Kaufberatung für ein amerikanisches Tenorsaxophon

Dieses Thema im Forum "Kaufberatung" wurde erstellt von Viper, 10.Juli.2019.

  1. Sandsax

    Sandsax Strebt nach Höherem

    Oder man macht es wie Toko (siehe @saxfax -ens Beitrag)
     
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  2. Wanze

    Wanze Ist fast schon zuhause hier

    Ich habe noch nicht alle gespielt, daher kann ich nur zur Optik was sagen: King Super20 Silversonic (full Pearls) ist das schönste.

    Ich habe mal ein spätes Super20 angespielt, aus der Zeit als King bereits nach Eastlake umgezogen war... das hat mir auch gar nicht gefallen. Aber ein früheres, aus Cleveland, erfüllt eigentlich alle Wünsche, die man hinsichtlich Optik, Ergonomie und Intonation haben kann.
    … nur leider nicht die Wünsche, die mein Geldbeutel hat.

    Grüße,

    Wanze
     
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  3. saxhornet

    saxhornet Experte

    Und dir war anfangs gar nicht klar was für eine Perle du da hast.
     
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  4. Claus

    Claus Moderator

    Stimmt, aber ich habe ja nette Freunde, die mir den Kopf zurechtrücken...:)
     
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  5. ehopper1

    ehopper1 Strebt nach Höherem

    Und ich habe ein spätes King S20 Alt, ohne Silberbogen.
    Spielt traumhaft!
    Hatte aber auch mal ein S20 Tenor aus dieser Zeit, das nicht so der Bringer war.
    Muss aber dazu sagen, dass ich damals ganz selten Tenor spielte und deshalb womöglich nicht das optimale Setup hatte.
    Klar sind die frühen S20 noch besser, aber ich bin sehr glücklich mit meinem Alt.

    @Viper
    Ich würde mir die Zeit nehmen und in einen Saxshop gehen, der ein paar Bueschers, Conns, Kings und Martins da hat.

    LG
    Mike
     
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  6. Viper

    Viper Ist fast schon zuhause hier

    ...sind das Modelle ca. ab 1965 (S.Nr. 407.000 und höher)?

    L.G.
    klaus
     
  7. saxhornet

    saxhornet Experte

    Andere sagte es bereits, man kann keine generellen Tipps geben. Es hängt vom jeweiligen Horn vor Ort ab. Die Streuung und Vorgeschicht macht es unmöglich etwas zu empfehlen. Es hilft nur gründlich ausprobieren. Schon der individuelle Geschmack fällt so unterschiedlich aus. Und bei Duchstein gebe ich den Tipp vorher durchzurufen die Listen im Netz sind meist nicht up to Date und einige Hörner sind dann gar nicht da oder andere sind hinzugekommen. Und nur kaufen, wenn du absolut sicher bist, sonst ist der Ärger über einen Fehlkauf vorprogrammiert.
     
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  8. Tröto

    Tröto Ist fast schon zuhause hier

    Die profundesten Kenntnisse über King-Saxophone hier im Forum scheint meiner Wahrnehmumg nach Sandsax zu haben. An dessen Einschätzung würde ich mich orientieren, da er viel über die Bauweise, Wertigkeit usw. weiß, worüber ich wenig Kompetentes von mir geben kann außer der Bestätigung, dass die Kings eine hochwertige und eher wartungsärmere Mechanik haben.

    Ich selbst spiele seit annähernd dreißig Jahren ein King Super 20-Tenor, zunächst einen "Silberhals" von Ende der 50er Jahre, seit ungefähr 10 Jahren ein Silversonic noch aus der Cleveland-Produktion (ca. 1965), dass ich nur aus Gründen einer für mich besseren Applikatur (hat aber nur mit einer Fingerverletzung zu tun) gegen den "Silberhals" eingetauscht habe.
    In die Fänge von zwei King-Enthusiasten bin ich allerdings schon Jahre davor geraten, mit entsprechenden Folgen, wie man erahnen kann. Einige Geschichten über die Firma King habe ich damals auf diesem Weg in dieser internetlosen grauen Vorzeit erhalten, die seitdem fleißig weiter erzählt worden sind und in die gleiche Kerbe hauen. Eine dieser tiefen Kerben berichtet eindringlich genau von jenem Sachverhalt, auf den Du Dich beziehst: Mit dem Umzug nach Eastlake ging es mit der Firma King rasant den Bach runter. Und zwar sofort.
    Unzweifelhaft gab es den Niedergang der Firma, aber sofort?
    Ich habe genau an diesem Punkt dann doch Zweifel, denn ich kann mir nicht vorstellen, dass die Firmenleitung seinerzeit alle Mitarbeiter und Maschinen bzw. Werkzeuge austauschte und darüber hinaus mit völlig neuen Konzepten zu arbeiten begann, zumal Cleveland und Eastlake pi mal Daumen nur 30 Km entfernt voneinander sind.

