Mindestlohn für Musiklehrer

Dieses Thema im Forum "Eigene (musikrelevante) Themen" wurde erstellt von ppue, 25.Februar.2026 um 19:04 Uhr.

  1. ppue

    ppue Mod Experte

  2. Bb7

    Bb7 Ist fast schon zuhause hier

    Naja....etliche Leute werden sich das nicht leisten können.
     
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  3. Lagoona

    Lagoona Ist fast schon zuhause hier

    Das scheint mir mindestens angemessen.
    Wenn ich bedenke, was andere Berufsgruppen mittlerweile verlangen. Pro angefangene Viertelstunde.
     
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  4. JES

    JES Gehört zum Inventar

    Solche Pauschalforderungen finde ich unseriös.
    Musiklehrer haben nicht alle die gleiche Ausbildung, unterrichten nicht auf gleichem Niveau. Und so wie auch Stundenlöhne Regional unterschiedlich sind...
    Wenn ich mal rechne ist der Mindestsatz etwa das, was ich an meine Musikschule zahle. Meine Lehrer bekommen daher deutlich weniger.
     
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  5. JES

    JES Gehört zum Inventar

    Wenn ein Handwerker 100€/h auf die Rechnung schreibt bekommt der Monteur die auch nicht. Auch keine 75€.

    Ich habe gerade mal google befragt: ein heizungsbaumeister kann bis 75k€ im jahr brutto verdienen. Das sind etwa 32€/h bei einer 40 Stundenwoche....
    Also um da auf 70€+ pro Stunde brutto zu kommen... Da bist du im oberen Management mit Personal- und Budgetverantwortung größer 1 million.
     
    Zuletzt bearbeitet: 25.Februar.2026 um 20:16 Uhr
  6. Woliko

    Woliko Strebt nach Höherem

    In den 100 € sind dann auch die Lohnnebenkosten und die sonstigen Betriebskosten enthalten.
    Der freiberufliche Musiklehrer muss diese Kostenblöcke mit dem Honorar abdecken.
     
  7. JES

    JES Gehört zum Inventar

    Deshalb sind solche Forderung unseriös. Es hängt eben von vielen Faktoren ab, wie hoch so ein Mindestlohn vorgeschlagen werden kann. Pauschal geht das nicht, auch wenn politisch sehr attraktiv, weil einfach zu fordern.
     
  8. Woliko

    Woliko Strebt nach Höherem

    Na ja, wenn die Golflehrer inzwischen 70 € für 50 Minuten nehmen, liegen die Forderungen im Trend.
     
  9. _Eb

    _Eb Ist fast schon zuhause hier

    Ich weiß nicht ob ich mich verrechnet habe aber..
    89 €die Std
    Sind das 14240€ im Monat...
    Das ist mehr als auskømmlich...
     
  10. Onkel D

    Onkel D Ist fast schon zuhause hier

    Honorar im Sinne des von @ppue verlinkten Beitags ist das, was dem Kunden in Rechnung gestellt wird, Stundenlohn ist das, was der Angestellte bekommt. Viele würden vermutlich gerne für einen Stundenlohn von 89 € arbeiten. Honorare von 89 € pro Stunde sind hingegen in Branchen mit qualifizierten Fachkräften nicht besonders viel.

    Mal als Basis für eine sinnvolle Diskussion der verschiedenen Beträge.
     
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  11. Polysax

    Polysax Schaut öfter mal vorbei

    Ich würde vermuten, daß die Empfehlungen des Musikrats eher die teils prekären Arbeitsbedingungen der Musiklehrer wieder einmal auf die Agenda stellen wollen, als ganz konkret Forderungen zu stellen ?
    Wenn man bedenkt, daß in vielen Arbeitsverhältnissen für Musiklehrer/innen Fehlstunden durch Krankheit nicht vergütet werden (oft lassen diese sich nicht einfach nachholen, da der Musikunterricht natürlich auch an freie Unterrichtsräume gebunden ist ), oder über die Sommerferien die Verträge gekündigt werden, um sie danach wieder einzustellen ?

