Alt Sax mit möglichst geringem Blaswiderstand

Dieses Thema im Forum "Saxophone" wurde erstellt von F-UX, 17.Mai.2026 um 20:20 Uhr.

  1. Spacecat

    Spacecat Ist fast schon zuhause hier

    Mir wurde mal erklärt, dass Gewicht eine Rolle spielt, und manche Hersteller geben Gewichtsreduktion als Grund der Spieleigenschaft "Leichtigkeit" an.
    Vermutlich jetzt nur BlaBla, für mich war es auch nicht wirklich wichtig. Bei allen Testinstrumenten war es unwesentlich für mich. Bei 82Z zu den anderen merke ich es halt extrem, was auch immer es ist. Alle mit gleichen MPC/Batt, und beide top gerichtet von Experten wie z.B. Toko.Vielleicht liegt es an mir, dass das 82er im Gegenzug zum Rest so extrem leicht Töne erzeugt.
     
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  2. Analysis Paralysis

    Analysis Paralysis Ist fast schon zuhause hier

    Ich kann aus meiner Lehrerzeit berichten, dass ich oft SchülerInnen habe, die gegen das Instrument kämpfen.
    Das ist der Punkt, denke ich.
    Ich bin von meinem früheren Lieblingsthema Voicing immer weiter weg, aber ich glaube, dass man den Ton auch beim Saxophon "treffen" muss, auch wenn die Klappen dabei helfen.
    Die machen aber eben nur für die Grobstimmung, und das Problem ist dann nicht nur die Intonation, wenn das Feintuning fehlt, sondern gemeinerweise plagt sich der Azubi auch dann doppelt so viel wie ein Kundiger.
     
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  3. Otfried

    Otfried Gehört zum Inventar

    Das ist bspw. überhaupt nicht so, wenn man einen hohen Ton leise spielen will. Dann hat die Flöte einen ganz heftigen Blaswiderstand mit recht wenig Luftdurchsatz.

    Darum geht es doch auch gar nicht beim Blaswiderstand.

    Die stehende Welle erzeugt einen Blaswiderstand, der mit Bernouille überhaupt nix zu tun hat. Wie das im Detail aussieht und was dafür verantwortlich ist, weiß ich nicht, aber bei verschiedenen Instrumenten habe ich schon den Eindruck, dass sie in der Hinsicht anders reagieren.

    Meine Erfahrung mit den genannten Altsaxophonen war ganz einfach: Mein damaliges Standardsetup: OL STM 10* mit 2 1/2 Rico Royal. Damit habe ich ganz normal auf dem S1 gespielt. Alle drei YAS-62 reagierten, wenn ich wie gewohnt reingeblasen habe mit exzessiver Lautstärke und einem heftigen plärrigen Ton. Für mich damals völlig übersteuert. Ich musste mich total zurücknehmen, um einen halbwegs zivilisierten Ton zu erzeugen auf den Yamaha.

    Übrigens so ähnlich verhielt sich später auch das Plastiksax.

    Gruß,
    Otfried
     
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  4. ppue

    ppue Mod Experte

    Ja, dass die plärren, hat aber jetzt nicht mit dem Blaswiderstand zu tun, oder doch? Höchstens, dass die Teile einfach mitwabern und die stehende Welle nicht so festen Halt hat. Das hieße, ein Sax mit wenig Blaswiderstand müsste weniger Masse haben, es plärrt, aber spielt sich leichter?
     
  5. Saxax

    Saxax Ist fast schon zuhause hier

    Da kann ich schlecht raten, das das mpc zu Dir (Deiner Anatomie) und dem Horn passen muss. Mit Yamaha und ähnlichem habe ich kenerlei Erfahrung und mit Deiner Anatomie natürlich auch nicht ;-) Du musst also selber ausprobieren, am besten in einem Geschäft mit großer mpc Auswahl.

