Vergleiche verschiedener Saxophone und Mundstücke per Audioaufnahme

Dieses Thema im Forum "Eigene (musikrelevante) Themen" wurde erstellt von ppue, 11.März.2026 um 12:35 Uhr.

  1. cwegy

    cwegy Ist fast schon zuhause hier

    Irgendiw werden die (pseudo-) wissenschaftlichen Threads hier immer skuriler...
     
    Viper gefällt das.
  2. giuseppe

    giuseppe Gehört zum Inventar

    Genau, so mache ich es auch. Aber was, wenn der Sound doch noch nicht perfekt sitzt? Neues kaufen? Kann man machen, passiert dann gern mit den Mundstücken. Meist wird dann vernünftigerweise aber auch von Spieltechnik gesprochen.

    Wenn von Sound gesprochen wird geht es meines Erachtens in 9 von 10 Fällen hier um Technik. „Suche ein Horn/Mundstück für einen soften luftigen Sound“ ist doch die klassische Materialfrage, die eigentlich eine Technikfrage ist.

    Und bei den Vergleichsaufnahmen geht es dann tatsächlich relativ viel um den Einfluss des Materials auf die Spielweise, auf technisches. Und Wahrnehmung, auditiv, haptisch, viel Luft wenig Luft.

    Um ehrlich zu sein, verstehe ich das Problem nicht.
     
  3. giuseppe

    giuseppe Gehört zum Inventar

    Es wäre nett, wenn du das Ziel der Beschimpfung präzisieren könntest. Dann weiß man, ob man zustimmen soll oder sich verteidigen! ;)
     
    cwegy gefällt das.
  4. JTM

    JTM Ist fast schon zuhause hier

    Komm vorbei und spiel es mal ne Stunde, danach gibt’s noch Kaffee und Kuchen :D
     
    Onkel D und giuseppe gefällt das.
  5. JTM

    JTM Ist fast schon zuhause hier

    Ehrlich, ich kaufe ein Sax wenn das Gesamtpaket passt, Sound ist da aber nur ein Kriterium von vielen .
     
    Viper und JES gefällt das.
  6. gefiko

    gefiko Strebt nach Höherem

    Weil es Spaß macht…
     
    Nemo und Onkel D gefällt das.
  7. cwegy

    cwegy Ist fast schon zuhause hier

    Das sollte keine Beschimpfung sein! Tut mir leid, dass du es so verstanden hast, das sollte definitiv nicht bös gemeint sein. Ich finde es nur skurril, was hier für Bedingungen zum Vergleich von Saxophonen gefordert werden und wie beharrlich darauf herumgeritten wird. Wie soll man den Unterschied (so es ihn überhaupt objektiv gibt) von Instrumenten mit nur drei gleichmäßig gespielten Tönen vergleichen. Mein Post ist auch nur das erschöpfte Ergebnis von vergangenen Threads, die sich alle immer im Kreise drehen, z.B. ob nun Wind durchs Saxophon weht oder Schall etc.

    @giuseppe dein Hörbeispiel zeigt ja, dass man da wenig draus erkennen kann. Deine anderen Hörbeispiele sagen da wesentlich mehr über deinen Sound aus.
     
    JES gefällt das.
  8. giuseppe

    giuseppe Gehört zum Inventar

    @cwegy danke für die Klarstellung!

    Meine Soundbespiele sind ja bislang rar gesät, aber ich plane mich zu bessern. Ich war trotz Skepsis ja eher überrascht, auf den unartikulierten Schnipseln eigentlich genau das zu hören, was ich immer über den gefühlten Unterschied meiner Hörner erzähle. Insofern passt es schon für mich.

    Ich glaube übrigens gar nicht, dass die verschiedenen Standpunkte hier in der Diskussion ein Problem sind. Die kann ich eigentlich alle nachvollziehen. Es wird halt manchmal zum Ausdruck gebracht, dass man eine abweichende Meinung für absurd hält. In einem Gespräch wäre das das Salz in der Diskussion. In einem Thread mit verzögerten Antworten empfinde ich es als schwieriges Stilmittel…
     
    cwegy gefällt das.
  9. Silver

    Silver Gehört zum Inventar

    Ich präzisiere mal meine Kritik an den drei Tönen um zu klären, dass es sehr wohl um den Klang geht (mir jedenfalls):

    Das einfache „Trööt“ ist für mich nur ein (kleiner) Teil des Klangs eines Instruments.
    Ich bin nun nicht Sonny Rollins, der alleine am tiefen Bb hört (wahrscheinlich eher fühlt, wenn die Geschichte überhaupt stimmt), ob ein Horn gut klingt.

    Ich brauche dazu die Klangfarbe und ihre Änderung über den gesamten Tonumfang, wie es intoniert, wie es auf Dynamik reagiert, ob es flink ist oder beharrlich, ob die Töne sofort stehen oder erst einschwingen (beim gleich fähigen Spieler, versteht sich) und wie es resoniert - will sagen: wie sich der Klang im Raum verhält.