    Wie auch immer: Es bleibt zu hoffen, daß zumindest die Messlatte bei der Honorarverhandlung
    in der Vergütung sich etwas nach oben verschiebt .
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 26.Februar.2026 um 11:26 Uhr
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  12. giuseppe

    giuseppe Gehört zum Inventar

    Was bisher auch untergangen ist: der Vorschlag betrifft Honorarkräfte, nicht Angestellte.

    Der selbstständige Musklehrer wird sich sicherlich überlegen müssen, ob er die Forderung bei allen Kunden umsetzen kann, gerade bei Kindern/Schülern oder Rentnern, die für 350 Euro im Monat in vielen Fällen dann einfach keinen Unterricht mehr bekommen beziehungsweise nehmen.

    Ich denke die Forderung zielt vielleicht eher auf Musikschulen, die scheinselbstständige Honorarkräfte beschäftigen, weil es billiger, risikoärmer und weniger Aufwand ist, als anstellen. Das Ziel ist vielleicht, dass ein Anstellungsverhältnis inkl. der entsprechenden Versicherungen für die Musikschule attraktiver wird?
     
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  13. Woliko

    Woliko Strebt nach Höherem

    Die müssen an den Betreiber der Golfanlage einiges abdrücken und die durchschnittliche Jahresarbeitszeit liegt witterungs- und saisonbedingt auch erheblich unter 1600 Stunden. Bei Musiklehrerinnen und Musiklehrern dürfte es ähnlich sein.
     
  14. visir

    visir Gehört zum Inventar

    Und einen Golflehrer braucht ja nämlich jeder...

    Du hast nicht gerechnet, nämlich die diversen Abgaben, die andere schon erwähnt haben.
    Und Du hast 160 Stunden im Monat gerechnet, also grob eine 40-Stunden-Woche, 8 Stunden auf 5 Tage, was ich nicht für realistisch halte.

    Und ja, bei "Honorar" gehts um Selbständige.
     
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  15. Woliko

    Woliko Strebt nach Höherem

    Musik für einen gesunden Geist, Golf für einen gesunden Köper. Mens sana in corpore sano.
     
  16. _Eb

    _Eb Ist fast schon zuhause hier

    Aber diese Situation trifft doch nicht nur Musiklehrer. Auch normale Lehrer erleben ist doch dass sie vor den Sommerferien gekündigt werden um dann nach den Sommerferien wieder eingestellt zu werden.

    Gerade vor diesem Hintergrund finde ich es eigenwillig dass die Schüler dann aber die Ferien durch bezahlen müssen.
    Ich zahle einen monatlichen Beitrag von ca 100 €. Für ca. viermal 45 min
    Das sind 20 € pro Stunde Unterrichtseinheit. Das in meinen Augen wirklich nicht viel für die Arbeit.
    Zumal das ja die Musikschule bekommt.
    Da frage ich mich schon wie das passt.

    Aber offensichtlich scheint es ja zu funktionieren.
    Und ich glaube nicht dass er für 10 € die Stunde arbeitet.
    Allerdings weiß ich auch nicht ob er angestellt oder freier Ma ist.
     
  17. _Eb

    _Eb Ist fast schon zuhause hier

    Was ist an einer 40 std Woche unrealistisch?
    Klar viele auch nicht Musiklehrer arbeiten mehr, Angestellte auch gerne mal für lau.
    Aber es braucht halt irgendwie einen Vergleichswert.

    Welche Kosten sind denn monitär zu benennen?
    Steuer, Raummiete , .....
     
