Alt Sax mit möglichst geringem Blaswiderstand

Dieses Thema im Forum "Saxophone" wurde erstellt von F-UX, 17.Mai.2026 um 20:20 Uhr.

  1. Frau Buescher

    Frau Buescher Ist fast schon zuhause hier

    @F-UX Probier mal die Altsaxmundstücke von OS Sound. Die sind richtig gut. Mit der 5er Öffnung kommst du garantiert gut zurecht.
     
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  2. JES

    JES Gehört zum Inventar

    M.E. stellst du die falschen Fragen.
    Am blaswiderstan sind verschiedene Komponenten beteiligt, das Instrument, das Mundstück, das Blatt und auch die Blattschraube.
    So wie ich das sehe, konstruktiv sind alle 4 für sich gut. 2 Aber
    1. Die Komponenten müssen zueinander aber auch zum Spieler passen
    2. Sie müssen optimal funktionieren. Ein schlecht eingestelltes Instrument kann da genauso den Spaß verderben, wie ein teures Mundstück mit schiefer bzw unsymmetrischer Bahn, ein komisch gewachsenes Blatt oder eines, was vom Schnitt nicht zum Mundstück passt, eine Blattschraube, die nicht optimal klemmt.
    Jetzt jemandem blind etwas zu empfehlen zu kaufen ist für mich unseriös.
    Spielerisch habe ich ein Mundstück für Tenor, welches "leicht geht". Damit habe ich dann das Problem, "es geht zu leicht". Damit mal so im Mittel zu spielen ist extrem anstrengend. Es gibt Situationen, da ist das toll, meistens eher nicht.
     
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  3. F-UX

    F-UX Nicht zu schüchtern zum Reden

    Danke, Dichtheit ist klar. Luft sollte nicht verloren gehen. Lungenvolumen ist nicht mein Problem. Mit Blaswiderstand meine ich die benötigte Kraft (Lippen, Rumpf, Zwerchfell, etc.), um möglichst leicht einen richtig intonierten Ton herauszubekommen und möglichst lange halten zu können. Bei zu hohem Blaswiderstand ermüde ich zu schnell und das lässt sich bei mir krankheitsbedingt leider auch nur begrenzt trainieren.

    Meinem Gefühl nach haben alle 4 Elemente einen starken Einfluss auf den Blaswiderstand. Daher spiele ich eher weiche Blättchen und ein Mundstück mit kleiner Bahnöffnung. Aber auch beim Instrument spüre ich bei gleichen sonstigen Parametern einen Unterschied. Und du hast recht, gerade bei den hohen Tönen muss ich die richtige Balance finden.
     
  4. altoSaxo

    altoSaxo Strebt nach Höherem

    Nur mal eine Idee: Hast du mal ein Tenorsaxophon ausprobiert?

    Nach dem Eindruck meines Lehrers ist ein Alto wg. des festeren Ansatzes anstrengender zu spielen als Tenor, was die Ermüdung des Ansatzes betrifft.

    Beim Tenor wäre jedoch eine höhere Masse zu tragen.
     
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  5. Sebastian

    Sebastian Ist fast schon zuhause hier

    Probier mal: Gleiches Sax, aber Blattstärke 2 Soft - das könnte eine einfache Lösung sein (im Sinne von: mit wenig Suchkosten verbunden).
     
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  6. F-UX

    F-UX Nicht zu schüchtern zum Reden

    Die Frage ist durchaus berechtigt und in letzter Zeit hatte ich sie mir auch gestellt. Bisher hatte ich ein Tenor ausgeschlossen, da es mir zu groß und zu schwer ist und ich aufgrund meiner eingeschränkten Mobilität nur im Sitzen spielen kann.

    Nun lerne ich aber allmählich, dass gerade die hohen Register sehr kraftraubend sind und ein Tenor daher wieder leichter wäre…

    Ehrlich gesagt, ich weiß es momentan nicht. Gegenwärtig fühle ich mich mit dem Alt noch so unfertig, dass ich noch nicht wechseln wollte.

