Forestone Saxophone - wer hat schon eins probiert?

Dieses Thema im Forum "Saxophone" wurde erstellt von b_nic, 29.Dezember.2017.

  1. Dreas

    Dreas Gehört zum Inventar

    Na ja, hat doch niemand behauptet, dass Forestone keine gute Saxophone bauen würde.

    Ich persönlich halte nur das Preis-/Leistungsverhältnis für nicht stimmig, bei diesen Geschäftsmodell.

    Ein anerkannt gutes Taiwanhorn (Tenor), wie z. B. Expression, kostet rund 2.500,-€.

    Jetzt wird die Endmontage von Taiwan nach Japan, USA, Deutschland, Holland oder Italien verlegt. (Je nachdem von welcher Marke wir sprechen).

    Das erhöht den Preis um rund 1.500,-€. Selbst wenn bei der Montage sorgfältiger gearbeitet werden sollte (warum eigentlich?) oder dabei noch mögliche Optimierungen vorgenommen werden, rechtfertigt das m. E. nicht diesen Mehrpreis.

    Nicht umsonst verweisen dann diese Marken u. a. auch auf individuell ausgeführte Gravuren, Finishes oder Kryonic Behandlung um so zumindest einen Teil des Mehrpreises rechtfertigbar zu machen.

    CzG

    Dreas
     
  2. waldsax

    waldsax Kann einfach nicht wegbleiben

    Zurück zur Frage:
    Ich konnte schon mal ein Forestone-Tenor ausgiebig testen. Mein Eindruck war:
    Super Ergonomie, optimal eingestellt (für meine Hände), der Händler - gleichzeitig Saxdoc - kontrolliert aber ALLE Hörner bevor sie über die Theke gehen und stellt ggf. noch etwas nach.
    Schöner Sound, insgesamt hochwertiger Eindruck. Ähnlich Yamaha, hatte ich bis dato gespielt.

    Letztendlich war es mir einfach zu teuer für eine relativ unbekannte Marke.

    Einige Zeit später habe ich mit einem fast 40 Jahre alten Sax mein Glück gefunden. Und sogar noch was übrig für ein Mundstück ;-)

    Gruß, waldsax
     
  3. b_nic

    b_nic Ist fast schon zuhause hier

    10 Stunden Arbeit

    in Deutschland 150 * 10 = 1500 Euro (mit allen Nebenkosten Lohnkosten, Miete, Heizung, Strom, Mehrwertsteuer, .... Arbeiter bekommt wahrscheinlich nur noch so 50 Euro auf die Hand)

    in Taiwan 10 * 10 = 100 Euro (Außerdem arbeiten die Burschen auch noch mindestens 14 Stunden am Tag...und es arbeiten mehr pro Fläche...und Maschinen müssen auch nicht geprüft sein.....)

    und Du wunderst Dich?

    übrigens ich glaube, dass alle (auch Yanagisawa) diesen Ring vom gleichen Hersteller haben.... bei meinem Wo10 hatte der Ring auf den Millimeter das gleiche Maß..... ist doch komisch.... DSC_0878.JPG

    _20171230_142423.JPG DSC_0879.JPG

    und hier sind auch kleine Ringe gelötet....

    _20171230_143214.JPG _20171230_143132.JPG
     
  4. Gerrit

    Gerrit Guest

    Was rechtfertigt denn den Preis etwa für ein Reference 54 oder 36?
     
  5. Dreas

    Dreas Gehört zum Inventar

    Ich wunder mich nicht. (die betriebswirtschaftlichen Zusammenhänge sind mir schon klar.)

    Für mich stimmt das Preis-/Leistungsverhältnis nicht.

    CzG

    Dreas
     
  6. Ginos

    Ginos Ist fast schon zuhause hier

    Unser Lead Alto in der BigBand spielt ein Forestone (unlackiert).
    Optische ein sehr schönes Instrument und klingt ausgezeichnet... als Lead im Satz, ebenso in den Solo Parts, etc

    Selbst hatte ich u.a. auf der Musikmesse die Möglichkeit die Tenöre zu spielen.
    Mein Eindruck ist absolut positiv. Ansprache, Optik, Haptik, Klang, Eindruck von Wertigkeit....

    Forestone Saxophone könnte ich einem Freund uneingeschränkt empfehlen.

    Gruß
     
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  7. Gerrit

    Gerrit Guest

    Keilwerth lötet seine Bördelringe auch seit Jahrzehnten auf. Ein gelöteter Bördelring, wenn sorgfältig gearbeitet erfüllt eher seine Aufgabe als ein ungleichmäßig aus dem Kamin herausgearbeiteter. Will meinen: das Auflöten besagt nichts über die Güte des Horns. Erinnern wir uns: King oder Martin löteten die Kamine auf, die entsprechenden Hörner, unter ihnen z.B. das Super 20, sind Klassiker...
     
    Feuerstreuer gefällt das.
  8. kokisax

    kokisax Ist fast schon zuhause hier

    Ob die gebördelten Ringe aufgelötet sind müsste man auch innen am Kamin an einer Trennstelle erkennen können.
    Ich vermute, daß auf den Fotos die starnardmäßig gebördelten Hohlräume ev. mit Lot ausgefüllt wurden um einfach mehr Steifigkeit und mehr "Fleisch" bei Reparaturen zu haben.
    Die Schrauber unter uns müssten vielleich näheres wissen....

    kokisax
     
  9. b_nic

    b_nic Ist fast schon zuhause hier

    ja, wir sollten in Deutschland gar nichts bauen.... dann haben wir auch keinen Abgasskandal mehr.... anscheinend kann man bei uns ohne Betrug kein Geld mehr verdienen.... (mein Freund bei BMW sagte vor vier Jahren mal zu mir - wir können gar nicht verstehen, wie VW mit dieser billigen Abgasanlage die Werte erreichen können. Unsere ist im Einkauf um ca. 750 Euro teurer pro Fahrzeug....)
     
