Bassklarinette: Stehen oder Sitzen?

Dieses Thema im Forum "Klarinette" wurde erstellt von Bereckis, 5.November.2026 um 09:49 Uhr.

  1. Bereckis

    Bereckis Gehört zum Inventar

    Ja - das Thema hatten wir bereits im Backun-Thread...

    Grundsätzlich spiele ich die Bassklarinette lieber im Stehen, weil ich wie beim Saxofon in aufrechter Position besser atmen kann. In meinem Rockorchester wird zumindest in den Proben gesessen.

    Im Sitzen:
    Ich spiele dann mit Stachel, muss den Notenständer relativ hoch machen und irgendwie schauen, dass ich die Noten vernünftig lesen kann. Die BCL habe ich zwischen den Beinen und muss schauen, dass das Instrument gerade so hoch ist, dass ich mit der rechten Hand noch bequem an die unteren Töne komme.

    Im Stehen:
    Mit Stachel in jeder Form fühle ich mich bereits eingeschränkt, besonders wenn ich Noten lesen muss. Nun ist die Bassklarinette nicht so schwer wie ein Baritonsaxofon und kann relativ bequem mit einem Saxholder getragen werden,

    IMG_7662.jpeg

    Meine neue Bassklarinette tief-Eb hat genau vier Möglichkeiten, den Halter zu befestigen.

    Bei den drei oberen Ösen reicht der normale Saxholder hinsichtlich der Länge.

    Bei allen drei Ösen ist die Balance der BCL schon unterschiedlich. Auch empfinde ich die BCL mit angebrachten Stachel "stabiler". Bei der gestrigen Duo-Probe mit meiner Pianistin stellte ich mit der Zeit immer mehr fest, dass mir immer mehr Mundstück in den "Mund" rutscht. Ich bekomme bei dem schrägeren Ansatz keinen wirklichen Halt, außer ich beiße.

    Zuhause habe ich dann einen Saxholder mit einer längeren Kordel ausgestattet und die BCL an der Öse am Daumenhalter eingehakt. Nun kippt das Instrument oben nach außen bzw. unten zum Körper. Wenn ich setzt das Mundstück in den Mund nehme, habe ich einen leichten Druck auf die Oberzähne und das Instrument und die Mundstücksposition bleiben stabil.

    Wie ist eure Erfahrung?
     
  2. ppue

    ppue Mod Experte

    Ich hatte zwei Ösen an der tief-Eb-Bassklarinette. Benutzte ich die obere, drückte das Mundstück, wie bei dir in den Mund hinein. Mit der unteren war es umgekehrt. Ich habe mir dann einen Riemen gebastelt, den ich in beide Ösen einhängen konnte. Die Balance stimmte dann.
    Nachteil: Der gleiche Gurt passte dann nicht fürs Saxophon und da ich in allen Programmen die Instrumente immer wechselte, musste ich mir zwei Gurte umhängen. Zudem war der Instrumentenwechsel mit zwei Ösen häufig zu langsam.

    Ich habe mir dann die Bohrmschine geschnappt, kurzerhand ein Löchsgen da hinein gebohrt, wo die Klarinette ihren Schwerpunkt hat und die untere Öse so nach oben versetzt. Tat ein bisschen weh, aber mit örtlicher Betäubung ...

    Schau mal, wo der Schwerpunkt deiner Wurzel ist und zeichne das in dein Bild ein. Würde mich interessieren.

    Mit Stachel zu Spielen, ist keine Option für mich. Ist mir zu starr und überhaupt, es ist keiner da (-:
     
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  3. Bereckis

    Bereckis Gehört zum Inventar

    Ausgeglichen ist das Instrument mit der unteren Öse der Dreier-Öse. Mir ist das Instrument aufgrund des schrägeren Ansatzes dann zu wackelig.
     
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  4. ppue

    ppue Mod Experte

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  5. Bereckis

    Bereckis Gehört zum Inventar

    Ist mir bekannt und habe ich für meine Alt-Klarinette sogar einen analogen Gurt von @Moloko genutzt.

    Ich denke, dass die Öse am Daumenhaken für mich optimal ist. Wir werden es sehen
     
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  6. Otfried

    Otfried Gehört zum Inventar

    Meine tief Eb-Bassklarinette (Leblanc) habe ich immer einfach wie ein Saxophon gehalten und gespielt. Da hatte ich nie Probleme.

    Die tief C-Bassklarinette hat mir hingegen einiges an Kopfzerbrechen bereitet. Zeitweise habe ich mit langem Stachel gespielt undmir einen Balancer anschrauben lassen, der das Instrument von mir wegdrückt.

    Inzwischen habe ich mich dran gewöhnt, ich spiele mit einem langen Gurt in der unteren Öse, und stütze das Instrument noch mit dem Bein etwas ab.

    Im Sitzen spiele ich das lange Teil aber gar nicht mehr.

    Gruß,
    Otfried
     
  7. Stevie

    Stevie Ist fast schon zuhause hier

    Bei tief C nur mit Stachel. Sonst wird mir das zu wabbelig. Für das Spielen im Stehen muss man halt einen ausreichend langen Stachel finden, was ab einer gewissen Körpergröße schwierig wird.

    So long
    Stevie
     
  8. Florentin

    Florentin Strebt nach Höherem

    Ich spiele tief-Eb, hauptsächlich im Sitzen (sinfon. Blasorchester, Quartett), natürlich mit Stachel und mit Gurt.

    Im Stehen lasse ich Gurt und Stachel genauso eingestellt und stütze den Stachel am rechten Schienbein ab. Das ist total stabil, allerdings hample ich ja nicht dabei herum.

    Mein Gurt ist nichts Besonderes, einfache Schlaufe mit Karabiner. Das Instrument (Yamaha) hat sowieso nur eine einzige Öse, und die passt.
     
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