Mundstückkork - mit was klebt ihr?

Dieses Thema im Forum "Reparatur und Instandhaltung" wurde erstellt von giuseppe, 5.Oktober.2026 um 10:10 Uhr.

  1. giuseppe

    giuseppe Gehört zum Inventar

    Hallo, seit vielen, vielen Jahren mache ich selber bei Bedarf nen Mundstückkork neu.
    Ich nehme dazu Pattex, dünn auf Metall und Kork, ca. 10-15 Minuten Ablüften, dann drauf und sorgfältig mit Paketband umwickeln für mindestens 20 Minuten, meist lass ich es aber länger so liegen, bevor ich den Kork auf die richtige Größe trimme. Vor dem kleben kratze ich alte Reste vom S-Bogen, reinige dann über der Flamme und am Ende wische ich es noch kurz mit Ethanol sauber.

    Jetzt hatte ich zwei mal das Ergebnis, dass sich schon beim bearbeiten der Kork an der S-Bogenspitze minimal löste, sodass er da wie ein nicht verklebter Schlauch etwas beweglich ist. Sehr ärgerlich, wo ich nichts geändert habe. Kann Pattex schlecht werden? Muss ich plötzlich länger Ablüften?
    Womit klebt ihr denn?
     
  2. slowjoe

    slowjoe Strebt nach Höherem

    Hatte ich auch ein paar mal.
    Dein Verfahren ist prima. Genau so wirds gemacht.
    Bei mir hat es geholfen, den Bogen am Ende etwas dicker mit
    Pattex zu bestreichen und den Kork auch. Muss dann halt ein
    bissl länger ablüften.

    SlowJoe
     
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  3. ppue

    ppue Mod Experte

    Pattex wird halt etwas dicker mit der Zeit und umso dicker, desto schlechter lässt er sich verstreichen. @Toko verdünnt den Kleber extra noch. Ich denke mal, dass irgendeine Seite der zu klebenden Teile dann doch nicht richtig eingestrichen war.

    Das fixierende Klebeband nach dem Leimen macht keinen Sinn. Entscheidend bei Pattex ist der Druck unmittelbar beim Zusammenfügen. Also einmal mit viel Druck überall angedrückt, kannst du den Kork direkt weiter bearbeiten.
     
  4. giuseppe

    giuseppe Gehört zum Inventar

    Ich lasse das Paketband (Schnur, gewickelt wie du früher die Klarinette) einfach länger drauf, wenn ich nicht unmittelbar weiterspielen muss.
     
  5. mato

    mato Strebt nach Höherem

    Ich verwende für alle möglichen Verklebungen von Kork Uhu Super. Der hält wirklich extrem gut, gerade auch bei kleinen Kopplungsteilen.
    Beim S-Bogen umwickle ich den Kork nach dem Kleben mit einem starken Strick. Das hat den Vorteil, das der Anpressdruck gleichmäßig auf die Klebefläche verteilt wird. Den Kork vorzukomprimieren (Schraubstock) hilft, dass er sich besser um den S-Bogen ziehen lässt.
     
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  6. ppue

    ppue Mod Experte

    Ich kenne den UHU-Kleber nicht, aber bei Pattex ergibt das wirklich keinen Sinn, außer, der Kleber ist ungleichmäßig aufgetragen und manche Stellen sind so dick mit Leim bestrichen, dass diese nicht haben richtig antrocknen können.
     
  7. giuseppe

    giuseppe Gehört zum Inventar

    Habe gerade gemerkt dass das ja einfach Paketschnur heißt, hihi.
    Umwickeln macht wie du sagtest Sinn, falls etwas nicht perfekt ausgelüftet war. Und ich habe schon das Gefühl, das die Endfestigket vom Druck in den ersten Minuten beeinflusst wird. Wahrscheinlich, weil das Zeug halt noch nicht komplett trocken ist.
    Den UHU versuche ich mal, danke!
     
  8. Bb7

    Bb7 Ist fast schon zuhause hier

    Ich habe das immer schon mit Pattex geklebt, meistens aber mit relativ neuem Zeugs, da ich das alte Pattex irgenwo verlegt, verliehen oder verloren habe.
    Eigentlich ist das ja gar kein Problem und wenn es mal schief gehen sollte, macht man es halt noch einmal.
    Wichtig wäre noch ( weiss aber sicherlich jeder!) dass man nicht mit Metall die Klebereste vom Hals entfernt, gibt Kratzer.
    Zumindest Pattex wird nach dem antrocknen einmal so fest wie möglich oder nötig angepresst und dann ist gut. Da nützt ein umwickeln mit starken Seil danach auch nichts mehr, zumindet bei Pattex.
    Es gibt bei yt eine Beschreibung von Toko, die ich ganz gut und verständlich fand.
     
  9. ppue

    ppue Mod Experte

    Mit frischem Pattex, unverdünnt, kann ich immer noch am besten arbeiten. Der feine, dünne Auftrag des Klebers glingt mit älterem und dickerem Pattex schlecht.

