Aktuelle Beurteilung Altsax Expression?

Dieses Thema im Forum "Kaufberatung" wurde erstellt von Woliko, 2.Februar.2015.

  1. Bereckis

    Bereckis Ist fast schon zuhause hier

    Hallo Guenne,

    vielleicht sollten wir folgende Punkte noch beachten:

    • Was konkret Klaus Dapper bemängelt hatte, können wir nicht mehr nachvollziehen. Zumindest finde ich den Testbericht von 2007 nicht mehr im Internet.

    • Ausser Klaus Dapper und vermutlich Rick kenne ich keinen, der das Testinstrument gespielt hatte. Zumindest wir beide kennen das Testinstrument nicht.

    • Wir wissen nicht, wie lange Klaus Dapper damals getestet hatte.
    Was ich persönlich weiß, weil ich ihn kenne:

    • Klaus Dapper ist ein professioneller und sehr erfahrener Saxofonist, der unterschiedlichste Saxofone gespielt hatte. Er spielte teilweise mit internationalen Jazzgrößen.
    • Klaus Dapper hat schon Testberichte für das "Fachblatt" geschrieben, als ich gerade mit dem Saxofon anfing.
    • Klaus Dapper schrieb eine der ersten brauchbaren deutschen Saxophonschulen. Die von dir angesprochenen Play-Alongs gab es damals noch nicht und kenne ich auch nicht. Weißt du, unter welchen Umständen bzw. Rahmenbedingungen diese entstanden sind?
    • Klaus Dapper kann Saxofone überholen, reparieren und tunen. Er hatte mein erstes Selmer repariert.
    • Klaus Dapper ist ein gewissenhafter Mensch und würde nichts in einem Test reinschreiben, was er nicht tatsächlich festgestellt hat.
    Daher reagiere ich einfach empfindlich, wenn du dir ein Urteil über eine Person erlaubst, ohne wirklich etwas zu wissen.

    Vom verstorbenen Herrn Peter Neff weiß ich, dass er in Sekunden die Schwächen eines Saxofons orten konnte, obwohl er furchtbar auf dem Saxofon klang.

    Ich kenne auch das Gegenteil: Einer meiner früheren SaxDoc war auch Berufsmusiker und blies die Probleme einfach weg. Ich musste ihn nach einer GÜ immer genau sagen, wo ich nicht klar kam.

    Ich finde es generell hier im Forum schwierig, negative Kritik zu einer konkreten Person zu äußern, ohne dass diese sich wehren kann.

    Gruß

    Michael
     
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  2. Bereckis

    Bereckis Ist fast schon zuhause hier

    Hallo Brille,

    ganz ehrlich, deine Art zu schreiben, ist auch für mich manchmal nervend. Irgendwie erinnert mich das an NIMO oder an den Klassenclown in der Schule.

    Wenn ich mich aber inhaltlich mit dir beschäftige bin ich sehr häufig mit dir auf einer Wellenlänge.

    Hallo Guenne,

    zur Toleranz gehört auch Menschen so zu nehmen wie sie sind. Die IGNORE-Funktion sollte generell deaktiviert werden. Da bin ich völlig bei Saxhornet.

    Gruß

    Michael
     
    stefalt und last gefällt das.
  3. Mugger

    Mugger Guest

    Moin Michael!

    Ich kenne wenige Musiker, die ich ernstnehme, die sich Urteile in der Art von Tests anmaßen.
    Lassen wir mal Klaus Dapper außen vor.
    Niemand kratzt es, ob mein cis zu tief ist, weil mein Hund gestorben oder es bloß kalt ist.
    Nur die Tatsache, dass es so ist, wird wahrgenommen.

    Aber lassen wir es ruhen, ich geh jetzt mit meinem Schüler dappern ( ich hoffe für ihn, dass er geübt hat)

    Liebe Grüße, Guenne
     
    mixokreuzneun gefällt das.
  4. Bereckis

    Bereckis Ist fast schon zuhause hier

    Lach!

    Ich für ihn auch!!!!

    :):rolleyes:
     
  5. Bereckis

    Bereckis Ist fast schon zuhause hier

    Tester ist halt auch ein Brotjob...

    Wie gesagt, für mich sind Testberichte nur Inspirationen. Entscheiden muss ich selber auf dem Platz.

    Sein Testbericht "Ref 54" hatte mich immerhin heiß gemacht und führte am Ende zum kauf des Horns. Sein Testbericht über "Hartmann-Reeds" fand Harry Hartmann nicht so gut, führte aber dazu, dass ich für meine Bass-Klarinette immerhin 4 Blätter gekauft habe.

    Ich bin froh, dass ich mein Geld anders verdiene...
     
  6. Ginos

    Ginos Ist fast schon zuhause hier

    Hi Brille,

    ist zwar etwas "off topic".... aber...
    Gerade im Satz, wie von dir angeführt im Bigband Satz, darf man sich eh nicht auf das "automatische" Intonationsverhalten verlassen. Da gibt es viele Parameter, unabhängig vom eigentlichen Instrument, nicht zuletzt ein "Beissen" des Spielers ... u.v.m.