    Meinst du, ich sollte ein Tenor mal probieren?
     
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  7. F-UX

    F-UX Nicht zu schüchtern zum Reden

    Danke, bisher habe ich immer nur versucht, in der Stärke nach oben zu gehen. Fazit: Töne kommen besser, aber ich ermüde schneller. Ich werde auch mal mit 2s experimentieren.
     
  8. F-UX

    F-UX Nicht zu schüchtern zum Reden

    Danke, ich habe mir das mal angeschaut. Das OS-Sound ist aus Resin. Mit diesem harten Material komme ich überhaupt nicht zurecht.

    Grundsätzlich hast du aber recht. Das Mundstück hat einen mindestens genauso hohen Einfluss auf den Blaswiderstand wie das Instrument.

    Das Jody Jazz Customs Dark mag ich vom Sound her und es spricht unheimlich schnell an.

    Kennst du noch andere Mundstücke, die ich bei diesen Anforderungen mal testen solllte?
     
  9. F-UX

    F-UX Nicht zu schüchtern zum Reden

    Danke, das hast du wahrscheinlich recht. Ich mag es vom Sound und die Töne kommen schnell stabil. Nach den Yamaha 4c war das eine Riesenverbesserung.

    Welches Mundstück würdest du unter diesen Voraussetzungen empfehlen?
     
  10. claptrane

    claptrane Strebt nach Höherem

    Oder gleich Bariton, das braucht zwar etwas mehr Luft, aber der Blasewiderstand ist nochmal kleiner.
    Ich habe ebenfalls eine progrediente Muskeldystrophie -zum Glück erst im mittleren Erwachsenenalter ausgebrochen- und spiele mittlerweile fast nur noch Bariton.
    Ich weiß nicht welche Form von MD du hast, ich spiele das Bari auf dem Spielständer. weil auch die anderen Muskeln betroffen sind.
     
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  11. F-UX

    F-UX Nicht zu schüchtern zum Reden

    Ich spiele das Jody Jazz Customs Dark, weil mir der Sound gefällt und die Tonansprache sehr direkt und leicht ist. Vom Blaswiderstand sicher nicht optimal.

    Welches Mundstück sollte ich deiner Meinung nach mal Antesten?
     
  12. F-UX

    F-UX Nicht zu schüchtern zum Reden

    Da sind wir ähnlich betroffen. MFM4, ebenfalls progredient. Mit Ende 40 kamen die ersten Symptome und nun mit 60 bin ich de facto dauerhaft im Rollstuhl.

    Gut zu wissen, dass ich vor Tenor und Bariton keine Angst haben muss, aber Bariton wäre mir noch zu früh. Dazu möchte ich mich erst noch in den Basics weiter verbessern.
     
  13. altoSaxo

    altoSaxo Strebt nach Höherem

    Idealerweise kannst du das mit einem Lehrer abstimmen. Aber falls du die Möglichkeit hast, mal Tenor auszuprobieren, könnte das eine Lösung sein. Vielleicht kannst du dir durch Leihe oder ein Mietinstrument einen guten Eindruck verschaffen, falls Anspielen im Geschäft nicht ausreicht.

    In den ersten ca. zwei Jahren hatte ich auch mit der Ermüdung des Ansatzes zu kämpfen, sei es, eine Session souverän zu überstehen oder ein längeres Thema einer Ballade zu Ende zu bringen. Das hat sich später dann mit mehr Üben und Verbesserung von Ausdauer und Kontrolle gelegt.

    Ich spiele selbst ein 280er Yamaha, das mir vergleichsweise leicht zu spielen vorkommt. Ein Selmer SA80 II, das ich mal hatte, erforderte mehr Anstrengung. Ich kann mir vorstellen, dass das 480er wegen der sehr ähnlichen Konstruktion ähnlich leicht in der Ansprache ist wie das 280er und dass der Wechsel zu einem anderen Alto aktuell nur wenig bringt. Ich weiß nicht, wo du stehst, aber ich würde zunächst versuchen, den Ansatz weiter zu verfeinern, auch in der Effizienz.

