiert, mich schon mit dem Thema Overtones beschäftigt,
    aber bin auch etwas überfordert mit Literaturvorschlägen o.ä.

    P.S.: würde mich freuen, falls sich was ergeben würde.
     
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  2. Witte

    Witte Ist fast schon zuhause hier

    In Berlin sind 1/2 üblich, im Sprachgebrauch "Molle"...;) Trachten sind halt Brauchtum, hab mal nen jungen Mann dokumentiert, der Lederhosen noch handbestickt hat, in einer sehr hohen handwerklichen Perfektion...;)

    Am Thema Alltissimo, Overtones bin Ick auch sehr interessiert....

    Aktuell bin Ich noch dabei tief Bb, B, C, Cis, zu "überblasen", und dann den mittleren Ton genau so zu erwischen, wie den darüber... Funktioniert mittlerweile auch überraschend gut auf dem Altsaxophon...

    Damit würd Ick erstmal anfangen, falls DU @AltoBari das es noch nicht tust....;)
     
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  3. AltoBari

    AltoBari Ist fast schon zuhause hier

    Das mit dem Überblasen der tiefen Töne übe ich schon länger. Gelingt mir mit verschiedenen Mundstücken unterschiedlich gut.

    Habe ein Berg Larsen 105/2 SMS.
    Damit geht's leider gar nicht. Ich denke, dass mir die Öffnung einfach zu groß ist.
    Mit meinem Meyer m8m siehts da schon wesentlich besser aus... Also für meine Verhältnisse.

    Bin am überlegen, das BL zu verkaufen.
    Für normales BLASORCHESTER schon recht heftig und man braucht stets einen top Ansatz...
     
  4. AltoBari

    AltoBari Ist fast schon zuhause hier

    Eigentlich schon krass...wenn ich mir allein schon Adventskalender Türchen 1 anhöre, kann ich für mich selbst nicht mehr behaupten, Saxophon spielen zu können.

    Schon heftig, wie gut manche hier (wohl Profis), spielen können.
     
  5. tehjay

    tehjay Kann einfach nicht wegbleiben

    ...also ich bin definitiv (noch) kein Altissimoexperte und wäre an einem Workshop in der Gegend mit dem Tenor auch interessiert. Ich denke aber man sollte schon mindestens ein Palmkey D mit dem überblasenen Oktavklappen G wechseln können ohne sich eine nennenswerte Tonhöhenänderung einzufangen, um in dieses Register einsteigen zu können...
     
    Zuletzt bearbeitet: 2.Dezember.2025
  6. Witte

    Witte Ist fast schon zuhause hier

    @AltoBari Denke das iss je nach Baugröße, des Sax, eh unterschiedlich kompliziert...;)

    Fand das erstmal am einfachsten am Bari, und Ick hab da nen Berg Larsen 105/2/sms, und am Alt nen 6* Geoff Lawton..., mit Rigotti Jazz 2 1/2 m...;)

    So ne Öffnung am Alt, wär Mir halt wesentlich zu fett...! Groove Mich aktuell immer noch mit nem 7er Lawton auf dem Bari ein...

    Mir iss halt wichtig, dass Ick das alles relativ "fluffig" spielen kann
     
  7. AltoBari

    AltoBari Ist fast schon zuhause hier

    Das BL ist klanglich schon wirklich "fett", aber irgendwie auch schon geil.
    Im Fasching / Fastnacht bist dominant heraus zu hören.
    Allerdings tut Dir am nächsten Tag die Schnauze weh...

    Wobei, seit ich es mit Daddario Jazz Select 2S spiele, läuft es recht rund. Blattstärke ist lt. Tabelle so knapp unter 2...ganz sicher bin ich mir aber nicht.
    Ansonsten spiele ich 2M, teils 2H.

    Alles ab 3 kommt nur heiße Luft...
     
  8. cwegy

    cwegy Ist fast schon zuhause hier

    Der Schlüssel zum Altissimo liegt in einem entspannten Ansatz. Mein Guardala Fusion quietsch sofort los, wenn ich anfange zu pressen und das schon ab A``
     
  9. AltoBari

    AltoBari Ist fast schon zuhause hier

    Das ist klar.
    Pressen und Beißen ist für jeden Ton Gift. Drum spiele ich auch verhältnismäßig weiche Blätter
     
  10. giuseppe

    giuseppe Gehört zum Inventar

    Es gibt ein paar klassische Schulen. Rascher, Rousseau, Luckey, vielleicht noch Britton mit seinem "Approach to Overtones". Keine ist ein Selbstläufer im Schulstil im Sinne "check, umblättern", obwohl alle wertvolle Tipps enthalten. Ich denke, man lernt bei der Beschäftigung sehr schnell, dass ein einzelner Top-Tone vergleichsweise schnell gelernt ist und ein echtes Altissimospiel jahrelange Arbeit bedeutet. Ein Projekt das ich oft begonnen und nie beendet habe. Aber auch so immer wieder schön.

