Conn 10M mit falschem S-Bogen

Dieses Thema im Forum "Kaufberatung" wurde erstellt von ferrytale, 8.Dezember.2016.

  1. Wuffy

    Wuffy Gehört zum Inventar

    Achtung !

    ..schon Erfahrungen, schon mal gemacht an einem Conn ??

    Verwende bloß keine zu dicken Polster...mit den üblichen 4,3mm dicken kriegst du Probleme.

    Messe mal die Dicke der alten Polster...mit Polsterdicke 4,0mm liegst du richtiger.

    Viel Erfolg

    Wuffy
     
  2. Saxax

    Saxax Ist fast schon zuhause hier

    Ja :) den Vergleich habe ich, sonst hätte ich das nicht so geschrieben


    keep swingin'


    Saxax
     
  3. ferrytale

    ferrytale Kann einfach nicht wegbleiben

    Naja, hab' immerhin 250,- Euro vom Verkäufer zurück bekommen. Dafür bekomme ich natürlich keinen Bogen, aber ich denke, der Preis ist jetzt o.k.
    @Wuffy: Habe gerade ein Conn Transitional (NWII mit Naked Lady) restauriert. Das war auch ziemlich ramponiert, der Vorbesitzer, so eine Art Entertainer, hatte offenbar zum bessern Transport den Schallbecher ablöten lassen...
    Polster kaufe ich immer bei MusicMedic. Weiße Roopads mit selbst gefertigten Resonatoren aus Messing. Hat im Transitional super gepasst.

    Danke an Alle für die Tipps und Einschätzungen.
    Ich mach noch ein Paar Bildchen von dem Teil.

    Bis dann.
    Ferry
     
  4. Wuffy

    Wuffy Gehört zum Inventar

    Ok, das hört sich doch gut...und nach fachlicher Praxiserfahrung an. Roopads passen natürlich.

    Hast Du schon mal Saxax gefragt, ob er vl.. seinen Originalbogen abgibt, wenn er denn mit den anderen glücklicher ist ?

    Viel Erfolg

    Auch ein bekennender 10M - Fan und Spieler

    Wuffy
     
  5. ferrytale

    ferrytale Kann einfach nicht wegbleiben

  6. ferrytale

    ferrytale Kann einfach nicht wegbleiben

    Auf dem letzten Foto ist unten der S-Bogen meines Conn Transitionals zum Vergleich. Das Oktavloch sitzt näher am Mundstück und die Klappe ist mit zwei Einzelböckchen befestigt. Und die Oberfläche des "falschen" 10M-Bogens ist ganz grausig. Vermutlich gebürstet und vernickelt.
     
  7. ehopper1

    ehopper1 Ist fast schon zuhause hier

    @ferrytale
    Sehr schönes Instrument!
    Der Bogen deines Transitionals müsste doch auch auf das 10m passen, oder?

    Lg
    Mike

    P.S.: Auch bekennender 10m Fan, obwohl ich "nur" eins ohne Lady von 1961 habe (mit "Double Socket Neck"). Ist aber ein klasse Teil!
     
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  8. Stevie

    Stevie Ist fast schon zuhause hier

    Das ist doch besser als nichts. Da würde die Anschaffung eines handgefertigten Bogens nicht mehr ganz so weh tun. Ich finde, dass Du jetzt eine gute Basis hast, um Dich mit Freude an die Aufarbeitung dieses tollen Instrumentes zu machen.

    So long

    Stevie
     
    kittene gefällt das.
  9. Sandsax

    Sandsax Ist fast schon zuhause hier

    Die Position des Oktavloches am Bogen kann beim Transitional durchaus eine andere als am 10M sein. Zumindest bei meinen Altos gibt es über verschiedene Transitionals und mein 26M wechselnde Positionen der Hülse.

    Bist Du sicher, dass nicht auch das Saxophon vernickelt ist? Die Art des eher übergangslosen Abriebs und die Bläschenbildung der Galvanisierung könnten darauf hindeuten -untypisch für eine Versilberung.
     
  10. ferrytale

    ferrytale Kann einfach nicht wegbleiben

    Hallo Sandsax, ja, die Befürchtung habe ich auch, dass das Saxophon vernickelt und nicht versilbert ist. Wie du schon sagst, deuten einige Merkmale darauf hin. Dann gibt es aber wieder Stellen, die dunkel und farbig angelaufen sind, wie ich es nur von Silber kenne. Bei Vernickelungen kenne ich hingegen nur ein Mattwerden oder vergrauen. Auch ist die Oberfläche eher weich, nicht so "Chrom-hart" wie nickel. Bläschenbildung bzw. Schichtablösung habe ich auch schon an definitiv versilberten Instrumenten gesehen, z.B. bei Weltklang und an einem Hohner President. Nach dem was ich gelernt habe, hat man sich da die Kupferschicht vor der versilberung gespart. Würde mit der auf Sparflamme betriebenen Saxophonproduktion zu der Zeit erklärbar sein.
    Kurz, ich bin mir auch nicht wirklich sicher in diesem Fall. Man müsste es irgendwie chemisch testen. Vielleicht mit einem gekochten Ei? Silberlöffel werden doch davon schwarz, Nickel sicher nicht.
    Dann ess ich morgen mein Frühstücksei mit der hoch-F-Klappe! Das hat sich noch keiner getraut. ;-)
     
    giuseppe gefällt das.
  11. Sandsax

    Sandsax Ist fast schon zuhause hier

    @ferrytale

    Mein vernickeltes Super 20 läuft auch ein wenig an (auf diesen Bildern aber nicht so gut zu erkennen): http://saxpics.com/?v=gal&a=3054

