Aufnehmen der Band

Dieses Thema im Forum "Home- und Live-Recording, Tontechnik" wurde erstellt von Stevie, 21.Juni.2019.

  1. Stevie

    Stevie Ist fast schon zuhause hier

    Liebe Leute,

    der eine oder andere hat ja vielleicht schon mitbekommen, dass ich mit der Aufnahmetechnik ein wenig Mühe habe. Jetzt hilft es aber nichts mehr - es muss was passieren. Wir haben die Möglichkeit, mit unserem Trio in der nächsten Zeit das eine oder andere Konzert zu spielen (das ist ja erstmal sehr schön) - aber zumindest ein Veranstalter muss den Vorschlag vor einem "Gremium" präsentieren und da gehört selbstverständlich auch ein Hörbeispiel dazu.

    Bislang lassen wir zu Kontrollzwecken einen Handyrecorder (ich glaube von Zoom) im Proberaum mitlaufen. Das klingt tatsächlich nicht so toll - obwohl es natürlich trotzdem geeignet wäre darzutun, dass wir einigermaßen anhörbar spielen. Ich habe aber die Sorge, dass das dann doch etwas zu wenig ist, insb. auch im Vergleich mit anderen Bands, die da deutlich mehr tun.

    Was ist denn das minimale Setting für eine Aufnahme?

    Um es ganz klar zu sagen: Der Kenntnis - Level in der Band ist sehr gering und es fehlt auch an der Zeit, sich wirklich intensiv darum zu kümmern (wir setzen unsere vorhandene Zeit fürs Spielen ein). Wir brauchen also etwas, das in jeder Hinsicht leicht zu bedienen ist (intellektuell wie manuell). Künstlerische Ambitionen hinsichtlich der Aufnahme haben wir keine.

    Ich stelle mir idealerweise eine "1-Mikro-Lösung" vor: Mikro in die Mitte, Band drumrum, Aufnahme auf PC, dann vielleicht noch ein bissen reverb drauf und fertig ist der Lack...

    Geht das?

    Oder dann doch lieber für 2 - 3 Takes in ein Studio?

    Schon mal vielen Dank für Eure (verständnisvollen) Antworten,

    so long

    Stevie
     
  2. bloomooroom

    bloomooroom Ist fast schon zuhause hier

    1 Mikro klingt ja auch wie das Zoom...

    Welche Instrumente spielen denn?
    Pauschal lässt sich eine Minimallösung nicht nennen.
     
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  3. Stevie

    Stevie Ist fast schon zuhause hier

    Guter Punkt!

    Sax, Gitarre, Kontrabass.
     
  4. Huuuup

    Huuuup Ist fast schon zuhause hier

    Für einen veranstalter sollte es eine gut ausgesteuerte Aufnahme mit dem Handyrecorder vollkommen tun. Die teure Lösung ist halt für drei Nummern ins studio,das kann durchaus einen ganzen Tag dauern
     
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  5. Stevie

    Stevie Ist fast schon zuhause hier

    Dann sollten wir vielleicht damit noch mehr "experimentieren". Bislang klingen die Aufnahmen alles andere als "gut ausgesteuert".

    Das mit dem Studio wäre auch in der Tat die letzte (wenn auch sicher die beste und auch die teuerste Variante).

    Wenn man sieht und hört, was manche Amateurbands (allerdings eher im Bereich Top 40 etc.) an Promo-Material haben, dann ist das schon ganz beeindruckend.

    So long

    Stevie
     
  6. mato

    mato Strebt nach Höherem

    Mit einem Zoom kann man schon sehr gute Demos aufnehmen, wenn man etwas probiert. Ich würde zuerst versuchen Overheadaufnahmen zu machen, also das Teil kopfüber über der Band zu platzieren. Was bei so einer Aufnahmetechnik am wichtigsten ist: der Raum. Da kann man viel mit Matrazen, Decken und dergleichen rumprobieren, oder sich besser gleich einen akustisch guten Raum suchen.
    Nachträglicher Hall wird wahrscheinlich nicht gut klingen, da er sich mit dem Raumhall mischt, und er ist auch gar nicht nötig.
     
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  7. bloomooroom

    bloomooroom Ist fast schon zuhause hier

    Sehr wichtig was mato schreibt. Raum!

    Eure Combo ist ja schon mal gut fürs einfache Aufnehmen. Keine Drums, die vielleicht den Rest bei ungenügender Positionierung der Mikros überlagern.

    Ein Zoom sollte damit schon zurecht kommen. Bittet einen vierten, sich im Raum die beste Position zu suchen.
    Oder Ihr knallt am Recorder wenns geht zwei Mikros dran und macht AB.
    Oder Positioniert ein Mikro bei Git und Bass, das zweite am Sax. Oder bei Git und Sax und als Stütze eines beim Bass.
    Mal ausprobieren.
    Ist wie beim Zoom mit Overheadaufnahmen. Einfach mal im Raum rumpositionieren.
    Der Raum ist das wichtigste bei der Geschichte.
    War in den 60ern und teilweise heute noch auch nicht anders. Die haben auch nicht mit 23 Mikros aufgenommen und dann 145 Spuren in die DAW geknallt.

