Oktavmechanik einstellen (am Yamaha YAS62)

Dieses Thema im Forum "Reparatur und Instandhaltung" wurde erstellt von AltoBari, 5.April.2026 um 20:06 Uhr.

  1. AltoBari

    AltoBari Ist fast schon zuhause hier

  2. ppue

    ppue Mod Experte

    Drückst du die Oktavtaste nur ein bisschen oder drückst du ganz durch?
    Was hast du vorne gegriffen?

    Am besten wäre ein Film mit einmal A und einmal G gegriffen und jeweils nur Oktavklappe nur wenig und einmal ganz gedrückt. Also vier verschiedene Anordnungen.

    Ansonsten kann man da schlecht was sagen.
     
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  3. AltoBari

    AltoBari Ist fast schon zuhause hier

  4. ppue

    ppue Mod Experte

    Etwas Spiel ist bei der Wippe nicht ungewöhnlich. Wenn du das Spiel verringern willst, sollte es durch ein bisschen mehr Kork an der markierten Stelle gehen.

    Es ist nur so, dass, wenn du das Spiel dadurch vollkommen herausnimmst, der Oktavklappenmitnehmer direkt am Bügel anliegt und du Gefahr läufst, dass die obere Oktavklappe auch in Ruhestellung schon minimal öffnet. Auch eine Drehung des Necks könnte die Oktavklappe leicht öffnen. Der Mitnehmer darf also niemals direkt anliegen. Etwas Spiel ist da lebensnotwendig.

    Was genau stört dich an dem Spiel beim Spiel?

    upload_2026-4-6_12-51-47.png
     
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  5. AltoBari

    AltoBari Ist fast schon zuhause hier

    Danke für den Hinweis. Ich dachte, es gebe eine anderweitige Verstellmöglichkeit,
    nachdem die Ursache weiter unten direkt an der Wippe liegt.
    Habe den Oktavklappenmitnehmer (weisser Stöpsel) mal festgehalten,
    um das ganze deutlicher zu zeigen.

    https://www.transfernow.net/dl/20260406Mrm5OE2P
     
  6. ppue

    ppue Mod Experte

    Das ist ein anderes, weiteres Spiel und nicht die Ursache für das Spiel zwischen Mitnehmer und Bogen. Strumpfschlauch um den Pinökel oder mit Teflon den Spalt verringern.

    Aber beantworte doch mal eine Frage: Was stört dich an den beiden Spielen?
     
  7. AltoBari

    AltoBari Ist fast schon zuhause hier

    Beim Spielen stört mich ein wenig die mangelnde Kontrolle.
    Habe ansonsten alle Klappen so eingestellt, dass kein Spiel herrscht.
    (überall wo Einstellschrauben vorhanden sind)

    Hatte doch Probleme mit meinem Sopran...siehe anderer Thread.
    Auf meinen Wunsch wurde die beworbene einstellbare Mechanik "spielfrei" eingestellt,
    also im Rahmen des Machbaren je nach Stellung des S-Bogens...

    siehe zum Vergleich bei meinem Jupiter 1100Q:
    https://www.transfernow.net/dl/20260406pdxrW8Iv
     
  8. Silver

    Silver Gehört zum Inventar

    Wo sind denn am 62er noch Einstellschrauben, außer an der Fis-Gis-B Kopplung und der tief H-Cis?

    Beides Stellen, wo man nicht ohne Not herumdrehen sollte, wenn man nicht genau weiß, was man damit bewirkt.

    Das gleiche gilt für eventuelle andere Einstellschrauben…

    „kein Spiel“ reicht nicht. Dicht muss es sein. Und gleichzeitig auf/zu.


    Einen labbrigen Oktavmechanismus mag ich übrigens auch nicht.
    Die Umschaltung zwischen OK am Bogen und OK am Korpus muss sehr präzise sein, sonst quietscht es schon mal.
    Und die OK-Taste darf auch gerne „auslösen“, sobald man sie drückt (aber nicht schon vom scharf anschauen) - ich habe gerne 2-3 Zehntel Luft zwischen Zapfen und der Schlaufe am Bogen. Nicht weniger aber keinesfalls mehr.
     