    Ich tippe auch bei Deinem Conn weiterhin auf vernickelt.
    Ich hatte mal kurz ein mit Rhodium beschichtetes Mundstück, das sich ebenfalls (weich) pellte und anlief.
     
    Zuletzt bearbeitet: 9.Dezember.2016
  12. tomaso

    tomaso Ist fast schon zuhause hier

    Möglicherweise doch ein nachträglich versilbertes Instrument, denn:
    War mir auch zuerst in den Sinn gekommen.
    Neben der Funktion des Haftvermittlers soll die Kupferschicht auch das früher übliche bleihaltige Lot passivieren.
    Ich hatte irgendwo gelesen, daß Schadensbilder an versilberten Instrumenten gerade an den Lötvebindungen entstehen, da das Blei am Silber nagt.
     
  13. antonio

    antonio Ist fast schon zuhause hier

    Also für mich sieht das ganz klar nach versilbert aus. Die "Alterspatina" scheint mir typisch. Auch erinnert es mich vom Bild her doch sehr an mein versilbertes Conn Chu (Alto).

    Bin mir jetzt auch nicht ganz sicher- waren das nicht eher die Stencils, welche sehr oft vernickelt daher kammen. Bei Conn war das doch eher selten, so habe ich das "abgespeichert" - muss aber nicht wirklich stimmen.
     
  14. jezfar

    jezfar Schaut nur mal vorbei

    Mein erster Post, hoffentlich mache ich alles richtig:

    Das gleiche Problem hatte ich mit meinem 1933 Transitional. Habe dann von auf ebay einen 10m-Bogen für 160€ (+Zoll+Versand) gekauft, passte ohne Probleme. Der Verkäufer jgn840 hat in den ketzten Jahren mehrere 10m-Bögen angeboten, die alle zwischen 150 und 200€ weggingen.
    Ergebnis bei mir: Wärmer Ton mit weniger Widerstand.
    Der S-Bogen vom 1917 Wonder passt nicht auf mein Transitional. Zwei andere 10m-Bögen von Kollegen passten, mit minimalen Unterschieden in Klang und Spielgefühl. Aber manchmal bin ich mir da nicht sicher, ob ich mir nur was einbilde.

    Das

    ist vielleicht auch interssant in dem Zusammenhang, ich habe schon öfter gehört dass das geht. Vielleicht habe ich ja auch einen 16M-Bogen auf meinem Horn...
     
  15. jezfar

    jezfar Schaut nur mal vorbei

    ich wollte eigentlich nur den Link zum Video posten. Naja.
     
  16. ferrytale

    ferrytale Kann einfach nicht wegbleiben

    Vielen Dank nochmal an alle für Meinungen und Tipps.
    Ich könnte in der Kategorie "Reparatur und Instandhaltung" einen Thread eröffnen, in dem ich die Restauration dokumentiere,
    wenn das jemanden interessiert ?!

    Liebe Grüße
     
    onkeltom, saxology, TitusLE und 2 anderen gefällt das.
  17. Wuffy

    Wuffy Gehört zum Inventar

    Gerne.....was aus der "erlebten" Praxis interessiert immer !

    Lg Wuffy
     
    onkeltom und mato gefällt das.
  18. ferrytale

    ferrytale Kann einfach nicht wegbleiben

    s-l500.jpg

    So. Habe gerade einen Conn Tenor S-Bogen erstanden für insgesamt knapp 200 Euro.
    Ist zwar offenbar Messing lackiert und hat eine Modifikation (Tonabnehmeranschluss),
    aber immerhin erstmal überhaupt ein Conn-Bogen. Dürfte wohl auch von einem 10M oder NW II sein.
    Und versilbern lassen kann man sich den sicher auch noch.
    Hat das jemand von euch schon mal machen lassen? Ist das für so Einzelteile machbar?

    Gruß und frohes Neues, Ferry
     
    Zuletzt bearbeitet: 18.Januar.2017
  19. JES

    JES Ist fast schon zuhause hier

    ToKo hatte da mal eine Firma in Neuss(??), die er als Fachbetrieb für Versilberungen genannt hatte. Ruf ihn an, Gruß von mir :).

    Ich kann Dir nur nicht sagen, wie sich Klang und Intonation ev. ändern. Wenn er so wie er ist gut klingt würde ich ihn so lassen.

    JEs
     
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