    Im Satz hat man auf die Stimmung im Satz zu achten, zu hören und selbst fein zu justieren (über die Ohren hin zum eigenen Ansatz).
    Wenn das nicht alle tun, dann klingt der Satz sche...e. ;-)
    Deshalb betrachte ich deine Aussage etwas differenzierter und kann dem Gesagten nicht so ohne weiteres zustimmen...


    Mit Expression Instrumenten (also das eigentliche Thema hier) ob x-Old oder den .... bronzenen Saxophonen, generell mit Green Hill Instrumenten, kann ich nur positiv berichten.

    Ein im wesentlichen Yanagisawea Spielender
    Gruß
     
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  7. noodles

    noodles Kann einfach nicht wegbleiben

    Ich habe mir als Intonationsfetischist tatsächlich die Mühe gemacht, den kompletten Fred zu lesen. Meiner Meinung nach sehr interessant und sehr viel Wahres, vielleicht aber auch einiges Falsches.
    Am Ende ist der, der nicht selbst die Sicherheit in der Intonation hat, genauso aufgeschmissen wie vorher.

    Ich glaube zu Wissen, dass es bei Saxophonen gleicher Marke und Modell in der Tat manchmal signifikante Unterschiede in der Intonation gibt und diese hauptsächlich vom S-Bogen herrühren. Bei manchen Marken mehr, bei anderen weniger - aber bei allen sind diese möglich und ich habe schon Hörner erlebt, die möchte ich in der Beziehung nicht mal im Bierzelt in der Hand haben.

    Man muss wissen, dass der Instrumentenbau einen direkten Zusammenhang zwischen Intonation und Klang herstellt. Manchmal ist es klanglich von Vorteil, wenn ein Ton etwas Off-Tune ist, damit der Klang homogen bleibt. Eine Korrektur dessen würde mechanisch komplexe Strukturen erfordern, die teuer wären oder anfällig sind. Es ist also außerst komlex und das einzige was wirklich hilft ist ein geschultes Gehör und das technische Vermögen, die Intonation zu korrigieren = ein flexibler Ansatz. Das sollte man sowieso können - wer mal Kammermusik gemacht hat oder in einer Horn Section gespielt hat weiß wovon ich rede.

    Noch eine Erfahrung von mir: Es ist durchaus ratsam, wenn man sich einmal die Mühe macht, mit dem Stimmgerät die optimale Intonationseinstellung (basierend auf dem Stimmton) für sein Horn zu finden, damit man in allen Lagen gut zurechtkommt. Ich selbst stinmme mein Alt z.B. das Fis in der Mitte minimal zu hoch ein. Dann bin ich im oberen wie im unteren Register in der Lage sauber zu intonieren und habe auch klanglich alles in der Hand.

    So long!
    noodles
     
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  8. saxhornet

    saxhornet Experte

    Das funktioniert nur so wenn alle gut intonieren. Wenn Du welche bei hast, die schlecht intonieren riskierst Du auf Dauer deine gute Intonation, wenn Du Dich immer versuchst an andere Spieler anzupassen. Ich kenne Kollegen, die durch zu langes Spielen in Amateur-Big Bands genau das Problem irgendwann entwickelten. Insofern ist mir in einem Amateur-Big Band auch ein Saxsatz lieber mit entweder guten Spielern, die gut intonieren können oder die Spieler Hörner haben, die in diesem Bereich nicht auch noch extra Probleme bereiten. Das kann dann zur Qual werden wenn Jemand ohne entsprechende Erfahrung und Fähigkeiten mit einem schwierig zu intonierendem Horn kommt, nur weil das ja Vintage ist oder so toll klingt.
    Interessante Arrangements klingen dann wirklich schlimm, wenn die Intonation nicht stimmt, da kann man so viel Proben wie man will. Und viele Amateure achten beim Saxophonkauf zu wenig darauf, ob sie wirklich mit der toll klingenden Kanne auch ordentlich intonieren können.
    Ich hatte selber schon wirklich klasse klingende Hörner in der Hand, die ich einfach nur deswegen nicht gekauft habe, weil die Streuung bei der Intonation zu stark war und von der Abweichung her für den allgemeinen Gebrauch keinen Sinn machte.

    LG Saxhornet
     
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  9. GreenMile

    GreenMile Ist fast schon zuhause hier

    Hallo!
    Einige Passagen ließen sich wie folgt zusammenfassen: Hornmarke sehr gut, aber der Tester wies Mängel auf. :duck:
    VG GM
     
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  10. Brille

    Brille Ist fast schon zuhause hier

    Interessante Ansicht, Ginos. Ich gebe dir absolut Recht! Im Satz muss man hören und verstehen, wie es klingen soll. Logisch. Nicht logisch finde ich, sich an irgendjemandem zu orientieren, der Offtune ist, nur um das "Intervall im Satz" wieder herzustellen. In der üblichen Harmonik gibt es nunmal Töne, die "stimmen" und viele andere, die daneben liegen. Das ist nun wirklich aus meiner Sicht ein "Null-Toleranz-Bereich", wohl wissend, dass besonders Amateure eine gewisse tonale Varianz besitzen.

