Blätterfrage

Dieses Thema im Forum "Mundstücke / Blätter" wurde erstellt von vmaxmgn, 3.Juli.2019.

  1. Long John Silver

    Long John Silver Ist fast schon zuhause hier

    Ach ja, Blätter... ich habe inzwischen eine ganze Schachtel verschiedener Blätter, Schnitte und Stärken. Naja, eine kleine Schachtel... aber prinzipiell alles gut gehende Vertreter ihrer Art. Die Schachtel mit den mistigen Stöckchen ist größer, seit ich wegen Feinstaub meinen Kamin kaum noch anfeuere...

    Vom Hemke auf ein Rigotti dürfte vom Spielgefühl ganz gut gehen. (Ich habe immer Mühe, wenn ich z.B. auf Vandoren gehe - egal welche) Allerdings ist der Soundumstieg zumindest bei mir bemerkenswert: Hemke eher dunkel und gedeckt mit viel Kern, dagegen die Rigotti Jazz Gold (und die Special Jazz noch viel mehr) viel Obertöne, hell, strahlend bis quietschig, trotzdem mit Kern. Die Queens kenne ich nicht...

    Will sagen: wenn Du ein dunkles Blatt wie Hemke gewohnt bist, kann es sein, dass Du mit einer anderen Sorte zur Kreissäge wirst.

    Für mich (your results will vary) geht nichts über LaVoz. Select Jazz gehen auch ganz OK, Rigotti Gold auf eher dunklen Mundstücken. Hemke hatte ich mal in meinem ersten Sax-Leben als mir das Claude Lakey dann doch zu kreischig war. Damals 5 Blatt 5 Treffer...
    Aber das heißt nichts - Du wirst um die Schachtel Blätter nicht herumkommen, wenn Du wechseln willst.

    Anders formuliert: wenn Dir der Sound der Hemke gefällt, hol Dir einen Reedgeek (oder was ähnliches - billigste Variante Schachtelhalme selbst gesammelt, zweitbilligste ein Vierkantstahl) sowie einen Blattclipper - damit bekomme ich (nach etwa drei total vergrützten Blättern) so gut wie jedes Blatt erstmal spielfähig.

    LJS
     
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  2. Dreas

    Dreas Gehört zum Inventar

    Ich habe die Gold immer als eher dunkel und warm wahrgenommen. So wie Du die Hemke beschreibst.
    Meine Soundvorstellung ließ sich damit noch besser umsetzen als mit den Vandoren Jazz, die ich zuvor spielte.

    CzG

    Dreas
     
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  3. djings

    djings Strebt nach Höherem

    ja, das ist schade. ich hab mal bei duchstein geschaut. aber da bezahlt man schon für ein blatt 3 euro porto! sonst beziehe ich meine rigotti gold jazz 2 bei amazon, lieferant ist eine französische firma. ich hatte noch nie ein schlechtes blatt. höchstens mal gar keins - dann muss ich, bis die bestellung kommt, halt auf den ausgefransten spielen. :)
     
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  4. djings

    djings Strebt nach Höherem

    ja, gell?
     
  5. dabo

    dabo Strebt nach Höherem

    Spiele seit vielen Jahren Vandoren V16 und Jazz. Ich bin mit den Blättern immer weniger zufrieden. Beim letzten Einkauf von drei Packungen für Tenor war nur 50 % spielbar. Und von diesen 50 % ca. 3-4 Blätter die wirklich sehr gut waren. Über die Jahre und besonders deutlich mit Einführung der Plastikumverpackung sind die Blätter nach meinem Empfinden immer stärker geworden beziehungsweise unflexibel und schwer zu spielen. Von 3 bin ich mittlerweile auf 2,5 und diese muss ich auch oft noch nachbearbeiten. Die Marke Rigotti werde ich mal ausprobieren.
     
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  6. last

    last Strebt nach Höherem

    Kann man da auch die Drittelstufen (light, medium, strong) auswählen?
     
  7. xcielo

    xcielo Gehört zum Inventar

    Ich spiele auf allen meinen Saxophonen Vandoren V16. Für mich der beste Kompromiss, den ich nach langem Suchen gefunden habe.

    Wegen der vielen positiven Beurteilungen habe ich dann auch mal Rigotti Gold probiert, konnten mich aber nicht überzeugen. Waren mir zu undefiniert im Klang.

    Die Queens waren schon früher aussortiert.

    Vermutlich werde ich jetzt auch nix Anderes mehr probieren, zumindest solange ich damit halbwegs klar komme.

