Kondensat am Finger

Dieses Thema im Forum "Anfänger Forum" wurde erstellt von MonKid, 11.Dezember.2021.

  1. -j.

    -j. Kann einfach nicht wegbleiben

    Aber müsste es dann nicht ein permanentes Phänomen sein? Tag 3 auf dem Alto war wieder alles normal. Bei meinem backup Alto (Magenta Winds) seien laut meinem Saxdoc die F# und E Polster oben undicht und müssten ersetzt werden. Das war vor 3 Jahren :whistling:... Merken tu ich bloss, dass tief Bb etwas schwieriger anspricht bei pp, eine nasse linke Hand hatte ich auch beim 3-stündigen Gig mit dem Quintett letzten Monat nicht -- auch nicht beim Üben im Vorfeld...?

    -j.
     
  2. giuseppe

    giuseppe Gehört zum Inventar

    Ich sabber unterschiedlich stark mit verschiedenen Mundstücken. Da ich derzeit häufig ein sabberfreudiges spiele, habe ich heute Morgen noch mal die Dichtigkeit geprüft, mit Licht und Handschuh, und kein Leck gefunden. In dem Fall zumindest nicht schuld. Ich denke das sabbern kann viele Verstärker haben.
     
  3. Silver

    Silver Gehört zum Inventar

    Naja, wie ich schon schriebte: es sabbert dort, wo es undicht ist.
    F# und E sind - zumindest bei meinen Hörnern - an der rechten Hand… ;)

    Gerade bei Instrumenten, die nicht regelmäßig gespielt werden, kommt dazu, dass das Material sich verändert, wenn man die Hupe aus dem Koffer zieht und drei Stunden spielt. Das betrifft Korken, Filze und auch den Aufbau der Polster… „Am dritten Tage auferstanden…“

    Und letztlich gilt das mit „dicht“ ohnehin nur für Apparate, die keinerlei mechanisches Spiel haben.

    Mit dem Handschuh findest Du eh kein Leck. Bestenfalls kannst Du damit testen, ob irgendwo ein Scheunentor aufsteht.
    Denn entweder, Du saugst die Polster dicht oder wenn Du den Handschuh aufbläst, drückst Du sie mit den Fingern dicht - mit einer Kraft, die weit über dem liegt, was Du im flüssigen Spiel drücken kannst.

    Ich habe von @Toko gelernt, dass der kleinstmögliche Druck, der die Federkraft und die Elastizität des beteiligten Metalls überwindet, das Maß der Dinge ist. Ausgeübt genau auf dem Pearl, nicht irgendwo auf der Klappe.
    Wenn mit diesem Minimaldruck alle beteiligten Polster 360 Grad dicht sind, hat man eine Chance und es sabbert nicht mehr.


    Wie gesagt, das ist meine Theorie. Für mich persönlich trifft das zu 100% auf allen meinen Hörnern zu.
    Vom Yanagisawa über das Eastman bis zum Mark VI und bei den BigBand Kollegen mit ihren Yamahas, SML, Buffet und Selmer, denen ich die Hörner durchsehe, hat das Sabbern auf die linke Hand jeweils sofort aufgehört, als sie dort dicht waren.

    Was für mich zutrifft, ist die Beobachtung, dass unterschiedliche Mauspiesse unterschiedlich stark zum Sabbern neigen, wenn es denn sabbert.

    Ihr könnt das ja mal im komischen … äääh konischen Nerd-Fred aufbohren :)
     
  4. giuseppe

    giuseppe Gehört zum Inventar

    Ich teste auch primär mit der Leuchte und justiere nach. Beim Handschuh saugen ist ok, zeigt aber tatsächlich nur das grobe. Für etwas mehr Empfindlichkeit puste ich rein, dass die Finger stehen. Und dass ich das cis gerade nicht aufgepustet wird. Wenn die Finger lange stehen kann nichts ganz schlimmes sein. Aber ich gebe dir recht, die Klappen einzeln checken ist sicher empfindlicher.
     
  5. Silver

    Silver Gehört zum Inventar

    An den gekoppelten Stacks kommt es vor allem darauf an, dass alles wirklich gleichzeitig öffnet und schließt.
    C#-B und C#-Bb-A links und G#-F#-F/E/D rechts sind die neuralgischen Punkte.
    Und eigentlich auch die Bb-F# Kopplung zwischen den Händen.

