Mundstückempfehlung bei Sopransax

Dieses Thema im Forum "Soprano Special" wurde erstellt von Satchmo, 28.März.2019.

  1. Silver

    Silver Gehört zum Inventar

    Diesen oder einen sehr ähnlichen Claim habe ich doch schon mal woanders gelesen... aber sei's drum.
    Ist eh ein Alto-Mundstück und damit für den Sopranmundstück-Fred off Topic.

    Meine zwei Sopranmundstücke für moderne(re) Hörner sind das unschlagbare, vielseitige und wohltönende PhilTone Sapphire, das man mit allerlei Blättern klanglich sehr schön einfärben kann, weil es praktisch alle Blätter klaglos frisst, die ich so spiele.
    Und, seit Kurzem, ein Brancher Metall Jazz J17. Das ist nicht ganz so verträglich, liefert aber einen sehr interessanten, eher modernen und fokussierten Sound von ppp bis fff ohne zu plärren oder zu muffeln. Für mich eher etwas, wenn es lauter wird aber trotzdem sehr nice.

    Mein Morgan - um das aufzugreifen - Jazz L Sopran liegt dagegen, wie die meisten meiner Morgans, in der Schublade, seit ich kein Sopran mit großer Bohrung mehr habe. Dafür war es super, auch für's Rampone, übrigens.
    Die Morgans gehen mir inzwischen viel zu leicht los - ich habe mich daran gewöhnt, etwas arbeiten zu müssen. Wir hatten es kürzlich davon...
    Das Morgan Jazz L fürs Tenor ist da das beste Beispiel: wenn's mal wieder zwei Stunden Probe hat, ist das herrlich bequem. Sonst ist es mir zu leichtgängig.
     
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  2. giuseppe

    giuseppe Gehört zum Inventar

    Richtig, auch off-topic. Dachte nur… :)
     
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  3. Elly

    Elly Ist fast schon zuhause hier

    Also ich darf jetzt meine Unterrichtsstunden auf ein Minimum im Kommenden Monat reduzieren. Auf 30 Minuten, die dann 29 Euro kosten werden. Das finde ich fair und ein Angebot. Sonst zahle ich für 60 Minuten in der Woche etwas über 200 Euro, jeden Monat. Ein Schnäppchen ist das nicht gerade, aber ich finde auch das ok. Es gibt Räume, qualifizierte Lehrer. Es lief 5 Jahre super. Das Angebot die Hälfte für nix, und zwar nur so naja wahrscheinlich, war wie noch mal auf die gebrochene Hand drauf zu hauen. Die Aussage keine Theorie in der Zeit zu machen, möchte ich mal derzeit noch nicht bewerten.
    Danke für Inputs, Impulse und Besserungswünsche. Mir fehlt ganz echt das Üben. So ein bisschen Sehnsucht wie bei Frisch verliebt, aber leider gerade auf unterschiedlichen Kontinenten :cry2:
     
  4. Bereckis

    Bereckis Gehört zum Inventar

    ich hatte aktuell eine Zahn-OP und nun für einige Zeit ein striktes Blasverbot. Die Musikschule hatte mir angeboten, dass ich bei Vorlage eines Attestes die ausfallenden Stunden storniert würden.

    Habe ich nicht gemacht! Heute war die erste Stunde mit Blasverbot und ich habe meinen E-Kontrabass mitgenommen und wir haben "Rock On" von Snidero eingeprobt. Er spielte Sax und ich Bass. Selten so viel in einer Stunde gelernt!

    Morgen spiele ich in der BigBand still über Kopfhörer den KB mit und nächste Woche spielen wir im Unterricht diese Stücke mit Klavier und KB.

    Dann sehen wir weiter. Es gibt auch genügend Harmonielehre die wir machen könnten...
     
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  5. AltoBari

    AltoBari Ist fast schon zuhause hier

    Hier bei uns in Süddeutschland wurde mir von einem studierten Lehrer, der u.a. am Konservatorium ausbildet und seine eigene Big-Band leitet und auch sonst was weiss ich wo überall seine Finger im Spiel hat,1€ pro Minute (wortwörtlich) in Aussicht gestellt. Ist der Unterricht top und man kommt sehr schnell weiter, kann es das Geld schon Wert sein...wobei ich so einen Stundenlohn selbst gerne hätte ;-)

    Ist schon heftig...wenn ich denke, was der Unterricht noch gekostet hat, als ich als Kind vor einer halben Ewigkeit angefangen habe.
    Heutzutage würde ich mir ernsthaft überlegen, ob ich diese Summen in ein Hobby investieren würde...oder es wie in der Fahrschule machen...möglichst wenig Stunden nehmen, bis die Basics passen, stundenlang zu Hause üben und gelegentlich einen Workshop besuchen, wenn es was in der Nähe gibt.

    Ansonsten finde ich mittlerweile auch youtube Tutorials absolut hilfreich...heute gibt`s ja alles.
    Damals war man Anfang 20 schon stolz, ein Handy sein Eigen nennen zu dürfen.
     
