unregelmäßige Innenansichten von Becherverbindung u. Hals

Dieses Thema im Forum "Saxophone" wurde erstellt von altoSaxo, 29.März.2026 um 17:15 Uhr.

  1. altoSaxo

    altoSaxo Strebt nach Höherem

    Es gibt das BetterSax Classic aktuell für 777 Euro bei Th. und seit Oktober die Session Altos, die je nach Finish gerade ca. 2.000 - 2.200 Euro kosten und auch konstruktive Unterschiede haben.
     
  2. JES

    JES Gehört zum Inventar

    Na, bis auf das selmer liegst du da noch im Bereich des Erreichbaren.
    Falls du mal ein Kohlert 57....
     
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  3. Aerophon

    Aerophon Ist fast schon zuhause hier

    Wenn man reinzoomt und sich den Verlauf der Kante des Knies ansieht, erkennt man, dass es nicht rund ist. Es muss vor dem Zusammenbau im Werk einen Schlag abbekommen haben. Das ist nicht ok, ich würde aber nicht erwarten, dass das häufiger vorkommt. Da war wohl jemand nicht vorsichtig beim Teiletransport. Eigentlich hätte der Monteur das aussortieren müssen.
     
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  4. Silver

    Silver Gehört zum Inventar

    Es dürften eher 40% sein (bei den „Classic“) - die kommen aus der gleichen Fabrik wie so illustre 500€ Altos namens Roy Benson, Sakkusu, Westerwald usw.
    Da würde es mich wundern, wenn es bei „Session“ plötzlich anders wäre.

    Mir fehlt jedoch der Antrieb, um das im Detail herauszufinden. Billiges Zeug, teuer vermarktet. Ob nun 20, 30 oder 40% ist dabei völlig egal.
     
  5. altoSaxo

    altoSaxo Strebt nach Höherem

    So, jetzt ist es auf der Rückreise.

    Ergänzen möchte ich noch, dass ich bis auf die beschriebenen Issues dieses Exemplars einen sehr guten Eindruck von dem Saxophon hatte. Die äußere Verarbeitung sah sehr gut aus, die Mechanik hinterließ ein angenehmes Spielgefühl, nichts klapperte oder hatte Spiel. Klanglich erinnerte es mich an ein Selmer Signature, das ich im Herbst aus Neugier kurz angespielt hatte. Auch das Case, das nicht das leichteste oder kompakteste ist, worin das Sax aber fest in den Polstern gehalten wird und das auch viel Stauraum hat sowie das Meyer/BetterSax Mundstück (5) machten einen sehr guten Eindruck.

    Einige Features heben es aus meiner Sicht - wie gesagt - vom "Classic" von BetterSax ab wie Pisoni-Polster mit Metallresonatoren, Daumenauflage aus Messing oder echtem Perlmutt.

    Wo das im Thread angesprochen wurde: Hergestellt wird es in China (nicht Taiwan).
     
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  6. JES

    JES Gehört zum Inventar

    @altoSaxo

    Tauschst du nur um gegen ein anderes Exemplar, oder gibst du zurück und versuchst einen anderen Hersteller? Es klingt für mich so, dass du grundsätzlich von dem BetterSax Session überzeugt bist.
     
  7. altoSaxo

    altoSaxo Strebt nach Höherem

    Ich gebe es zurück ohne Umtausch und muss noch schauen, was ich mache - YAS 280 weiter spielen oder anderes Saxophon kaufen.
     
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  8. altblase

    altblase Strebt nach Höherem

    Ich würde ein YAS 62 nehmen! Wenn etwas mehr im Portemonnaie, YAS 82z.:cool:
     
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  9. Silver

    Silver Gehört zum Inventar

    Ich möchte die Begeisterung für Yamaha nicht trüben, gebe aber zu bedenken, dass es auch bei 62 und 82Z darauf ankommt, ob der Händler das Neuinstrument kompetent eingestellt hat.

    Was mir diesbezüglich vor wenigen Wochen von Thomann geschickt wurde (ein YSS82ZULR), ging postwendend zurück.
    Tolles Instrument - es spielte gut, obwohl beide Stacks undicht waren und noch so einige andere Sachen sehr im Argen.
    Es war klanglich nicht so ganz meins (sehr neutral, sehr, sehr schlank), da war es halb so schlimm.

