Blutige Anfängerfragen

Dieses Thema im Forum "Mundstücke / Blätter" wurde erstellt von thomas_schweden, 6.August.2018.

  1. thomas_schweden

    thomas_schweden Nicht zu schüchtern zum Reden

    Hallo, ich bin seit 6 oder 8 Wochen am kämpfen, mit meinem neuen Tenorsax. Ich habe auf einem Vandoren 2.5 angefangen. Ich habe natürlich Fragen über Fragen und leider keinen Lehrer.
    - Mein Klarinettenlehrer vor 50 Jahren (Orchesterspieler) hat immer erst das Blatt gekaut bevor gespielt wurde. Ist das gut/schlecht oder egal?
    - Wie lange hält ein Blatt und wie merkt man, wenn es verbraucht ist?
    - Was macht ein reedgeek?
    Ich habe gerade Schwierigkeiten mit dem Ansatz und weiss nicht, ob es an mir liegt (Anfänger) oder am Blatt. Muss wohl neue bestellen.

    Danke für alle Tipps!
     
  2. Ton Scott

    Ton Scott Freak

    Welches Mundstück, welche Vandoren (blau, hellgrün, dunkelgrün, rot, schwarz)?

    Kauen musst Du es nicht, feucht machen (Speichel, Wasser) ist eher sinnvoll.

    Das Blatt verliert die Spannung.

    Mit dem Reedgeek kann man (wenn man kann) ein Blatt bearbeiten.

    Grüßle, Ton
     
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  3. Claus

    Claus Moderator

    Nur weil es nicht ungesagt bleiben sollte: einen vernünftigen Lehrer kann - gerade am Anfang - kein Forum ersetzen.

    Dies vorausgeschickt kannst Du auch mal bei den „Guides“ schauen, ob Du dort etwas für Dich Hilfreiches findest:

    https://www.saxophonforum.de/libraries/guides.105/
     
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  4. thomas_schweden

    thomas_schweden Nicht zu schüchtern zum Reden

    Wo liegt der Unterschied?

    Wie merkt man, wenn das Blatt Spannung verliert?
     
  5. altoSaxo

    altoSaxo Kann einfach nicht wegbleiben

    Je nach Farbe bedeutet die Zahl des Blattes eine unterschiedliche Härte. Unter "Reed Comparison Chart" findest du auf der folgenden Seite eine Vergleichstabelle:

    https://www.vandoren-en.com/downloads/Comparison-index_t16775.html
     
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  6. kokisax

    kokisax Ist fast schon zuhause hier

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  7. bluefrog

    bluefrog Ist fast schon zuhause hier

    Hm, die Frage nach dem Mundstück ist schon wichtig. Ein Vandorenblatt Stärke 2,5 (besonders bei den Blauen) ist für einen Anfänger ziemlich heftig, wenn dazu noch das Mundstück etwas offener ist.
     
    Zuletzt bearbeitet: 6.August.2018
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  8. bluefrog

    bluefrog Ist fast schon zuhause hier

    Ich hab auch mit der Klarinette angefangen und sehr lange gebraucht, bis ich von dem Klarinettenansatz runter gekommen bin. Ein Saxophon ist keine große Klarinette. Man muss es mit einem LOCKEREN Ansatz spielen.

    Vielleicht solltest Du doch mal einen Lehrer konsultieren.:)

    LG Helmut
     
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  9. rorro

    rorro Ist fast schon zuhause hier

    Ohne Lehrer sparst Du Geld, mit Lehrer sparst Du Zeit.
    Eines von beiden kommt bestimmt nie wieder.
     
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  10. bebob99

    bebob99 Ist fast schon zuhause hier

    Ok. Also einmal ist die Angabe "ein Vandoren 2.5" ungefähr so gut wie bei den Autos "ein VW 2.5l Motor". Beide Hersteller machen unterschiedliche Modelle und jedes ist anders. Deshalb gibt es ja verschiedene. Meine erste Annahme: Wenn nichts anderes dazu gesagt wird, sind es immer die "blauen Vandoren Classic".

    Die halten bei mir in der Stärke 2.5-3 etwa 6 Monate bei täglch einer Stunde Spiel, wenn ich 2-3 im Wechsel spiele. Also eins wenigstens(!) 2 Monate. Man erkennt dass es langsam schwach wird, wenn der Klang dumpfer klingt, die hohen Töne schlecht ansprechen und es nach einigem Spielen "zu macht", also den Ton abschnürt.

    Es macht Sinn, immer mehrere Blätter parallel und abwechselnd zu spielen. Wenn eines anfängt abzuweichen, dann merkt man das eher, als wenn man immer nur eines spielt. Man hat sonst keinen Vergleich.

    Was können wir uns unter "am Kämpfen" vorstellen? Was genau ist das Problem mit dem Ansatz? Wir können uns unter einer gefühlsmäßigen Problembeschreibung etwas vorstellen. Wir haben alle mehr oder weniger die gleichen Probleme (gehabt). Aber nur "Problem mit dem Ansatz" gibt zu wenig her um einen Rat zur Verbesserung zu geben.

    Und wie schon geschrieben, Mundstücke gibt's viele und das gleiche Blatt kann auf einem Mundstück zu weich, auf dem anderen zu hart sein. Hier hilft Modell und Nummer des Mundstücks bei der Einschätzung der aktuellen Situation.

