Dvoraks "Aus der neuen Welt" für Saxophonorchester

Dieses Thema im Forum "Musiker / Bands" wurde erstellt von Reference54, 2.April.2021.

  1. Reference54

    Reference54 Ist fast schon zuhause hier

    Im Original schon ein tolles Stück und noch besser, wenn man alle suboptimalen Instrumente durch das einzig wahre ersetzt :D Fantastisch, was da für Klangfarben bei rumkommen können - stellenweise (für mich) kaum vom Original zu unterscheiden.

     
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  2. Nemesis

    Nemesis Strebt nach Höherem

    Ähnliches haben @Livia und Christian letztes Jahr in Uder mit uns unternommen.

    :danke:
     
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  3. bebob99

    bebob99 Strebt nach Höherem

    Anderswo haben klassische Blasmusik Orchester deutlich mehr Stellenwert als hier, wo man als "Blasmusiker" sofort in die Marsch und Bierzelt Nische gesteckt wird. Obwohl auch DAS schwerer ist als es sich anhört, wenn man es gut machen will.

    Vergleichsaufnahme aus Japan:
     
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  4. Fbuckert

    Fbuckert Ist fast schon zuhause hier

    Aber ohne Pauken ginge GAR NICHT
     
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  5. zwar

    zwar Ist fast schon zuhause hier

    Danke fürs verlinken @Reference54

    ein echt gutes Ensemble, wendig und flott, Chapeau Herr Bornkamp..., das Dirigat find ich auch toll.

    Trotzdem, richtiges Orchester find ich dann doch noch besserer.
     
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  6. OnkelSax

    OnkelSax Ist fast schon zuhause hier

    Ja, man kann mit Sax-Orchester schon tolle Sachen machen. Ich hab ja schon zweimal bei dem (positiv verrückt genialen) Prof Johann v. d. Linden mit seinen Studenten einen Workshop machen können. Wir waren da ca. 50 Teilnehmer mit anschl. kleinen Konzert. Danach spielte dann sein Orchester. Beispiel:
     
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  7. bebob99

    bebob99 Strebt nach Höherem

    Das Stück ist über 300 Jahre alt, hat bisher jede Bearbeitung problemlos verkraftet und selbst mit der wirklich schlechten Aufnahme Qualität und total "neumodischen" Instrumenten ist es immer noch kraftvoll und genial.

    Bach rocks! Ganz anders als das unsäglich langweilige Gedüdel mit dem man heute gelegentlich gequält wird. :thumbsup:

    Aber an eine vier- oder mehrstimmige Fuge muss ich das Gehör manchmal erst einmal gewöhnen, ehe es Sinn ergibt. Ich glaube, Bach hätte am Jazz viel Gefallen gefunden. :wink:
     
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  8. LampenSax

    LampenSax Nicht zu schüchtern zum Reden

    Das glaube ich auch. Und stimme Dir vollkommen zu: Bach rocks! Ich liebe es, jetzt, wo ich endlich Klassik spiele. Warum ich das nicht von Anfang an getan habe ... Na ja, ich hatte eben auch Vorurteile wie so viele andere. Ich dachte, Saxophon ist einfach kein klassisches Instrument. Und Jazz ist ja auch was Schönes. Aber Klassik ... Das ist eben doch eine ganz andere Schiene. Ich spiele jetzt jeden Tag und bin danach immer sehr glücklich, wenn ich dann mit der Arbeit anfange. Das richtet mich richtig auf, mit einem Stück von Bach den Tag anzufangen. Danke für die schönen Einstellungen! :)
     
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  9. Nemesis

    Nemesis Strebt nach Höherem

    :applaus:
     
  10. LampenSax

    LampenSax Nicht zu schüchtern zum Reden

    Aber doch eigentlich nur, weil wir es so gewöhnt sind, oder? Was wäre, wenn das Saxophon zuerst dagewesen wäre? Würden wir dann sagen, das ist ja ganz schön mit den ganzen Geigen und so, aber ein richtiges Orchester (sprich Saxophone) finde ich doch besser? Wir sind einfach Gewohnheitstiere. Zu dieser Musik gehört das Instrument, zu jener Musik gehört jenes Instrument ... Ja, stimmt schon, manchmal passt es wirklich nicht, aber so, wie das hier gespielt wird, kann man da wirklich immer unterscheiden, ob es ein Saxophon ist oder ein Streichinstrument? Es klingt doch sehr ähnlich.
     
  11. Reference54

    Reference54 Ist fast schon zuhause hier

    In meinem Eck vom Süden ist die Orchesterkultur zum Glück noch recht ausgeprägt - nahezu jedes Dorf hat noch ein Orchester, viele beschäftigen auch Ausbilder um standortnah den Nachwuchs zu sichern und durch die große Bandbreite findet fast jede/r einen Verein, wo Niveau und Zwischenmenschliches passen.


    Das stimmt wohl, beatbox Sax hin oder her :D


    Aber gern :) Mir gefällt das Original auch noch etwas besser, sogar (und ich hätte nie gedacht, dass ich das mal sage) das Englischhornsolo. Ich mag Bornkamps Stil sehr, aber so ein altes F Mezzosopran zähmt man wohl eher als das man es spielt ...
     