    Ich erinnere auch ein YSS475 bei einem Händler vor ca. drei Jahren, das war nur ausgepackt und damit nicht in einem für mich akzeptablen Zustand (das war tatsächlich auch noch schlecht bespielbar).
     
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  10. altblase

    altblase Strebt nach Höherem

    Egal, ob neues Yamaha, Selmer oder Yanagisawa, ich würde es sowieso zum Saxtuning geben! Mache da keine Kompromisse.:cool:
     
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  11. Spacecat

    Spacecat Ist fast schon zuhause hier

    Bezüglich Stacks, bin da als Laie gerade am Überlegen was gemeint ist. Was war beim YSS82Z noch im Argen? Wären das alles Sachen, die ein Händler/Werkstatt machen kann, oder auch technische /optische Mängel?
     
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  12. Nemo

    Nemo Ist fast schon zuhause hier

    Genau..."auch"... ist bei Selmer u. a. auch nicht anders. :(
     
    Zuletzt bearbeitet: 2.April.2026 um 15:02 Uhr
  13. jabosax

    jabosax Ist fast schon zuhause hier

    Beide Stacks meint nach meiner Kenntnis sowohl die Klappen der linken als auch der rechten Hand.
     
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  14. Silver

    Silver Gehört zum Inventar

    Bei Selmer ist es klar, der Hersteller sagt eindeutig, dass die Einstellung beim Fachhändler erfolgen muss.
    Womit man sehr abhängig von der Qualität und Auslastung der Werkstatt ist. Falls man als Spieler überhaupt einen Unterschied merkt. Soweit, so bekannt.

    Yanagisawa hat den Ruf, dass man eigentlich jedes Instrument aus dem Karton nehmen und sofort spielen kann.
    Gute Fachhändler schauen es trotzdem nochmal durch und finden meist nix oder nur sehr wenig, was muss und ein bisschen was, was in den Bereich Geschmack des Spielers fällt. (Ich habe bei allen meinen Yanas die Federn einen Hauch weicher gestellt und untereinander angeglichen - aber das ist schon fast Spökenkram).

    Bei Yamaha gab es auch mal so einen Ruf, vielleicht je nach Herkunft (Japan, Indonesien) und Linie unterschiedlich ausgeprägt, aber eigentlich eher problemlos für die Werkstatt des Fachhändlers.
    Die zwei neuen Instrumente der letzten drei Jahre, die ich gesehen habe - beide Made in Japan, beide keine Schülerhupen - haben diesen Ruf nicht bestätigt.
    In beiden Fällen hat der jeweilige Fachhändler offenkundig nichts gemacht.
    Einer hat's mir vorher gesagt, der andere beim 4900€ 82Z Sopran sang-und -klanglos nicht.

    Ich kommuniziere in zu vielen Sprachen gleichzeitig. Bitte entschuldige.

    Mit Stacks meine ich die Klappen der ersten drei Finger der linken bzw. rechten Hand, die jeweils durch eine lange Achse verbunden und durch Koppelstangen gekoppelt sind. Zusätzlich noch das B (B Flat), das mit dem A mitbetätigt wird und nach unten beide Klappengruppen verbindet.

    Das waren alles Mängel an der Einstellung, die bei einer auch nur durchschnittlichen Werkstatt das Haus nicht hätten verlassen dürfen.

    KEINE Kopplung war dicht, KEINE gekoppelte Klappe öffnete/schloss gleichzeitig, an mehreren Stellen gab es totes Spiel (wenn man einen Taster bewegt und man geht erst mal ein paar Millimeter, bis eine gekoppelte Klappe sich bewegt - das fühlt sich für mich ganz fies schlimm unter den Fingern an) und der Taster vom Front-F labberte einfach unmotiviert in der Gegend herum und der OK-Mechanismus war bestenfalls unpräzise über die vier zu koordinierenden Klappen (vier weil es beim Sopran auch noch die Doppelklappe zur Stabilisierung des Cis gibt)..

    Darüber hinaus wären mir noch einige andere Feinheiten aufgefallen, die ich bei einem wirklich gut eingestellten Horn für fast 5 Riesen erwarten würde.
     