    Gruß,
    Otfried
     
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  8. Long John Silver

    Long John Silver Ist fast schon zuhause hier

    Diese Drittelstufen halte ich für Augenwischerei. Bei den Rigottis, die ich mir zum Testen bei Duchstein bestellt habe (ich kaufe immer mindestens zwei nominell gleiche zum Testen) waren die 3 strong leichter als das schwerere der 3 medium. Mit dem anderen war es kein Unterschied.

    Bei den Select Jazz ist es ganz ähnlich. Die individuellen Unterschiede einzelner Blätter empfinde ich auch hier größer als zwischen 3 Soft / Medium / Hard.

    Vandoren ist bei Blättern für mich weitgehend raus. Nicht zuletzt wegen der irrsinnigen Verpackung.

    Leider taugen mir die Marca nicht, die man bei uns so bekommt. Die stecken in einem Papierbriefchen in einer Pappschachtel und haben eine Zellstoffhülle. Sehr umweltfreundlich - wie übrigens der gesamte kleine Betrieb in Südfrankreich. Ich war in der Gegend und durfte mal gucken.

    LJS
     
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  9. djings

    djings Strebt nach Höherem

    oh, das weiß ich nicht. ich werde das aber anfragen und melde mich wieder, wenn ich antwort habe.
     
  10. RomBl

    RomBl Strebt nach Höherem

    Das denke ich nicht. Ich habe mehrere Jahre die Rigottis gespielt (nun die Queen) und die Drittelabstufung war tendenziell schon spürbar. Vor allem, wenn man die Blätter nach einiger Zeit dann kennt.
    Aus einem Test von 2 Blättern würde ich mich zu so einer pauschalen Aussage "Augenwischerei" nicht hinreissen lassen wollen.

    Ich kaufe meine Blätter ausschließlich bei Duchstein und schaue mir die Teile an, bevor ich sie kaufe. Das ist der große Vorteil (neben anderen), wenn man nicht online bestellen muss, was ich eh nur sehr ungern mache.
    Allerdings kann man anhand des Schnittbildes nur wenig über die Qualität aussagen. Erfahrungsgemäß klingen häufig die am schiefsten geschnittenen Blätter am besten und lassen sich am besten spielen.
     
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  11. Roland

    Roland Strebt nach Höherem

    Moin!

    Ich habe früher Hemke 3 auf Sopran und Bari gespielt. War auf Dauer nicht zufrieden, die waren mir irgendwie zu 'buzzy'.
    Bin dann zuerst auf Vanoren blau 3 bei beiden umgestiegen.
    Seit einiger Zeit dann Vandoren Java rot, 3.5 auf Bari, beim Sopran bin ich den blauen geblieben.

    Grüße
    Roland
     
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  12. xcielo

    xcielo Gehört zum Inventar

    Ich habe bei der Drittelabstufung von Rigotti eine seltsame Erfahrung gemacht. Zunächst ließ ich mir Proben verschiedener Stärken schicken, jeweils 3 Stück. Da konnte ich tatsächlich eine gewisse Abstufung ausmachen. Also dann eine Packung der am besten passende Stärke gekauft. Und siehe da, die Streuung war genau so hoch wie bei meinen Vandoren V16.

    Letztlich kann mir auch keiner erzählen, dass man Holzblätter so genau bestimmen kann. Dazu ist jedes Holzblatt einfach zu einzigartig. Und selbst wenn sie irgendwelche Elastizitätstests machen mit genauester Messung, spätestens nachdem die Blätter 5 min der Mundfeuchtigkeit ausgesetzt sind, und dazu noch schwingen sollen ist vorbei mit der Messgenauigkeit. Da reagiert halt jedes Blatt anders.

    Gruß,
    Otfried
     
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  13. saxhornet

    saxhornet Experte

    Das ist auch abhängig vom Mundstück. Bei meinem Standard Tenormundstück fühle ich mich nur mit den V16 wohl, andere Blätter neigen zum quietschen (gerade die Rigotti und die Queen). Bei anderen Tenormundstücken gefallen mir die Rigotti (Queen ist auch von Rigotti) sehr gut. Die Rigotti sind von der Tendenz aber deutlich leichter und da muss ich von der Härte im Vergleich meist "härtere" Blätter nehmen.
     
  14. saxhornet

    saxhornet Experte

    Also ich nutze diese Drittelstufen sehr intensiv und spüre da deutlich Unterschiede. Schwankungen gibt es trotzdem aber das lässt sich nicht verhindern. Bei Plastikblättern sind ja auch nicht alle identisch und es gibt da eine Streuung.