  18. Woliko

    Woliko Strebt nach Höherem

    Meine Lehrerin bietet 2 Modelle an: Jahresvertrag mit Ferienzeiten wie in der Schule mit dem Vorteil der kontinuierlichen Einnahme für sie, oder teure 10-er Karte mit dem Vorteil der größeren Flexibilität für mich. Bei meinen „Fehlzeiten“ ist es preislich am Ende gleich.
     
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  19. JES

    JES Gehört zum Inventar

    Tja, das Grundeinkommen für Kunstschaffende wollte hier ja keiner :).
    Gab es nicht auch mal ne Diskussion hier bzgl einer Gesetzesänderung, dass Honorarkräfte an Musikschulen nicht mehr legal sind?
    Was mir hier in der Diskussion untergeht ist eine Differenzierung. Ich kenne Leute, die haben einen Beruf und unterrichten nebenher. Dann gibt es Lehrer (wie meine beiden), die unterrichten tageweise an einer Musikschule, haben Aufträge als Musiker und weitere Einnahmequelle (z. B. Musikunterricht an öffentlichen Schulen). Die werden alle in einen Topf geworfen, einmal gleichgemacht, und da kommen dann irgend welche Zahlen raus.
    Dann ist es in meinen Augen auch ein Unterschied, unterrichte ich Anfänger mehr oder weniger nach Standard, oder einen (potentiellen) Musikstudenten, den ich auf Prüfungen vorbereite oder der mit konkreten Themen auf mich zukommt und eine individuelle Betreuung braucht.
    Wenn jemand sich entscheidet ausschließlich als Honorarkraft zu unterrichten, dann ist es sein Problem, ob er 40h die Woche bezahlten Unterricht geben kann oder nicht. Er ist dann freier Unternehmer und damit für seine "Firma" voll verantwortlich. Jede Einkommensdiskussion sollte auf einer vollzeitbeschäftigung basieren und nicht auf dem Wunschdenken, dass ja auch kranktage, ferien etc alles munter mitbezahlt werden müssen. Ich finde es richtig doof, dass meine Musikschule in den Schulferien keine Stunden anbietet. Machen hier freie Lehrer auch nicht. Ich verstehe, warum, nur daraus ergeben sich hat Umstände für beide Seiten,... suboptimal. Ja, mein Problem. Könnte man in Absprache besser/anders regeln.
    Zurück zum Stundenhonorar. Ich habe gerade mal beim TÜV geschaut, was so Fachlehrgänge kosten. Da komme ich auf 50-60€/h. Jetzt sitzt da aber nicht einer alleine, man zahlt das i.d.R. nicht privat, man bekommt die Unterlagen ausgehändigt, legt eine anerkannte Prüfung ab und... verdient mehr Geld damit. Passt nicht so ganz. Trotzdem geht das schon mal honorarmäßig in die Richtung.
    Für mich als Kunde ist das aber in investment in eine Karriere. Das ist bei den wenigsten musikschülern so. Und es ist einmalig, also nicht jahrelang. Dem Dozenten egal, klar.
     
  20. mcschmitz

    mcschmitz Strebt nach Höherem

    Same here.
    Ich gönne zwar den Dozenten die Ferien, da ich aber nur ausserhalb der Schulferien Urlaub nehmen darf, habe ich stets mind. 6 Wochen im Jahr, wo ich für Unterricht zahle, den ich nicht nehmen kann, zuzüglich rund 10 Wochen unterrichtsfreie Ferienzeit. Wenn z.B. mein Friseur eine derartige "Flatrate" anbieten würde, also regelmäßige feste bezahlte Termine ausser in der Ferien, oder wenn ich verhindert bin, würde mich Jeder nach dem Verstand fragen.
    Das grundlegende Problem bleibt, dass ein Freiberufler mit relativ wenigen Terminen seinen Lebensunterhalt bestreiten muss sofern er nicht eine weitere Einkommensquelle hat, der einzelne Termin für den Kunden jedoch bezahlbar bleiben soll.
    Wie man dieses Dilemma lösen kann, ist mir auch nicht klar.
     
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