    Ähnliches gilt für die Becherklappen und ihre Beziehung zum G# sowie das Timing zum Tief-C#.
    Das hat dann aber nichts mehr mit Sabber auf den Fingern der linken Hand zu tun.
     
  6. -j.

    -j. Kann einfach nicht wegbleiben

    Äh, F# und E "OBEN" -- die sind, zumindest bei meinen Hörnern, an der linken Hand.... :smile:

    -j.
     
  7. giuseppe

    giuseppe Gehört zum Inventar

    Äh, genau. Eigentlich sabbern bei mir wenn dann eigentlich auch nur die Palmkeys, worüber ich aber gar nicht gesondert nachgedacht hab vorher. Da kommt es nur raus, wenn ich sie öffne und abhängig vom Mundstück das ich spiele. Für die S-Bogen-Verbindung ist der Handschuh mein bester zu Hause verfügbarer Test.
     
  8. Silver

    Silver Gehört zum Inventar

    Sabbernde Palmkeys sind nochmal was anderes.
    Die meinte ich eher nicht weil da, wenn überhaupt, nur mal ein verirrter Tropfen rauskommt.

    Sabbernde Klappen am linke-Hand-Stack sind das übliche Problem, das auch eingangs beklagt wurde.
     
  9. Cazzani

    Cazzani Ist fast schon zuhause hier

    Wie wichtig sauber schließende Klappen sind, da besteht sicher Einigkeit.

    Das verstehe ich nicht. Müsste es nicht mindestens so sehr aus den Klappen sabbern, wenn sie ganz normal geöffnet sind?
     
    giuseppe und Gerrie gefällt das.
  10. Silver

    Silver Gehört zum Inventar


    Das ist eine äußerst kluge Frage, auf die ich keine Antwort habe.

    Ehrlicherweise ist mir aber der Nerd-Modus hinter den stehenden Wellen, ihren Knoten und der Auswirkung auf den Weg des Kondenswassers nicht übermäßig bedeutend. Ich würde gerne einfach mehr spielen und weniger mit dem Material herumkaspern.

    Mir reicht die rein handwerkliche Forderung nach „dicht“ und die für mich eindeutige Folge: „dicht sabbert nicht“.
    Mit der handwerklichen Umsetzung habe ich genug zu tun - was weniger daran liegt, dass ich inzwischen ziemlich geübt bin, einen Stack zu dichten und zu regulieren.
    Es liegt eher an teuren Koffern, die das alles zunichte machen.
    Völlig anderes Thema (über das ich mich äußere, wenn ich hoffentlich die unerfreuliche „Testreihe“ in Kürze abgeschlossen habe).
     
  11. David Lightman

    David Lightman Schaut nur mal vorbei

    Hallo,

    ich besitze drei Saxos, Tenor, Alt und Sopran. Bei allen verläuft die „Wasserbahn“ (ein besserer Ausdruck fällt mir nicht ein) anders. Beim Alto (Selmer SBA) habe ich ständig feuchte Finger an der linken Hand und immer ein Tuch dabei. Bei Tenor und Sopran: nix. Wenn ich beim Tenor (Conn „Chu Berry“) mit einer Taschenlampe in den Korpus leuchte, kann ich die Wasserbahn sogar sehen. Sie läuft (juchu) komplett an den Tonlöcher vorbei. Ich glaube, das ist bei jedem Sax anders.

    Zum Thema Alkohol und Blätter: das geht für mich sowohl getrennt als auch zusammen :) Seit einigen Jahren lege ich meine Blätter in „Klosterfrau“-Alkohol. Ich habe dafür eine Pustefix-Dose zweckentfremdet (die sind gut dicht). Ich brauche nicht viel Alkohol, die Blätter saugen sich voll (die trinken quasi über die Spitze). Dadurch sind sie sehr lange spielbar und fühlen sich für mich super an. Ich empfehle, das einfach mal auszuprobieren. Klosterfrau ist ansonsten auch gut gegen Verspannungen…

    Liebe Grüße und keep swinging…
    Jens
     
  12. BP

    BP Admin Mod

    Daher also die außergewöhnlich gute Stimmung bei Euren Auftritten :wacky:

    Habe übrigens bei der Gelegenheit den Titel geändert – klingt jetzt etwas ästhetischer.
     
    Zuletzt bearbeitet: 24.Juni.2026 um 08:28 Uhr
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