Armin mal wieder

Dieses Thema im Forum "Reparatur und Instandhaltung" wurde erstellt von JTM, 25.Juli.2026.

  1. JTM

    JTM Strebt nach Höherem

    War heute bei @ArminWeis , und kann nur sagen. Das ist mir immer eine Freude und einen Besuch wert.
    So ein angenehmer Mensch, ich kann’s nur empfehlen.
    Mit ein paar Handgriffen hat er aus einem gut spielenden Selmer Mark 6 (dachte ich bis heute) ein aber mal richtig gut spielendes Horn gezaubert.
    Und ich habe noch einiges positives über die letzte Mark 6 Serie gehört und gelernt.
    Jetzt freue ich mich umso mehr auf eine komplette Generalüberholung in 2027
     
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  2. Frau Buescher

    Frau Buescher Ist fast schon zuhause hier

    Erzähl mal:bitte:
     
  3. JTM

    JTM Strebt nach Höherem

    Ich weiß jetzt,das die letzte Serie der Mark 6,wie ich sie habe,die am besten intonierende Serie ist. Ich weiß,warum die Klappen bei einem Selmer stabiler sind wie bei allen Taiwanesen,und ich weiß einiges mehr um die Bedeutung von Polster Reflektoren .
     
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  4. saxer66

    saxer66 Ist fast schon zuhause hier

    Wie gut dass ich auch ein Tenor der letzten Serie habe :)
     
  5. Silver

    Silver Gehört zum Inventar

    Welche Serie ist deins denn?

    Warum sind Selmer-Klappen stabiler?

    Welche Bedeutung haben die Reflektoren?


    Lass uns nicht dumm sterben … ;)
     
    Steffen Bari, Sax a`la carte und Spacecat gefällt das.
  6. Sax a`la carte

    Sax a`la carte Ist fast schon zuhause hier

    Würde mich jetzt auch interessieren, das mit den Serien, da mir auch gerade ein Mark VI zugelaufen ist, das eine
    tadellose Intonation hat . Meines übrigens Baujahr 1971, ohne Hoch-Fis, mit Metallresos aus Messing.:)
     
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  7. JTM

    JTM Strebt nach Höherem

    Genau,das gehört zu den letzten,die wurden bis 73 gebaut,meins ist von 73
     
  8. JTM

    JTM Strebt nach Höherem

    Baujahr 1973,das letzte Baujahr.
    laut Armin ist nicht das Material (Plastik/Metall) entscheidend für den Klang sondern die Form.es gibt ja so geriffelte aus Messing,die sollen anders klingen.
    hier ist doch keiner dumm.
    So wie ich es verstanden habe,sind die Klappen bei Selmer aus einem gezogenen Material . Dieses verbiegt sich schwerer als das nicht gezogene Material bei vielen Taiwanesen,denen man eine weiche Mechanik nachsagt. Vielleicht mag @ArminWeis das ja nochmal fachlich genau verifizieren,ich bin da nur Laie.
    Aber ich finde ,ein spannendes Thema
     
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  9. altblase

    altblase Strebt nach Höherem

    Ich denke, weil das Material stabiler ist!:cool:
     
  10. Shorty

    Shorty Ist fast schon zuhause hier

    Die Schwachstelle sind die Achsführungen, und diese Röhrchen sind aus meiner Sicht bei meinem Mark VI von 1971 sehr weiches Messing. Ein Klappendeckel egal welches Fabrikat ist im Verleich zum Übergang auf das Röhrchen stabil.
     
  11. Kanne

    Kanne Ist fast schon zuhause hier

    Die Mark VI wurden bis ins Jahr 1975 gebaut, laut aktueller Seriennummernliste bis 241xxx beim Alt und Tenor. Sopran und Bari noch länger.

    Ansonsten kann ich, was Deine Erfahrungen mit Armin angeht, nur zustimmen.
     
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  12. JTM

    JTM Strebt nach Höherem

    Das gezogene Mar´terial kann sich bei einem leichten Rempler beim gezogenen Material von selbst wieder zurück
     
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  13. JTM

    JTM Strebt nach Höherem

    Das kann sein, ich hatte hier diese Liste, vielleicht interpretiere ich die auch falsch, aber letztendlich gehören die 71 bis 74 zur letzten Ausbaustufe IMG_2700.jpeg
     
  14. Silver

    Silver Gehört zum Inventar

    Ok - also beziehen sich die Mark VI „Serien“ auf das Knie beim Alto (englisch „Bow“), das es zwischen 1954 und 1974 in vier Ausführungen gab.

    Ich finde gerade das Video nicht mehr aber die oben eingeklebte Seriennummernliste gibt’s ja auch her:

    bis 75,5k Short Bow
    bis 87,4k Medium Bow
    bis 136k Long Bow
    ab 201k MediumShort Bow

    Das betrifft aber, wie schon erwähnt, nur die Alti.
    Es sollte neben der Intonation auch das Timbre gleichmäßiger gemacht werden.
    Da gab es dann Leute, denen klang der Long Bow zu tenorig.
    Und natürlich hat sich der Zeitgeschmack in 20 Jahren entwickelt: je später das MK VI, desto strahlender, obertonreicher, funkier.

    Tenöre hatten andere größere Änderungen, die man genauso in „Serien“ einteilen könnte.