    Wenn es mit einem anderen Mundstück/Blatt/Ligatur einfacher geht, ist das natürlich auch nicht verkehrt.

    Das sage ich aber alles als Hobbyspieler, nicht als Profi.
     
  14. ppue

    ppue Mod Experte

    Da tute ich mal ins gleiche Horn: Auch ich bin noch nie auf die Idee gekommen, dass die Saxophone einen unterschiedlichen Blaswiderstand haben könnten. Wodurch sollte das bedingt sein?
     
  15. Otfried

    Otfried Gehört zum Inventar

    Nichts gegen Deinen Lehrer, aber das ist m.E. so nicht zu verallgemeinern.

    Im übrigen halte ich alle Tipps und Vorschläge, soweit sie Marken und Typen betreffen für wenig zielführend. Zu unterschiedlich sind die einzelnen Instrumente und Setup Parameter.

    Es hilft nur ausprobieren, testen, und was am besten passt gleich mitnehmen.

    Gruß,
    Otfried
     
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  16. Otfried

    Otfried Gehört zum Inventar

    Keine Ahnung, aber wenn ich mein S1 mit einem YAS-62 vergleiche merke ich einen deutlichen Unterschied. Oder besser gesagt, bei den 3 Vergleichen dieser Art, die aber auch schon ewig her sind, habe ich jeweils sehr deutlich einen bemerkt.

    Gruß,
    Otfried
     
  17. ppue

    ppue Mod Experte

    Und alle drei waren technisch in einwandfreiem Zustand? Ich denke, dass kleine Unterschiede doch eher mit minimalen Undichtigkeiten daherkommen. Ein gut eingestelltes Saxophon, direkt vom Doc, hat wahrscheinlich weniger Widerstand als eines, was schon ein Jahr gespielt wurde.
     
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  18. saxchrisp

    saxchrisp Ist fast schon zuhause hier

    Mensur, Klappenaufgang. Über Material können wir streiten.
     
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  19. ppue

    ppue Mod Experte

    Man lasse sich nicht von der Annahme irreleiten, dass man durch das Instrument hindurchbläst. Für das bisschen Wind, was durch das Instrument geht, sind Klappenaufgang und Mensur unentscheidend.

    In unseren Instrumenten herrschen ganz andere Kräfte durch die stehende Welle. Die macht den Widerstand aus und der dürfte bei gleicher schwingender Luftsäule und gleicher Lautstärke bei allen Instrumenten (so sie dicht sind) gleich groß sein. Klappenaufgänge und Mensur spielen nur für die Tonhöhe und das Überblasverhalten eine Rolle.

    Mal umgekehrt gefragt: Welche Merkmale sollte den ein besonders "frei blasendes" Saxophon überhaupt haben? Wie konstruiert man das?
     
  20. Florentin

    Florentin Strebt nach Höherem

    Ich gebe zu bedenken:

    Nur nach dem geringsten Blaswiderstand zu suchen, wird dem Saxophonspielen nicht gerecht. Zu wenig Blaswiderstand kann dazu führen, dass die Töne und die Intonation nicht stabil sind (rumeiern). Besonders die höchsten Töne werden gern zu tief. Die Stabilität muss man auf andere Weise erzeugen (Stichwort Stütze / Luftführung). Das muss man können (lernen).

    Ich möchte nicht brutal klingen, aber: wenn das Blasen aus gesundheitlichen Gründen zu anstrengend ist (und wenn das vielleicht sogar immer schlimmer wird), dann wäre vielleicht ein anderes Musikinstrument besser geeignet.

    Unter den Blasinstrumenten hat z.B. die Querflöte den geringsten Blaswiderstand - dafür aber den höchsten Luftverbrauch. Und die Stütze ist noch wichtiger.
     
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