16tel bis zu welchen BPM?

Dieses Thema im Forum "Anfänger Forum" wurde erstellt von EspressoJunkie, 12.April.2022.

  1. EspressoJunkie

    EspressoJunkie Kann einfach nicht wegbleiben

    Moin, ich schaffe 16tel Noten nur mühsam bei einem Beat von 60. Und auch nur knapp. Nach ein paar Takten hänge ich dann doch hinterher. Wie schnell muss (müsste) man sein? Auf dem Übungsblatt das ich vom Lehrer bekommen habe steht 70-90. Das ist völlig utopisch für mich. Und wir reden hier nicht von einem Notenwechsel sondern immer die gleiche Note.
     
  2. gaga

    gaga Gehört zum Inventar

    Als Amateur das Doppelte, als Profi das Dreifache.
     
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  3. EspressoJunkie

    EspressoJunkie Kann einfach nicht wegbleiben

    Da kriegt man ja einen Knoten in der Zunge
     
  4. Sebastian

    Sebastian Ist fast schon zuhause hier

    Tonwiederholungen sind auf hohem Tempo schwieriger als (kleine) Intervalle. Irgendwann hilft es auf Doppelzunge umzustellen, wenn man es kann. Aber das ist eine fortgeschrittene Spieltechnik.

     
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  5. EspressoJunkie

    EspressoJunkie Kann einfach nicht wegbleiben

    Ich kann nicht mal so schnell sprechen wie der Typ im Video. Also dieses dododo, gogogogo usw. Aber mit sowas hab ich schon mein ganzes leben Schwierigkeiten und werds wohl auch nicht mehr lernen. Aber die Hoffnung stirbt zuletzt. Für sowas müßte es eine Hilfsklappe geben mit der man longtones in 16tel unterbrechen kann. Also eine klappe für alle Töne. Kann das mal wer erfinden bitte?
     
  6. GelöschtesMitglied14902

    GelöschtesMitglied14902 Guest

    Müssen tust du gar nicht,höchstens wollen. Übe das genau so schnell mit Metronom wie du es sauber hinbekommst. Und dann werde jede Woche ein paar Beats schneller
     
    EspressoJunkie und quax gefällt das.
  7. Witte

    Witte Ist fast schon zuhause hier

  8. Witte

    Witte Ist fast schon zuhause hier

    Wenn das mit 60 bpm stresst, würde ich mir das Tempo suchen, wo es gut passt... Das kann ja schon bspw. bei 55 bpm sein.

    Da geht es ja erstmal darum so akkurat wie möglich im exakten timming zu spielen... Wenn man das zu schnell angeht frustriert das nur...

    Nicht jeder der joggen mag startet direkt mit nem Halbmarathon...;)

    Das mit dem "Knoten" in der Zunge kennt da eigentlich jeder Saxophonist, oder erinnert sich zumindest an ähnliche Situationen...:p

    Also Tempo runter, und das so sauber wie möglich spielen..., das erfordert eben auch etwas Training für die Zunge...

    Das mit den 70-90 bpm iss da eher als Zielsetzung der Übung zu sehen..., da darf man sich auch ruhig die Zeit nehmen bis man soweit iss...

    Bei den meisten Charlie Parker Stücken steht ja oben auch immer was zwischen 220-280, oder jenseits von 340 bpm...

    Dabei machen die meist schon, bei weit weniger als der Hälfte der Geschwindigkeit Knoten in der Zunge, Knoten in den Fingern, und Knoten im Kopf...:p

    Da iss dann eben auch das einzig zielführende, Tempo rausnehmen, angepasstes Arbeitstempo..., und das kpl. Stück erstmal in viele kleine machbare Sequenzen zu unterteilen...
     
  9. EspressoJunkie

    EspressoJunkie Kann einfach nicht wegbleiben

    Ich bin immer zu ungeduldig, will immer alles gleich können, das geht aber hier nicht. Das Saxophon fängt an mich Geduld zu lehren. Hat was extrem positives für mein inneres.
     