    Dass es z.B. in Combos mit Klavier, Bass und Sax aus meiner Hörrichtung eher nicht sooooo drauf ankommt, ist der Kompaktheit der Besetzung geschuldet.

    So long Brille
     
  11. noodles

    noodles Kann einfach nicht wegbleiben

    Das ist eine recht eigensinnige und wenig zielführende Sicht mit Intonation umzugehen, weil jeder mal zumindest ein kleines bißchen "daneben ist". Im klassischen Quartettsatz hätte die Herangehensweise fatale Folgen.
     
  12. Brille

    Brille Ist fast schon zuhause hier

    Gerade diese Sichtweise ist weniger eigensinnig als jene, einfach offtune weiter zu hupen und darauf zu warten, dass die anderen in der kleinen Besetzung folgen werden. Zweifelsfrei gibt es Bereiche, in denen es erforderlich ist, sich anzupassen (extreme Höhe, evtl. auch Tiefe). Aber sich im Orchester willenlos einer tonal abwandernden Mehrheit anzuschließen, ist tödlich. Oder was machen Klavier, Gitarre und Bass? Ziehen die auch die Töne?

    Kopfschüttel Brille
     
  13. Ginos

    Ginos Ist fast schon zuhause hier

    Sehe ich genauso.
     
  14. saxhornet

    saxhornet Experte

    Ganz im Gegenteil, speziell wenn Du mit den Kandidaten öfters spielst und eine gute Intonation hast. Anpassen tut man sich dann, wenn es wirklich nur im kleinen Rahmen ist, der die eigene Intonation nicht voll aus der Bahn wirft und nie andauernd. Im Normalfall, gerade im Quartett, muss jeder sich um seine Intonation im Vorfeld kümmern, daß das nachher auch geht. Ich durfte im Studio schon erleben was bei Bläsersätzen passiert, wenn man da mit Leuten spielen muss, für die Intonation noch ein Fremdwort ist. Das funktioniert einfach nicht.
    Lg Saxhornet
     
  15. noodles

    noodles Kann einfach nicht wegbleiben

    Sorry. Aus Eurer Sicht habt ihr sicher recht. Ich habe das zu sehr aus der Betrachtungsweise vom professionellen Saxophonquartett her betrachtet, wo jedem Spieler Intonation nur zu gut bekannt ist.

    Nichts für ungut - so vielfältig ist nunmal die Musik.
     
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  16. saxhornet

    saxhornet Experte

    Natürlich ist es anders, wenn nur Profis am Werk sind, ist bei der Big Band bei der ich derzeit selber spiele auch nicht anders (oder wenn ich für eine entspechende Produktion im Studio stehe), da muss man das Thema gar nicht thematisieren, das läuft einfach.
    Da ich aber auch Bands und Big Bands coache, kenne ich das auch anders und weiss was da für Probleme auftreten können. Oder wenn Du von einer Amateurkombo als Sub oder fürs Studio eingekauft wirst. Das kann unproblematisch sein und super laufen aber auch leider manchmal sehr schwierig sein in punkto Intonation. Und gerade Anfänger und Amateure blenden das Thema gerne mal aus bei der Wahl des Horns oder hören nicht wie schräg sie intonieren.

    LG Saxhornet
     
  17. Brille

    Brille Ist fast schon zuhause hier

    Interessant finde ich jetzt schon, dass die unterschiedlichen Ansichten am Standpunkt "Amateur" oder "Profi" liegen sollen. Da ich das im Gesamtkontext der Diskussion nun gar nicht mehr verstehe, was nun d a s soll, wünsche ich einen angeregte weiteren Diskurs. Ich bin leider zu begrenzt, um weitere Beiträge zu leisten.....
    Schöne Grüße
    Brille
     
  18. Bereckis

    Bereckis Ist fast schon zuhause hier

    Na ja, ich habe auch schon ein professionelles Saxophonquartett schlecht intoniert gehört. Vom Profi erwarte ich aber, dass er sauber intonieren kann. Dass heisst aber nicht im Umkehrschluss, dass ein Amateur schlecht intonieren muss.


    Wenn du "unerfahrene Amateure" schreiben würdest, würde ich deine Aussage bestätigen wollen.


    Meine persönlichen Ansprüche an einem Profi sind deutlich höher als an einem Amateur. Dies gilt für alle Bereiche: z.B. Handwerk, Programmierung, Musik, ... Intonation gehört zum musikalischen Handwerk. Der Begriff Amateur ist für mich neutral und bedeutet lediglich, dass man anders seinen Lebensunterhalt sicherstellt.

    Ein Musiker, der seinen Lebensunterhalt hauptsächlich als Instrumentallehrer bestreitet, würde ich als professionellen Musiker bezeichnen, weil sein Broterwerb sich immer noch in der Musik befindet. Er müsste aber natürlich noch konzertieren!
     
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  19. claptrane

    claptrane Ist fast schon zuhause hier

    Hab jetzt nicht alles gelesen, aber was ist das für eine Fuktion ?
     
  20. Mugger

    Mugger Guest

    Servus,

    die "Ignore" Funktion.

    Liebe Grüße,
    Guenne
     
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