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  9. AltoBari

    AltoBari Ist fast schon zuhause hier

    Hallo,
    das Einstellen an meinem YAS62 lass` ich lieber...habe mir das Ganze in Ruhe nochmal angesehen.
    Greife ich das "G", besteht quasi keinerlei Spiel mehr, siehe

    https://www.transfernow.net/dl/20260407byzwjvfo

    Bei meinem 1100Q ist das m.M.n. besser gelöst. Hier hat man Stellschrauben implementiert um das Spiel der Oktavklappe individuell einstellen zu können.

    P.S.: weitere Einstellschrauben befinden sich hier...rot umringelt
     

    Anhänge:

    Zuletzt bearbeitet: 7.April.2026 um 10:35 Uhr
  10. Spacecat

    Spacecat Ist fast schon zuhause hier

    Für mich sieht das YAS 62 in den Videos verstellt aus. Vermute, dass die optimale Einstellung für Dich nicht ganz klar ist, wobei Du jetzt schon eine Sache selber bemerkt hast
    Mechanisch 1:1 vergleichbar in optischen Reaktionen, Abständen etc Jupiter zu YAS 62 meines Erachtens nicht. Daher würde ich es in guter Werkstatt optimal einstellen lassen, und dort Wünsche besprechen, wo dann mögliche umgesetzt werden, bzw entsprechend erklärt wird, was ideal ist, und warum es so sein muss.
     
  11. Silver

    Silver Gehört zum Inventar

    Ich würde mir das sogar anschauen, wenn ich nicht erst alle Cookies und Tracker akzeptieren oder einzeln an ca. 30 Stellen abwählen müsste.

    Den Eindruck hatte ich auch ohne Videos.
    Wer mal eben an irgendwelchen Stellschrauben dreht „bis kein Spiel mehr ist“ hat sein Horn garantiert aus der Regulierung gebracht.

    Die drei gezeigten Madenschrauben sind äußerst praktisch - wenn man genau weiß, was man damit macht. „Kein Spiel“ geht genau da nicht (sondern mit den Kork/Filzfüssen auf der den Schrauben gegenüberliegenden Seite der Klappenhebel zum Korpus).

    Ich empfehle einen Besuch beim Fachmann.

    Preisliste für Werkstattarbeiten:

    Mechaniker: 50€/h
    Meister: 75€/h
    Wenn Sie zusehen wollen: 100€/h
    Wenn Sie es schon selbst versucht haben: 150€/h
     
    giuseppe und cwegy gefällt das.
  12. AltoBari

    AltoBari Ist fast schon zuhause hier

    Ich hatte es vor ein paar Jahren beim Saxdoc in Augsburg. Instrument Funktioniert ansonsten perfekt.
    Ich kann damit leben.
    Sachverhalt hiermit erledigt.
     
  13. JES

    JES Gehört zum Inventar

    Bist du sicher, dass die Ursache an der Umschaltung liegt?
    Am meinem Buffet Evette Sopran gibt es keine Automatik. Wenn ich da den falschen hebel drücke wird eher der ton stumpf und die Stimmung passt nicht, quietschen tut nix. Ich kann auch beide Hebel drücken.... zumindest bei den Tönen um g passiert da eher wenig.
     
  14. Silver

    Silver Gehört zum Inventar

    Todsicher.
    Wobei ich nicht so genau weiß, was Du mit "Ursache" meinst... Ursache wofür?

    Wenn Du mit OK gedrückt ein A greifst, ist die Klappe am Bogen geöffnet (hoffentlich nicht zu weit...). Wenn Du dann ein G greifst - also die Taste am Ringfinger drückst - muss sich die Klappe am Bogen im exakt gleichen Moment schließen, in dem sich die Oktavklappe am Korpus (bei Alt und Tenor schräg unter Cis-Klappe) öffnet.