    Aber wer wüsste so etwas besser, als @ArminWeis ?*

    Das halte ich für eine leichte (bis maßlose) Übertreibung.
    Das Material der alten 6er bis ca. 110k war anders legiert (zäher - daher kommt auch die Legende, Selmer hätte Artilleriekartuschen aus dem Krieg recycled), als das, was bei späteren Instrumenten verwendet wurde, das dort aber immer noch ziemlich zäh ist im Vergleich zur durchschnittlichen Taiwanware.

    Diese Zähigkeit führt dazu, dass das Material bei mechanischer Verformung - also zum Beispiel, wenn man einen Klappenarm sehr kleinräumig biegt, um die Klappe zum Tonloch auszurichten - eine höhere Tendenz zum Memory-Effekt hat, bei dem sich die Verformung wieder minimal in Richtung der Ursprungslage bewegt - aber diese nicht erreicht, sonst wäre es ja Federmaterial.

    Ein Rempler bleibt ein Rempler und es biegt sich da nichts von selbst zurück.

    Was @Shorty zu den Hülsen schreibt, kann ich mangels Vergleichsmaterial für ein spätes vs. andere 6er nicht sagen.
    Aber die Hülsen, durch die die (langen) Achsen durchgehen sind schon ganz generell ein empfindlicher Bereich, bei allen Tröten.

    So viel zu den Spezis, die dringend Metallresos „für den kräftigeren Sound“ haben wollen.
    Der kommt bestenfalls, wenn man welche erwischt, die deutlich stärker gewölbt sind.
    Ansonsten ist es wohl eher die Größe relativ zu Pad und Tonloch.

    Dazu hatte ich schon mal Nerd-Material verlinkt: https://www.morganmouthpieces.com/blogs/news/162689607-a-conversation-that-resonated




    * Für Armin (oder Doug Pipher) hätte ich höchstens die Nuss zu knacken, dass ich mein ganz traumhaft klingendes und stimmendes 77k Alto für ein Short Bow halte. Aber eigentlich ist es mir egal.
     
  15. jabosax

    jabosax Ist fast schon zuhause hier

    Ja, genau. Es gibt drei Medium Bow-Varianten, d. h. nach 136K bis zu 201K die zweite Variante. Das sind die „David Sanborn“-Altos.
    Ich habe viel MK6 Altos angespielt. Sie haben alle ein etwas anderes Grundtimbre und lassen sich alle mit unterschiedlichem Aufwand intonieren. Ist Geschmackssache. Ich stehe auch auf die späten MK6 Altos, weil sie für mich in den unterschiedlichen Oktaven am ausgeglichensten klingen und tatsächlich sehr gutmütig intonieren.
    Meins hat eine 233K-Seriennummer und ist eines der letzten aus 1975.
    Sonnige Grüße
    Jabo
     
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  16. JTM

    JTM Strebt nach Höherem

    Dann wird Armin wohl maßlos übertreiben. Das kommt ja nicht von mir. Aber ganz ehrlich,ich vertraue da lieber dem Schrauberfachmann wie dem Laien.
    Ich denke,es gab in jeder Epoche super stimmende und weniger gut stimmende Hörner. Ist also nicht ungewöhnlich,das du Gutes hast.
    Aber von irgendwoher wird diese Weisheit ja kommen. Und wenn jemand wie Armin so viele Hörner unter der Lupe hatte,glaube ich ihm das einfach.
    warum schreibst du dann so einen ellenlangen Text. Genieße doch lieber den schönen Sonntag,esse ein Stück Kuchen oder geh spazieren. Das ist gut für die Seele :D
     
    altblase gefällt das.
  17. Silver

    Silver Gehört zum Inventar

    Du hättest den Text nicht lesen müssen. Dass du ihn nicht verstehst, ist Dein Problem.

    Wenn nach sonem Sternchen ein Satz - der wo mit ein Punkt aufhört - stehen tut und nach dem Satz noch einer, tut der letzte Satz sich auf den Satz davor beziehen und nicht auf den ganzen Text. ;)


    Du kannst ja mal das Horn probeweise irgendwo anrempeln - es biegt sich schon selbst wieder zurück, wirst sehen.
     
  18. JTM

    JTM Strebt nach Höherem

    .
     
  19. Shorty

    Shorty Ist fast schon zuhause hier

    vor kurzem hatte ein Freund über sein SBA behauptet, laut dem bekannten Vintage-Händler wären die Kamine damals besonders genau gearbeitet worden..... das werde ich demnächst überprüfen.

    es werden viele Geschichten über Hörner erzählt - ich behaupte, die Leute wollen tolle Geschichten hören.....

    der Reflektorenhype taucht auch manchmal wieder auf, ich kanns nicht überprüfen, das kann keiner mit vorher und nachher, da der Einfluss bei einer Überholung viel zu groß ist, ähnlich wie der Lackschnickschnack

    zuerst muss die Überholung taugen, und dann kann beurteilt werden, ob das Horn taugt

    aber der Klappenmythos ist bis jetzt der schrägste - da muss Armin mal kommentieren wie er das gemeint hat, vielleicht hast du das irgendwie falsch verstanden,
    ne Klappe ist allein durch die Form schon super stabil, und dann gehts los mit der Schwachstelle, Gestänge auf Röhrchen......
     
  20. JTM

    JTM Strebt nach Höherem

    Das kann natürlich sein und mit der Klappe ist die ganze Einheit inkl. Gestänge gemeint
     
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