  10. gaga

    gaga Gehört zum Inventar

    Das Gefühl ist für ältere Anfänger typisch. Man hat nur noch begrenzte Zeit vor sich und ist im Lernen und in den Gelenken schon deutlich verlangsamt. Außerdem ist das mit der Geduld wohl auch ein Männerproblem. Toll, wenn du das für dich positiv sehen kannst.
     
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  11. GelöschtesMitglied11524

    GelöschtesMitglied11524 Guest

    Das Problem des Staccato bei Anfängern (nicht nur) hat oft nichts mit der Zunge und deren Geschwindigkeit zu tun, sondern damit, dass mit der Zungenbewegung die Luft geändert wird (sprich der Luftdruck nicht aufrechterhalten wird).
    Beim Lösen dieses Problems sollte der Lehrer behilflich sein können.
     
  12. Paco_de_Lucia

    Paco_de_Lucia Ist fast schon zuhause hier

    »der Ritt auf der Luft-Welle«
     
  13. EspressoJunkie

    EspressoJunkie Kann einfach nicht wegbleiben

    Ich glaube nicht das das mein problem ist. Ich kann einfach meine Zunge nicht so schnell bewegen.
     
  14. GelöschtesMitglied11524

    GelöschtesMitglied11524 Guest

    Tempo 70 ist für die Zunge Zeitlupe, wenn man es richtig macht.
    Spiel mal einen Ton ohne Zungenartikulation an, bewege die Zunge in Zeitlupe (so langsam Du kannst) zum Blatt und berühre es so leicht, dass der Ton weiterklingt, aber gedämpft klingt.
    Tonhöhe sollte gleich bleiben! Nimm die Zunge vom Blatt weg, wieder hin, wieder weg. Ton sollte abwechselnd gedämpft und klar, aber durchgehend klingen.
    Dann mach das Gleiche, aber berühre das Blatt so, dass der Ton weg ist. Lass die Zunge am Blatt und blase weiter. Man darf nichts hören.
    Wenn Du das so machst, dass Du sofort wenn der Ton klingt auf das Blatt zurückgehst, wird der Ton kurz.
    Düd-düd-düd etc.
    Kannst Du das?
     
  15. EspressoJunkie

    EspressoJunkie Kann einfach nicht wegbleiben

    sofort ausprobiert. Nein das kann ich (noch) nicht. Sobald ich mit der Zunge das Blatt berühre bricht derTon ab. Ich behalte die Übung mal im Hinterkopf und werde sie ab und an mal probieren. So, Übungsstunde für heute beendet. Jetzt muss ich wieder an die Arbeit.
     
  16. ehopper1

    ehopper1 Strebt nach Höherem

    Mein erster und einziger Lehrer sagte zu mir den einfachen Satz:
    „Es kommt darauf an wie man spielt und nicht wie schnell man spielt.“

    Das versuche ich immer zu beherzigen.
    Ich habe deshalb schon Mitspiel-Angebote abgesagt, wenn es mir zu kompliziert erschien.
    Z.B. wenn bei klassischen Stücken (zu) viele Passagen mit schwierigen oder schnellen Läufen drin sind.
    Das kriege ich auch mit viel Üben nicht immer sauber hin.
    Außerdem übe ich sowieso lieber Jazz, Blues und Pop. ;-)
    Ich verweise dann an andere Kolleginnen und Kollegen, die das Schnellerspielen besser beherrschen.

    Z.B. spielt meine Nichte Querflöte, hauptsächlich klassisch.
    Sie kann das mit den schnellen Läufen um ein Vielfaches besser.
    Nicht umsonst erhielt sie kürzlich im Musik-Abitur 15 Punkte.
    Der Prüfer hätte ihr sogar 16 Punkte gegeben. ;-)
    Als sie mir die Abi-Stücke vorspielte war ich total baff mit welcher Leichtigkeit das ging.
    Mit meinen Gichtfingern wäre ich da nicht mitgekommen.