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  15. altoSaxo

    altoSaxo Strebt nach Höherem

    Das YAS-62 hat anscheinend viele Fans, auch wenn viele da die älteren Modelle, insb. Purple Logo, gegenüber dem aktuell neuen bevorzugen. Auf einem älteren S-Bogen-Design beruht der aktuelle S-Bogen des 480er, bei dem ich bis auf die regulären Klappenböckchen, die gegenüber den integrierten Klappenböckchen des 62er keine wesentlichen konstruktiven Unterschiede erkenne. Preislich trennen die beiden aktuell ca. 850 € (ca. 1.850 € vs. ca. 2.700 € bei Th. - ich mag möglichst glatte Preisangaben).

    Der Aufpreis zum 82Z (ca. 4.600 € bei Th.) sind noch mal 1.900 €. Da fände ich es spannend, das 62er oder eher noch das 480er mit dem V1-Bogen (ca. 380 € bei Th.) des 82Z spielen zu können. Wenn das Ergebnis die leichte Ansprache meines 280 mit großen Anteilen des Sound, den ich vor ein paar Jahren beim 82er hören konnte, verbinden würde, wäre es eine verführerische Kombination bei weniger als der Hälfte des Preises vom 82Z.

    Handelt es sich dabei um Einstellungsarbeiten/Feinjustage?
    Darf ich fragen, wo du das machen lässt? Gerne auch per PN.
     
  16. Silver

    Silver Gehört zum Inventar

    Zwei Gedanken:

    „Saxtuning“ ist für mich nur ein Modebegriff für etwas, das ich von einer Fachwerkstatt einfach erwarte zu liefern.
    Entweder, wenn ich dort ein Neuinstrument kaufe, oder wenn ich dort eine Generalüberholung machen lasse bzw. ein generalüberholtes Horn kaufe.
    Da gibt es genau 100% und keinen Deut weniger: alles dicht bei leichtestem Fingerdruck, kein totes Spiel, die bestmögliche Intonation und gleichmäßiges Timbre, leise und spielfreie Mechanik, präziser Druckpunkt „auf/zu“, gleichmäßiger Federdruck.
    Individuelle Anpassungen wie Federkraftvorlieben, Klappenaufgänge, Stellung von Tastern usw. sind genau das: individuell auf Kundenwunsch beim Neuinstrument oder GÜ durchgeführt.


    Die 62er Yamaha waren mal das Topmodell und sind mit der Einführung der 82er in die zweite Reihe gerückt - auch was die Qualität der Instrumente anbelangt. Wer das Meiste aus einem Yamaha herausholen will, ohne beim Preispunkt für ein 82er zu landen, sucht sich ein Purple Logo und lässt das bei einer Top-Adresse generalüberholen.
    Ich persönlich würde ein von z.B. @Toko generalüberholtes PL ziemlich sicher einem nagelneuen 82Z vorziehen (egal, wer das „Tuning“ daran macht) und auf den Thomann-Preis des 82Z noch 1-2k sparen.
     
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  17. Spacecat

    Spacecat Ist fast schon zuhause hier

    @Silver vielen Dank für die genaue Schilderung der Auffälligkeiten beim YSS 82Z. Das finde ich sehr hilfreich als Anhaltspunkt für Kontrolle und Begutachtung bei Kauf von Instrument dieser Serien, aber auch aller anderen. Für mich ist diese Beschreibung sehr wertvolle Hilfe, um einfach Dinge zu beachten, die ich vielleicht sonst übersehen würde.
     
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  18. JES

    JES Gehört zum Inventar

    @Silver
    Ohne jetzt der yamaha-fan zu sein, das mir "zugelaufene" YTS62PL ist ein tolles saxophon, schon mit ollen polstern, ohne Tieferlegung oder sportfahrwerk. Für mich als hobbyspieler wird es aug Jahre ausreichen.

