Kauf eines billigen Alt-Saxophones

Dieses Thema im Forum "Kaufberatung" wurde erstellt von charly-5, 19.Juli.2020.

  1. charly-5

    charly-5 Schaut öfter mal vorbei

    Hi Leute,

    ich weiß, das ist wie das täglich grüßende Murmeltier. Und da ihr alle altgediente Cracks seid, die sich nicht Billig-Tröten abgeben, will ich auch gar nicht fragen, ob ihr ein Monzani für knapp 400 Euro einem Chicago Winds für gut 400 Euro vorzieht oder doch auf ein super edles professionelles Thoman in gleicher Preislage setzen würdet.

    Ich wollte eher fragen, welchem Laden ihr zwar nicht euer Leben, aber vielleicht eure musikalische Zukunft - zumindest die nähere - anvertrauen würdet. Thomann, Music Store in Köln oder Session in Frankfurt.
    Für alle beide niedergelassenen Musik-Malls wohne ich völlig im Abseits. Da kann ich keinen überreden, mit mir mal zum Anspielen mitzukommen. Und ich hatte noch nie ein so ein Gerät im Mund.
    Also dachte ich, ich fahr hin und bitte den freundlichen Kundenberater dann einfach, das konkrete Exemplar selbst anzuspielen und mit mitzuteilen, ob es aus seiner Sicht in Ordnung ist, wenn ja, das Gerät zu bezahlen, mit zunehmen und zu Hause erst einmal zu bestaunen, die Knöpfchen zu drücken und auch mal reinzupusten, bevor ich es dann Gassi führe zu einem Lehrer.

    Ich bin mir auch darüber im Klaren, dass die Frage nach einem 400-Euro-Musikinstrument für gestandene Musiker einem Sakrileg gleichkommt und diese Geräte am besten im Vorhof zur Hölle aufgeschichtet gehören. Natürlich würde ich mir auch lieber ein Instrument aussuchen, das gerade für Anfänger ideal ist und deshalb vermutlich mindestens das Vierfache kostet. Geht aber nicht. Der einzige Ratschlag könnte für mich derzeit deshalb nur lauten: "Wenn blöd, dann g'scheid - also kauf lieber gleich noch 'ne Runde günstiger, denn in der Kaste nehmen die sich alle nichts."

    Andererseits, bevor ich mich daran mache, die Feinheiten dieses spannenden Instruments zu erkunden, muss ich ohnehin erst einmal Rhythmus lernen. Kann ich nicht. Und das - denke ich - ist eine Herkulesaufgabe, über der ich mein erstes Saxophon durchaus verschleißen kann - wenn sich denn der Erfolg einstellt.

    Nebenbei bemerkt, gibt es das Chicago Winds CC-AS5100L Pro Altsaxophon Goldlack von Session mit dem bei euch beliebten Yamaha 4C Mundstück. Und alle drei Shops bieten auch die Möglichkeit, das Instument innerhalb von 30 Tagen gegen Geld zurückzugeben, falls mir der Verkäufer ein X für ein U oder eine Gieskanne für ein Saxophon vorgemacht hat. Würde ich aber nur ungern wahrnehmen. Und bei drei Jahren Garantie sollten doch auch die vielen filigranen Hebel, Stangen und Lochabdeckungen nicht beim Herumstehen abfallen - würde ja für die Geschäfte sonst nur Verlust bringen.

    Ich danke euch auf alle Fälle für eure Einschätzung der Lage und der Vertrauenswürdigkeit der Läden und wünsche euch einen stets guten Sound.

    Charlie
     
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  2. zappalein

    zappalein Strebt nach Höherem

    hi, woher kommst du?
     
  3. Huuuup

    Huuuup Strebt nach Höherem

    Ein Thomann für 400 Euro funktioniert schon ganz gut,und du hast Garantie deauf mwenn es das nicht tut
     
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  4. Huuuup

    Huuuup Strebt nach Höherem

    Aber schau mal hier in die Kleinanzeigen. ,da ist ein gutes Jupiter für 400 VB,da machst du echt nix dalsch
     
  5. Saxfreundin

    Saxfreundin Ist fast schon zuhause hier

    Eine Alternative wäre ein Mietinstrument!

    Da hast Du nicht nur ein paar Wochen zum Ausprobieren (das ist wenig für Saxophon), sondern kannst Dir längere Zeit ein Bild machen, wie dieser musikalische Weg für Dich ist.

    Ein weiterer Vorteil: Du kannst mit einem höherwertigen Instrument anfangen!

    Das schreibe ich nicht, um anzugeben, sondern aus vollem Ernst:

    Die Besonderheit bei einem Saxophon im Vergleich zu z.B. einem Piano ist die Tonerzeugung. Die machst Du als Mensch und damit Du mit dem Saxophon gut klingst, bedarf es einer sogenannten „guten Intonation“.

    Ist eine der Hauptbaustellen am Anfang und ich möchte behaupten, das ist mit einem höherwertigen Instrument doppelt so leicht (oder sagen wir lieber: halb so schwer ;)) zu lernen. Was viel Frustration vermeiden kann...