  10. b_nic

    b_nic Ist fast schon zuhause hier

    ist nicht aufgefüllt.... sieht auf dem Foto nur so aus.... Blech ist heruntergebogen und es gibt einen Hohlraum...
     
  11. Dreas

    Dreas Gehört zum Inventar

    Das alles komplett in Frankreich gefertigt wird, selbst die Schrauben....

    Und das von einer Firma mit rund 100 Jahren Instrumentenbauerfahrung...und damit entsprechend erfahrenen
    Mitarbeitern...

    Das Selmer Maßtäbe in der Saxophonentwicklung gesetzt hat....

    Das damit die Herkunft klar ist und diese sich auch nicht ändert...

    Das die Marke "Selmer" eine sehr hohe Wertstabilität garantiert
    (versuch mal ein Forestone o. ä. zu einem eigentlich angemessenen Preis wieder zu verkaufen...)

    Für mich sind das relevante Kriterien.

    CzG

    Dreas
     
    Zuletzt bearbeitet: 30.Dezember.2017
  12. b_nic

    b_nic Ist fast schon zuhause hier

    Danke... zum Thema kam bis jetzt sehr wenig...
     
    Ginos gefällt das.
  13. b_nic

    b_nic Ist fast schon zuhause hier


    bitte keine Selmer Diskussion.... ich weiß Selmer ist das Beste und einzige Saxophon....
     
  14. Dreas

    Dreas Gehört zum Inventar

    @b_nic

    Alles was ich hier schreibe geht nicht gegen Dich und ist auch nicht persönlich gemeint....Deine Frage ist nachvollziehbar, Du hast schon viel probiert, das magst Du halt und ist auch gar nicht zu kritisieren....

    Üben tust Du reichlich, sonst wärst Du nach kurzer Zeit nicht da wo Du bist....

    Ich mag halt solche Themen und auch die kontroverse Diskussion....

    Zu dem Thema Ringe...

    Aus meiner sicht gibt es DREI Erklärungen, warum die so gleich aussehen:

    1. Deine
    2. Yanagisawa verkauft auch nicht systemrelevante Teile an
    andere Hersteller
    3. Andere Hersteller kopieren diese Yanagisawa Ringe bis ins
    Detail

    Für mich ist 3. am plausiblesten, da das in Asien geübte Praxis ist und höchste Anerkennung für den Kopierten. Wissen tue ich es aber nicht...

    Yanagisawa kauft aber mindestens keinen Corpus, Becher, Necks, Klappen zu....

    Siehe hier...

    CzG

    Dreas
     
  15. b_nic

    b_nic Ist fast schon zuhause hier

    @Dreas sicher hast du recht, dass besonders Yanagisawa sehr viel selbst nach! Das gilt auch für Selmer, Yamaha und Keilwerth. Aber Serienproduktion hat auch seine Vorteile (z.B. konstante Qualität). Ich glaube auch, dass man "Rolled Tone Holes" nur in großen Stückzahlen mit konstanter Qualität bauen kann. Für alle Grundkomponenten ist Serienproduktion sicher gar nicht schlecht, oder sogar besser als Handarbeit. Beim Zusammenbau ist dann vielleicht Handarbeit besser? Mich faszinieren geniale technische Lösungen.... z.B. "rolled tone holes", doppelarmige Klappen von Yanagisawa, S-Bögen wie bei Yanagisawa,....

    .... leider sind viele Saxophone aus Taiwan lieblos zusammengeschraubt .... da ist es vielleicht eine gute Idee, wenn dies durch akribische Japaner gemacht wird .... die Franzosen haben sie eigentlich nur selten durch hohe handwerkliche Kunst hervorgehoben.... sind doch eher Künstler .... überlasst den Franzosen die Idee und lasst Japaner (oder auch Deutsche, Österreicher, Schweizer ) dies zur Perfektion bringen!
     
    onkeltom gefällt das.
  16. edosaxt

    edosaxt Ist fast schon zuhause hier

    ...es wird Zeit diesen fred zu ignorieren, bevor mir noch schlechter wird!
     
    Long John Silver, mato, onkeltom und 6 anderen gefällt das.
  17. Nilu

    Nilu Ist fast schon zuhause hier

    hier könnte man das Thema noch weiter vertiefen und auch weitere Nationen unter die Lupe nehmen.

    Ach ja, Forestone habe ich heute beim Session nicht probieren können, da leider nicht da.
     
    Zuletzt bearbeitet: 30.Dezember.2017
  18. last

    last Ist fast schon zuhause hier

    @Nilu :thumbsup:

    "Dieses Seminar kann als Bildungsurlaub beantragt werden...." :lol:
     
    Zuletzt bearbeitet: 30.Dezember.2017
  19. b_nic

    b_nic Ist fast schon zuhause hier

    Bei uns im Betrieb sind ca. 35% Deutsche und der Rest sind ziemlich gleichmäßig verteilt Italienern, Spanier, Engländer und Franzosen (vereinzelt gibt es auch andere Nationalitäten). Meine Erfahrung.... der Spruch, dass alle gleich sind ist absoluter Blödsinn.... das sind ja nicht mal alle Deutschen.... aber jede Volksgruppe hat so seine Einheiten....

    z. B. Deutsche neigen dazu jede Menge Papier zu produzieren und alles überzuorganisieren.... bei uns in der Firma macht jeder, was es am besten kann....
     
  20. last

    last Ist fast schon zuhause hier

    ....und alle BMW-Fahrer sind Raser!

    :plast
     
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