Billy Joel Interview mit Rick Beato- nix mit Sax, aber sehenswert

Dieses Thema im Forum "Eigene (musikrelevante) Themen" wurde erstellt von Tafkah, 13.Juli.2026 um 22:21 Uhr.

  1. Tafkah

    Tafkah Ist fast schon zuhause hier

  2. Analysis Paralysis

    Analysis Paralysis Ist fast schon zuhause hier

    Großartig und hochinteressant!
     
  3. Tafkah

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    Und doch auch was mit Sax. Ich wusste nicht, dass der Produzent Phil Ramone das legendäre Solo von Phil Woods auf "Just The Way You Are" aus 6 (!) Takes zusammengeschnitten (!) hat. Billy Joel erwähnt ja, dass er sich selber bei dieser Schneideaktion sehr unwohl fühlte.
    Ich finde es "anpackend", dass er in diesem Interview den Mut hat, nicht perfekte Gesangseinlagen zu geben. Seine Stimme trägt aber natürlich nicht mehr in der Höhe so wie in seinen jungen Jahren.
     
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  4. Analysis Paralysis

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    Wobei zu der Zeit "zusammenschneiden" wortwörtlich zu verstehen ist.
    Ja, das ist für mich auch eine Form der Selbstsicherheit und hat mir besonders gefallen.
     
  5. Tafkah

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    Gut, dass du darauf hingewiesen hast. Da gab es kein Backup und keine "Z"-Taste und keinen "Back to last Version" Befehl wie bei Logic. Das Band war halt "zerschnippelt" und wurde wieder zusammengeklebt. Das "Editing" mit realem Bandmaterial vor der digitalen Umstellung war immer riskant.
     
  6. Rick Detroit

    Rick Detroit Kann einfach nicht wegbleiben

    "Billy Joel: And So It Goes" documentary. Nicht verpassen..!
     
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  7. Tafkah

    Tafkah Ist fast schon zuhause hier

    Hallo @Rick Detroit, immer wieder nett, dich hier zu treffen. Vielen Dank für den Tipp. Werde ich mir anschauen.
    Interessant ist ja in diesem Zusammenhang auch, und sollte nicht vergessen werden, dass die Familie (der Vater hieß tatsächlich "Helmut") vor den Nazis aus Deutschland nach Amerika flüchtete und Billy's Großvater eine Kaufhaus hatte, das im Rahmen der "Arisierung" ganz billig gekauft wurde von.... Josef Neckermann. Für dich, Rick: Neckermann war eines der großen deutschen Versandhäuser der 50er und 60er Jahre mit einem riesigen jährlichen Katalog, sozusagen der "Jeff Bezos der Prä-digitalen Ära"
     
  8. BP

    BP Admin Mod

    Sein Großvater war der Nürnberger Textilhändler Karl Amson Joel (1889-1982), der als erster einen Versandhandel für Haushaltstextilien gründete, später eine Fabrikation. Sein Sohn Helmut, Billys Vater, nannte sich später in den USA Howard und war in Deutschland als GI stationiert. Der Dirigent Alexander Joel ist Billys Halbbruder. Billys Großeltern kehrten nach dem Krieg, 1964, über die Schweiz nach Nürnberg zurück und wurden nur minimal entschädigt.
     
    Zuletzt bearbeitet: 14.Juli.2026 um 18:43 Uhr
    korfi62, ppue, Roman_Albert und 2 anderen gefällt das.
  9. Tafkah

    Tafkah Ist fast schon zuhause hier

    @BP: danke für die Ergänzung.
     
  10. Tafkah

    Tafkah Ist fast schon zuhause hier

    Für mich musikalisch einer der interessantesten Aspekte ist, wie Billy Joel erklärt, dass er seinen Melodien bewusst Dissonanzen "gegönnt" hat, um die Spannung zu erhöhen und "Gewöhnliches" zu vermeiden. "Vorhalte" sind ein viel verwendetes Stilmittel in seinen Songs, und das hat er natürlich von Vorbildern in der Klassik übernommen, egal ob sich der Vorhalt und damit die Spannung in die Tonika, die Terz oder die Quinte auflöst.
    Über die Feinheiten in seinen Songs hört man zu leicht hinweg, und ich werde mir nach und nach noch einmal meine Billy Joel Vinyl-Tonträger auf diese Feinheiten hin anhören, und später werde ich noch am Piano "She's Always a Woman to Me" singen, einen meiner Lieblingssongs, über den er ja auch spricht. Phil Ramone hat ihn wohl bestärkt, diesen wunderbaren Akkordwechsel im B-Teil in den Song aufzunehmen, wo er die ursprüngliche harmonische Folge C- C-/Bb-C-/A- F7-Bb... einfach eine kleine Terz hochrückt und damit aus der Ausgangstonart Eb-Dur Eb-Moll macht und das Ganze später dann harmonisch sehr gelungen auflöst, um auf der Dominante Bb-Dur zu landen, bevor es wieder mit Eb-Dur weitergeht. Der Ton F# war und ist dabei beim Singen immer eine Herausforderung. Er sagt ja selber im Video, dass er leicht das Register Brust- zu Kopfstimme wechseln kann, aber es klingt für mich nicht so, als ob er hier Kopfstimme singt.
    Ich habe mit dem Song im Musikunterricht vor langen Jahren ein interessantes Experiment gemacht, um die temperierte Stimmung und die damit unweigerlich verbundenen Färbungen der verschiedenen Tonarten am Klavier zu demonstrieren.
    Ich habe das Intro des Songs einmal in der Originaltonart Eb-Dur und zum anderen in C-Dur gespielt und die Schüler abstimmen lassen, welche Version ihnen am besten gefällt. Die Schüler hatten zu über 99% keine Ahnung von Musiktheorie, und trotzdem hat eine große Mehrheit die Originalfassung in Eb-Dur präferiert. Ein Argument war, dass das Klavierintro in Eb-Dur "wärmer" klänge als in C-Dur.



    Kaum zu glauben, dass das fast 50 Jahre her ist. Eine willkommene Erinnerung an mein junges Erwachsenenalter.
     
  11. Tafkah

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