    Falls man das Problem hören kann - mach eine Aufnahme und lass uns hören. Falls man das Problem sehen kann, lass Dich fotografieren, wenn Du das Problem hast. Falls man es weder hören noch sehen kann, beschreibe uns was Du beim Spielen fühlst und wie genau das "falsch" ist.
     
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  11. visir

    visir Ist fast schon zuhause hier

    Nicht nur vielleicht, sondern definitiv. Der kann auch die meisten Fragen schnell, direkt und anschaulich beantworten. Und dafür sorgen, dass aus "kämpfen" ein "Spielen" wird.
     
  12. Rubax

    Rubax Ist fast schon zuhause hier

    Hm, evtl ist das mit dem Lehrer in der schwedischen Tundra nicht so einfach...nur mal so gedacht...
     
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  13. thomas_schweden

    thomas_schweden Nicht zu schüchtern zum Reden

    Genauso isses. Hier wachsen die Saxlehrer nicht auf Bäumen, aber ich bemühe mich drum. Wenn ich den radius auf 2 Std Autofahrt ausdehne, vielleicht.
    Das mit dem Kämpfen ist nur bildlich gemeint,es macht einen Mordsspass!
    Der "Blätterwald" scheint ähnlich aufgefächert zu sein wie der Zündkerzen-Zoo in der Autowelt.
    Für meine 6 Wochen bin ich schon ganz zufrieden. Das mit den Longtones ist wichtig (war es schon vor 50 Jahren) aber ich will immer gleich ans Lieder tröten.
    Danke für alle Tipps, ich werden mal versuchen, genauere Worte zu finden.
     
  14. Jacqueline

    Jacqueline Kann einfach nicht wegbleiben

    Spielst du denn noch aktiv Klarinette? Dann ist deine Ausgangslage vllt ein wenig anders als bei einem blutigen Anfänger, der noch gar keinen Kontakt mit einem Blasinstrument hatte.

    Mir war ein 2,5er Vandoren nach 8 Wochen Spielzeit definitiv noch zu hart. Aber ich habe vorher auch kein anderes Instrument gespielt
     
  15. 47tmb

    47tmb Ist fast schon zuhause hier

    Da wäre denn dann ein "online-Lehrer" via Skype noch besser als nüscht... :)
     
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  16. thomas_schweden

    thomas_schweden Nicht zu schüchtern zum Reden

    Die Klarinette liegt schon seit Jahren kalt im Schrank. Ich habe gleich mit dem 2.5er angefangen auf einem Yamaha 4c glaube ich heisst das. die Leute aus dem nachbarhaus haben neulich mal beim Strassenfest angedeutet, dass es schon besser würde.
    Ich versuche, mehrfach am Tag zu üben, weil die Muskeln nach 20-30 Minuten schon ermüden.
     
  17. Rubax

    Rubax Ist fast schon zuhause hier

    Also jetzt mal ganz pauschal:

    Yamaha 4C ist für Dich jetzt OK.
    Du musst für Dich die richtige Blattstärke finden.
    Wie andere schon geschrieben haben, Vandoren Classic (in der blauen Verpackung) sind in 2,5 schon ganz schön hart...
    Also am Anfang ruhig auf 2 oder vielleicht sogar 1.5 runter gehen. Hatte die Verpackung eine andere Farbe dann sind die Blätter leichter, aber auch hier könnte man mal Stärke 2 probieren. Saxophon spielen ist kein Kraftsport...
    Übesessions der Dauer 30 Min sind vollkommen normal. Wenns quietscht sind die Lippenmuskeln müde, oder das Blatt ist schief eingespannt oder beides, dann Pause machen (oder nach dem Blatt sehen).

    Am Anfang klingt es halt nach getretener Ente, das gibt sich (Longtones heißt das Zauberwort).
     
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  18. abraxasbabu

    abraxasbabu Ist fast schon zuhause hier

    Es liegt am Ansatz. Wenn ein Kind ein Saxopohn bekommt mit einem Mundstück und Blätter der Stärke 2 oder 2,5 dann lernt es damit spielen. Irgentwann wird ihm der Lehrer mal raten etwas zu ändern. Erwachsene (ich leider auch) sind anders. Anstatt einfach zu üben versuchen sie den leichteren Weg und kaufen dauernd Mundstücke andere Blätter und was weis ich noch. Hat mich am Anfang viel unnötiges Geld gekostet. heute spiele ich mit all den Blätter die ich früher aussortiert habe.
     
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  19. jb_foto

    jb_foto Ist fast schon zuhause hier

    Na
    Gewagte These
    Mein Lehrerin hat mir seinerzeit gesagt das ich mal 1,5 er kaufen sollte
    Stärkere kann man immer noch nehmen
     
  20. rorro

    rorro Ist fast schon zuhause hier

    Die These kann ich bestätigen. Mein alter Sax-Lehrer - er im Rentenalter, ich Teenie - hat mir nur kurz 2er verordnet, dann 2,5er. Ich kannte nichts anderes. Von Materialgeplänkel hielt er nichts, in seinen erfahrenen Augen lag es in 99% der Fälle am fehlenden oder falschen Üben. Bei ihm hieß das übrigens "Töne aushalten", nicht Longtones. Ich habe erst hier gelernt, dass man auch das mittlerweile anglifiziert.
    Und als ich mal zum Neff nach Köln ging - er und mein Lehrer kannten sich gut - und was von Intonationsproblemen erzählte, war sein trockener Kommentar, dass es mein Ansatz wäre. Gefiel mir nicht, er hatte aber Recht.
     
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