    Natürlich muss es etwas geben, womit ich diese Vermutung begründen kann, und dies ist mein zweites King Super 20, ein silberloses Eastlake-Exemplar aus den 1968 oder 1969, das ich vor ein paar Jahren beim selben Händler, der auch meine Saxophone wartet bzw. repariert, gekauft habe. Er ist übrigens einer der beiden genannten Enthusiasten und Kenner der King-Historie.
    Dieses King hatte keinen erkennbaren Makel, der Klang entsprach meinen Vorstellungen und die ein wenig unterschiedliche Haptik im Vergleich mit dem Silversonic beruhte unserer Meinung darauf, dass die Perlmutt-Einlagen der Tasten (Drücker) keine so fingerschmeichelnden Mulden besaßen, was darauf schließen lässt, dass es weniger intensiv vom Vorbesitzer gespielt wurde.

    Dennoch hatte ich vor der Kaufentscheidung noch zart nagende Zweifel, ob die alten Geschichten über die Schrottsaxophone aus der Eastlake-Produktion nicht sämtlich doch zutreffend wären. Um weitere Meinung zu bekommen, habe ich bei SOTW im King-Forum herumgetrieben und dort einiges gelesen, was mir diese etwas kindische Angst dann doch genommen hat.
    Kurzum: Ich habe den Kauf nicht bereut.
    Mein Tipp: Suche in dem besagten Forum nach für Dich relevanten Informationen, denn mit einem Link kann ich im Moment nicht dienen. Und sollte Dir ein frühes "Eastlake" über den Weg laufen, dann zucke nicht gleich zusammen, sondern spiele es an, sofern sich die Möglichkeit dafür bietet.
     
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  9. TSax80

    TSax80 Ist fast schon zuhause hier

  10. Wuffy

    Wuffy Gehört zum Inventar

    Brenne darauf, gleich wenn wieder daheim mein 200 € KING-Schnapper noch vollens fertig zu machen und auch zu spielen.

    King Cleveland wird zwar als Second Line und Schülerinstrument beschrieben, aber nach ausführlicher Recherche habe ich viele Berichte gelesen, dass die Basics wohl in grossen Bereichen und Teilen genau auch den teueren Profi-Instrumenten entsprechen.....und soundmäßig kaum Abstriche empfunden werden.

    Es dreht sich um dieses Modell:

    https://www.ebay.de/i/173951653379

    Hier mein Cleveländer:

    Mal schauen was daraus wird.....bin sehr gespannt und neugierig.

    Gr Wuffy
     

    Anhänge:

    Zuletzt bearbeitet: 11.Juli.2019
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  11. ehopper1

    ehopper1 Strebt nach Höherem

    Genau die sind es! Mein Alt ist eins von 1972, ich liebe es! :)

    @Tröto
    Ich habe mich bezüglich King auch immer mal wieder umgetan.
    Unter Experten gibt es ja die Diskussion, ob die Silberbögen und der Double Socket Neck (frühe Hörner) die Besonderheiten im Sound ausmachen oder ob es eher die Tonlöcher und deren Anordnung sind.
    Gestreitet wird auch in wieweit sich die Innenmaße des Korpusses und des S-Bogens über die Jahre geändert haben.

    Klar ist wohl, dass die Fertigung bei den früheren Kings von besserer Qualität war, dafür aber viel mehr Zeitaufwand in der Herstellung bedeuteten.
    Aus Kostengründen wurde der Herstellungsprozess verkürzt, auch in dem man einige Besonderheiten einfach wegließ.
    Den Niedergang der Firma hielt das leider nicht auf.

    Man sollte mal die Chance haben mehrere Kings aus verschiedenen Herstellungsepochen zu spielen.
    Aber selbst dann hätte man unter Umständen kein stimmiges Ergebnis.
    Erstens gibt es wie bei allen Saxophonmarken Streuungen, zweitens sind viele Instrumente nicht optimal eingestellt und drittens liegt ein King nicht jeder/jedem.

    Ich hatte das große Glück 1995 ein sehr gutes S20 zu ergattern, das ich bis heute gerne spiele.

    LG
    Mike
     
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  12. ehopper1

    ehopper1 Strebt nach Höherem

  13. Saxax

    Saxax Ist fast schon zuhause hier

    Moin Viper,

    wo fang ich an?

    Es gibt zwei Saxophone, bei denen ich mich später geärgert habe, sie nicht gekauft zu haben. Beide waren Kings. das eine ein S20 silversonic der eher älteren Bauserie (für Blues R&B und Roch das absolute Überhorn mit meinem Gesichtssetup). Ein später angespieltes S20 etwas neuer, fand ich dagegen eher bescheiden (im Vergleich zum Conn 10m). Das andere liegengelassene Horn war ein Zephyr, das würde ich an Deiner Stelle noch auf die Liste setzen, war allemale besser als das neuere S20.

    Bei den Martins würde ich noch das The Martin auf die Liste setzen.

    Auch die Büscher 400 können super sein, klingen vielleicht etwas eleganter als die anderen, auch hier eher die älteren Modelle.