    Ein Mietinstrument wird so in etwa 15-30 €/Monat kosten, dann käme noch (zumindest ganz am Anfang essenziell) die äußerst sinnvolle Investition in eine*n Lehrer*in dazu.

    Das empfiehlt Dir eine saxlernende Anfängerin, die die ersten 3 Monate auch ein Sax mietete :)
     
    Zuletzt bearbeitet: 20.Juli.2020
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  6. Jacqueline

    Jacqueline Ist fast schon zuhause hier

    Volle Zustimmung @Saxfreundin

    Bei der Situation spricht nichts gegen ein Mietinstrument. Außer du bist generell nicht bereit, diese Summe für ein Saxophon auszugeben. Auch nicht gestreckt.

    Es gibt überall Saxhändler, die Mietkauf anbieten. Das dürfte ein leichtes sein. Hier im Forum kann man dir diesbezüglich sicher weiterhelfen.

    Mit der Preisklasse kenne ich mich sonst nicht aus. Auch ich habe mit einem Yamaha-Mietinstrument angefangen.
     
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  7. Saxfreundin

    Saxfreundin Ist fast schon zuhause hier

    Ich meinte Miete, nicht MietKAUF.

    Einfach mieten für eine Zeit des Ausprobierens.
    Ohne Kaufzwang.

    Ich habe mein Mietinstrument auch nicht gekauft.
     
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  8. djings

    djings Strebt nach Höherem

    Hey, Charlie, erst mal viel Spaß beim lesen der Ratschläge und beim suchen und ausprobieren der Instrumente. Ich freu mich, dass du das Abenteuer saxofon angehst.
    Ich hab ein Thomann sax - Rad 350- und ein selmer Mundstück Prologue sowie Rigotti Blätter. Mal ein selmer oder Yamaha würde ich gern probieren. Aber für mich tut es das Thomann :)
    Viel Freude am musizieren und liebe Grüße
     
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  9. djings

    djings Strebt nach Höherem

    TAS 350 -das RS-Programm...
     
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  10. charly-5

    charly-5 Schaut öfter mal vorbei

    Vielen Dank für eure Antworten,
    erst einmal an Huuuup, der schon morgens um 6 Uhr in die Tasten gehauen hat. Aber in den Kleinanzeigen spuckte die Suchfunktion kein Jupiter-Angebot aus.
    Mieten und Ratenkauf ist nicht so mein Thema. Ich hab' meine Sachen lieber bezahlt. Und wenn sich dann herausstellen sollte, dass ab einem bestimmten Leistungs- oder Kenntnisstand das Saxophon hinter den Möglichkeiten zurückbleibt, kann ich ja dann in Höherwertiges investieren und das Teil dann rauchen.

    Saxfreundin, ich brauche auf alle Fälle einen Lehrer, denn ich habe nicht nur keine Ahnung von Tuten und Blasen, ich vermute sogar, dass ich es schaffen könnte, das Backing-Track-Abspielgerät aus dem Rhythmus zu bringen.

    All den Frühaufstehern wünsche ich jetzt aber erst einmal einen guten Morgen und Tag.

    Beste Grüße, Charlie
     
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  11. Jotgee

    Jotgee Nicht zu schüchtern zum Reden

    Ich habe auch anfangs auf ner 300 Euro Tröte geübt und kann nur von abraten.
    Nach ca 3 Monaten war so ziemlich alles verstellt was man sich vorstellen kann und klappen undicht aufgrund von zu weichem Material der Klappenarme.Man tut sich selbst keinen Gefallen damit,da der Körper versucht die undichtigkeiten auszugleichen.
    Danach kam das yas 280 und das war schon was ganz anderes.Spiele es heute noch und bin sehr zufrieden.Gute Einsteiger Instrumente wie Yamaha oder Jupiter sind in den Online Auktionen für ca 500,600 Euro zu bekommen und man ärgert sich später nicht.
    Und Music Store in Köln wurde ich immer gut beraten.
     
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  12. charly-5

    charly-5 Schaut öfter mal vorbei

    Hi Djings,
    danke für deine Erfahrung, das Thomann TAS 350 habe ich hier auch auf dem Schirm. Und wenn man sieht, wie viele gute Bewertungen es hat, scheint es mir auch nicht völlig daneben zu sein. Ok, ihr habt natürlich Recht, da stellen einige Bewertungen der Verpackung und der Freundlichkeit des Zustellers ein. Aber ich denke mir, dass vernichtende Urteile durch den Lehrer, die Verzweiflung des Schülers und die Tränen derjenigen, die das dann letztlich unbrauchbare Gerät bezahlt haben, in solche Bewertungen eingeflossen wären.

    Beste Grüße, Charly

    - da ich üblicherweise nicht mit meinem Nickname unterschreibe, bin ich noch nicht ganz konsistent in der Schreibung, aber ich arbeite daran -
     
  13. visir

    visir Strebt nach Höherem

    Im Allgemeinen würde ich bei einem Budget um die 400€ auch zu einem Gebrauchten raten. Es wird vielleicht auch einen Saxer in der Nähe geben, der Dir beim Kauf helfen kann, den Gerät zu beurteilen (so jemanden würde ich auch im Geschäft mitnehmen - ein Musikverkäufer muss Dir das Instrument nicht vorführen können...).
    Und wenn Du (bald) drauf kommst, dass es gar nicht geht, kannst Du ein Gebrauchtes ohne (viel) Verlust wieder verkaufen.
     