    Wie das eher extreme Beispiel von @giuseppe „wuchtiges Vorkriegs-Bigbandhorn“ vs. „singendes, modernes Universalhorn“ (Letzterer Typus von @ppue oft genug mit dem „ins Mikro subtonieren“ verhöhnt) eindrucksvoll gezeigt hat, liegen die Hörer mit ihren Erwartungen gerne mal falsch.

    Um ein Horn auszusuchen kommt es mir zwar vorwiegend auf den Klang (vgl. oben) an aber eben auch auf ein paar andere Aspekte. Für eine flüssige Mechanik lasse ich das tollste Vintage stehen (falls mich nach dieser Klangfarbe überhaupt gelüstet) und nehme etwas, wo ich nicht mit zähen, klobigen Klappen kämpfen muss. Und inzwischen lasse ich auch ein sonst wieselflinkes und fett klingendes 10M bleiben, weil der eine Aspekt „Kleinfingertisch“ meiner linken Hand nicht gut tut.


    Und jetzt stelle ich mir gerade ein Drei-Töne-Trööt-Shootout zwischen einem Yamaha YTS82, einem Yanagisawa T-WO10 und einem Selmer Signature vor. Da hört man sicher subtile Unterschiede, kann die drei ganz sicher nicht blind auseinanderhalten und erst recht nichts darüber sagen, dass sich alle drei dramatisch unterschiedlich verhalten, wenn man dahinter steht.
    Ich würde sogar so weit gehen, dass beim 3Trööt zwischen einem Jupiter und einem Mark VI Überraschungen möglich sind.
     
    _Eb, Onkel D und giuseppe gefällt das.
  10. giuseppe

    giuseppe Gehört zum Inventar

    Ich muss gestehen, dass ich es interessant fände zu hören, inwiefern sie tatsächlich unterschiedlich klingen und in welchem Ausmaß. Ansonsten stimme ich deiner Ausführung im wesentlichen zu. Es geht um sehr viel mehr Details, und die haben für jeden wahrscheinlich eine ganz unterschiedliche Bedeutung. Und manchmal bringt einem ein Instrument auch dazu, diese Bewertung neu zu justieren. Plötzlich ist der pure Klang so speziell und gut, dass einen die Ergonomie weniger schreckt. Beim nächsten mal ist die Ansprache so genial, dass der pure Klang nicht so wichtig ist, usw.
     
    JES und Silver gefällt das.
  11. JES

    JES Gehört zum Inventar

    Auch das ist jetzt nicht böse gemeint, aber wenn es dir nichts gibt, dich nicht interessiert, zwingt dich keiner es zu verfolgen oder teilzunehmen. Sieh es als Option für diejenigen, die meinen aus dem Kaffeesatz aus 3 Tönen ihre Weisheit zu extrahieren. Ich genieße eher die fertig gebrühte Tasse Kaffee mit ner priese Zucker und nen Schuß Sahne.... ;).
     
    cwegy gefällt das.
  12. Alex_Usarov

    Alex_Usarov Ist fast schon zuhause hier

    Mich würde weiterhin ein Vergleich von Yamaha 82ZU mit Original-Bogen vs Silberbogen bei sonst gleichem Setup interessieren. Ich hoffe nur, es kommt zustande. Irgendwann. Irgendwo.
     
  13. Silver

    Silver Gehört zum Inventar

    Ich darf an dieser Stelle auch noch an zwei von mir beigetragene „Klangvergleiche“ zum Thema S-Bogen (vier) und Florida-Link-Klone (fünf) erinnern, bei denen ich bis zum Erbrechen möglichst gleichförmig gespielte Melodien im mittleren Geschwindigkeitsbereich aufgenommen habe.

    Das Ergebnis:
    Ich hör‘ nix. Alles gleich. Nicht dynamisch genug gespielt. Langweiliges Stück. Ich find mein XYZ besser!

    War also auch nicht recht. Müßig.
     
    _Eb gefällt das.
  14. Analysis Paralysis

    Analysis Paralysis Ist fast schon zuhause hier

    Also ich hab nur den Originalbogen (V unlackiert) und eine Massivsilber E (also mit der nächstkleineren Bohrung)
    Den Massivsilber V fand ich damals nicht so gut, vielleicht sähe das jetzt anders aus.
     
    Alex_Usarov gefällt das.
  15. Alex_Usarov

    Alex_Usarov Ist fast schon zuhause hier

    Ich wollte vor allem wissen, ob dieses silbrige Wölkchen (vielleicht nur ich empfinde es so) und diese "singende" mittlere Oktave dem Massivsilberbogen geschuldet sind.
    Ich habe 2 negative Erfahrungen mit dem Massiivsilberbogen: Keilwerth sx90r auf der Messe gefiel mir besser mit dem Original-Bogen. Und da wo ich B&S Mundstücke gekauft habe, hatte ich eigentlich Original Yupi-Massivlilberbogen ausprobiert. Es ging alles schlechter, nicht nur Sound: Ansprache, Intonation etz... Ich habe eigentlich mit dem Silber abgeschlossen, und plötzlich Dein Video... Und ein Yamaha.
     