    Hat dieser Mechanismus Spiel oder ist falsch eingestellt, passiert etwas Unerwünschtes. Z.B. könnte es quietschen.

    Wie so etwas an einem Buffet Evette konstruiert ist, entzieht sich allerdings meiner Kenntnis. Bei einem YAS62 ist es auf jeden Fall so.
     
  15. ChrisA

    ChrisA Schaut öfter mal vorbei

  16. ppue

    ppue Mod Experte

    Ja, sicherlich kann man den Bogen weiter an den Mitnehmer biegen. Dann geht aber die Oktavklappe sehr viel weiter auf. Nicht weiter schlimm, aber Oktavdrücker geht dann schwerer, vermute ich. Dann doch lieber die Oktavmechanik etwas liften.

    Was sagen denn die anderen Bastler hier?
     
  17. AltoBari

    AltoBari Ist fast schon zuhause hier

    Kork bzw. Moosgummi an besagter Stelle bringt leider keinen Erfolg.
    Habe zur Veranschaulichung nochmals ein kurzes Video erstellt.

    Problem bei meinem Sax liegt an der Wippe direkt über der Oktavklappe...ob oder wie ich das beheben kann...keine Ahnung.
    P.S.: wie hieße es bei Jupiter...konstruktionsbedingt leider nicht besser einstellbar ;-)

    https://www.transfernow.net/dl/20260408LR1y6Tdx
     
  18. ppue

    ppue Mod Experte

    Na, das große Spiel beim Heben des Mitnehmers ist so schon mal weg. Das kleinere Spiel hat, so ich das richtig sehe, gleich zwei Ursachen. Einmal ist der zangenartige Spalt am Ende des Oktavdrückers etwas zu groß und zum anderen das Plastikköpfchen der Wippe zu klein. Da müsste man was basteln, das Köpfchen irgendwie dicker machen, aber halt so, dass es immer noch wenig Reibung hat. Ich würde das mit einem Zweikomponenten-Knet-Kleber machen (-:

    Ist aber sicher nicht ganz so hübsch.
     
  19. Silver

    Silver Gehört zum Inventar

    Was basteln… klar.

    Entweder den „zangenartigen Spalt“ mit geeignetem Werkzeug vorsichtig und präzise kleiner biegen oder geeignetes Material wie Teflonfolie oder Kunstkork in den Spalt einkleben. Kann man eigentlich nur mit dem Instrument vor der Nase korrekt entscheiden.

    Oder einfach nach ein paar Jahren mal wieder zum Fachmann. Dann wäre der „Sachverhalt“ auch erledigt.

    Es ist keine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme wenn Saxdocs empfehlen, mindestens einmal im Jahr zur Inspektion zu kommen (die besseren haben ohnehin mehr als genug zu tun…).
     
  20. JES

    JES Gehört zum Inventar

    Wenn ich mich recht erinnere hat das spezielle saxophon noch mehr Probleme, klappernde Anschläge...
    Da läge es doch nahe mal ne Liste zu machen, wo es überall wehtut, und dann damit (und dem sax) mal zu einem Fachmann zu gehen. Der schaut sich das an, macht nen Kostenvoranschlag, damit schläft man ne nacht drüber oder zwei, und entweder lässt man es machen, oder vertickt das Teil günstig als Anzahlung für ein anderes Instrument.
    Oder, wenn man gerne selber fummelt
    Man schaut bei den Saxdocs mal, ob die reparaturkurse anbieten. Damit wird man nicht zum Profi, lernt aber mal einige kleinreparaturen und Zusammenhänge der mechanik verstehen
    Man versucht mal das "saxophone manual" aus dem haynes-Verlag zu ergattern (gibt es m.W.z.Zt. nur gebraucht), ohne Unsummen dafür auszugeben. Für moderne Mechaniken ist das gut, man braucht aber solide englischkenntnisse. Es sollte mal eine Neuauflage in 2025/26ff geben, noch scheint die nicht durch zu sein.
     
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