    Bei mir war der Wechsel von einem Otto Link STM Metall zu einem Aaron Drake Jazz Kautschuk. Im Prinzip also zwei ähnliche Mundstückdesigns. Das kann aber bei anderem Horn und/oder anderem Spieler völlig anders ausfallen: also ...... ausprobieren gehen.

    keep swinging
    Saxax
     
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  6. quax

    quax Gehört zum Inventar

    Habe jetzt nur den Vergleich zwischen einem Grassitenor und einem YTS 23.
    Das Grassi ist recht massiv, ich spüre kaum, dass der Korpus vibriert. Das 23er ist wesentlich leichter und ich spüre die Korpusvibrationen sehr deutlich.
    Das 23er ist weniger widersetzlich als es das Grassi jemals war.
    Wie auch immer...
     
  7. ppue

    ppue Mod Experte

    Das ist doch spannend.
     
  8. F-UX

    F-UX Nicht zu schüchtern zum Reden

    danke, da hast du recht. Aber welche genau sollte ich ausprobieren? Die Vielzahl an Mundstücken ist enorm.

    Eines habe ich zumindest gelernt, Eine Bahnöffnung größer as 1,8mm macht für mich wenig Sinn. Damit ermüde ich zu schnell.
     
  9. F-UX

    F-UX Nicht zu schüchtern zum Reden

    das ist auch meine Wahrnehmung als Laie, dass das 82Z leichter geht als viele andere, insbesondere zum Beispiel das SA80II, was mir viele empfohlen hatten.
     
  10. F-UX

    F-UX Nicht zu schüchtern zum Reden

    das geht noch besser als jemals zu Beginn gedacht und es gibt kaum ein besseres Training als Saxophon spielen.

    Ich habe ganz bestimmt noch viel Potenzial im Ansatz und muss entspannter werden. Das kommt bestimmt noch mit der Zeit.

    Nun ist aber der Zeitpunkt für ein zweites Sax gekommen, um nicht erneut zur Zwangspause verdonnert zu werden. Daher die detaillierten Überlegungen.
     
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  11. Spacecat

    Spacecat Ist fast schon zuhause hier

    Wobei du bei Neukauf dann eher auf Klang und Haptik Wert legen solltest. Wenn dir das S80II z.B. etwas besser liegt und gefällt, wäre dieses eher das 2te Sax für dich als das YAS 82. @ppue und @Analysis Paralysis als Experten geben hierzu sehr gute Tipps. Aufgrund der sehr logischen Erklärung denke ich, dass meine Eindrücke auf Fehler von mir zurückgehen.
     
  12. altoSaxo

    altoSaxo Strebt nach Höherem

    Hatte dir dein Saxdoc kein Ersatzinstrument abgeboten? Ich war mal gefragt worden, ob ich eins brauche.
     
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  13. F-UX

    F-UX Nicht zu schüchtern zum Reden

    Noch bin ich im Urlaub mit dem Wohnmobil und seit zwei Wochen ohne intaktem Sax. Das ist die Hölle, sag ich dir. Brauche ich nicht nochmal. Beim Saxdoc bin ich nächste Woche.
     
  14. altoSaxo

    altoSaxo Strebt nach Höherem

    Das ist natürlich keine schöne Situation.
     
  15. Florentin

    Florentin Strebt nach Höherem

    Für mich deutet "Plärren" darauf hin, dass das Setup zu leicht ist. Das Blatt schlägt wild an die Mundstückspitze an und es werden unkontrolliert zu viele "unschöne" Obertöne angeregt.

    Das würde bei @Otfried doch darauf hindeuten, dass das S1 den höchsten Blaswiderstand hatte?
     
    Zuletzt bearbeitet: 18.Mai.2026 um 21:07 Uhr
  16. ppue

    ppue Mod Experte

    Das Plärren von Plastiksaxen kommt nicht von den Blättern, sondern von den Korpi (-:
     