  16. Analysis Paralysis

    Analysis Paralysis Ist fast schon zuhause hier

    Ich hab kein Problem damit, ein paar Sachen im Vergleich zu spielen, muss eh für den Gig am Sa noch ein paar Stücke üben.
    Morgen nachmittag dann.
     
    Sax_Player, giuseppe und Alex_Usarov gefällt das.
  17. ppue

    ppue Mod Experte

    So, ich bin wieder da, also (-:

    Was hat das mit meinem Vorschlag zu tun? Außer, dass du damit einen Beurteilungsfaktor mehr hast. Wenn du den nicht brauchst, dann lass den kleinen Test weg.

    Ja, die Unterscheidung ist genau die, die ich provozieren möchte: Was ist Klang und was ist Spieltechnik?

    Genau, und deshalb weise ich Jahr um Jahr darauf hin, dass der Klang eines Instrumentes etwas völlig anderes ist als die Spielweise. Mich stört es auch regelmäßig, wenn hier und da von dem tollen Sound die Rede ist, die jemand hat. Es ist eben zu 90% die Spielweise.
    Wenn du aber selber jahrelang auf einem Horn herumbläst, dann ist der wirkliche Klang von enormer Bedeutung. Na, zumindest für mich.

    Ich fordere überhaupt nichts, sondern bin so frei, auf eine Möglichkeit hinzuweisen, Klänge pur zu unterscheiden. In erster Linie geht es um das direkte Aneinanderschneiden dieser Klänge, denn nur dann kann man mal, ohne die sonstige Spieltechnik zu berücksichtigen, erhorchen, worin der Saxophonklang besteht und wie er sich unterscheiden kann.

    Wie der erste Test hier zeigt, scheinen wir völlig unfähig zu sein, den Klang von zwei Instrumenten auch nur annähernd einschätzen zu können, obwohl man doch einen deutlichen Unterschied hört. Und so schlecht wir diesen Klang beurteilen können, so sehr müssen wir uns eingestehen, dass wir fast alles andere zum Sound zählen, nur den Klang selber nicht. Man sollte somit auch vorsichtig sein, wenn man Klänge von S-Bögen und Mundstücken beschreibt.

    Sollte das aber alles egal sein, so stelle ich es heute und hiermit völlig frei, genau das zu tun, was ihr immer getan habt, ich wollte euch wirklich nicht mit solch einem Dummsinn belasten (-;

    Wenn du dich mit Klängen und Räumen auskennst, dann kannst du den Klang, den du mit dem Mikrophon aufnimmst, in verschiedenen Räumen abschätzen. Es kommt da nichts anderes raus, als was ein gutes Mikro aufnimmt. Und wie laut dein Horn ist, wirst du hoffentlich auch ohne Aufnahme herausfinden.
    Deine anderen Kriterien darfst du doch weiterhin bemühen und untersuchen.

    Ich gebe dir eine zusätzliche Möglichkeit an die Hand, die eine Unterscheidung feinster Nuancen von Kängen möglich macht.


    Wie gesagt, ein Grund mehr, sich mal damit zu beschäftigen.


    Auch bei der Mechanik könnte ich wertvolle Tipps geben. Davon handelt dieser Thread allerdings nicht. Hier geht es um den Klang und nur um den.


    Ja, und die will ich gerade eliminieren, weil es mir und den Klang geht.

    Genau um solche Einschätzungen geht es. Und die hat mit der Mechanik genauso wenig zu tun wie mit der Seriennummer. Was ist dieses Singen? Kann man es hören? Es singt doch bestimmt nicht, weil ich mit der Mechanik gut zurecht komme oder weil ich gerade eine Hardbobnummer spiele.

    Es wimmelt in diesem Forum vor Soundbeschreibungen und den damit zusammenhängenden Materialfragen. Wenn es aber doch vielmehr darauf ankommt, wie man das Saxophon spielt, dann sollten wir uns besser darüber unterhalten.


    Sorry, bin eigentlich kein Vielzitierer, ging aber nicht anders.
     
    Roman_Albert, Alex_Usarov und jabosax gefällt das.
  18. JES

    JES Gehört zum Inventar

    @ppue

    Wenn du meinst, dass dein Vorschlag, deine Herangehensweise, konstruktiven Mehrwert hat, dann mach es doch einfach. Nur, wenn du erst mal nur nen Stein in den Teich werfen willst um zu sehen wer nass wird...
     
  19. Moritz.M

    Moritz.M Ist fast schon zuhause hier

    Hattest Du nicht irgendwann irgendwo einen Soundschnipsel gepostet, bei dem der Anfang und das Ende des Tons abgeschnitten war? Ich erinnere mich, dass das eher nach einem langweiligen Ton aus einem Sinusgenerator klang. Auf Saxophon wäre dabei wohl niemand gekommen.
     
    cwegy gefällt das.
  20. Woliko

    Woliko Strebt nach Höherem

    Ich würde es als einen Faktor zur Potentialanalyse des Klangs eines Saxophons betrachten.
     
  1. Diese Seite verwendet Cookies, um Inhalte zu personalisieren, diese deiner Erfahrung anzupassen und dich nach der Registrierung angemeldet zu halten.
    Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies.
    Information ausblenden