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  12. bebob99

    bebob99 Strebt nach Höherem

    Ja bei uns auch. Aber außerhalb des doch recht abgeschlossenen Kreises der lokalen Musikvereine ist "sinfonische Blasmusik" praktisch unbekannt. Ich bin kein Kriterium, aber auch mir war 40 Jahre völlig unbekannt, dass "Blasmusik" nicht identisch mit "Maiaufmarsch" ist und ich habe mich schon in der frühen Jugend sehr für klassische Musik und auch Jazz interessiert. UND es gab einen lokalen Musikverein.

    Auch wenn unsere Vereine aus 90% Laien teilweise erstaunlich hohes Niveau erreichen, das Level eines Profi Orchesters erreichen sie nie und damit auch nicht die öffentliche Aufmerksamkeit.

    Es ist schon unter den klassischen Sinfonie Orchestern schwer neues Publikum zu erreichen. Ö1 ist ein Nischen Sender für "elitäres Musik Publikum". Wer kann aus dem Stand und ohne Google mehr als 5 renommierte Streichorchester nennen? Und wer mehr als zwei vergleichbar renommierte Blasorchester? Oder wenigstens eines? Und dann stell die Frage mal draußen auf der Straße. Selbst unter "elitärem Publikum" ist die Vorstellung total fremd, dass man sinfonische Musik ganz ohne Streicher spielen könnte und das dann mehr ist als nur irgend ein lustiger Gag.

    Wenn da jemand Blasorchester kennt, dann sind das die, die am 1. Mai durch die Straßen ziehen und die, die im Bierzelt aufspielen, wo ein/e Sänger/in die besoffene Kundschaft mit Liedern in "Skihüttenqualität" zu plärrt. Was natürlich so auch nur ein Klischee ist. In solchen Zeltfesten war ich die letzten Jahre "beruflich" öfter und MICH würden sie da auf der Bühne nicht spielen lassen. Da braucht's echte Profiis, die WIRKLICH was können. Da sind viele mit Musik Studium darunter. Die Musik muss man nicht mögen (meins ist es nicht), aber das ist bei anderen Musikrichtungen auch so.

    Wir spielen im Orchester in "D", also schon "ganz ordentlich". Bei den beiden jährlichen Konzerten bleibt nicht viel Publikum übrig, wenn man die direkte Verwandtschaft der Musiker/innen bzw. deren engste Freunde ab rechnet. Den Saal nur halb voll zu bekommen ist jedes Mal eine Herkules Aufgabe. Im Bierzelt oder beim Frühschoppen sind dann ohne viel Arbeit 500 - 2000 Gäste. Denen brauchen wir keine ausgefeilte Interpretation klassischer Meisterwerke zu spielen. Eine Handvoll bekannter Märsche und Polkas und gegen Ende ein Udo Jürgen Medley, oder was von Abba, eventuell ein Billie Vaughn Arrangement oder was von Bert Kaempfert. Nicht dass wir deren musikalisches Niveau erreichen würden ...

    Mit der "Schönen Serenade", dem "Böhmischen Traum", dem "Bozener Bergsteiger Marsch" und natürlich dem unvermeidlichen "Dem Land Tirol die Treue" hast Du ausgesorgt. :cyclops:

    SO haben die Zuhörer hier ihre Berührungspunkte mit Blasmusik und SO bleibt diese hier vielleicht ewig im kollektiven Gedächtnis. Streicher = Musik für edle Ohren, Bläser = Belustigung für's gemeine Volk.

    Überschneidungen dieser Kreise sind eher zufällig und sehr selten.

    Aber das ist auch OK. Man kann auch in der Nische Spaß am Musizieren haben :cool:.
     
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  13. altblase

    altblase Ist fast schon zuhause hier

    Nicht umsonst hat sich das klassisch- romantische Symphonieorchester so entwickelt wie es jetzt ist!:cool:
     
  14. Gisheber

    Gisheber Ist fast schon zuhause hier

    Zum Beitrag #3 mit dem Bi-Memol Orchester

    Ich finde herausragend gut:
    Wie zeitlich präzise das Orchester die Einsätze spielt ohne Dirigent
    Die hervorragende Intonation.
    Wie homogen das Orchester klingt.
    Wie viel Mühe sich das Orchester gibt um wie ein Symphony-Orchester zu klingen.
    Wie viel Mühe die Leute sich bei Soli-Stellen geben um wie das Instrument der Original-Besetzung zu klingen, Beispiele:
    1:25 Das Sopransax spielt die English-Horn-Stelle
    2:50 das Altsax spielt die Klarinetten-Stelle

    Gruß
    Klaus
     
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  15. quax

    quax Strebt nach Höherem

    Wenn ich mal vergesse, dass mir beide Orchester gefallen, sehe ich keine Notwendigkeit mit einem Instrument wie ein anderes klingen zu wollen
     
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  16. Woliko

    Woliko Ist fast schon zuhause hier

    Sie hören halt aufeinander, und der Sopran dirigiert auch ganz „moderat“. Schon nicht allein Klassik, auch klasse gespielt.
     
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