Die Bezeichnungen der Saxophon-Epochen

Dieses Thema im Forum "Saxophone" wurde erstellt von ppue, 15.April.2026 um 12:41 Uhr.

  1. JES

    JES Gehört zum Inventar

    Für mich hat "vintage" eher nichts mit dem Alter zu tun, sondern eher mit der Begehrlichkeit bei Spielern, idealerweise des Klangs wegen. Klar, kommt da ein gewisses Alter dazu.
    Ein King Silversonic wäre für mich ein Vintage, ein conn 10M aus dem gleichen Jahr nicht. Letzteres wurde in großer Zahl gebaut und ist nicht unbedingt ein seltenes oder irgendwie herausragendes instrument. Oder gar NewWonder oder Buescher Truetone. Die sind alt, die spielen gut, aber Vintage sind die für mich nicht. Vielleicht wieder die Transitionals. Ein viel jüngeres Buffet S1 mit der speziellen Mechanik schon.
    Ich weiß das passt nicht in die Einteilung, die hier versucht wird. Für mich ist Vintage aber nicht nur Baumerkmal und Alter. Ich verstehe aber durchaus, dass es besser klingt, wenn man sagt man spielt ein Vintagesaxophon statt alte Kanne.
     
  2. Silver

    Silver Gehört zum Inventar

    Genau. Eine zähere Legierung kann dünner ausgewalzt werden, ohne die Stabilität zu gefährden.

    Ich sehe an keinem modernen Sax „mehr Mechanik“ - eher im Gegenteil.
    Ausnahmen wie einstellbare Palmkeys am Keilwerth SX90 oder die Bogenaufnahme am Supreme bestätigen für mich die Beobachtung.

    Früher waren allerlei Trillerklappen eher Regel, als Ausnahme - man denke an das notorisch stillzulegende Es-Trill am 10M.
    Moderne Saxe haben standardmäßig ein hoch Fis und sonst nichts. Nicht mal als Option. Und sind trotzdem tendenziell nicht leichter.

    Was sich geändert hat, ist die zunehmende Tendenz, Mechanikteile vorzumontieren und dann en bloc an den Korpus zu löten (manche punkten diese Ribs von Innen an…) Gut für die Präzision und die Montagekosten, schlecht fürs Gewicht und eventuelle Reparatur - wie sich das auf den Klang auswirkt wäre eine weitere Diskussion.

    Ich sehe auch andere Details, die Vorteile in der Produktion bringen. Eine Mechanik mit kurzen Hebeln und langen Federn kann man schlechter arretieren und dann die Polster durch pauschales Erhitzen dichtquetschen. Und je länger die Mechanikteile sind, desto einfacher kann man mit Vorrichtungen arbeiten.
    Da sehe ich eher Ursachen, warum ein altes Horn leichter ist - oder manchmal auch nur leichter wirkt.
     
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