    Ich würde folgende Übungen an den Anfang setzen:
    1. Obertöne von tief Bb bis Cis abwärts binden 3-2-1-GT. Das ist schon eine krasse Meditationsübung, die ewig dauert. Die Richtung verhindert laut Allard (im Gegensatz zur Gegenrichtung), dass man sich beißen angewöhnt. Wenn das gut geht, dann kann man OT 5 und 4 langsam mit dazunehmen. Dann hat man schon mal ein paar Extratöne im Mund.
    2. Einfache Melodien mit Front F und Front E spielen. Dann einen passenden Standardgriff für das Fis und G raussuchen vom Front F aus. Es gibt hier einfache Griffe mit der hoch-Fis-Klappe, mir erscheint aber die Anbindung an weitere hohe Griffe aber über die Front irgendwie natürlicher. Jetzt kann man die einfachen Melodien erst einen und dann zwei Halbtöne nach oben transponieren.
    3. Wenn man das G flüssig im Spiel gemeistert hat, werden die nächsten Töne erstmal wieder leichter. Mehr würde ich aber für den Anfang nicht als Ziel formulieren.

    Eigentlich sollte einen jeder Saxophonlehrer bei so einem Unterfangen unterstützen können.
     
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  11. Otfried

    Otfried Gehört zum Inventar

    Auch wenn es irgendwie nach alter Leier klingt. Der Schlüssel für's Altissimo, und auch der Palmkeytöne, liegt in der Fähigkeit, Obertöne vom tiefen Bb in gleicher Höhe wie der Zielton zu spielen.

    Nun kann man hier beliebig viel Literatur wälzen, es gibt keine eindeutige Methode zum Erlernen, und schon gar keine Erfolgsgarantie.

    Bendingübungen sind hilfreich, die Mundstückübung ist hilfreich, Singen ist hilfreich.

    Mir hat die Mundstückübung, allerdings mit dem Silencer damals zum Durchbruch verholfen.

    Gruß,
    Otfried
     
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  12. cwegy

    cwegy Ist fast schon zuhause hier

    Da schloss ich nur drauf, weil dir am nächsten Tag "die Schnauze" wehtut :)
     
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  13. AltoBari

    AltoBari Ist fast schon zuhause hier

    @Otfried
    Den Silencer wollte ich mir schon mal zulegen. Die kritischen Bewertungen auf Thomann haben mich allerdings davon abgehalten.
     
  14. Sax a`la carte

    Sax a`la carte Ist fast schon zuhause hier

    Da stimme ich zu, denn jeder, der sein Horn überblasen kann/will, macht es auf seine Art.
    Ich hatte in den letzten 25 Jahren kurzzeitig Unterricht bei einem Musiklehrer und einem Profisaxophonisten und
    keiner der beiden konnte mir konkret sagen/zeigen was diese machen, um im Altissimobereich zu spielen.
    Ich selber habe mir im Netz einige Infos zusammen gesucht, dieser verinnerlicht und zuerst am Tenorsax Erfolg gehabt.
    Meine Infos vor 15 Jahren: Zuerst den Ton A3 versuchen, da G3 beim ersten mal schwieriger anspringt.
    Dieses A3 im Kopf voraushören, durch Abgleich mit der Oktave A2, oder auf einem Tasteninstrument vorher A3 drücken um den Ton im Ohr zu haben.
    Etwas mehr Druck aus dem Kehlkopf wie beim Growling.
    Vorher Läufe in den Palmkeys zu üben, um ein Gefühl in den Höhen zu bekommen ( Rachen/Lippenstellung ).
    Ich weiß, das hört sich jetzt alles kompliziert an, wenn man es noch nie probiert hat, man muss natürlich die Griffe für diese Highnotes auch kennen, findet man eh alles im Netz.
    Der Unterschied zu vorher war bei mir auch, das mich der Profisaxer gedrängt hat, ab E3 aufwärts nicht die Palmkeys, sondern das Front-F zu benutzen, was sehr
    ungewohnt ist wenn man jahrelang nur die Palmkeys benutzt hat, aber seitdem spiele ich nur mehr mit dem Front-F, das hilft mir auch bei schnellen Läufen in dieser Höhe.
    Mit diesem ganzen Wissen stand ich damals in meinem Keller spielt zuerst A2 und dann A3 und da kam erstmals dieser Ton aus dem Horn und wäre beinahe vor Freude
    an die Decke gesprungen. Am Altsax, das ich eher selten spiele geht das für mich schwerer es zu überblasen.
    Es ist für "Mich" auch wichtig, das die die Blätter in Ordnung sind, damit die hohen Töne problemlos anspringen.
     
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  15. AltoBari

    AltoBari Ist fast schon zuhause hier

    Mit meinem Meyer M8M und Jazz Select Blättern mache ich langsam Fortschritte.

    Mein Berg Larsen ist für mich in dieser Hinsicht wohl doch zu offen... Habe es grad bei den Kleinanzeigen eingestellt.
     
  16. AltoBari

    AltoBari Ist fast schon zuhause hier

    Um die eigentliche Thematik nicht aus den Augen zu verlieren:
    im Grund suche ich Leute in meinem Umkreis zum konstruktiven Austausch.
    Gemeinsam erarbeitete Lösungen machen auch mehr Spaß als Lektüre und youtube-Tutorials studieren.
     
    cwegy und Livia gefällt das.
  17. AltoBari

    AltoBari Ist fast schon zuhause hier

    Nachtrag: Suchradius in und um Augsburg.
     
  18. AltoBari

    AltoBari Ist fast schon zuhause hier

  19. AltoBari

    AltoBari Ist fast schon zuhause hier

    Ich seh schon, muss aus Bayern raus in den Norden :frown:
     
  20. Otfried

    Otfried Gehört zum Inventar

    Das immer eine gute Idee :D
     
    khayman gefällt das.
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