  17. claptrane

    claptrane Strebt nach Höherem

    OK, soweit bin ich zum Glück noch nicht. Ich habe die ersten Symptome vor knapp 10 Jahren gemerkt, da hatte ich unsere Hecke geschnitten und hinterher relativ lange mit einer Sehnenscheidenentzündung zu kämpfen. Ein paar Monate später hatte ich nach einem Konzert lange Zeit -ca2 3 Wochen Muskelkater der Stützmuskulatur im Bauch. Das war mit dem Tenor dass einen sehr großen Blasewiderstand hat (dickes Messing+mit Streifenblech Verstärker Korpus +große Bahnöffnung.
    OK, soweit bin ich zum Glück noch nicht. Ich habe die ersten Symptome vor knapp 10 Jahren mit 44 gemerkt, da hatte ich unsere Hecke geschnitten und hinterher relativ lange mit einer Sehnenscheidenentzündung zu kämpfen. Ein paar Monate später hatte ich nach einem Konzert lange Zeit -ca2 3 Wochen Muskelkater der Stützmuskulatur im Bauch. Das war mit dem Tenor das einen sehr großen Blasewiderstand hat (dickes Messing+mit Streifenblech Verstärker Korpus +große Bahnöffnung,Über-Kopf-Arbeiten wurden anstrengender.
    Dann großen Fehler gemacht, dagegen angegangen und versucht auf Teufel komm raus die Muskeln zu trainieren. Natürlich nach hinten losgegangen.
    Mittlerweile komme ich in Haus und Garten noch gut klar und muss für längere Strecken den elektrischen Rollstuhl nehmen. Autofahren ist auch kein Problem.
    Wenn du ohne Rollstuhl gar nicht mehr klarkommst ist es vielleicht doch das Beste beim Alto zu bleiben, das dürfte von der Größe im Sitzen noch am bequemsten passen, oder, wenn du sehr groß bist auch Tenor. Das Bariton dürfte vom Rollstuhl aus schwerer zu händeln sein. In meinem Fall ist es so, dass ich es in der Regel zwar im Sitzen spiele, aber ich kann es auch noch kurze Zeit am Hals hängend spielen. Spiele auch nach wie vor noch sehr offene Mundstücke, da kommt mir das frühe Anfangen vor 30 Jahren natürlich entgegen. Alto und Tenor gegen auch noch, aber das beste Luft-Luftdruck-Verhältnis hat für mich das Bari. Querflöte geht bei mir nicht mehr, zu viel Luft.
    Ein sehr leicht zu spielendes aber klanglich gut zu formendes Mundstück ist zB das Yanagisawa Nr 5 , welches mit den Instrumenten ausgeliefert wird.
    Wenn du magst, schreibe mir eine PN, dann telefonieren wir mal.
     
  18. Jaysax

    Jaysax Schaut öfter mal vorbei

    Beim Alt habe ich noch nicht so viel ausprobiert, ich spiele das Lakshmi von Theo Wanne, das finde ich sehr freiblasend und dunkel aber nicht so wie das Jody Jazz Costom dark. Es ist allerdings auch sehr hochpreisig. Ich würde dir auf jeden Fall empfehlen mehrere zu testen. Beim Tenor finde ich auch das Les Becs D'autan Florida freiblasend oder das Aizen LS welches auch dunkel ist. Aber natürlich hat die Bahn, Blattstärke usw. auch einen Einfluss. Ob dir meine Erfahrung weiter hilft weiß ich nicht, letztendlich musst du selbst rausfinden, was für dich das passende Mundstück ist.
     
  19. claptrane

    claptrane Strebt nach Höherem

    Gehört hier eigentlich nicht so ganz her, aber ich hatte hier vor zwei Jahren mal von meiner Muskeldystrophie berichtet und ihr habt mir viele Tipps gegeben wie ich ein paar Kilos runterbekommen kann -ohne Sport und ohne die Muskeln durch Unterversorgung zu schädigen.
    Bin durch Ernährungsumstellung mit wenig Zucker (nicht ganz ketogen, aber nahe dran) 10kg leichter geworden. Die nächsten 10 dauern sicher länger, aber dann hätte ich mein Idealgewicht wieder.
    Vielen vielen Dank also !!
     
    ppue, F-UX, saxfax und 2 anderen gefällt das.
  20. Otfried

    Otfried Gehört zum Inventar

    So habe ich das auch gedeutet, beim Yamaha und dem S1.

    Gruß,
    Otfried
     
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