    Ist nicht wirklich eine Dritteleinteilung, da es die Blätter ja nicht in halben Stärken gibt und wenn man sich deren Blättervergleichschart anschaut, dann wirkt die Stärkeneinteilung eh wahllos und ohne System. Bei meinen letzten Select Jazz, waren die Blätter schon nach dem Einspielen am Mundstück nicht mehr dicht und spielten dann nicht mehr akzeptabel.

    Ja, das ist Irssinn geworden. Ich öffne alle Blätter nach dem Kauf und lager sie dann weg. Bei Vandoren habe ich das Gefühl, die brauchen derzeit sehr lange Einspielzeiten (Wochen).

    So wie die Marca waren früher alle Blätter verpackt. Da haben auch alle gemeckert, weil so viele Blätter an den Spitzen beschädigt waren. Teilweise ist das aber heute dann wieder so mit den Spitzen, weil die beim Verpacken mit so viel Kraft reingedrückt werden, daß sie vorne knicken.
     
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  15. saxhornet

    saxhornet Experte

    Das mit Anschauen macht nur Sinn um Beschädigungen auszuschliessen oder um zu kontrollieren, das die "Borke" ordentlich geschnitten wurde (Bei Fehlschnitten geht die manchmal das ganze Blatt am Rand bis zur Spitze). Der Rest sagt wenig aus, wie gut nachher das Blatt klingt oder sich spielen lässt.
     
  16. Wuffy

    Wuffy Gehört zum Inventar

    aber auch nur bei dir....und wohl nicht erfahrungsgemäß für die Allgemeinheit :rolleyes: o_O

    Tipp: wenn man schon die Chance hat, Reeds im Laden anschauen zu können, an ein helles Fenster oder eine helle Lichtquelle gehen und das Blatt quasi durchleuchtend betrachten und begutachten.

    Man sieht dann sehr schön die Faserverläufe und Strukturen, ebenso die Gleichmäßigkeiten ..oder eben auch die Unstimmigkeiten des Herz-Schnittes etc.

    Mit ein bisschen Erfahrung kann man dann schon mal einige ausschließen und auch Geld sparen.

    Dort wo ich früher meine Blätter kaufte (lange vor den Internet-Zeiten), hatte man sich schon daran gewöhnt, wenn ich gleich mit einer ganzen Packung Rico-Royal oder Esser Solo Gold zum Fenster marschierte und dort mein Auswahlverfahren praktizierte.

    Ganz schlechte Blätter wurden dann sogar vom Händler gar nicht mehr in den Verkauf genommen und beim Lieferanten reklamiert und ersetzt.

    Komplette Mülltonnenblätter hatte ich dann eigentlich fast nie....Nachbearbeitung und Optimierung war aber immer noch ein Thema.

    Aber das sieht man heute ja anders...könnte von der Probezeit abgehen etc. ...für mich ist ein optimales Blatt, auf dem ich mich wohl fühle, die Ansprache und der Sound passt, jedenfalls wichtiger, als 10 Minuten verpasste Übezeit.

    Gr Wuffy
     
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  17. saxhornet

    saxhornet Experte

    Nur sagt das eben nicht viel aus. Das ist nach wie vor so ein Mythos, der sich hält. Ich habe schon solch optisch perfekte Blätter gehabt, die einfach dann nicht gut klangen und kein gutes Spielgefühl hatten und ich hatte schon visuelle Gurken, die dann einfach toll klangen und sich besser spielten. Symmetrie sagt da nicht viel aus über das Resultat nachher. Nur wenn die Borke am Rand des Blattes noch ist, dann wird das nichts, ist meine Erfahrung. Ich spar mir das mit dem Aussuchen von Blättern per Blick, denn das bringt, meiner Erfahrung nach gar nichts.



    Jeder wie er mag, für mich ist es unnötig, ich komme ohne Blattbearbeitung klar und lege sehr viel wert auf gute Ansprache und Sound.
     
  18. Jacqueline

    Jacqueline Ist fast schon zuhause hier

    Ja, kann man.

    Soft (auf der Blätterrückseite ist das O von "Gold" ausgemalt)
    Medium ...nichts ist ausgemalt.
    Hard ... Da ist das d von Gold ausgemalt.

    Aber: Angaben ohne Gewähr xD
     
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  19. Ton Scott

    Ton Scott Freak

    Strong.
     
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  20. Sebastian

    Sebastian Kann einfach nicht wegbleiben

    Und L = Light bei Rigotti. Soft/Medium/Hard gibt's bei Jazz Select bzw. LaVoz.
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