Kirchentonarten lernen: Wie macht ihr das?

Dieses Thema im Forum "Improvisation - Harmonielehre" wurde erstellt von Dan, 11.Februar.2026.

  1. Meme1712

    Meme1712 Schaut nur mal vorbei

    Ich Bau mir die verschiedene Stufen in die Tonleiterübungen ein, und fokussiere mich ziemlich auf den Klang. Achte darauf wo die Halbtonschritte liegen und vor allem wie die Septime zur Oktave klingt.

    Ich mach dass zum Beispiel so, ich spiele angenommen C7. Spiele den Dreiklang C E G dann nimm ich die Terz gehe einen Halbton hoch oder nimm die Quinte und gehe einen Ganztonschritt runter.So gelang ich immer auf die Tonleiter. Sprich ich spiele den Dreiklang hoch und spiele von der Quinte dann in Tonleiter runter.

    Bin auch aktuell dabei dass zu lernen, will nur teilen wie ich es mache. Ob dass der beste Weg ist kann ich dir nicht sagen. So fällt es mir am leichtesten.

    Lg und viel Spaß beim üben! :)
     
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  2. mato

    mato Strebt nach Höherem

    Ich denke, es reicht prinzipiell aus, die Durtonleiter zu üben und dann die jeweiligen Vierklänge der Tonleiterstufen. Und das am besten in Quintsprüngen. Da klingt es schon nach Musik und die Übungen sind praxisorientiert.

    Für die Improvisation über die paar modalen Stücke macht es Sinn, sich mit den jeweiligen Farben der Modi auseinanderzusetzen, und beispielsweise Phrygisch dezidiert zu üben.
    Für den ganzen großen funktionshamonischen Rest der Jazzmusik, mit halb- oder ganztaktigen Akkordwechseln, macht das Konzept Kirchentonarten null Sinn. Insofern würde ich meine Zeit eher in Arpeggien und HM5 und HT/GT Skalen investieren.
     
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  3. antonio

    antonio Gehört zum Inventar

    Da verstehe ich nicht wie du das genau meinst mit den Quintsprüngen.
    Von einem Akkordton, des Drei (Vier-)klang aus jeweils noch in die Quinte?

    Grüsse
    antonio
     
  4. mato

    mato Strebt nach Höherem

    Sorry, das ist etwas ungenau von mir formuliert. Ich meine das Fortschreiten in Quintfällen. In D-Dur beispielsweise Dmaj7-Gmaj7-C#m7b5 usw.
    Wenn man es einfach halten will, beschränkt man sich auf die letzten drei (am häufigsten vorkommenden) Stufen, bevor man wieder bei der Tonika ankommt. Der sogenannte Turnaround, die 1-6-2-5 Verbindung.
    In D-Dur wäre das Dmaj7-Hm7-Em7-A7.
     
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  5. ppue

    ppue Mod Experte

    Es gibt etliche der Wege, die nach Rom führen und auch kein richtig oder falsch. Bestenfalls ist es der schlechteste Weg und es entsteht was Neues.
     
  6. Analysis Paralysis

    Analysis Paralysis Ist fast schon zuhause hier


     
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  7. The Z

    The Z Ist fast schon zuhause hier

    Genau so!

    Man kann die Modi hierfür auch noch von hell nach dunkel sortieren:
    Lydisch
    Ionisch
    Mixolydisch
    Dorisch
    Äolisch
    Phrygisch
    Lokrisch

    Wenn man wirklich Kirchentonarten lernen will, sollte man sie auch so denken: Als Tonleiter mit einer spezifischen Intervallstruktur von einem Grundton und nicht als Modus einer Durtonleiter.
    Es gibt drei "durige" Kirchentonleitern, ene davon ist Ionisch/Dur, die anderen beiden unterscheiden sich nur in einem Ton. Die anderen Tonleitern sind "mollig", Der Unterschied zu Äolisch/natürlich Moll ist auch jeweils nur ein Ton, außer bei Lokrisch.
     
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  8. Silver

    Silver Gehört zum Inventar

    In dieser Reihenfolge ist es jeweils ein # weniger bzw. ein b mehr, wenn man vom gleichen Grundton ausgeht.
    Und in dieser Richtung weiter gedacht, ergibt sich ein Schlüssel zum Verständnis von so manchem Modal Interchange und anderen Spezereien, die sich in der Funktionsharmonik mit ihren Stufen nicht so ohne Weiteres erschließen.
    Sehr schön, sehr intellektuell… aber man muss es in einem Solo dann auch noch umsetzen können.
     
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