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  14. Saxfreundin

    Saxfreundin Ist fast schon zuhause hier

    Tipp: Such Dir einen Lehrer und kaufe MIT IHM ein Instrument.
     
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  15. tango61

    tango61 Ist fast schon zuhause hier

    Moin Charly,
    Mein Weg zum sax-spielen ging auch über ein billig Instrument von Glaser. Aber ich fand das alles sehr schwer gängig war. Die klappen hatten ein völlig unterschiedliches Ansprechverhalten somit hatte ich immer das Gefühl, das die Klangerzeugung nicht zuverlässig war.
    nach einer längeren Internet Suche fand ich dann einen Instrumentenverleih. Dort konnte ich mir dann für einen charmanten Betrag ein Yamaha 280 leihen und war damit sehr zufrieden.
    Jetzt nenne ich ein 275 mein eigen und bin damit im Grunde sehr zufrieden.
    Für mich war es der richtige Weg. Vorallem ohne große finanzielle Risiken, immerhin kann ich das 275 für einen ähnlichen Betrag ( 400€ ) weiter verkaufen.
     
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  16. charly-5

    charly-5 Schaut öfter mal vorbei

    Hi Saxfreundin,
    Hi Visir,
    ich kann keinen auffordern, mit mir ein paar Stunden zu einem der von mir genannten Musikhäuser zu fahren.

    Hi Jotgee,
    ich dachte, dass bei solchen Mängeln die Garantie greifen würde.

    Gruß Charly
     
  17. charly-5

    charly-5 Schaut öfter mal vorbei

    Hi Tango61,

    eigentlich bist du ja zu Höherem geboren. Und langsam hast du die Möglichkeiten des 275 ausgereizt, du brauchst ein Custom Instrument. Ich wäre dann auch bereit, dir dein 275 abzunehmen für 400 Euro. :)

    Gruß, Charly
     
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  18. Roland

    Roland Strebt nach Höherem

  19. Mouette

    Mouette Nicht zu schüchtern zum Reden

    Moin Charly,
    diese Situation hatte ich auch vor Kurzem. Deshalb meine Erfahrung hier:
    Ich habe vor zwei Jahren mit dem Klarinettespielen begonnen und vor drei Monaten mit dem Tenorsaxophon. Beide Instrumente hatte ich vor dem Kauf für ein paar Monate geliehen, zwischendurch auch ein Altsaxophon für 3 Monate. Ich hatte unterschiedliche Klarinetten zum Test, ebenso Saxophone. Dabei habe ich die immer leicht unterschiedliche Handhabung bemerkt und das für mich angenehmste Instrument dann jetzt gekauft. Ich habe keine Riesenpranken und wollte mir die Finger nicht verrenken. Übrigens musste ich nicht das gemietete Instrument, beim Sax waren es Jupiter, kaufen, sondern der Mietpreis wurde dann auf mein neues Yamaha angerechnet. Ich hätte auch ebenso ein Selmer, Keilwerth, Yanagisawa usw. kaufen können, die Miete wäre auch da angerechnet worden. Nach 4 Wochen alleine rumtröten auf dem Jupiter hatte ich dann meine erste Stunde bei meinem Lehrer, der mir gute Tipps zum Kauf gegeben hat, auch wenn er nicht in den Laden mitkam. Manche Lehrer bieten auch selbst Leihinstrumente an. Ich kann dir die Reihenfolge erst Lehrer, dann eigenes Instrument nur empfehlen. Erst beim Spielen mit den Instrumenten hatte ich die Ahaerlebnisse, die letztlich entscheidend für den Kauf waren. Ich selbst hätte anfangs auch kaum beurteilen können, ob das Gerät okay ist, z. B. die Intonation stimmt. (Dachte ich bei meinem Jupiter erst, aber nein, das Problem stand doch vor dem Mundstück...) Mundstück und Blatt sind ja auch noch heikle Variablen.
    Wünsche dir ein gutes Händchen bei der Auswahl.
    Grüße von Mouette
     
  20. charly-5

    charly-5 Schaut öfter mal vorbei

    Hi Mouette,
    danke erstmal für deine Ratschläge.
    Mit dem Mieten ist immer so eine Sache, ich bin auch schon beim Zigaretten-Holen hingefallen und habe die Münzen verbogen.
    Mundstück: Bei Session in Frankfurt wird zum Instrument das Yamaha Mundstück gereicht. Deshalb schien mir es nicht völlig abwegig, dort zuzuschlagen.
    Dann das Instrument einem Saxophonisten in die Hand zu drücken und auch selbst nach einer Eingewöhungszeit zu erkennen, ob die von euch genannten Probleme auftreten: Klappen klappen nicht gut, Luft fließt nicht reibunslos und Töne können sich nicht entscheiden, in welchen Sphären sie schwingen wollen.

    Beste Grüße
    Charly
     
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