    Aber, @altoSaxo braucht ja gar kein neues Instrument. Er hat ein alto, damit ist er einigermaßen zufrieden. Der Wunsch nach einem anderen rührt eher aus Neugier, ob und wie sich ein anderes Instrument besser spielt. Vor dem Hintergrund würde ich eher empfehlen sich auf dem Markt umzusehen, immer mit Mundstück in der Hosentasche, und anspielen, was mir in die Finger kommt.
    Nun komme ich eher aus der Vintageecke. Wenn ich die jetzt in meine Überlegungen mit einbeziehe, dann ist das Universum dessen, was ich probieren kann, schon extrem groß. Wenn ich dann noch realistisch betrachte, was kann ich spielerisch, wo will ich mal hin, brauche ich dafür die superergonomische Mechanik eines modernen instruments oder "reicht" der Stand 60er oder gar 30er, lege ich wert auf bekannte Namen oder eher auf mein Ohr und Spielgefühl,...
    Ich würde wirklich losziehen und ausprobieren was mir in die Finger kommt.... oder gleich ein Conn NW2 kaufen :).
     
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  19. Silver

    Silver Gehört zum Inventar

    Erwähnte ich, dass ich meinem ersten YTS62 PL immer noch dicke Tränen nachweine und in meinem Leben nie an den Punkt gelangen werde, an dem ich dieses, damals -1990 oder so- gebraucht generalüberholt gekaufte 1980er Horn „ausgespielt“ hätte?
    Alles, was danach kam, war interessant aber weitgehend unnötig, hat mich eine schöne Stange Geld gekostet und vom Üben/Spielen abgehalten.

    Ich las das anders, kann mich aber täuschen oder Du hast genauere Informationen.
    In meiner Wahrnehmung macht das 280er nach sechs Jahren mechanische Geräusche und die Neugier kommt auf die Frage nach dem Weg voran oben drauf.
    Als jemand, der mit Yamaha „sozialisiert“ ist, gibt es wenig Grund ein Abenteuer mit anderen Marken oder sogar Vintages anzufangen - es sei denn, @altoSaxo hätte dahingehend gesteigertes Interesse und ausreichend flüssige Mittel.

    Nachdem schon die Überlegungen in Richtung 480 / 62 / 82 gingen, wollte ich das für mich beste und preiswürdigste Yamaha-Alto ever in den Raum werfen: ein PL halbwegs günstig gekauft und kompetent generalüberholt.
    Mehr ist meiner bescheidenen Meinung nach mit den drei Stimmgabeln auf der S-Bogenklappe nicht zu erreichen (was ich absolut positiv meine).

    Mir „reicht“ der Stand der 60er. Naja genaugenommen der Stand von 1958 - meine beiden 6er sind so ziemlich das Geschmeidigste, was ich in all den Jahren unter den Fingern hatte (auch dank der sorgfältigen Bearbeitung durch @Toko ).
    Es gibt 2-3 kleine Verbesserungsmöglichkeiten (Seitenklappen, Taste vom Fis-Triller, evtl. Front-F) aber die Geometrie mit den langen Federn und kurzen Hebeln fasst sich so unvergleichlich gut an, daß sogar meine Yanagisawa-Handschmeichler dagegen fast klobig wirken.

    Es gibt nur eine Mechanik, die genauso flüssig läuft und greifen lässt, wie ein frühes Mk6: die vom Conn 10M/6M - wenn man mit der Inline-Griffweise und insbesondere dem linken Kleinfingertisch zurecht kommt. So eins muss man aber erstmal in gutem Zustand und aus den richtigen Baujahren finden und dann von einem Conn-Experten überholen lassen, sonst wird es ganz fad.
     
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  20. JES

    JES Gehört zum Inventar

    Er hat sich immerhin für das BetterSax Session Alto interessiert, dem Aufhänger dieses threads, und sich nicht gleich ein yas62/82/480 gekauft.
    Ob er Interesse hat, weiß ich nicht. Das weiß man aber auch objektiv erst, wenn man es mal ausprobiert hat. Vermutlich bist du ja auch so bei Vintage gelandet... Mit nem modernen Sax gelernt und dann aus Neugierde... Ich habe auch nicht geschrieben, er soll oder gar muss Vintage, eher, dass es diese Option gibt, und damit einige interessante Kandidaten mehr...(mir liegt bspw das NW1 oder die buffet crampon 18 20, dynaction bzw superdynaction bis hin zu S1 mit der kippmechanik für den rechten kleinen Finger, @Toko schwärmt von kohlert 57, rene guenot bzw dem S1 in kupfer...).
     
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