    Wenns richtig amtlich werden soll, braucht Ihr nur einen Recorder, der 3 Eingänge hat. Und natürlich 3 Mikros. Wobei der GitAmp vielleicht direkt ins Recording kann.
     
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  8. henblower

    henblower Strebt nach Höherem

    Jawohl, in Abwandlung eines schon redundant gebrauchten Wortes sage auch ich: "Der Raum ist das Ziel" (beim Aufnehmen). Wenn dann der Raum gut ist, würde ich persönlich mit x/y Stereophonie experimentieren, damit es keine Auslöschungen durch die verschiedenen Laufzeiten bei mehreren Mikros gibt. Sax, Bass, Drums ist ja überschaubar. Also: zwei gute Mikrofone in Nierencharakteristik direkt übereinander so ausrichten, dass sie von einer gemeinsamen vertikalen Achse um jeweils 45 Grad verschränkt werden, das sollte reichen. Abstand so wenig wie möglich, so viel wie nötig, damit nicht zu viele Rauminformationen und Reflektionen erfasst werden:

    https://de.wikipedia.org/wiki/XY-Stereosystem

    Gut auspegeln, nix bearbeiten, wenn nötig, später beim Mastern etwas mit Multipressor (z.B. in Logic Audio) und Hall experimentieren. Wenn nicht zuviel Rauminformation mit eingeflossen ist, kann ruhig ein Hall drauf, den man aber nicht als Hall in der Abhöre erkennen sollte, es sei denn als geplanten FX.
     
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  9. Atkins

    Atkins Ist fast schon zuhause hier

    Gut auspegeln, nix bearbeiten, wenn nötig, später beim Mastern etwas mit Multipressor (z.B. in Logic Audio) und Hall experimentieren. Wenn nicht zuviel Rauminformation mit eingeflossen ist, kann ruhig ein Hall drauf, den man aber nicht als Hall in der Abhöre erkennen sollte, es sei denn als geplanten FX.[/QUOTE]

    Ich glaube, das genau will der Stevie gar nicht. Der will nen Knopf drücken.....aufnehmen und gut ist. Mir geht es ja genau so. Diese ganze Bearbeitung und Nachbearbeitung von Aufnahmen ist mir vollkommen fremd und will ich auch gar nicht. Ich nehme mit dem Teil https://www.thomann.de/de/zoom_q2n.htm?sid=34c8d6ee5cffd7f8c773eca540fb6ea8
    mittlerweile die Bandaufnahmen auf und alle sind damit ganz zufrieden. Aber null Effekte, keine Nachbearbeitung...ist auch gut so. Ob das als Aushängeschild reicht, kann ich nicht so recht beurteilen, ist aber jedenfalls ne ehrliche Sache.
     
    Zuletzt bearbeitet: 21.Juni.2019
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  10. henblower

    henblower Strebt nach Höherem

    Es kann nicht schaden, sich etwas zur Decke zu strecken, aber wenn @Stevie mit wenig zufrieden ist, ist das natürlich o.k.. Sind halt nur Ratschläge ohne Aufforderungscharakter....
     
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  11. henblower

    henblower Strebt nach Höherem

    Schaute mir am Wochenende eine Doku zu Amy Whinehouse an und war wieder baff, dass selbst ein Weltklasseproduzent wie Mark Ronson beim Recording die gute Amy in eine Aufnahmebox steckt, die den Charme eines Hinterhof-Verstecks (natürlich mit Ausnahme des Mikros...) hat.
    Aber: eindeutig darf nix von hinten ans Mikro zurück, das wahrscheinlich auf Niere gestellt ist. Deshalb der 180 Grad Winkel der Dämpfung.



    Würde natürlich auch für ein Soloinstrument wie Sax passen....
    Wusste im übrigen gar nicht, wie explizit sich Amy auf diesem Titel zu ihrem Ex Fielder Blake äußerte. Wenn ich überlege, wieviele Cover Bands wahrscheinlich auf Dorffesten der Menge verkünden, dass Fielder Blake "...kept his dick wet with his same old safe bet". Irgendwie skuril.
     
    Zuletzt bearbeitet: 24.Juli.2019
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  12. altoSaxo

    altoSaxo Ist fast schon zuhause hier

    Was klingt denn an den Aufnahmen mit Handyrecorder genau nicht so toll? Das ist der Kern der Frage, inwieweit Verbesserungen in der Aufnahme oder der Bearbeitung notwendig sind.

    Man kann relativ leicht die Mikroposition verändern, je nachdem auch die Anzahl der Mikros (z. B. Stereo statt Mono), die Richtcharakteristik der Mikros, Anordnung der Mikros zueinander und die erwähnten Maßnahmen am Raum (Dämmung).
    Wenn das optimiert ist, stellt sich erneut die Frage, was den Aufnahmen fehlt (Hall, Pegel zwischen den Instrumenten, Equalizer, Kompressoren, etc.). Ein bisschen muss man da ausprobieren oder wenn man das nicht mag oder kann, es erfahrenen Leuten überlassen.

    Kann natürlich sein, dass man nach eigenem Anspruch und Aufnahmekompetenzen tatsächlich im Studio landet.

    Ob vorhandene Aufnahmen zu Demo Zwecken geeignet sind, kann man, ohne sie zu hören, natürlich hier nicht beurteilen.
     
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  13. HanZZ

    HanZZ Ist fast schon zuhause hier

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