  6. Cazzani

    Cazzani Ist fast schon zuhause hier

    Als Freiberufler möchte ich zu bedenken geben, dass der Lehrer leider viel weniger bekommt, als der Schüler zahlt. Konkret:

    Als selbständiger Lehrer, egal ob auf eigene Rechnung oder als Honorarkraft an einer Musikschule, muss er hoffentlich nach §4 Abs. 20 Umsatzsteuergesetz keine Mehrwertsteuer abführen (das ist wegen zahlreicher Neben-Voraussetzungen ein Grenzbereich beim Finanzamt: "Einrichtungen des öffentlichen Rechts", "wenn die Landesbehörde bescheinigt", "Schul- und Hochschulunterricht"). Sonst wirds netto noch weniger.

    Der Lehrer hat Betriebsausgaben für Instrumente(nreparatur), Weiterbildung, Büroaufwendungen, Werbung, Steuerberatung, Fahrtkosten, Unterrichtsraum samt Nebenkosten und vieles andere. Konservativ geschätzt 10% des Umsatzes.

    Als Selbständiger zahlst Du für Kranken-, Renten-, usw.-Versicherung den Arbeitnehmer- und den Arbeitgeber-Anteil - ungefähr 40% der Einkünfte. Wer in die Künstlersozialkasse kommt, hat es billiger.

    Einkommensteuer - je nachdem, wie Dein Laden läuft, vielleicht 20-40 Prozent.

    Was ich deutlich machen möchte: Das Stundenhonorar des Lehrers ist nicht vergleichbar mit der Zahl, die ein Arbeitnehmer unten auf dem Lohnzettel sieht. Außerdem können aus verschiedenen Gründen die wenigsten Leute 40 Stunden pro Woche unterrichten. Je nach den konkreten Umständen bleiben, wenn es um hauptberufliche Tätigkeit geht, 20 bis im glücklichsten Fall 50 Prozent des Honorars beim Lehrer auf dem Konto übrig.
     
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  7. Aerophon

    Aerophon Ist fast schon zuhause hier

    Musikunterricht ist schon teuer geworden, alles andere aber auch. Bei 52 Wochen bleiben nach Abzug der Ferien und vielleicht einem ungünstigen Feiertag 37 Unterrichtstermine übrig. Bei ca 1000 € Jahresbeitrag für Erwachsene ergibt das rund 27 € für 30 min oder 54 €/h und ein Teil davon bleibt natürlich bei der Musikschule. Ein Musiklehrer hatte mir mal gesagt, dass ungefähr 2/3 bei ihm ankommen. Das ist nicht üppig für einen Freiberufler, der noch alle Abgaben und Steuern zahlen muss. In der Musikschule meiner Wahl sind alle Ensemble inkludiert, wenn man Hauptfachunterricht erhält. Die lokale Musikschule verlangt hier nochmal 180 € für ein Ensemble zusätzlich.
    Ich habe noch keinen Musiklehrer getroffen, der über Reichtum geklagt hätte.
     
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  8. JTM

    JTM Ist fast schon zuhause hier

    Ich höre hier immer Musikunterricht ist teuer geworden ? Eigentlich nicht…. Bring mal einen Mercedes in die Werkstatt,ein Stundenlohn von 100 Euro ist da eher noch billig
     
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  9. Bereckis

    Bereckis Gehört zum Inventar

    oder bestelle einen Klempner oder anderen Handwerker. Dabei ist der Preis fast egal. Hauptsache er kommt!

    Ich habe gerade mal nachgeschaut:

    Einzelunterricht bei wöchentlich 45 Unterrichtsminuten kosten jährlich: 1.651,00 Euro

    Für mich doppelt, weil ich formal Saxofon und Klarinette habe. Dazwischen machen wir 15 Minuten gemeinsame Pause.

    Hinzu kommen Bigband jährlich: 120 Euro

    Da ich zwei Instrumente erlerne bekomme ich insgesamt irgendeinen Rabatt.

    Mein Lehrer und Leader hat in Köln in der Hochschule Jazz studiert, ist hochmotiviert, weil er einen erfahrenen Schüler und Spieler für die BigBand bekommen hat. Für mich ein absoluter Glücksfall, da ich mit 65 Jahren nochmals intensiv mit dem Saxofon beschäftige.

    Weiterhin habe ich noch eine 10er-Karte für Klarinettenunterricht von der anderen Musikschule: 10 x 45 Min. = 340 €

    Für symphonisches Blasorchester und Basistechnik ein toller Lehrer! Da ich das Symphonische Blasorchester (1. Klarinette) für die BigBand aufgegeben habe, werde ich die restlichen Stunden mit ihm für meine Tango-Duo-Stücke nutzen. Neben der "falschen" Musik war das SBO und die Musikschule auch relativ weit weg. Zur neuen Musikschule mit der "richtigen" Musik ist ein Katzensprung.

    Viele Rentner und Pensionäre machen Kreuzfahrten oder kaufen sich ein Wohnmobil. Ich investiere in guten Dienstleistungen, um musikalisch besser zu werden und Spaß zu haben.

    Vor Petrus sind wir alle nackend.
     
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  10. Rick

    Rick Experte

    Und Du unterstützt damit auch das meistens eher karge Leben Deiner Lehrer.
    Das Dilemma vieler Künstler ist ja: Je kompetenter sie in ihrem Können sind, desto geringer ist ihr kommerzieller Erfolg. Häufig sind die Schüler diejenigen, die wirklich ihr Können zu schätzen wissen.
     
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  11. antonio

    antonio Gehört zum Inventar

    Ich beides nicht- da könnte ich ja mal eine Rechnung aufmachen: Schöne Klarinette liegt da etwa drei mal drin :)
     
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