    Das Abkratzen mache ich durchaus mit einem alten Messer und evtl. sogar noch mit etwas Schmirgelpapier. Manche S-Bögen haben da schon extra Riefen drin, damit der Klber besser haftet. Solange ich nicht die Stellen verletze, an der der neue Kork aufhören soll, spielt es keine Rolle, ob der Untergrund leicht verkratzt ist, bzw. hilft der ganzen Sache eher noch.
     
  10. mato

    mato Strebt nach Höherem

    Diesen Uhu Kleber trägt man nur einseitig auf und er ist nachkorrigierbar. Deswegen macht es hier Sinn, den Kork nach dem Fügen anzupressen. Nach ein paar Minuten ist er ausgetrocknet und hält extrem gut. Es ist halt kein klassischer Kontaktkleber.
     
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  11. giuseppe

    giuseppe Gehört zum Inventar

    Ich werde nach zwei schlappen Spitzen jetzt mal den Uhu besorgen.
     
  12. Otfried

    Otfried Gehört zum Inventar

    Immer Pattex, aber Vorsicht: Classic muss es sein. Gibt so neumodisches Zeug, transparent und so, das klebt nicht gut .

    Auftragen und nach 10 min Ablüften so fest wie möglich andrücken, das hält auch ohne Paketklebeband mindestens 10 Jahre.

    Gruß,
    Otfried
     
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  13. antonio

    antonio Gehört zum Inventar

    Ich nutze definitiv immer Kontaktkleber. Hier in der CH ist Latex weniger bekannt, kommt da als "Schusterleim" vor, ist aber ebenso ein stark haftender Kontaktkleber.
    Das Auftragen ist nicht immer ganz einfach, je nach Tubenfüllung, Alter, Zimmertemperatur. Verdünnen kann man, sollte ab ja nicht zu stark sein, sonst leidet die Haftung.
    Einen Mundstück. zw. S-Bogen Kork habe ich noch nie mit Schnur oder ähnlich fixiert. Richtig anpressen reicht da völlig.

    Wichtig ist aber, den Korkstreifen mit Gefühl "weichzuklopfen" (harter Untergrund, möglichst schön flächig mit dem Hammer) So lässt er sich viel besser rund fügen und reisst auch nicht. Das Klopfen macht ihn etwas dünner, also das berücksichtigen. bei der Dickenwahl.

    antonio
     
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  14. Flori

    Flori Nicht zu schüchtern zum Reden

    Oder, anstelle von Hammer, in den Schraubstock einspannen.
     
  15. ppue

    ppue Mod Experte

    Oder ihn weder hämmern, noch quetschen. Ich sehe da keinen Grund für. Wenn ein Millimeterkork dabei bricht, ist er eh nicht geeignet.
     
  16. ilikebrecker

    ilikebrecker Ist fast schon zuhause hier

    Ich habe meinen Kork immer im Schraubstock "weichgemacht", was gut funktioniert hat.
    Als Kleber verwende ich auch den Pattex Kontaktkleber - et hätt noch emmer joot jejange
     
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  17. giuseppe

    giuseppe Gehört zum Inventar

    Ich komme auch etwas besser klar, wenn ich überall einmal drauf haue. Das sind insgesamt 10 Hammerschläge oder so, auf jede Stelle einmal. Dann hat man auch bei wechselnder Korkelastizizät weniger Risse von den Poren weg.
    Danke für vielen Antworten, die ja meine Technik eher bestätigen (und mich im unklaren lassen, was da jetzt das Problem war). Aber vielleicht ist es auch mal Zeit, Kleber zu wechseln.
     
  18. Sax a`la carte

    Sax a`la carte Ist fast schon zuhause hier

    Nehme ich auch immer, ich habe das schon so oft gemacht, dadurch ich verschiedenste Hörner
    und Mundstücke in Verwendung hatte, sodass es mir leicht von der Hand geht.
    Nachdem ich das bei einem Saxdoc vor Jahren so gesehen habe klopfe ich auch auf der Seite des Korkens, der
    Später mit dem Kleber bestrichen wird, mit einem kleinen Hammer (Kunststoff mit abgerundeten Kanten) auf harten
    Untergrund ( Holz) mit Gefühl, da wird der Kork elastisch, wird dabei leicht gewölbt und kann dann beim Andrücken
    nicht brechen. Den Überschuss sofort mit Rasierklinge entfernt, den S-Bogen auf rundem dünnen Holzstab gesteckt, mit
    ca. 25cm mal 2-3cm Streifen Schleifpapier ans MPC angepasst, dann genug Korkfett darauf und gleich das Mundstück darauf, für mehrere
    Stunden. Mir ist noch kein Kork locker geworden.
    Was ich auf jeden Fall immer mache ist, bevor ich den alten Kork abnehme, hinter dem Kork großzügig den S-Bogen mit Isolierband abkleben. Wenn
    man nähmlich beim Schleifen über den Kork hinauskommt, hat man schnell Kratzer am Bogen, das ist mir beim ersten Mal passiert, seitdem schütze ich
    mit Isolierband.
     
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