    Conn: als ich mich für das 10m entschieden habe, habe ich Chu Berry und 10m im Vergleich probiert. Den Ausschlag für mich gab, dass das 10m sehr viel variabler im Sound ist. Den satten, fetten Sound können sie alle - auch das von TSax angesprochene SML. Das gewisse Knistern, vor allem im oberen Register, das kenne ich nur vom Conn 10m :))))

    Apropos SML das muss nicht unbedingt Gold Medal sein, auch Rev. D sind super (auch hier scheint es sowas wie transitional Modelle zu geben). Von der Applikatur sind die SML Deinem Sellmer vermutlich am nächsten.

    Falls es nicht um das amerikanische Typenschild geht, fallen mir da außer Keili noch G.H. Hüller, Hohner und Kohlert ein. Vor allem die Hüller können soundmäßig dem Conn sehr nahe kommen.


    Viel Spaß beim Suchen und Ausprobieren


    Dein Saxax
     
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  14. Conndomat

    Conndomat Ist fast schon zuhause hier

    Moin,

    tja, ich würd mal noch das Martin Com.II (Lion and Crown) in den Ring werfen!
    Von der Intonation das beste Instrument das ich je gespielt habe, der Sound einfach nur breit und fett, in der unteren und mittleren Lage schon fast baritonartig.

    Aber wie die Kollegen oben ja schon richtig geschrieben haben, die Instrumente klingen mitunter etwas unterschiedlich, eine Schwalbe macht noch keinen Sommer.
    Letztlich hängt auch viel vom verwendeten Setup ab und natürlich von der Serienstreuung des Bläsers, nicht alle Martin's können auch auf selbiges spielen.:idea:

    Andreas
     
    Zuletzt bearbeitet: 12.Juli.2019
  15. Ton Scott

    Ton Scott Freak

    Moin,
    bis auf Conn hatte ich sie auch schon alle :)
    Nach dem Aha-Effekt gestern (ich hab mir von einem netten Forumsmitglied ein Reference 36 gekauft) sag ich: Probier das doch mal.
    Das geht definitiv in die Richtung, und man kann sogar ohne Tendovaginitis drauf spielen :)

    Ich verstehe (wer könnte das besser als ich), dass es unglaublich Spaß macht, so ein altes Horn zu besitzen.
    Und einer meiner guten Bekannten spielt schon ein halbes Leben lang auf einem Martin, alles was er spielen muss. Und es scheint ihn nicht zu behindern :)
    Grad in der tiefen Lage hört man selbst bei der nicht so guten Aufnahme, wo der Bartl mit der Goaß ackert...



    Aber Du kannst es ja mal in Betracht ziehen.

    Viel Spaß beim Probieren!
     
  16. Viper

    Viper Ist fast schon zuhause hier

    Habe gerade gesehen, dass es für die Martins einen passenden S-Bogen aus Kupfer v. Gloger gibt.:rolleyes:
    Sollte man beim Ausprobieren/Anblasen diesen S-Bogen unbedingt mit Antesten, oder nur wenn das Horn mit dem originalen Bogen nur so lala klingt?:cool:
    Hat jemand Erfahrungen mit Glogerbogen am "The Martin"?;)

    V.G.:)
    klaus
     
  17. RomBl

    RomBl Strebt nach Höherem

    Hab ich für mein "The Martin", allerdings aus Silber und nicht aus Kupfer :).
    Handwerklich top gemacht, verbesserte Intonation, leichter Ansprache, Ton etwas präziser und "sanfter" als mit dem Originalbogen. Der Originalbogen klingt etwas fetter.
    Von der Mensur her habe ich das Original gewählt - ich wollte ja schließlich nicht, dass mein Horn so mickrig wie ein Mark VI klingt :D:D.

    Trotz des vordergründig hohen Preises (wenn man die handwerkliche Leistung bzw. den Aufwand und das Material berücksichtigt ist das so teuer gar nicht) eine lohnenswerte Anschaffung für mich.

    Den Kupfer habe ich nicht probiert - noch fetter wäre zu fett gewesen :D
     
    Viper und ToMu gefällt das.
  18. Saxax

    Saxax Ist fast schon zuhause hier

    Und warum sollte das The Martin mit dem Originalbogen nur so lala klingen?


    keep swingin´


    Dein Saxax
     
  19. Dabird

    Dabird Ist fast schon zuhause hier

    Wenn ein Sax für mich im Test mit eigenem Bogen der nicht beschädigt ist nur LaLa klingt (oder spielbar ist) wäre es eher uninteressant. Dass es mit einem anderen Bogen oder einem Fremdbogen sehr gut werden kann, ist nicht auszuschliessen, aber trotzdem wäre ich hier eher nicht bereit, es zu kaufen. Nur wenn ich zufällig mit Korpus und einem anderen (mitgebrachten oder im Testraum erhältlichen) Bogen eine sehr gute Kombi entdecken würde. die mich überzeugt, wäre Kauf interessant.
    LG, db
     
  20. Viper

    Viper Ist fast schon zuhause hier

    Der natürliche Gedanke wäre doch, warum man bei einem bereits gut klingenden "Martinshorn":D den S-Bogen tauschen sollte...:rolleyes:
    Aber vielleicht zündet so ein Kupferbogen nochmal zusätzlich den Ohren-Turbo?;)

    v.g.:)
    k.laus
     
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