    Wir spielen ab und zu zusammen im Duett.
    Vor einigen Jahren bestimmte ich noch wo es lang ging.
    Dieser Wind hat sich längst gedreht. ;-)
    Ich kassiere dann manchmal schon einen entsprechenden Blick wenn es meinerseits mal nicht so passt. :)
    Ist aber nicht schlimm. Wir haben immer noch viel Spaß beim Spielen.
    Und ich alter Mann lerne von dem Mädel. Das finde ich total cool! :cool2:

    Und ... um auf das Thread-Thema zurückzukommen ... ich über trotzdem ab und zu schnelle Läufe. ;-)

    LG
    Mike
     
  17. EspressoJunkie

    EspressoJunkie Kann einfach nicht wegbleiben

    Haha, das ist wie beim gamen das ich auch noch (immer) gerne mache. Ich habe zig tausende Stunden Erfahrung, aber die Reaktionen lassen einfach nach und die jungen Wilden erledigen mich mit Leichtigkeit. Trotzdem macht es mir immer noch Spass und so soll es beim Saxophon spielen auch sein. Ich will Spass. Ist ein (relativ) neues Hobby das mich ins Rentenalter in 10 Jahren begleiten soll. Hab keine Ambitionen in einer Band zu spielen oder so. Have fun and play.
     
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  18. Wanze

    Wanze Strebt nach Höherem

    Man muss 16tel mindestens bis 120 bpm können! Sonst kommt die Klassik-Polizei!


    Auch wenn man das seltsam findet, wenn der Herr in gefleckter Uniform musiziert - Anschauen lohnt sich.

    Knoten in der Zunge hilft auch nicht, habe das schon ausprobiert...

    Falscher Ansatz, Knoten im Kopf hilft auch nicht. Sag nicht 'Ich kann nicht...', sag einfach "spannend, mal schauen wie weit ich komme"

    Die Frage ist, wo willst Du hin mit der Geschwindigkeit... Ich habe mir sagen lassen, selbst im Musikstudium fängt man die Ferling-Etüde #8 nicht mit 120 sondern eher mit 100 an.
    Doppelzunge brauchst Du dazu nicht, die fängt eher bei 140 an - und hat den Nachteil, dass die Artikulation drunter leidet. Ta-Ka, Ta-Ka statt da-da-da-da artikuliert einfach nicht so schön.
    Naja, für mich ist das auch ein Thema.
    Bin auch nach Monaten üben noch lange nicht so weit, wie ich gerne wäre...
    Und jetzt noch der Profi-Tipp: Wenn es mit der Geschwindigkeit nicht so klappt, dann spielt man das ganze einfach im Altissimo. Klingt dann halt sch... aber man hat eine Entschuldigung, dass man nicht so schnell ist.



    Vielleicht hilft es ja auch, gefleckte Anzüge zu tragen...?

    Grüße,

    Wanze
     
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  19. ehopper1

    ehopper1 Strebt nach Höherem

    Super! :-D
    Muss mal meine Frau fragen.
    Die hat so eine Hose.
    Und Flecken auf eine Jacke kriege ich auch noch irgendwie hin.
    Und dann geht es mit dem Sax im Staccato vorwärts, am besten bergab. Links zwo drei vier ...

    :D
    Mike
     
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  20. riona

    riona Ist fast schon zuhause hier

    In Dapper’s Saxophonbuch 2 sind ganz zu Anfang Dur Tonleitern in 16teln als Uebung notiert - hier wird angegeben, dass man auf 80 BPM hinarbeiten sollen. Das Buch ist ganz grob fuer Sax Spieler nach 2 Jahren gedacht. Ich habe Anfang dieses Jahres nach 20 Jahren Pause wieder angefangen (spiele jetzt als wieder knapp 6 Monate) und komme derzeit sauber mit ca. 55 BPM hin, bei 60 BPM haenge ich insbesondere bei den ganz hohen Toenen noch. Ich habe aber erst vor ca 3 Wochen ueberhaupt mit 16teln angefangen und merke dass es schon merklich besser geworden ist. Wichtig ist, wie jeder das sagt, langsam ueben. Ich denke bis ich die 80 BPM sauber hinbekomme brauche ich noch ein paar Monate, stoert mich aber nicht, kann ja in der Zwischenzeit auch Anderes spielen :)
     
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